CH114433A - Jätblechstreifen. - Google Patents

Jätblechstreifen.

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CH114433A
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Mackensen Fritz Dr Prof
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Mackensen Fritz Dr Prof
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      Jätblechstreifen.       Die vorliegende Erfindung betrifft, einen       Jätblechstreifen,    der dazu bestimmt ist,  mit Mitteln in Verbindung gebracht zu wer  den, mit Hilfe deren er, zum Zwecke der  Unkrautentfernung aus Gartenbeeten, Ackern       etc.,    wie ein Rechen über den Boden bewegt  werden kann.  



  Man hat für die Ausbildung solcher     Jät-          blechst-reifen    bereits verschiedene Vorschläge  gemacht; doch ist bisher die Lösung der  Aufgabe, das Unkraut möglichst restlos zu  entfernen, nicht annähernd gelungen. Ein  solcher Vorschlag besteht zum Beispiel darin,  eine Hacke der gebräuchlichen Form statt  mit der üblichen messerartigen Schneidekante  mit einer     V-förmig    gezähnten Arbeitskante  zu versehen und die Hacke dann als       Scharrwerkzeug    zu gebrauchen.

   Auf Zucker  rohrpflanzungen, wo es sich weniger um die  Unkrautentfernung als darum handelt, das  Erdreich in der Nähe des Zuckerrohres zu  lockern und gleichzeitig zu häufeln, hat sich  dieses Gerät wohl ganz gut bewährt, doch  wo es hauptsächlich auf die Entfernung des    Unkrautes ankommt, wie zum Beispiel in  Gemüsebeeten und dergleichen, scheitert  dessen Verwendbarkeit einerseits daran, dass  dasselbe mangels einer Führung nicht in  einer bestimmten Tiefe unterhalb der Erd  kruste gehalten werden     kann,    so dass also  eine sehr ungleichförmige Lockerung und zu  dem eine recht fragwürdige Unkrautentfer  nung erfolgt, und anderseits daran, dass, weil  das aufgelockerte Erdreich von dem     Hack-          blatt    daran verhindert wird, zurückzubleiben,

         notwendigerweise    ein unerwünschtes Häufeln  eintritt. Ein weiterer Vorschlag besteht  darin, ein     Jätgerät    mit Schneidewirkung da  durch zu schaffen, dass an einem Blechstreifen  der vordere Rand nach unten umgebogen  und die Kante als Schneidekante ausgebildet  wird. Abgesehen davon, dass durch das Ab  schneiden der Wurzeln des Unkrautes, sei  es nun     ober-    oder, .wie im Falle dieses Ge  rätes, unterhalb der Erdkruste, das Unkraut  nicht entfernt, sondern nur im Wachstum  unterbrochen wird, ist dieses Gerät aus an  dern Gründen für den     verlangten    Zweck un-      geeignet.

   Einmal     dringt    die ununterbrochene  Schneidekante verhältnismässig schwer in das  Erdreich ein (ein Nachteil, der sich     besoil-          ders    bei festerem Boden geltend macht, so  zum Beispiel auch dann, wenn es sich um  das ebenfalls erwünschte Jäten in Garten  wegen handelt). Ferner wirkt die Schneide  nur in einer     ganz    bestimmten Tiefe, so dass  die feinen Wurzelehen des sich eben     entwik-          kelnden    Unkrautes in den meisten Fällen  überhaupt nicht getroffen werden. Zudem  lässt die Schneidewirkung bald nach, da. die  Schneide schnell stumpf wird.

   Ausserdem  tritt auch bei diesem Gerät.,     wenn    der nach  unten umgebogene Rand, um eine genügende  Brechung der Erdkruste zu erzielen, eine  gewisse Höhe überschreitet, jenes uner  wünschte Häufeln ein. Schliesslich     bestellt     noch ein     wesentlicher    Nachteil darin, dass bei       feuchtem    Boden der Raum zwischen der  Schneidekante und der     hintern    Kante des  Blechstreifens sich sehr schnell durch Erde       verstopft.    Alsdann geht die anfangs durch  den     wagrecht    liegenden Blechstreifen     erzielte     sichere Führung verloren,

   und die Tiefe des       Eindringens    wird von dem Druck abhängig,  den der Arbeiter auf das Gerät ausübt.  



  Diese sämtlichen den beiden erwähnten  Geräten eigentümlichen Nachteile lassen sich       illöglichst    vermeiden, wenn entsprechend der  Erfindung der     Jätblechstreifen    so ausgebildet  wird, dass die eigenartigen Merkmale der  beiden Geräte vereinigt werden, indem der       Jätblechstreifeli    eine Führungsfläche erhält,  die vorn in eine nach unten abgebogene Ar  beitsfläche     übergeht,    deren Arbeitskante ge  zähnt ist, wobei die Zahnlücken     V-Form        er-          balten.    Dieser neue     Jätbleclistreifen    ist, wie  praktische     Versuche    ergeben haben,

   von ge  radezu überraschender     Leistungsfähigkeit     in bezug auf die Entfernung auch der klein  sten Unkrautpflanzen. Die Entfernun<B><U>g</U></B>  kommt durch eine Reisswirkung infolge     voll          Klemmung    in den V-förmigen Zahnlücken  zustande. Dabei tritt eine     Lockerung    des  Bodens nur in dem Masse ein, wie es nach  den neuesten Forschungen zulässig ist, nach  denen eine Störung der Bakterien, deren    Vorhandensein im Boden für das     \@'aclistuni     der Kulturpflanzen wichtig ist, tunlichst  vermieden werden soll.  



  Da. das Erdreich sowohl über die Füh  rungsfläche hinweg, als auch durch die  Zahnlücken     hindurch    entweichen kann, so  ist die Gefahr. dass ein     Häufeln        auftritt,     so gering als möglich.     besonders,    wenn man  die Höhe der Zähne passend wählt und die  Zahnlücken bis nahe an die Biegestelle zwi  schen     Führun-s-    und Arbeitsfläche heran  gehen lässt. Wird zum Zwecke tieferen Ein  dringens der Zähne in den Boden eine grö  ssere Zahnhöhe verlangt, so empfiehlt es sich,  um vor     Häufelung    des Erdreiches sicher zu  sein, die Zähne in geeigneter Weise auszu  sparen.  



  Um ein     leielitc@s    Arbeiten mit dem     Jät-          blechstreifen        zti        ermöglichen,    wird     zv,eck-          mässig    die Arbeitsfläche so gegenüber der  Führungsfläche abgebogen, dass sie (bezie  hungsweise, wenn die Arbeitsfläche ge  krümmt ist, dass die in den Zahnspitzen an  die Arbeitsfläche tangierende Ebene) mit  der Führungsfläche einen stumpfen Winkel  einschliesst.  



  Es versteht sich, dass der neue     Jätblech-          streifen    in beliebiger Anzahl an einer und  derselben     Vorriclltun-#    verwendet werden  kann. So können zum Beispiel mehrere     Jät-          blechstreifen    so     nebeneinander    angeordnet  werden, dass Lücken für die     Kulturpflan7en-          reihen    bleiben. Auch kann ein einziger  breiter Streifen selbst mit entsprechenden  Lücken versehen sein.

   Eine     zweckmässige     Anordnung erhält man ferner, wenn mehrere  Streifen     hintereinaiiderliegend    so vereinigt  werden, dass die Zähne der     verschiede-          nen    Streifen gegeneinander versetzt sind.

    Eine andere vorteilhafte Anordnung er  gibt sich. wenn     mehrere        Jätblechstreifeil     so     all    einem Geräte verwendet wer  den, dass jeder     voll    ihnen zum     Z Te?ke     der Reinigung (sei es durch     Abschleudern     des Unkrautes oder     mittelst        besonderer    Ab  streifer) aus dem Arbeitsgang ausschaltbar  ist.

   Empfehlenswert ist dabei eine Einrich  tung, um den jeweils arbeitenden Blechstrei-           fen    nach Verharren im Arbeitsgang     während     einer gewissen Fortbewegung des Gerätes  entweder von Hand oder selbsttätig auszu  schalten und einen andern Blechstreifen ein  zuschalten. So können zum Beispiel mehrere  Blechstreifen um eine gemeinsame Achse  drehbar angeordnet werden, wobei jene Ein  richtung dazu dient, die Blechstreifen je  weils um diese Achse entsprechend dem  Winkel zu drehen, unter dem zwei benach  barte     Blechstreifen    aufeinander folgen. Es  können auch mehrere Blechstreifen hinter  einanderliegend und je um eine besondere  Achse drehbar angeordnet werden.

   Dabei  wäre     im    Falle zweier Blechstreifen jene Ein  richtung zweckmässig so auszubilden, dass sie  die Drehung der Blechstreifen um den glei  chen Winkel ermöglicht, jedoch so, dass die  beiden Drehrichtungen einander entgegen  gesetzt sind.  



  In jedem Falle empfiehlt es sich, die       Jätblechstreifen    an den Mitteln, mit wel  chen sie zu ihrer Benützung in Verbindung  gebracht werden, leicht auswechselbar anzu  ordnen.  



  In     Fig.    1 der Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel des neuen     Jätblechstreifens     in der Anordnung für den Handgebrauch  dargestellt;     Fig.    2 zeigt einen Querschnitt  durch den     Jätblechstreifen.     



  Die Arbeitsfläche a des gezähnten     Jät-          blechstreifens    ist: gezähnt, wobei die Zahn  lücken     V-Form    besitzen und die Zähne     cal     gegen die Führungsfläche b unter einem    Winkel a - 150   geneigt sind. Die     Fuss-          Linie        A-A    der Zähne geht bis nahe an die  Biegekante     B-B    heran. Zur Benutzung des       Jätblechstreifens    ist derselbe nach Art  eines gewöhnlichen Rechens mit einem mit  Stiel ausgerüsteten bügelförmigen Kopfstück  verbunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Jätblechstreifen, der dazu bestimmt ist, mit Mitteln in Verbindung gebracht zu werden, mit Hilfe deren er zum Zwecke der Unkrautentfernung aus Gartenbeeten, Äckern etc. wie ein Rechen über den Bo den bewegt werden kann, gekennzeichnet durch eine zur Führung des Streifens auf dem zu bearbeitenden Boden dienende Füh rungsfläche; die vorn in eine nach unten ab gebogene Arbeitsfläche übergeht, deren Ar beitskante gezähnt ist, wobei die Zahnlücken V-Form besitzen.
    UNTERANSPRtrCHE 1. Jätblechstreifen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zahnlücken bis nahe an die Führungsfläche heran gehen. 2. Jätbleehstreifen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeftsfläche mit der Führungs fläche einen stumpfen Winkel einschliesst.
CH114433D 1924-05-30 1925-05-23 Jätblechstreifen. CH114433A (de)

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DE114433X 1924-05-30

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CH114433A true CH114433A (de) 1926-04-01

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ID=5653811

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CH114433D CH114433A (de) 1924-05-30 1925-05-23 Jätblechstreifen.

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