CH114603A - Läutewerk mit durch ein Federtriebwerk angetriebenem Glockenhammer. - Google Patents

Läutewerk mit durch ein Federtriebwerk angetriebenem Glockenhammer.

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CH114603A
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Eugen Berchtold
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Eugen Berchtold
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    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
    • G04B21/08Sounding bodies; Whistles; Musical apparatus

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Description


  Läutewerk mit durch ein Federtriebwerk angetriebenem Glockenhammer.    Vorliegender Erfindung liegt die Auf  gabe zu Grunde, ein Läutewerk mit durch  ein Federtriebwerk angetriebene Glocken  hammer zu schaffen, dessen Federtriebwerk  von einem beliebigen Punkt aus, zweck  mässig unter Benützung der Bewegung geeig  neter Organe, zum Beispiel einer Tür, auf  gezogen und hierdurch ständig in Spannung  gehalten werden kann. Der Erfindung ge  mäss wird dies dadurch erreicht, dass das Fe  dertriebwerk des Läutewerkes mit einem  Triebwerk gekuppelt ist, das von einer räum  lich von dem Läutewerk entfernten Stelle  aus auf pneumatisehem Wege das Aufziehen  des Glockentriebwerkes ermöglicht.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung veranschaulicht.  Abb. 1 zeigt die Teile des pneumatischen  Läutewerkes im Längsschnitt; Abb. 2 ver  anschaulicht einen Querschnitt durch die  Glocke nach Linie II-II der Abb. 1; in  Abb. 3 ist das pneumatische Läutewerk in  Verbindung mit einer Tür im Schema dar  gestellt.  



  Das Läutewerk besteht im Wesen aus  einer durch ein Federtriebwerk     betriebenen       Glocke a, deren Federtriebwerk auf pneu  matischem Wege von einem Taster b ausge  löst werden kann. Der Taster     b    steht mit  der Glocke a durch eine Rohrleitung 1 in  Verbindung. Die Glocke a besitzt ein Brett  chen 3, auf dem die Glockenschale 4 und  ein das Federtriebwerk verschliessendes Ge  häuse 5 befestigt sind. 6 ist die Feder des  Triebwerkes, 7 die Federtrommel, 8, 9, 10  sind Übersetzungsräder, 11 ist ein Ankerrad.  Das Ankerrad 11 wirkt mit einem Anker 12  zusammen, der auf der Achse 13 drehbar  sitzt und mit dem Glockenhammer 14 in Ver  bindung steht. Der Anker 12 ist mit einem  Plättchen 15 ausgestattet, das durch einen  Hebel 16 verriegelt oder freigegeben wer  den kann.

   Das Plättehen 15 wirkt mit dem  Ende 16' des Hebels 16 zusammen. Der He  bel 16 ist bei 17 drehbar und mit einer  Platte 18     versehen,    die gegenüber einer  Platte 19 liegt. Zwischen den Platten 18, 19  ist ein     aufblähbarer    Schlauch 20     vörgeseheu.     Auf den Hebel 16 wirkt eine Feder 22 ein,  die den Hebel nachgiebig federnd in der in       Abb.        J.        gezeichneten    Stellung hält. In     dieser     Stellung     liegt-    das Ende -16' des Hebels an      einem Anschlag 23 an und verhindert in die  ser Stellung jede Schwingbewegung des An  kers 12.

   Zum Einstellen des Abstandes der  Platten 18, 19 voneinander ist über der  Platte 19 eine Stellschraube 25 vorgesehen.  



  Der Schlauch 20 steht durch ein Verbin  dungsstück 30 mit dem einen Ende der Rohr  leitung 1 in Verbindung. Die Rohrleitung 1  besteht aus einem Weichmetallrohr, zweck  mässig aus einem dünnen Bleirohr von zirka  1 mm lichter Bohrung und 3 mm Aussen  durchmesser. Derartige Bleirohre lassen sich,  wie Versuche bestätigt haben, bequem nach  allen. Richtungen biegen, so dass die aus der  artigen Rohren bestehende Leitung bequem  verlegt werden kann. Das andere Ende der  Leitung 1 steht durch eine Verbindung 31  mit dem Taster b in Verbindung.  



  Der Taster     b    besitzt ein auf einer Unter  lagsplatte 35 befestigtes Gehäuse 36, in dem  eine hohle Metalldose 37 mit einer Membrane  38 eingesetzt ist. Die Membrane 38 weist bei  dem gezeichneten Ausführungsbeispiel zum  Zwecke des leichteren Eindrückens, konzen  trische Wellungen auf. Auf die Membrane  38 wirkt ein Druckknopf 39 und eine Feder  40 ein. Die Feder 40 ist im Taster b derart.  eingebaut, dass sie die Membrane 38 ständig  in der in Abb. 1 mit vollen Linien gezeich  neten Stellung hält. Wird der Taster nach  einwärts gedrückt, so nimmt die Membrane  die all Abb. 1 mit punktierten Linien ange  deutete Stellung ein.

   Die durch das Ein  drücken der Membrane verdrängte Luft  fliesst durch die Leitung 1 in den Beutel 20,  bläht denselben auf und bewirkt eine     Ver-          schwenkung    des Hebels 16. Das Ende 16'  kommt ausser Schwingbereich des Plättchen  lb. Hierdurch wird das Federtriebwerk aus  gelöst und durch die Drehung des Anker  rades, 10 und das Zusammenwirken des An  kerrades mit dem Anker 12 der Glocken  hammer 14 in schwingende Bewegung ver  setzt.  



  Das Federtriebwerk der Glocke a ist mit  einem Triebwerk c gekuppelt, das von einer  räumlich von der Glocke a entfernten Stelle  aus auf pneumatischem Wege das Auf-    ziehen des Federtriebwerkes ermöglicht. Das  Triebwerk c besteht im Wesen aus einem  ausdehnbaren Organ, zum Beispiel einem  Blasbalg 40, der zwischen einem festen Wi  derlager 41 und einem Hebel 42 angeordnet  ist. Der Hebel 42 ist einarmig und sitzt  lose drehbar auf einer Triebwelle 43. Auf  dem Hebel 42 einerseits und auf der Trieb  welle 43 anderseits sind Teile 45, 46 eines  Gesperres vorgesehen, das bei der Schwenk  bewegung des Hebels 42 im einen Sinne die  Mitnahme der Triebwelle 43 bewirkt. Das  Gesperre bestellt aus einer auf dem Hebel t2  angeordneten     Sperrklinke    45 und einem  Sperrad 46, das auf der Triebwelle 43 sitzt.

    48 ist eine auf die Sperrklinke 45 einwir  kende Feder, die die Sperrklinke ständig in  der Nichteingriffstellung hält. Der Eingriff  der Sperrklinke 45 in die Zähne des     Sperr-          rades    46 wird durch eine Steuerschiene 50  bewirkt, die mit dem hopf der Klinke 45  zusammenwirkt.  



  Die Triebwelle 43 ist mit einer der Boh  rung des Aufziehschlüssels für das Feder  triebwerk analog ausgebildeten Bohrung, bei  vorliegendem Ausführungsbeispiel mit einer  Vierkantbohrung 52, ausgestattet., mittelst  welcher Bohrung die Triebwelle auf den  Vierkant 53 der Federtrommelwelle 54 auf  gesteckt und mit dieser auf Drehung ver  kuppelt ist.

   All dem zweiten Ende der  Welle 43 ist eine Einrichtung, zum Beispiel  ein Vierkant 56, zum Aufstecken eines  Schlüssels und zum Aufziehen des Feder  triebwerkes     voll    Hand aus     vorgesehen.    Die  vorstehende Verkupplung des Triebwerkes  mit den Federtriebwerk ermöglicht eine  leichte Abnahme der pneumatischen Aufzieh  vorrichtung, sowie eine leichte Umgestaltung       von    bestehenden     Läutewerken    in     Läutewerke     mit     pneumatischer        Aufzielivorriclltung.     



  Auf den Hebel     12    wirkt eine.     Feder        ;18     ein, die die beiden     Widerlager    41, 42 und  damit den     zwischen,-eschalteten        Blasbalg    40  zusammenzieht. Das feste     Widerlager    be  stellt bei     vorliegendem        Ausführungsbeispiel          ,ins    einem     Winkel,    der auf der Aussenseite  des     Gehäuses    5     lösbar    befestigt ist.

        Das ausdehnbare Organ 40 steht durch  eine Rohrleitung 60 mit einem Schalter d in  Verbindung, der ein zusammendrückbares  Organ 61 besitzt. Das zusammendrückbare  Organ 61 besteht aus zwei     Platten    62, 63,  die durch eine Stulpe 64 aus schmiegsamem  Material derart verbunden sind, dass die  Teile 62, 63, 64 eine zusammendrückbare  Dose bezw. einen Blasbalg bilden. Die  Platte 62 ist mittelst eines Nippels 65 auf  einer Grundplatte 66 des Schalters d be  festigt. Durch den Nippel 65 verläuft eine  Bohrung 67, die das Innere des     zusammen-          drüekbaren    Organes 61 mit der Leitung 60  verbindet. Die Leitung 60 besteht hierbei,  ähnlich wie die Leitung 1, zweckmässig  gleichfalls aus einem Bleirohr.

   Die beweg  liche Platte 63 ist     mittelst    einer Schraube 68  auf einer zweiten Platte 69 befestigt, die  einen Druckknopf 70 besitzt. Die     flanschen-          förmigen    Enden der Stulpe 64 aus     schmieg-          samem    Material sind einerseits     zwischen    der  Platte 62 und der Grundplatte 66, anderseits  zwischen den beiden Platten 63 und 69 ein  gesetzt und werden durch Anziehen des Nip  pels 65 bezw. der Schraube 68 und damit  durch Zusammenziehen der Platten 62, 66  bezw. 63, 69 dicht eingespannt. Der Schal  ter d besitzt eine Hülle 71, die das zusam  mendrückbare Organ 61 aufnimmt.

   Die  Hülle 71 ist auf der Grundplatte 66 be  festigt. 72 ist eine im Innern des Schalters d  vorgesehene Feder, die entgegen der     Zusam-          mendrückwirkung    wirkt und das zusammen  drückbare Organ 61 in der aufgeblasenen  Stellung hält.  



  Wird durch Niederdrücken des Hand  knopfes 70 das Luftpolster 61 zusammen  gedrückt, so fliesst die Luft durch die Boh  rung 67 und durch die Leitung 60 in den  Balg 40 und dehnt diesen aus. Hierdurch  wird der Hebel 42 um die Welle 43 im Sinne  der Uhrzeigerbewegung verschwenkt. Gleich  zu Beginn der Schwenkbewegung des Hebels   42 wird die ausser Eingriff mit dem     Sperr-          rad    46 stehende Klinke 45 durch die Steuer  fläche 50 in eine Zahnlücke des Sperrades  46 hineingedrückt und auf diese Weise mit    dem Sperrad 46 verkuppelt. Von diesen  Augenblicke an wird die Schwenkbewegung  des Hebels 42 auf das Sperrad 45 bezw. auf  die Welle 43 und von dieser auf die Auf  ziehwelle 45 des Federtriebwerkes übertra  gen und die Feder 6 des Federtriebwerkes  aufgezogen.  



  Um das Aufziehen des Federtriebwerkes  auf automatischem Wege zu gewährleisten  und damit die ständige Betriebsbereitschaft  des pneumatischen Läutewerkes automatisch  zu erhalten, wird das zusammendrückbare  Organ 61 zweckmässig mit irgend einer fall  weise betätigten Einrichtung, zum Beispiel  mit einer Tür, in Verbindung gebracht, deren  Schwenkbewegung zwangsläufig auf das zu  sammendrückbare Organ 61 übertragen wird.  In Abb. 3 ist ein Schema einer derartigen  Anlage bei einer Tür veranschaulicht. Auf  der Tür 75 im Bereiche ihrer Scharniere 76  ist ein Lager 77     befestigt,    das einen Hebel  78 trägt.

   Der Hebel     7$    ruht auf dem Druck  knopf 70 des Tasters d auf. 79     ist    eine ge  wundene     Blattfeder,    die den Hebel 78 nach  giebig     ifedernd    gegen den Druckknopf 70  drückt. Die Öffnungsbewegung der Tür  wird durch den Hebel 78 auf den Druck  knopf 70     übertragen    und der     Luftpolster    61  zusammengedrückt, was in der bereits     be-          @:ohriebenen    Weise das     Aufziehen    des     1.",hr-          werkes    bewirkt. Der Schalter d wird zweck  mässig bei jener Tür angebracht, bei .der der  Taster b sich befindet.

   Dies hat folgenden  Vorteil: Dem Öffnen der Tür geht normaler  weise die     Intätigkeitsetzung    des Läutewerkes  voraus. Hierdurch läuft das     Federtriebwerk     etwas ab und die Feder 6, entspannt sich um  einen gewissen Grad. Wird     nun    die Tür nach  dem Läuten geöffnet, so bewirkt dieses Off  nen der Tür ein Aufziehen des Federtrieb  werkes. Hierdurch     wird    ständige Betriebs  hereitschaft des Läutewerkes gewährleistet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Läutewerk, bei dem der Glockenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist, da durch gekennzeichnet, dass das Federtrieb werk der Glocke mit einem Triebwerk gekup- pelt ist, das von einer räumlich von dem Läutewerk entfernten Stelle aus auf pneu matischem Webe das Aufziehen des Glocken triebwerkes bewirkt. UNTERANSPRÜCHE: l. Läutewerk, bei dem der Glockenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist, nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Triebwerk ein aus dehnbares Organ aufweist, das einerseits durch eine Rohrleitung mit einem zu sammendrückbaren Organ in Verbindung- steht und das anderseits mittelst eines Gesperres auf das Glockentriebwerk ein wirkt. 2.
    Läutewerk, bei dein der Glochenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben fit, nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, das ausdehnbare Organ zwischen einem festen Widerlager und einem beweg lichen Widerlager angeordnet ist, welch letzteres eine Bewegung mitielst eines Gesperres auf die Aufziehachse des Fe dertriebwerkes überträgt. 3. Läutewerk, bei dem der Glockenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist, nach Patentanspruch und Unteraaspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auf- zichacbse mit einer Triebwelle gekuppelt ist, auf der einerseits ein Sperrad be festigt und anderseits ein eine Sperr klinke trabender Hebel drehbar gelagert ist. 4. Läutewerk, bei den der Glockenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist.
    nach Patentanspruch und Unteranprtuch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke nit einer Steuerung zusam menwirkt, die die Klinke zwangsläufig in vorbestimmten Laben in und, ausser Ein- briff mit dem Sperrad bringt. 5. Läutewerk, bei den der Gloekenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Triebwerk lösbar mit, dem Glockentriebwerk gekuppelt ist. 6.
    Läutewerk, bei dem der Glockenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist, nach Patentansprtuch und U nteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trieb welle - eine der Aufziehschlüsselbohrung analog ausgebildete Bohrung aufweist, mittelst welcher das Triebwerk auf der Aufziehachse aufgesteckt und mit dieser auf Drehung verkuppelt ist. 7. Läutewerk, bei dem der Gloekenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist. nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeich net, dass die Triebwelle mit Einrichtun gen zum Verkuppeln der Triebwelle mit dem Aufzichschliissel und zum Auf ziehen des Glockentriebwerkes von Hand aus ausgestattet ist. 8. Läutewerk, bei den der Glockenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist.
    stach Patentanspruch und den Unter- anprüchen 1 bis 7 dadurch gekennzeich net, dass das zusammendrückbare Organ im Bereiche einer Tür augeordnet ist, so dass beim Öffnen der Tür selbsttätig eine Betätigung des zusammendrüekbaren Or- ganes erfolgt. 9. Läutewerk, bei den der Glockenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist. nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gelkennzeichnet, dass auf der Tür ein Hebel nachgiebig federnd ange lenkt ist, der auf den Druckholken de zusammendriickbaren Organes einwirkt. 10. Läutewerk, bei den der Glockenhammer durch ein Federtriebwerk angetrieben ist.
    nach @ateniaiispruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Leitungen aiis Weich- inetallrohren besteben.
CH114603D 1924-03-08 1925-03-09 Läutewerk mit durch ein Federtriebwerk angetriebenem Glockenhammer. CH114603A (de)

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