Vorrichtung zum Pr essgiessen. Bei elektrischen Giessöfen ist es schon be kannt, die Druckluft nicht unmittelbar in den das flüssige Metall aufnehmenden Behälter zu leiten, sondern durch besondere Kanäle dem Schmelzkessel von einem unter dessen Deckmantel liegenden Verteilungsraume zu zuführen. Dies hat zur Folge, dass das flüs sige Metall durch die verschiedenen-auf das selbe einwirkenden Druckluftstrahlen in Wal lung versetzt wird, und dass durch Zurück schlagen des Metalles in die Druckluftkanäle diese verstopft werden.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zum Pressgiessen, bei welcher diese Nachteile vermieden werden sollen.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in zwei beispielsweisen Ausfüh rungsformen dargestellt, und es zeigt Fig. 1 die erste Ausführungsform in Auf sicht, Fig. 2 einen teilweisen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1, und Fig. 3 eine zweite Ausführungsform in einem teilweisen Querschnitt.
Der Schmelzkessel besteht in bekannter Weise aus einem halbkugelförmigen Metall behälter 1, in dem sich zur Entnahme des flüssigen 3Ietalles ein Rohrkrümmer 2 befin det, welcher sich von der tiefsten Stelle des Kessels bis zu dessen äussern Rand' erstreckt und mit dem Kessel aus einem Stück oder auch getrennt. hergestellt sein kann.
Der Kessel 1 wird verschlossen durch einen kreis runden Deckel 3, mit einer Durchtrittsöffnung 3a für die Druckluft und mit einer mittleren kegelförmigen Durchbrechung 4, in welcher ein kegelförmiger Verschlusskörper 5 sitzt, der eine tiefe ringförmige Ausnehmung 6 be sitzt, und wobei der unterhalb der Ausneh- mung 6 verbleibende Kegelstumpf 7 die kegel förmige Durchbrechung 4 des Deckels 3 nicht abschliesst, zwischen diesen Teilen vielmehr ein Ringspalt 8 von etwa 2 mm verbleibt.
Der kegelförmige Verschlusskörper 5 hängt drehbar an einer Schraubenspindel 16, die in Muttergewinde eines Querhauptes 9 sitzt und oberhalb desselben einen doppelarmigen Handhebel 10 trägt. Das Querhaupt 9 sitzt um den Schraubenbolzen 14 schwenkbar auf der Säule 12 auf, wiiilireird es mit seinem andern Ende in einer Ausnehmung der Säule 13 aufliegt, und in dieser durch einen dreh baren Bügel 15 gehalten ist. Die Säulen 12 und 13 sind in der Kesselwand 11 befestigt.
Iin Deckel 3 ist noch ein sich in den Schmelz- kessel erstreckendes; unten abgeschlossenes Rohr 17 zur Aufnahme eines Pyrometers vor gesehen.
Die Druckluft wird durch die schräge Einführungsöffnungen 3a in die ringförmige Ausnehmung 6 des Verschlusskörpers 5 ein geführt, und gelangt von diesem durch den Ringspalt 8 zwischen dein untern Kegel strumpf 7 und dem Deckel 3 in den Schmelz- kessel ein, um hier auf das flüssige Metall zu drücken und es durch den Rohrkrümmer 2 aus dem Schmelzkessel 1 in eine Giessform überzuführen.
Durch die Zwischenschaltung des Ringkanales zwischen Druckluftleitung und Schmelzkessel wird eine zu starke Ein wirkung der Druckluft auf einen Bruchteil des flüssigen Metalles vermieden, die Druck luft gelangt vielmehr möglichst gleichmässig auf die ganze Oberfläche des Metalles, so dass dieses nicht mehr in eine zu starke Wallung geraten und in die Lufteintrittsöfftiung zurück- spritzen kann.
Ist der Kessel geleert und soll neues Me tall eingefüllt werden, so braucht inan den Verschlusskörper 5 durch Drehung der Spin del 16 mittelst des Hebels 10 nur etwas über den Deckel lieben.
Darauf wird der Bügel 15 der Säule 13 heruntergeklappt und das Querhaupt 9 mitsamt der Spindel 16 und dein Verschlusskörper 5 um den Bolzen 14 der Säule 12 gedreht.
Nunmehr ist die Ein füllöffnung 4 freigelegt zum Einführen neuen Metalles. Nach beendigtem Beschickung des Kessels wird das Querhaupt 9 wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgedreht und seine Befestigung mit der Säule 13 durch den drehbaren Bügel 15 wieder vermittelt, wo rauf man die Spindel 16 abwärts schraubt und die Öffnung 8 des Deckels 3 wieder durch den Verschlusskörper 5 verschliesst. Hierauf kann der neue Guss in der oben ge schilderten Weise beginnen.
Die Anordnung des unten geschlossenen Rohres 17 ini Deckel 3 des Schmelzkessels 1 zur Aufnahme eines Pyroineter:s ist insofern von erheblicher Bedeutung, als nunmehr das Pyrometer nicht mehr urimittelbar finit dem geschmolzenen Metall in Berührung kommt und infolgedessen nicht inehi, der Zerstörung unterworfen ist.
Die Messungen mittelst eines derart angeordneten Pyrometers sind ebenso genau wie die DIessungen finit einem unmit telbar in die Flüssigkeit eingetauchten PS-ro- ineter, weil die Metallwandungen des Roh res 17 die Temperatur gut leiten und zwi schen dein Innern des Rohres und seiner Aussenfläche infolgedessen kein Temperatur abfall vorhanden ist.
Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 3 ist unter dein mit der Druchluftleitung 18 versehenen, dein Schmelzkessel 19 auf liegenden Deckel 20 eine Platte 21 angeord net, welche finit dein Deckel verbunden ist, zum Beispiel durch Stege 22.
Zwischen dein Rand der Platte 21 und dem Schmelzkessel 19 ist ein schmaler Spalt von etwa 2 min vorgesehen. Die Eititrittsöffnting 18 für die Druckluft mündet in den Raum zwischen Deckel 20 und Platte 21, so dass hier eine Verteilung der Druckluft eintritt, und diese möglichst gleichmässig durch den Ringspalt 22 auf das flüssige ?Metall zur Eimvirkun- gelangt.