Einrichtung zur Trockenlegung feuchter Mauern. Einrichtungen zur Trockenlegung feuch ter Mauern, darin bestehend, dass neben der Mauer oder in derselben Hohlräume ange ordnet sind, welche mit der Aussenluft in Verbindung stehen, sind bekannt. Bei sol chen Anlagen wurden jedoch die mit den Jahreszeiten stark wechselnden atmosphäri schen Verhältnisse bisher nicht entsprechend berücksichtigt, so dass eine klaglose und ganzjährige Wirksamkeit fraglich und der Erfolg oft nur von zufälligen Windstössen abhängig ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Trockenlegungsanlage unter Ausnützung der wechselnden Witterungsverhältnisse zu jeder _ Jahreszeit praktisch wirksam zu machen.
In der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in beispielsweisen Ausführungs formen dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Teil des Grundrisses eines bestehenden Gebäudes mit trockenzulegenden Mauern; die Fig. 2, 3 und 4 sind Querschnitte nach den Linien <I>A -B,</I> C-D, E-F; Fig. 5 ist ein Längs schnitt nach der Linie G@H; die Fig. 6 und 7 zeigen Einzelheiten iri grösserem Mass- stabe;
Fig. 8 zeigt analog Fig. 5; eine Va riante im Längsschnitt; Fig. 9 zeigt im Grundriss eine Anordnung für Neubauten; die Fig. 10 und 11 sind Querschnitte nach den Linien J-K bezw. L-M; Fig. 12 ist ein Längsschnitt nach der Linie N=0 der Fig. 9.
Der Hohlraum 1 (Fig. 1 bis 6) verläuft im gellergeschoss an der Aussenseite der feuchten . Mauer 3, ist gegen das Terrain durch eine gemauerte Wand 2 begrenzt und oben durch das Pflaster des Trottoirs abge deckt, während der Hohlraum 1a (Fig. 9, 10 und 11) bereits bei Ausführung des Neu baues innerhalb der Mauer angeordnet wird. Die gemauerte Sohle des Hohlraumes liegt so tief, als es die Grundwasserverhältnisse verlangen und kann für ein unvorher gesehenes Steigen des Grundwasserspiegels ein Gefälle und die entsprechende Ableitung erhalten.
In der feuchten Mauer sind lot rechte Luftkanäle 4 (Fig. 1,- 2, 3, 5, 9, 10, 11 und 12) angeordnet, die oberhalb des. Hohlraumes bei 5a bezw. 5u (Fig. 2, 3, 5, 8, 97 10 und 12) mit der Aussenluft in Verbin- dang stehen und im Hohlraum endigen. Ihre untern Mündungen liegen abwechselnd im obern bezw. untern Teil des Hohlraumes bei 6a bezw. <B>61)</B> (Fig. 2, 3, 5, 8, 10, 11 und 12l.
Die in den Hohlraum einströmende Aussenluft streicht entlang bezw. in der Mauer, nimmt deren Feuchtigkeit auf und wird nach Fig. 1 durch einen die Mittel mauer durchsetzenden Kanal in den über Dach führenden Ventilationsschlauch 7 ge führt oder nach den Fig. 8, 10, 11 und 1.2 durch eine direkt vom Hohlraum ins Freie oder in den Dachraum mündende Leitung 7' bei 11 ins Freie abgeleitet. Diese Variante wird angewendet, -wenn die Leitung bis über Dach nicht gut durchführbar ist. Der Hohl raum il bezw. 1a) ist von hohlen Binder steinen 9 aus porösem Material, wie Ton oder dergleichen, durchquert.
Diese Hohlsteine, welche die Mauer gegen Erddruck bezw. Mauerdruck versteifen, beschleunigen die Austrocknung, da. sie infolge ihrer Kapillari tät die Feuchtigkeit der Mauer ansaugen und an die vorbei- bezw. durchströmende Luft abgeben. Mit Bjücksicht auf den gegen unten zunehmenden Druck, sowie die in dieser Rich tung @ zunehmende Feuchtigkeit werden die Hohlsteine nach unten zu dichter angeordnet. Zur Regulierung des Austrocknungsprozes- ses sind die Öffnungen 5a,<B>51)</B> mit Schiebern 8 (Fig. 7) versehen.
Bei Hohlmauern mit durchlaufenden Hohlräumen können diese unmittelbar als Hohlraum im Sinne der Er findung, also im Zusammenhang mit. den Lüf tungskanälen, benützt werden.
Bei bestehenden Objekten kann neben, bei Neubauten zweckmässig innerhalb der trockenzulegenden Mauer, ein geschlossener schmaler Hohlraum angelegt und mit der Aussenluft einerseits durch in oder an der Mauer vorgesehene Kanäle verbunden wer den, deren äussere Mündungen über dem Hohlraum, etwa im Sockel, und deren innere Mündungen abwechselnd im obern und un tern Teil des Hohlraumes angeordnet sind, anderseits steht der Hohlraum mit der Aussenluft durch Abluftleitungen in Verbin dung, die zweckmässig in seinem obern Teil beginnen und höher als die äussern Mündun gen der genannten Kanäle (wenn möglich über Dach) endigen.
Je nach den atmosphärischen Verhältnis sen ist die Luftströmung innerhalb dieses Systems verschieden. Ist die Aussentempera- tur niedriger als ,jene im Hohlraum, dann fällt die kalte, relativ trockene und daher schwerere Aussenluft durch die lotrechten Kanäle 4 in den Hohlraum ja bezw. 1h ein, streicht entlang den feuchten Mauern, wird erwärmt und nimmt mit.
zunehmender Er wärmung infolge Vergrösserung ihres Vo lumens immer mehr Wasserdunst auf, sie wird sowohl durch Erwärmung, als auch durch Feuclitigl@eitsa.ufiiahnie leichter und entweicht deshalb durch die hohen Leitun gen 7 bezw. 7' direkt ins Freie oder in den Dachraum. Im Sommer wird das spezifische Gewicht der Luft. in der langen Sangleitung 7 bezw. 7' infolge Abkühlung gegen unten zu immer grösser als jenes der warmen Aussenluft.
Des halb strebt in ihr die Luft nach abwärts, w ährend gleichzeitig warme Luft nachströmt. Die Zugverhältnisse sind genau so negative wie bei. einem. Küchenherd, der, an einem heissen Tage an--eheizt, den Rauch zurück schlägt.
Die in den Hohlraum einfallende, durch Abkühlung schwerer werdende und im Volumen verringert(, Luft erfährt durch Feuchtiglzcitsa.itfn < ilinie -wieder eine Gewichts verminderung und entweicht durch dieselben Kanäle 4, die der Luft in der kalten Jahres zeit zum Eintritt dienen, ins Freie.
Die Strömung kann aber auch im Sommer eine positive sein, also in derselben Richtung wirken wie im Winter, zum Beispiel dann, wenn die Saugleitun# zwischen warmen Na minen angeordnet wird oder in einer L'mf < ls- sungsmauer der direkten Sonnenbestrahlun- , ausge <B>-</B> setzt ist und ipi Dachboden oder über Dach ausmündet.
Cdeichzeiti- wird hingegen eine etwa. auf der gegenüberliegenden Schat tenseite eingebaute, Saugleitung im negativen Sinne wirken. Ini übrigen -wird die Strö- mungsriclitun- vom Wind zumeist in rünsti- gor Weise beeinflusst.
Die Luftströmung wird ständig nach der einen oder andern Richtung wirken, da immer Gewichtsunter schiede zwischen der Aussen- und Innenluft bestehen und selbst beim Temperaturaus gleich noch immer Gewichtsunterschiede zwi, schon der trockenen Aussenluft und der feuch ten Innenluft vorhanden sind.
Ihre volle Wirksamkeit zu allen Jahres zeiten erhält die Einrichtung durch die ab wechselnd verschieden hohe Anordnung der Einmündungsöffnungen 6a bezw. 6b im Hohl raum in Verbindung) mit Regulierschiebern 8, die an den äussern Einströmöffnungen 5a bezw. 5b angebracht sind. Ist die Aussentem peratur niedriger als im Hohlraum, so, ist es zweckmässig, die Luft nur durch die kurzen Kanäle einfallen zu lassen, indem die bei 5b angebrachten Schieber 8 der längeren Kanäle geschlossen werden.
Die kalte Luft wird beim Herabfallen zur :Sohle des Hohlraumes be reits erwärmt und streicht dann, ständig, wär mer und feuchter werdend, aufwärts zur hohen Saugleitung 7 bezw. 7' ins Freie. Ist hingegen die Aussentemperatur eine höhere, so ist es zweckmässig, die von der hohen Lei tung 7 bezw. 7' in den Hohlraum einfallende warme und leichte Luft zu zwingen, durch die längeren Kanäle in den untern Teil des Hohlrammes zu gelangen, indem die bei 5a angebrachten Schieber 8 der kürzeren Kanäle geschlossen werden, sonst würde sie nur im obern, gewöhnlich weniger feuchten Teil des Hohlraumes streichen und durch einen kür zeren Kanal entweichen.
Bleiben dennoch alle Schieber offen, dann wird die Luft bei negativen Zugverhältnissen im Sommer aus den kürzeren Kanälen zwar mit etwas grö sserer Geschwindigkeit entweichen, dafür aber nicht jene volle Wasserdunstsättigung auf weisen wie die aus den längeren Kanälen entweichende Luft.
Die Regulierschieber 8 dienen besonders zur gleichmässigen Austrocknung der Mauern. So wird man in der Nähe besonders feuchter Stellen die Schieber offen halten, die andern unter Umständen schliessen. Bei andauernd sehr feuchter Aussenluft kann die ganze An lage durch Schliessen aller Schieber ausser Tätigkeit gesetzt werden. Bei-starken, etwa über 1,20 m breiten Mauern können die Hohl räume beiderseits angeordnet und unterein- aöder verbunden werden. Bei innern Mauern kann die Trockenlegung in derselben Weise durchgeführt werden wie bei Aussenmauern; wobei der Hohlraum mit jenem der Aussen mauer verbünden wird.
In den Innenmauern wird die Luftströmung wegen der grösseren über Dach reichenden Zughöhe eine beson ders günstige sein und auch einen Teil der Hohlraumluft der Aussenmauer in ihren Wir kungsbereich einbeziehen. Wird für einen direkten Zutritt trockener Aussenluft durch Fenster und dergleichen vorgesorgt, dann wird die Saugleitung auch eine Entlüftung der dumpfen Kellerluft bewirken.
Die Erfindung lässt, ohne den Grund gedanken zu verlassen, verschiedene Aus gestaltungen zu. So- können, wie Fig. 9 zeigt, die Öffnungen 5a, 5b auch in Kellerräumen liegen, wenn Mittelmauern trockengelegt werden sollen. In einer solchen Mauer ist nach Fig. 9 eine Tür angeordnet; die durch dieselbe getrennten Teile des Hohlraumes sind durch aber- und unterhalb des Tür stockes verlegte Rohre 12 (Fig. 9, 12) mit einander verbunden. Der Anschluss der Mit telmauer an den Hohlraum der Aussenmauer erfolgt durch Rohre 12'.
Bei ungünstigen Grundwasserverhältnissen kann die Einrich tung mit einer automatisch wirkenden Pum penanlage kombiniert werden, um das frei auftretende Wasser von der Sohle des Hohl raumes abzuleiten.
Die Geschwindigkeit der. durch die Sang leitung strömenden Luft kann nach der For mel von Wolpert
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berechnet werden. Dabei bedeutet v die Ge schwindigkeit in in Sek., g die Beschleuni gung - 9,81, 7z die Höhe des saugenden Schlauches in Metern, s" das spezifischeGewicht der Aussenluft und s;
das spezifische Gewicht d(-r Innenluft in kg'm3. Bei negativen Zug- erbältnis,#en im Sommer wird sich der Wert (>,, -- s;) in (s1 - : a) verkehren und im Nen ner an Stelle von s1 der Wert sa treten.
Lm eine möglichst geringe Reibung und möglichst geringe Widerstände zu erzielen, werden die Innenwände aller Luftkanäle rnöglichst glatt hergestellt und alle abgerun- deten Knie und Richtungsänderungen auf ein Minimum beschränkt.
Die naehaehende Tabelle zeigt einige, nach Formeln für Gasgemische berechnete spezifische Gewichtsverhältnisse der absolut trockenen und der mit Wasserdampf gesät- tibten Luft bei verschiedenen Temperaturen und Barometerständen in Gramm per Kubik- meter:
EMI0004.0023
Llntdmrmk
<tb> -10 C <SEP> -f^ <SEP> 0 <SEP> -+-10 C
<tb> +20 C <SEP> -1-30 C
<tb> 730 <SEP> <U>gesättigt <SEP> 1288 <SEP> 1240 <SEP> 1193</U> <SEP> _ <SEP> <U>11</U>.17 <SEP> <U>1101</U>
<tb> trocken <SEP> 129<B>1</B> <SEP> 1243 <SEP> 12011 <SEP> 1.158 <SEP> 1120
<tb> <U>i</U>
<tb> I
<tb> 740 <SEP> <U>gesättigt</U> <SEP> I <SEP> <U>1305</U> <SEP> I <SEP> <U>1257 <SEP> 1209</U> <SEP> I <SEP> <U>1162 <SEP> 1116</U>
<tb> trocken <SEP> 1308 <SEP> 1260 <SEP> l216 <SEP> 1173 <SEP> 1135
<tb> 751 <SEP> <U>gesättigt <SEP> 1322 <SEP> 1273</U> <SEP> _ <SEP> <U>1226 <SEP> 1179 <SEP> 1131</U>
<tb> trocken <SEP> 1325 <SEP> 1276 <SEP> 1232 <SEP> 1189 <SEP> 1149
<tb> 760 <SEP> <U>gesättigt <SEP> 1340 <SEP> 1290 <SEP> 1242 <SEP> 1194 <SEP> 1147</U>
<tb> trocken <SEP> 1342 <SEP> 12P3 <SEP> 1248 <SEP> i <SEP> 1205 <SEP> 1165 Die
Strömungsgeschwindigkeit der Luft wird innerhalb dieses Systems um so grösser, je grösser der Temperatur- bezw. Gewichts unterschied zwischen der ein- und ausströ menden Luft, sowie der Höhenunterschied zwischen den Zu- und Abluftöffnungen ist oder zusammengefasst, je grösser der Ge wichtsunterschied zwischen der kalten und warmen Luftsäule wird.
Da nun die warme Luftsäule durch Feuchtigkeitsaufnahme eine Gewichtsvermin derung erfährt, ergeben sich bei dieser Art der Ventilierung infolge grösserer Gewichts unterschiede zwischen den beiden Luft"äulen auch etwas grössere Strömungsgeschwindig keiten als bei gewöhnlichen Ventilations anlagen, und zwar dann, wenn die Luft in nerhalb der Anlage nach aufwärts streicht, also bei positiven Zugverhältnissen, wie sie in der kalten Jahreszeit und in den kühlen Sommernächten vorherrschen, Hingegen erfährt:
die Zuggeschwindig- Iceit an warmen Tagen bei negativen Zug verhältnissen infolge durch Feuchtigkeit,- en verringerter Gewichtsunterschiede zwischen der kalten und warmen Luftsäule eine Abnahme, die mit zunehmender Aussen temperatur grösser wird.
Auf Grund von praktischen Messungen, die an einem Versuchsobjekt zwei Jahre hin durch bei verschiedenen Jahreszeiten und Witterungsverhältnissen vorgenommen wur den, konnten die nachstehenden Ergebnisse gesammelt werden: Der Feuchtiglcei.tsgrad der einströmenden Luft schwankt zwischen 30 und 100 '/o; er ist in der kalten Jahreszeit grösser, in der warmen kleiner.
Bei der ausströmenden Luft wurde v#,ährend der eigentlichen Austrock nung zu allen Jahreszeiten fast immer ein Feuchtigkeitsgehalt von<B>100</B> io oder nahezu 100 % gemessen. PS wurde auch die Wahr nehmung gemacht, dass selbst bei Nebel, Re gen und Schneefall oder zum Beispiel- bei plötzlicher Abkühlung durch Hagel -im Som mer und bei fast 100 % Feuchtigkeitsgehalt der Aussenluft noch immer eine Austrock nung stattfindet, da die einfallende Luft in folge Erwärmung noch etwas gasförmiges Wasser aufnehmen kann.
Deshalb ist das Schliessen der Regulierschieber in der kalten und feuchten Jahreszeit in der Regel nicht erforderlich und empfiehlt sich erst bei an dauernd sehr feuchter Witterung, besonders dann, wenn die Luft übersättigt ist und auch flüssiges Wasser mitführt.
In der kälteren Jahreszeit kann die ein fallende Luft auf den Kubikmeter 3 bis 6 gr Wasser und mehr entführen. Dies entspricht bei einer einzigen Saugleitung vom Quer- schnitt 15 X 15 cm und Strömungsgeschwiu- digkeiten von 1 bis 3 m in der Sekunde einer täglich durchstreichenden Luftmenge von etwa 2000 bis 6000 in' und einer täglich ab beförderten Wassermenge von 6 bis 36 kg.
Im Sommer hingegen erfährt die einfal lende Luft allerdings eine grössere Abküh lung. Der Temperaturunterschied zwischen aussen und innen wird aber immer kleiner und beträgt schon nach etwa einer Woche, insbesondere bei relativ trockener Aussenluft, nur wenige Grade, so dass der Taupunkt in der Regel nicht überschritten wird und sich daher auch kein Kondenswasser absetzen kann. Denn die Aussenluft von beispielsweise <B>30'</B> C und 60 % Feuchtigkeitsgehalt müsste eine Abkühlung unter 20' und bei nur 50 Feuchtigkeitsgehalt sogar eine unter 17 C erhalten, um Kondenswasser absetzen zu kön nen. Derart gewaltige Abkühlungen treten aber in der Regel gar nicht ein.
Die grösste Abkühlung, die bei dieser Aussentemperatur beobachtet wurde, betrug 8 C. Da aber- in diesem Falle bei etwa über 80 % hoher Sät tigung der Luft eine Kondensatbildung be ginnt, so ist es bei andauernder ,Schwüle im Sommer notwendig, sämtliche Schieber zu schliessen. Strömt hingegen bei denselben Temperaturverhältnissen eine nur zu 50 feuchte, also sehr trockene Luft ein, dann werden mit 1 m3 ausströmender Luft 7 gr Wasser entweichen, und damit erfolgt eine Austrocknung wie in der günstigsten kalten Jahreszeit.
Durchschnittlich kann im Som mer mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,5 bis 2 m in der Sekunde und mit einer Trocknung von immerhin 1 bis 3 gr Wasser dunst per Kubikmeter Luft gerechnet wer den, weshalb die Austrocknung mehr als dop pelt so langsam wie zur kalten Jahreszeit vor sich geht. Nach beendeter eigentlicher Austrock nung der Mauern entweichen im Winter je nach der Menge des von den Mauern ständig aufgesaugten Grundwassers bei oft nur um wenige Prozente 'feuchter gewordener oder mit unverändertem Feuchtigkeitsgrade aus strömender wärmerer Luft ständig 1/2 bis 2 gr Wasserdunst per Kubikmeter Luft.
Dieser beständige Trocknungsvorgang ist in -der warmen Jahreszeit annähernd der gleiche. Bei einer auszuführenden Anlage wird man nach praktischen Erfahrungen und,Schätzun- gen der in den Mauern befindlichen Wasser-.
mengen und des nachsickernden Grundwas sers die Entfernung der anzuordnenden Zu- und Abluftkanäle voneinander bestimmen und die Dauer der Austrocknung aus dem Abluftduerschnitt, der gemessenen oder be rechneten Strömungsgeschwindigkeit, sowie aus der Differenz der gemessenen Feuchtig- keitsgehalte der ein- un'ausströmenden Luft annähernd ermitteln können.
Dieses System macht die bei Neubauten üblichen horizontalen und vertikalen Isolie rungen vollkommen überflüssig und wirkt sicherer als die durch chemische Zersetzung brüchig und wasserdurchlässig werdenden Isoliermittel. Es ermöglicht die Austrock nung feuchter Mauern bei bestehenden und neuen Bauten bis zu den Fundamenten und lässt schädliche Konstruktionen, welche die Festigkeit der Mauern stören könnten, ver meiden. Es wirkt ferner gemäss rein physi kalischen Grundsätzen und unter Ausnüt zung strömender Luft, lässt sich den wech- selnden Witterungsverhältnissen zu jeder Jahreszeit anpassen und ermöglicht binnen kurzem eine vollständige und dauernde Aus trocknung.