CH114820A - Einrichtung zur Regelung des Betriebes von Dampferzeugungsanlagen. - Google Patents

Einrichtung zur Regelung des Betriebes von Dampferzeugungsanlagen.

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CH114820A
CH114820A CH114820DA CH114820A CH 114820 A CH114820 A CH 114820A CH 114820D A CH114820D A CH 114820DA CH 114820 A CH114820 A CH 114820A
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CH
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sep
steam
pressure
pressure regulator
cams
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Haftung Schmidt Beschraenkter
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Schmidt Sche Heissdampf
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    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K15/00—Adaptations of plants for special use
    • F01K15/02—Adaptations of plants for special use for driving vehicles, e.g. locomotives
    • F01K15/025—Adaptations of plants for special use for driving vehicles, e.g. locomotives the vehicle being a steam locomotive
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22—STEAM GENERATION
    • F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B13/00—Steam boilers of fire-box type, i.e. boilers where both combustion chambers and subsequent flues or fire tubes are arranged within the boiler body
    • F22B13/06—Locomobile, traction-engine, steam-roller, or locomotive boilers

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Description


  Einrichtung zur Regelung des Betriebes von     Dampferzeugungsanlagen.       Die Erfindung betrifft eine Einrichtung  zur Regelung des Betriebes von Dampf  erzeugungsanlagen, die in mehreren Dampf  erzeugern Dampf von verschiedenen     Drük-          ken    erzeugen.  



  Der Zweck der Erfindung ist, bei Mehr  druckdampferzeugungsanlagen, die star  ken, häufig auftretenden, unregelmässigen  Schwankungen in der Dampferzeugung und  in der Dampfentnahme ausgesetzt sind, eine  Einrichtung zu schaffen, die es ermöglicht,  in einfachster Weise die Verteilung der  Dampfentnahme auf die Dampferzeuger von  verschiedenem Druck und damit die Lei  stung der Maschine zu verändern. Dazu  dient eine allen     Dampfentnahmeorganen    der  Dampferzeuger gemeinsame     Verstellungsvor-          richtung.    Die Vorrichtung kann so     ausgebil:          det    sein, dass die Verstellung von Hand oder  selbsttätig erfolgt.

   In letzterem Falle wer  den zweckmässig die Druckänderungen in  einem der Dampferzeuger oder die     Ande-          rungen    im Verhältnis der Drücke zweier  Dampferzeuger zueinander zur Beeinflus-         sung    einer Steuervorrichtung benutzt, die  die Verstellung der     Dampfentnahmeorgane     herbeiführt. Als dritte Möglichkeit ergibt  sich die gleichzeitige Verwendung der Ver  stellung von Hand mit selbsttätiger Verstel  lung.  



  Die Erfindung kann bei allen Dampf  erzeugungsanlagen Verwendung finden, bei  denen die erwähnten Schwankungen auftre  ten. Dies     ist    insbesondere bei Lokomotiven  der Fall; solche Schwankungen können auch  bei     andern    Anlagen, beispielsweise bei  Schiffsanlagen,     vorkam.men,    Den zur Er  läuterung der Erfindung dienenden Aus  führungsbeispielen ist die Verwendung der  Einrichtung bei einer Lokomotive zugrunde  gelegt., die mit zwei in getrennten,

   aber ge  meinsam     befeuerten    Kesseln erzeugten  Dampfdrücken arbeitet und bei der der  Hochdruckdampf der Hochdruckstufe und  der     hTiederdruckdampf    der     Niederdruckstufe     der Maschine zugeführt     bezw.    zugesetzt  wird. Bei     Lokomotiven    ist die Verwendung  der Einrichtung nach.der Erfindung deshalb      besonders vorteilhaft, weil der Lokomotiv  führer durch Bedienung mehrerer Regelein  richtungen nicht noch mehr belastet     werden     soll.

   Die Einrichtung kann so     beschaffen          :ein,    dass der Lokomotivführer mit.     demsel-          ben    Hebel die Leistung der Maschine regelt       und    die Verteilung der Dampfentnahme  auf die beiden Kessel verändert.  



  In den Zeichnungen sind     Ausführungs-          beispiele    von Einrichtungen nach der Erfin  dung dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt schaubildlich die wesent  lichen Teile einer     Einrichtung        bei    einer       Zweidrucklohomotive;          Fig.    ? ist ein Schnitt durch     den        Nieder-          druckrebler    und die zu seiner     Betätigung     dienenden Teile;       Fig.    3 ist ein Schnitt durch den Hoch  druchregler und die zu seiner     Belä        tiguug-          dienenden    Teile;

         Fig.        .1    zeigt schematisch im     Grundriss    die  Lage der     verschiedenen    Teile der Einrich  tung und der beiden Regler an einer Loko  motive;       Fig.    5 ist. eine     Abwicklung;    von     Hub-          kurven        der        bei        der        Einrichtung        zur     kommenden Nocken;       Fig.    6 ist eine     Abwicklung    anders ge  stalteter Hubkurven der Nocken;

         Fig.    7 ist ein Schaubild einer Einrich  tung, die eine Verstellung von Hand und  eine     selbsttätige    Verstellung ermöglicht:       Fig.    8 ist ein Schnitt in grösserem     Mass.     Stab nach der Linie     A-B    von     Fig.    7,       Fig.    9 eine abgeänderte Ausführungs  form einer in     Fig.    7 enthaltenen Einzelheit;       Fig.    10 und 11 zeigen schematisch eine       weitere    Ausführungsform einer     Einrichtung     nach der Erfindung;

         Fig.    12 bis 15 erläutern weitere     Aus-          führungsformen    der Erfindung, und zwar  sind die     Fig.    12 und 13 Kurvenbilder, die  zum Verständnis der zu regelnden     Verhält-          niso    dienen, während die     Fig.    14 und 15  Teile der Regeleinrichtungen zeigen.  



  In den     Fig.    1 bis 3 ist mit 1 der auf     dein          Niederdritckkessel    sitzende übliche Dampf  dom bezeichnet, in dem im     vorliegenden     
EMI0002.0059     
  
    Fall <SEP> ein <SEP> Ventilregler <SEP> ? <SEP> untergebracht <SEP> ist.
<tb>  der <SEP> die <SEP> Entnahme <SEP> des <SEP> niedrig <SEP> gespanntc#ii
<tb>  Dampfes <SEP> aus <SEP> dem <SEP> Langkessel <SEP> regelt. <SEP> Nalw
<tb>  dem <SEP> 11)ainpfdoin <SEP> 1 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> zweiter <SEP> Pegler <SEP> :3
<tb>  vor-eselien, <SEP> der <SEP> dir. <SEP> Entnahme <SEP> des <SEP> hocli@@@s
<tb>  spannten <SEP> I)anipfes <SEP> audf#in <SEP> diesen <SEP> erzr#ugr@n  rlen <SEP> Kessel. <SEP> regelt.
<tb>  



  Ils <SEP> Niederdruci@rcgler <SEP> ? <SEP> ist <SEP> im <SEP> :lusfüli  runbsbeispieI <SEP> ein <SEP> Ventilregler <SEP> üliliclic@2 <SEP> Bim  art <SEP> gezeigt. <SEP> der <SEP> in <SEP> einem <SEP> Gehäuse <SEP> 1 <SEP> ein
<tb>  Hauptventil <SEP> 5 <SEP> und <SEP> ein <SEP> als <SEP> Nadelventil <SEP> aus  #@ebildetes <SEP> Hilfsventil <SEP> h <SEP> aufweist. <SEP> Der
<tb>  <B><U>0</U></B>
<tb>  Dampf <SEP> strö <SEP> mt <SEP> diesr,in <SEP> Hilfsventil <SEP> durch <SEP> iticlit
<tb>  gezeichnete <SEP> Schliizc. <SEP> im <SEP> Gehäuse <SEP> zit <SEP> und
<tb>  bleibt <SEP> in <SEP> dem <SEP> oberhalb <SEP> des <SEP> Hauptventils
<tb>  befindlichen <SEP> Raum, <SEP> bis <SEP> das <SEP> Hilfsventil <SEP> G <SEP> @r)it
<tb>  seinem <SEP> Sitz <SEP> iib<U>#o</U> <SEP> ;

  ehoben <SEP> und <SEP> damit <SEP> das
<tb>  Hauptventil <SEP> veranlasst <SEP> wird, <SEP> sieh <SEP> ebenfalls
<tb>  von <SEP> seinem <SEP> Sitz <SEP> abzuheben. <SEP> Dem <SEP> Haupt  ventil <SEP> stfö <SEP> mt <SEP> Dampf <SEP> aus <SEP> der <SEP> Zuflusstasche <SEP> 7
<tb>  zu. <SEP> Nacli <SEP> Offnen <SEP> des <SEP> Hauptventils <SEP> strömt
<tb>  der <SEP> Dampf <SEP> durch <SEP> das <SEP> Rohr <SEP> 8 <SEP> zu <SEP> den <SEP> Nie.

    derdruchz@@lindern, <SEP> bez-,v. <SEP> zunächst <SEP> zum
<tb>  tberhitzer. <SEP> Der <SEP> 1-h@;-hclruchrcgler <SEP> 3 <SEP> ist <SEP> vor  zugsweise <SEP> älinlicli <SEP> konstruiert <SEP> wie <SEP> der <SEP> Nie  derdruckregler <SEP> 2; <SEP> auch <SEP> er <SEP> weist <SEP> ein <SEP> Haupt  ventil <SEP> 9 <SEP> und <SEP> ein <SEP> als <SEP> N <SEP> adelveiatil <SEP> ausgebil  detes <SEP> Hilfsventil <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> auf, <SEP> durch <SEP> das <SEP> das
<tb>  Hauptventil <SEP> gesteuert <SEP> wird. <SEP> Der <SEP> hoch,--P  spannte <SEP> Dampf <SEP> strömt <SEP> dem <SEP> Gehäuse <SEP> des
<tb>  Hauptventils <SEP> durch <SEP> das <SEP> Rohr <SEP> 11.

   <SEP> zu <SEP> und
<tb>  verlässt <SEP> den <SEP> Regler <SEP> durch <SEP> das <SEP> Rohr <SEP> 12.
<tb>  Durch <SEP> nicht <SEP> gezeigte <SEP> Bohrungen <SEP> kann <SEP> dem
<tb>  Hilfsventil <SEP> 10 <SEP> dor <SEP> zur <SEP> Einleitung <SEP> der <SEP> Bewe  gung <SEP> des <SEP> Hauptventils <SEP> erforderliche <SEP> Dampf
<tb>  zugeführt <SEP> werden.
<tb>  



  Zur <SEP> Beinflussung <SEP> beider <SEP> Regler <SEP> von
<tb>  Hand <SEP> dient <SEP> folgende <SEP> Einrichtung:
<tb>  Eine <SEP> R.eglerivelle <SEP> 13, <SEP> die <SEP> im <SEP> Führerstand
<tb>  mit <SEP> einem <SEP> Handhebel <SEP> 14 <SEP> versehen <SEP> ist, <SEP> weist,
<tb>  zwei <SEP> Nocliensclic.iben <SEP> 1a <SEP> und <SEP> l:6 <SEP> auf. <SEP> Dir
<tb>  Nockenscheibe <SEP> 15 <SEP> dient. <SEP> zur <SEP> Bewegung <SEP> des
<tb>  Hilfsventils <SEP> 6 <SEP> des <SEP> Nieclerdruchreglers
<tb>  während <SEP> die <SEP> @ockenscheibe <SEP> 16 <SEP> zur <SEP> Bewe  gung <SEP> des <SEP> Hilfsventil: <SEP> 1() <SEP> des <SEP> Hoclidrticlc  reg-lers <SEP> 3 <SEP> Verwendung <SEP> findet. <SEP> An <SEP> dein <SEP> Nol;

    len <SEP> 15 <SEP> liegt <SEP> ein <SEP> als <SEP> Gabelhebel <SEP> ausgebildetei  Hebel <SEP> 17 <SEP> mit <SEP> Rollen <SEP> 18 <SEP> unrl <SEP> 19 <SEP> an, <SEP> der <SEP> unt         eine     uili    Kessel gelagerte Achse 20 drehbar       it.        Statt    des Gabelhebels     kann    natürlich       auch    ein einfacher Hebel mit Feder verwen  det werden.

   Der Hebel 17 ist durch Gelenk  stangen 21 und 22 mit einer im     obern    \feil  des Domes 1. gelagerten Achse 23 verbun  den, auf der eine     Gelenkstange    24 sitzt, die  <U>am</U>     freien    Ende an der     Stange    des Hilfs  ventils 6 bei 2:5     angelenkt    ist.

   Wird die       Reglerwelle    13 durch den Handhebel 14 der  art gedreht, dass die Rolle 18 über die     Eub-          kurve    des     Nockens   <B>15</B> läuft, wird also durch  das Gestänge ein Anheben des Hilfsventils  6 herbeigeführt, was ein Anheben des  Hauptventils 5 und damit das vermehrte  Durchströmen des Dampfes durch das Rohr  8 zu den     Niederdruckzylindern    zur Folge  hat.

   Je höher die Hubkurve des     Nockens    15  ist, desto grösser ist der Hub des Hilfsven  tils und     tlainii,    des Hauptventils und desto  grösser wird die zu den     Niederdruckzylin-          dern    strömende     Niederdruckdampfmenge.     



  Die Drehung des Nockens 16 bei Dre  hung der     Reglerwelle    13 wird in ähnlicher  Weise auf das Hilfsventil 10 des Hoch  druckreglers 3 übertragen. Ein Gabelhebel  26 mit Rollen 27 und 28 ist ebenfalls auf  der Achse 20 gelagert und überträgt die  Veränderungen in der Hubkurve des     Nok-          kens    16 durch Stangen 29 und 30     mid    die;  festgelagerte Achse 31, auf der die Stange  32 sitzt, auf das Hilfsventil 10, an dessen  Stange die Stange 32 bei 33     angelenkt    ist.  



  In     Fig.    4 ist in einem schematischen  Grundriss veranschaulicht, wie der Hoch  druckregler neben dem Dom für den Nie  derdruckregler angeordnet ist. Der Dom 1,  der den     Niederdruckregler    enthält, und der  übliche Sandkasten     3.1    sind von einer Wand  35     umgeben.    Zwischen Dom 1 und     Sand-          kasten    34 ist der Hochdruckregler 3 ange  ordnet.

   Das Zuführungsrohr 11 und das     A1-          führungsrohr    1.2 sind bis zu der Wand 35  geführt, an die von aussen her ein vom     Hoch-          drückkessel    kommendes Rohr 36 und ein zu  dem     Iloclidrnckzylinder        bezw.    zum- Über  hitzer führendes Rohr 37 angeschlossen sind.  Die Verbindung zwischen den Rohren 11    und 36, sowie 12 und 37 ist aus dem Schnitt  von     Fig.    3 näher ersichtlich, wo auch die       Wand    35 gezeigt und ein Teil des Rohres  36, sowie des Rohres 37 zu sehen ist.

   Auch  in dem Schnitt von     Fig.    2 ist die Wand 35,  die den Dom 1 und den Sandkasten 34, so  wie     den    Regler 3 einschliesst, dargestellt.  



  Bei der bisher beschriebenen Einrichtung  erfolgt die Regelung vollständig von Hand.  Man kann mit dieser Einrichtung, geeignete  Gestaltung der Nocken vorausgesetzt, durch  Verstellung des einen Handhebels 14 die  Grösse der Maschinenleistung regeln und  ferner die Entnahme der zur-Erzeugung der  jeweils gewünschten Leistung erforderlichen  Dampfmenge auf die beiden, Kessel nach  Belieben verteilen. Tritt beispielsweise im       Niederdruckkessel    eine Erhöhung auf einen  Druck ein, der dicht unter der für das Ab.

    blasen durch das Sicherheitsventil vorge  sehenen Grenze liegt, so wird der     Lokomo.          tivführer,    um die mit dem Abblasen verbun  denen Verluste zu vermeiden, durch Dre  hung des Handhebels 14 die     Reglerwelle    so  verdrehen und damit die Regler so verstel  len, dass mehr Dampf aus dem     Niederdrnck-          kessel    entnommen wird. Soll dabei die Lei  stung der Maschine unverändert bleiben, so  kann man die Einrichtung so treffen, dass  die Entnahme von Dampf aus dem Hoch  druckkessel gleichzeitig     vermindert    wird.  Dies kann durch passende Gestaltung der  Nocken und durch geeignete Drehung des  Handhebels 14 erreicht werden.

   Soll gleich  zeitig die Leistung in dem erwähnten Fall  verändert werden, _so muss eine andere Dre  hung des Handhebels vorgenommen werden,  so dass andere Teile der Hubkurven der  Nocken in Wirkung treten. Die beiden     Nok-          ken    15 und 16 können auf der     Reglerwelle     unabhängig voneinander zwecks. Nachrege  lung verstellt werden. .  



  In     Fig.    5 ist eine Abwicklung der     Hub-          kurveli    der beiden Nocken 15 und 16 ge  zeigt, wie sie beispielsweise -Verwendung       finden        können:    Bei a     würden    bei einer     Die-          hrliig        der    Welle 13 beide Hubkurven in glei-      eher     )reise    ansteigen und somit ein gleich  mässiges Öffnen der beiden Regler ? und 3  veranlassen. Dies gleichmässige Öffnen gelt  so weit, bis der Punkt b erreicht ist, bei dein  die     .grösstmögliche    Öffnung beider Regler  eingetreten ist.

   Bei weiterer Drehung der  Re     glerwelle    würden bis zum Punkt c beide  Regler gleichmässig weit geöffnet sein. Eine  weitere Drehung der     Reglerwelle    würde in  folge der von c an abfallenden Hubkurve  des     Niederdrucknockens    1.5 ein allmähliches  Schliessen des     Niederdruckreglers    2 herbei  führen, während der Hochdruckregler wei  ter voll geöffnet bleibt. Bei d würde der       Niederdruckregler    völlig geschlossen sein,  da hier die Hubkurve des Nockens 15 keine  Erhebung mehr aufweist. Der Hochdruck  regler 16 ist hier noch völlig offen.

   Wei  tere Drehung der     Reglerwelle    in demselben  Sinne wie bisher schliesst dann auch den  Hochdruckregler allmählich, der bei Punkt       e    vollkommen geschlossen ist.  



  Die in     Fig.    5 gezeigte Abbildung der       Hubkurve    der Nocken ist, wie gesagt,     mir     ein Beispiel. Man kann durch beliebige Ge  staltung dieser Nocken oder auch durch  Verstellen der Nocken gegeneinander ganz  beliebige Verteilungsverhältnisse erzielen.  Beispielsweise kann man     während    der An  fahrperiode, die der Strecke     a-b    der     Fig.        ;>     entsprechen . würde, an Stelle der gleich  inässigen Verteilung nach     Fig.    5 eine un  gleichmässige Verteilung der Dampfent  nahme auf die beiden Kessel vornehmen.  



  In     Fig.    6 ist ein anderes Beispiel für  die Gestaltung der Hubkurven gezeigt. Die       Anfahrperiode    würde wieder von     a'    bis h'  dauern. Der     Niederdruckregler    würde durch  die zunächst stärker ansteigende Hubkurve  des     Nockens    15 mehr geöffnet werden als  der Hochdruckregler durch den Nocken 16.  Die völlige Öffnung des     Niederdruckreglers     ist schon     'bei    dem Punkt     f'    erreicht; zu die  sem     Zeitpunkt    wäre der Hochdruckregler nur  etwa zur Hälfte geöffnet.

   Von b' bis     e1     entsprechen die Kurven der     Fig.    6 denn Teil       t)    bis<I>e</I> der     Fi(r.    5. Ausser den in     Fig.    5 und  6 gezeigten     Hubkurven        können    beliebig an-    dein gestaltete Kurven auf den Nocken     vor-          geselien    sein.  



  hie     Fit;.    i bis     t)    zeigen     Verwirlclicliun-          gen        d(-s        Erfindungsgedankens,    bei denen     dit,

       Regelung     der        Leistung    und die     Verteilung     der     Dampfentnahme    auf die beiden     Kessel     von Hand und die     Verteilung    der     Dampf-          entnahme        ausserdem        selbsttä        tig        hewirld     wird.  



  Bei der in     Fig.    7 gezeigten Einrichtung  ist von dein im Dom 1 befindlichen       derdruch:re;ler        nur    Glas Hilfsventil 6     scIe-          inatisch        an,edeutel,        ebenso    ist. von     dein          Hochdruckregler    nur     da-"        Hilf;sventil    10  schematisch gezeichnet.     Die        Reglerwelle    1:

  1  wird wieder von     dein        iiri    Führerstand be  findlichen     Handhebel        1.1    gedreht. Die     Nol;-          ken,    die zur Bewegung der Hilfsventile 6       bezw.    10 und damit der Regler 2     bezw.    3  dienen, sitzen bei dieser Einrichtung auf  einer Hülse 38, die auf der     Re;;lerwelle    13       längsverschiebbar        angeordnet    ist.

   Die Ge  stalt     der@ochen    15 und 16, von denen wie  der der     eiste    zur     Beeinflussung    des Nieder  <B>e></B>     -'i    und der     zweite    zur Beein  flussung des     Hochdruckreglers    3 dient, ist  insofern abweichend von der bei der     friilie@r     beschriebenen     Eini-iclitung    gezeigten     Gustalt     der     Nocken,    als es sich dort um     Nocken-          scheiben    und hier uni eine     Nockenhülse     handelt.

   Der Nocken 15. ebenso wie der Kok  ken 16     erstrecken    sich auf eine gewisse  Strecke längs der Hülse 38 und steigen auf  diesen ganzen     Streelue        allmählich    von einem  Ende zum andern an. Der Nocken 15 bei  spielsweise, der an dein vom     Handhebel     abgewandten Ende der Hülse liegt,     hat     seine höchste Erhebung auf der nach     (lein     Handhebel zu gelegenen Seite.

   Anderseits ist  an jeder Stelle dieser Strecke     eire        Ansteiuen     und eine Abnahme der     Hubkurve    in der  Umfangsrichtung der Hülse     vorhanden.    In  Abständen quer zur Längsachse der     Hül.e     durch die Nocken 15 und 16 gelegte Schnitte  würden     beispielsweise    eine der Schnittzahl  entsprechende Zahl einander ähnlicher     Hiil:,-          kurven    ergeben, bei denen die     Nockenerhe-          hungen    nach einer Seite grösser, nach der           andern    Seite kleiner werden.

   Bin Querschnitt  durch die Hülse an der Stelle der höchsten       Erhebung    des Nockens 16 nach     der    Linie       _4-B    von     Fig.    7 ist in grösserem     Massstab     in     Fig.    8 dargestellt.  



  Die Übertragung der Bewegung des  Nockens 15 auf das Hilfsventil. 6 wird wie  der durch einen     Gabelliebel    17 Herbeige  führt, der auf der Achse 20 gelagert ist und  durch Vermittlung der Gelenkstangen 17a,  21 und 22 die Drehung der Achse 23     und     damit ein Anheben oder Senken des Hilfs  ventils 6 durch den Hebel 24 veranlasst. In  ähnlicher Weise wird die Bewegung des  Nockens 16 durch den Gabelhebel 26, die  Achse     -20a    und die Gelenkstangen 26a, 29,  30 auf die Achse 31 übertragen, die sie  durch den Hebel 32 auf das Hilfsventil 10  weitergibt.  



  An dem vom Handhebel     abgekehrten          linde    der Hülse 38 greift in -beliebiger  Weise das Ende 39 einer     Kolbenstange    40  an, die zu einem Kolben 41 gehört, der im  Zylinder 42 geführt ist. Das Ende 39 der  Kolbenstange kann zum Beispiel als Gabel  hebel ausgebildet sein, der um Zapfen     grei-.          fen    kann, die in einer Nut der Hülse 38  geführt sind. Im Zylinder 42 ist weiter  eine Feder 43 vorgesehen, die sich zwischen  Kolben und eine Zylinderstirnwand abstützt.

    Auf der     entgegengesetzten    Seite des Kol  bens kann durch eine Leitung 44 Dampf in  den Zylinder eintreten, und     zwar    in dem  gezeichneten Falle Dampf aus dem Nieder  druckkessel oder einer von diesem Kessel  abführenden Leitung.  



  Die     Einrichtung    nach.     Fig.    7 kann zu  nächst durch den Handhebel 14 von Hand  bedient werden. Man kann dabei beispiels  weise so verfahren, dass man beim Anfah  ren die Rollen der     ,Gabelhebel        1'7    und 26  auf den zylindrischen Teil der Hülse 38  nahe etwa der     Mitte    der Längsbahn jedes  Nockens 15 und 16 aufliegen lässt. Dreht  man     ,dann    mit Hilfe des Handhebels' 14- die       Reglerwelle    13, so wird je nach der Gestal  tung der Nocken- an dieser - Stelle - eine be  stimmte Öffnung der --beiden Regler statt-    finden; und es werden bestimmte Dampf  mengen aus den Kesseln     entnommen    wer  den.

   Tritt im Laufe der Fahrt eine unzu  lässige Erhöhung des Druckes in einem Kes  sel auf, beispielsweise im     Niederdruckkes-          sel    (wo sie besonders unerwünscht ist), dann  tritt die selbsttätige Veränderung der Ver  teilung der -Dämpfe auf die beiden Kessel  in- Wirksamkeit.     "-    Der steigende Druck des       Niederdruckkessels    bewirkt eine Verschie  bung des     Kolbens    41 gegen die Wirkung  der Feder 43, was eine Verschiebung der  Hülse 38 in     ',derselben        Richtung.    zur     Folge     hat.

   Durch die dadurch veranlasste -Drehung  der Gabelhebel 17 und 26 wird     beini-Nieder-          druckregler    2 eine Vergrösserung der     Of        f-          nung    des Hilfsventils 6 und damit des Haupt  ventils beim     Hochdruckregler    3 eine Verklei  nerung der Öffnung des     Hilfsventils    10 und  damit eine Verkleinerung der Öffnung des       Hauptventils    herbeigeführt. Die Dampfent  nahme -aus dem     Niederdruckkessel    wird also  vergrössert, die aus dem Hochdruckkessel ver  kleinert.  



  Die zur     Herbeiführung    der Verschiebung  der Hülse 38 dienende Steuervorrichtung       kann    beliebig gestaltet sein. Sie kann bei  spielsweise, statt nur unter der     Einwirkung     einer Dampfart zu stehen, unter den     Eiri-          fluss    des Druckunterschiedes- zwischen Hoch  druck- und     Niederdruckdampf    gesetzt wer  den.. In     Fig.    9 ist eine solche Vorrichtung  angedeutet, bei der auf die eine Seite eines       Stufenkolbens    45 Hochdruckdampf und auf  die andere     .Seite        Niederdruckdampf    wirkt.

    Veränderungen im Verhältnis der beiden  Drücke zueinander führen dann selbsttätig  eine andere     Verteilung    der     Dampfentnahme     auf die beiden Kessel durch Verstellung der  Regler herbei.  



       ,Steigt    zum Beispiel der Druck im Hoch  druckkessel unzulässig, so tritt im Gegen  satz zu     düm    vorhin erwähnten Fall des un  zulässigen     Steigens    des Druckes im 'Nieder  druckkessel eine Verschiebung der Hülse 38  nach der andern Richtung und damit umge  kehrt eine     Vergrösserung    -der DampfeDt-           nahme    aus dein Hochdruckkessel und eine  Verkleinerung der Dampfentnahme aus dein       Niederdruckkessel    ein.  



  Die Änderung der Verteilung kann fer  ner auch von Hand erfolgen. In diesem  Falle würde man sowohl die Dreh-, wie  auch Längsbewegung der Hülse zweckmässig  durch einen Handhebel bewirken.  



  Eine andere Ausführungsform einer Ein  richtung zur selbsttätigen     Herbeiführung     von Änderungen in der Verteilung der ge  nannten Dampfmenge auf die beiden  Dampferzeuger in Verbindung mit einer  von Hand zu bedienenden Einrichtung zur  Regelung der Leistung der     Kraftmaseliine     und zur Verteilung der Dampfentnahme auf  die beiden Dampferzeuger ist in den     Fig.   <B>10</B>  und 11 schematisch dargestellt.  



  Die durch Handhebel 14 drehbare Regler  welle 13 trägt die beiden     (hintereinanderlie-          genden)    Nocken 15 und 16. Durch Rollen  18     bezw.    19 und Hebel 46     bezw.    47, die  bei 48     bezw.    49 gelagert sind, sowie je ein  daran anschliessendes Gestänge     werden    die       ockenhübe    auf die     Hilfsventile    6     bezw.     N<B>N</B>  10 übertragen.

   Das von Hebel 46 zum Hilfs  ventil 6 des     Niederdruckreglers        führende     Gestänge besteht aus einer bei 50 geführ  ten Stange 51, an deren einem Ende ein  Lenker 52 angreift, der durch einen zweiten  Lenker 53 mit einer bei 54 geführten Stange  55 verbunden ist, an deren anderem Ende  der das Hilfsventil bewegende, bei 56 ge  lagerte Hebel 5 7 angreift. Das zum Hilfs  ventil 10 führende Gestänge besteht aus  einer bei 58 geführten Stange 59, die an  einem Ende mit Hebel 47 und am andern  Ende, mit einem Lenker 60     verbunden    ist,  der durch einen zweiten Lenker 61 mit, einer  bei 62     geführten    Stange 63 in Verbindung  steht, an die der bei 64 gelagerte, das Hilfs  ventil 10 bewegende Hebel 65 angreift.  



  Die Lenker 52 und 53     bezw.    60 und 61  bilden zwei     Knickliebelsysteme,    die zur Ver  änderung der Öffnung der Hilfsventile 6  und 10 im umgekehrten Sinne dienen     kön-          nen.    Die     -Steuervorrichtung    40 bis 43 dient  unter der Einwirkung von     Änderungen    im    Druck des durch Leitung     44    zuströmenden       Niederdruckdampfes    zur     Herbeiführung    die  ser Veränderungen durch     folgende        I:inric@r-          tung:

       Die     Kolbenstange    40 ist verlängert und  zweckmässig an mehreren Stellen geführt,  zum Beispiel bei 66 und 6 7 und 68. Hinter  der Führung 68 endet die     Kolbenstange    in  einem     Gelenkpunks:    69, der mit dem zwi  schen den beiden     Lenkern    60 und 61 liegen  den Gelenkpunkt 70 durch eine Stange 71  verbunden ist. Zwischen den Führungen 66  und 6 7 trägt: die Kolbenstange 40 einen       Lisatz    72     (Fig.    11), der in einem Gelenk  punkt 73 endigt, von dem eine Verbindungs  stange 74 an den die Lenker     5:3    und 53 ver  bindenden     Gelenkpunkt    75 führt.

   Wie aus       Fig.    11 ersichtlich ist, liegt die Stange 74,  der     Gelerihpunkt    75 und somit das ganze  Gestänge 51 bis 55 ausserhalb der die Kol  benstange 40 enthaltenden     Ebene,    die. (in       Fig.    10)     et-,va    mit der Papierebene der Zeich  nung zusammenfällt.  



  Bei einer infolge des     Anwachsens    des       Druckes    im     NiederdrucUessel    eintretenden  Verschiebung des Kolbens 41 gegen die  Kraft der Feder 43 wird, wie aus     Fig.    10  ersichtlich ist, eine Verschiebung der     beitlr@ir     Gelenkpunkte 75 und 70 im Sinne der Pfeil  richtung stattfinden.

   Dies hat bei     dem    zum  Hilfsventil 6 führenden     Gestänge    eine In  näherung der beiden     innern    Endpunkte der       Stangen    51 und 55, bei dem zum     Hilfsven-          i:il    10 führenden     Gestänge    eine     Vergrösse-          rung    der     Entfernung    zwischen     den        innern     Endpunkten der Stangen 60 und 61 zur  Folge.

   Daher wird das Hilfsventil 6 und  damit der Regler 2 mehr geöffnet,     während     gleichzeitig das Hilfsventil<B>10</B> und damit  der Regler 3 mehr geschlossen wird. Bei  Abnahme des     Driiehes    im     Niederdruchkessel     tritt das Umgekehrte ein, d.     1i.    eine     Vermin-          derung    der     Öffnung    des     Niederdruckregler:s          \?    und gleichzeitig eine Vergrösserung der       Öffnung    des     Hochdruckreglers    3.  



  Neuerdings ordnet man bei     Lokomotiven     das     Dampfregelventil    hinter dein     -Überhitzer     an. Bei     Zweidrucklokomotiveir    kann man      ebenfalls die beiden Regelventile hinter den       Cberhitzern    anordnen. Die beschriebene- Ein  richtung kann auch bei einer solchen An  ordnung Verwendung finden.

   Wenn in die  sem Falle der Hochdruckregler neben der  Rauchkammer auf der einen Seite des Kes  sels und der     Niederdruckregler    neben der  Rauchkammer auf der andern Seite des  Kessels angeordnet sind, kann man die  Einrichtung so treffen, dass von der  wieder vom Führerstand durch einen -Hand  hebel bewegten     Reglerwelle    aus eine be  sondere Steuerwelle beispielsweise recht  winklig zur     Reglerwelle    angeordnet wird  auf der die Nocken sitzen. Auch bei  dieser Anordnung kann natürlich eine selbst  tätige Verstellung der beiden Regler vor  gesehen sein.  



  Die bisher beschriebenen verschiedenen  Ausführungsformen der vorliegenden Ein  richtung beherrschen zwar den gesamten  Betrieb einer zu regelnden     Dampferzeu-          gungsanlage;    es erscheint jedoch wün  schenswert, insbesondere bei der Regelung  einer beispielsweise mit einem Zweidruck  dampferzeuger ausgerüsteten Lokomotive  eine zusätzliche Einrichtung vorzusehen, wel  che die Aufgabe hat, die beschriebene Ein  richtung für besondere Betriebsfälle und       -verhältnisse    zu beeinflussen Diese     Aufgabe     kann folgendermassen gelöst werden:

    Zur Erläuterung sei zunächst auf     Fig.    12  der Zeichnung verwiesen, in der in einem  Schaubild der Verlauf der     Dampferzeugung;     (D) in den beiden     Dampferzeugern    einer       Zweidruckdampferzeugungsanlage    einer Lo  komotive in Abhängigkeit von der Rostan  strengung     (R)    gezeigt ist, wenn der     Iloch-          druckdampferzeuger    als Feuerbüchse aus  gebildet ist. Kurve a stellt den Verlauf der  gesamten, in beiden Dampferzeugern er  zeugten Dampfmenge in     Abhängigkeit    von  der Rostanstrengung dar und zeigt, wie mit  wachsender Rostanstrengung diese Dampf  menge wächst.

   Kurve b zeigt das Anwach  sen der vom     Hochdruckdampferzeuger    er  zeugten Dampfmenge mit wachsender Rost  anstrengung. Aus dem     Schaubild    ergibt sich,    dass der Anteil des als     Peuerbüclise    ausge  bildeten Hochdruckkessels an der gesamten  Dampferzeugung uni so grösser ist, je klei  ner die Rostanstrengung ist. Bei kleineren       Leistungen        bezw.    beim Leerlauf und Still  stand der Maschine erzeugt der Hochdruck  kessel beinahe 100 v. H. der gesamten, in  beiden Kesseln erzeugten Dampfmenge.

   Bei  grösseren Leistungen verschiebt sich das  Verhältnis zwischen Dampferzeugung im  Hochdruckkessel und im     Niederdruckkessel          so"    dass     hei    einer bestimmten Rostanstren  gung je etwa 50 v. H. der gesamten Dampf  menge im Hochdruck- und     iin        Niederdruch-          liessel    erzeugt werden.  



  Wenn nun beispielsweise die Lokomotive  einen längeren Aufenthalt an einer Halte  stelle hat, würde im Hochdruckkessel in  forge der auch beim Halten wirkenden strah  lenden Wärme der Feuerung weiter Dampf  erzeugt werden, während im Niederdruck  kessel keine oder nur eine unwesentliche       Dampferzeugung    stattfindet. Der Druck im       Hochdruckkessel    würde steigen und gege  benenfalls die Sicherheitsventile zum Ab  blasen'brinben. Man wird daher zweckmässig       den    Druck im Hochdruckkessel vor einem  Aufenthalt so weit absenken, dass während  des Aufenthaltes durch die Steigerung des  Druckes im Hochdruckkessel die für das.  Abblasen der     .Sicherheitsventile    vorgesehene  Grenze nicht erreicht wird.

   Dieses Absenken  des -Druckes kann zweckmässig durch Ver  änderung der Verteilung der Dampfent  nahme auf die beiden Kessel herbeigeführt       werden,    indem vor dein Anhalten der Loko  motive dem     Hochdruckkessel    mehr Dampf  entnommen wird, als in ihm     erzeugt    wird.  



  Eine solche Veränderung der     Verteilung;     der     Dampfentliahme    in dem Sinke, dass der  Anteil des einen Kessels an der gesamten  Dampflieferung für die Maschine grösser  wird, als der Anteil dieses Kessels an der  gesamten Dampferzeugung beträgt, kann  auch zum Beispiel beim     Anfahren    und Be  schleunigen der Lokomotive zweckmässig  sein.

   Zum Verständnis -der Vorgänge bei      dieser     Regelung    dient das     Seliaubild    der       Fig.    13, dessen hier in Betracht kommende  Kurven unter der Annahme aufgestellt sind,  dass     beine    Anfahren und Beschleunigen dem       Niederdruckkessel    eine grössere Dampf  inenge entnommen wird, als in     ihiu    erzeugt  wird.  



  Die Kurven der     Fig.    13 sind alle als ab  hängig von dem Weg aufgetragen, den die  Lokomotive von einer Haltestelle zur an  dern zurücklegt. Kurve c zeigt den Verlauf  der Geschwindigkeit der Lokomotive, Kurve  d die Grösse der Füllungen und Kurve c  den Druck im     Abdamplstutzen.    Entspre  chend den grossen Füllungen während der       Anfahrzeit    ist der     Druck    im     Abda.mpfstut-          zen    während dieser Zeit grösser und fällt  auf einen     normalen    Wert für normale Fül  lungen während der normalen Fahrt.

   Kurve       /'    stellt die gesamte Dampfentnahme dar,  die der Einfachheit halber als gleichblei  bend für die ganze Fahrt angenommen ist,  so dass die Kurve f überall gleichen Abstand  von der     Abszissenachse    hat. Kurve g gibt  ein Bild der Verteilung der gesamten       Dampfentnahme    auf die beiden Kessel, der  art, dass die oberhalb der Kurve     g    liegen  den Strecken     1a1,        lag    usw. ein Mass für die  Dampfentnahme aus dem     Niederdruckkessel     und die unterhalb der Kurve     g    liegenden       Strecken        il,        i'    usw.

   ein Mass für die Dampf  entnähme aus dem Hochdruckkessel darstel  len. Die Dampfentnahme aus dein Nieder  druckkessel ist also während der Anfahrt  verhältnismässig grösser als die aus dein  Hochdruckkessel (Strecke     7c.1   <I>></I>     i.\).    Das       Verhältnis    verschiebt sich bei der     norniale!i     Fahrt im Beispiel derart,     da.ss    mehr     Dampf     aus dem Hochdruckkessel entnommen wird  als aus dem     Niederdruckkessel        (Strecke          i\    >     h2)

  .    Diese Verteilung der Dampfent  nahme würde den     Druck    im Niederdruck  kessel nach Kurve     1c    so beeinflussen, dass er  während der     Anfahrzeit    sinkt, um allmäh  lich wieder auf den     normalen    .Wert in     zii     steigen, während der Druck im Hochdruck  kessel nach Kurve     7t    während der     Anfahr-          zeit    auf seinen normalen Wert o     steigt.    Vor         der        Haltestelle        lcanii        c.r,    wie     erwähnt,

          @iiil'     einen niedrigeren     \Vert        abgesenkt         -erden.     



  Die     I@inrichtung    kann nun so     ausgebildet     werden, dass     eiii    zur     selbsttätigen        Verände-          rung    der     Dampfentnahmeverteilung    auf die  beiden     Dampferzeuger    dienender Teil     wäh-          rend        besonderer    Betriebsfälle (zum Beispiel  während des     Anfahrens    oder vor     einer     Haltestelle)

   ausser durch die seine     Verstel          lung    während der normalen Fahrt     bewir.          kenden    Kräfte     noch    durch zusätzliche  Kräfte beeinflusst wird, die ganz selbsttätig  oder, nachdem     eine    von Hand betätigte Vor  richtung (zum     Beispiel    ein Hebel)     einge-          stellt    ist, während dieser Einstellung selbst  tätig wirken.

   In letzterem Falle, den man  also als     halbselbsttätig        bezeichnen        könnte,     hört die Einwirkung dieser     zusätzliolien     Kraft auf,     sobald    die von Hand einzustel  lende Vorrichtung wieder ausgeschaltet ist.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    dieser Art ist  in     Fig.    14     veranseha.ulieht,    die einen Teil  der     Fig.    7 darstellt. 38 ist wieder die     Nol:-          kenhtilse,    15 der Nocken für den Nieder  druckregler, 40 ist die Kolbenstange des  Kolbens 41, der im Zylinder 42 gegen die       Feder    43 unter     dein        Einlluss    des bei 44 ein  tretenden     Niederdruekdanipfes    verschoben  wird,

   wodurch eine Verschiebung der     'Tok-          kenhülse    und eine Veränderung in der Ver  teilung der     Dampfentnahme    erzielt     wird.     Der-     Unterschied    gegenüber der     Ausfiih-          rungsform    nach     Fig.    7 liegt hier darin,     dal3     die Feder 43 sich gegen einen Teller I, oder  dergleichen stützt, der von einem Handrad       ,ic    oder einer andern, vom Führerstand aus  zu betätigenden Vorrichtung bewegt wird       und    die Feder 43 stärker oder schwächer  spannen kann.

   Die Vorrichtung     it    kann bei  spielsweise     durch    einen (nicht bezeichneten)  besonderen, im     Fiibrerhaus    befindlichen  Hebel so eingestellt werden, dass die Feder  43     schwächer    gespannt wird. Dadurch be  wirkt der auf     den    Kolben 41 drückende       Niederdruclzdanipf    eine grössere Verschie  bung des Kolbens 41 in dem Sinne, dass die  Dampfentnahme aus dem     Niederd        ruckhessel              vergrössert    wird.

   Die vom Führer bewirkte  Verstellung der Feder 43 ruft also eine (in  diesem Falle negative) zusätzliche     Kraft     hervor, welche die selbsttätige Steuervor  richtung so lange beeinflusst, bis durch Um  stellung des Handrades     ic    oder dergleichen  die Feder 43     wieder    normal gespannt wird.  Während der schwächeren Spannung     be-.     wirkt die Steuervorrichtung somit selbst  tätig mit der     Vergxösserung    der Dampfent  nahme ein Absenken des Druckes im Nieder  druckkessel. Die schwächere     Spannung    der  Feder kann beispielsweise vor einer Halte  stelle eingeleitet werden, um nach Erreichen  der Haltestelle wieder aufgehoben zu wer  den.  



  Eine selbsttätige     Einrichtung    ist in       Fig.    15 als Beispiel veranschaulicht: Der  Regelkolben 41 ist als Differentialkolben  ausgebildet, auf dessen kleinere Fläche der  bei 44' eintretende     Niederdruckdampf    wirbt,  und zwar in umgekehrter Richtung wie bei       Fig.    14. Infolge dieser Richtungsumkehr ist  die Feder 43 auf der andern Kolbenseite  angeordnet und die Nocken 15 und 16 ver  laufen in ihrer Neigung ebenfalls umge  kehrt wie bei     Fig.    14.

   Bei     io    ist an den Zy  linder 42 eine Leitung angeschlossen, die  beispielsweise mit dem     Abdampfstutzen    der       Maschine        verbunden    sein kann. Da der Ab  dampfdruck während der     Anfahrzeit    höher  als während der normalen Fahrt ist     (Fig.     13), wirkt dieser Druck während dieser  Zeit mehr auf den Kolben 41 ein als wäh  rend der normalen Fahrt, wodurch die     NolL-          ken    15 und 16 in dem Sinne     verschoben     werden, dass mehr Dampf aus dem     Nieder-          druckkessel    entnommen wird als der Dampf  erzeugung entspricht.

   Infolgedessen treten  die vorher erwähnten Verhältnisse ein, d. lt.  der Druck im     Niederdruckkessel    senkt sich  nach Kurve     lc    bis     wuf    einen Mindestdruck,  dessen Höhe durch die Wahl der Abmessun  gen, insbesondere des Regelkolbens,     bestimmt     werden kann. Von der Höhe des     Abdamp.f-          druckes    und des -     Dr        wehes    im     Niederdruch-          kessel    hängt es dann ab, wie lange dieser  Mindestdruck gehalten wird.

   Ausserdem kann    in der zur     Anschlussstelle    w     führenden    Lei  tung eine Absperrvorrichtung x vorgesehen  sein, die vom Führerstand ein- und ausge  schaltet werden kann.  



  An Stelle des     Abdampfdruckes    kann bei  spielsweise der Druck in der Rauchkammer,  der sich etwa ebenso wie der     Abdampfdruck     während der     Anfahrzeit    ändert, als zusätz  liche Kraft zur     Beeinflussung    der Steuer  vorrichtung verwendet werden. Oder es wird  die sich während dieser Zeit ebenfalls än  dernde Geschwindigkeit der Lokomotive in       irgendeiner    Weise zu dieser Beeinflussung  benutzt.  



  Die Einrichtung gemäss     Fig.    14 und 15  ermöglicht es, die Speicherfähigkeit     cles     einen Kessels zu gewissen Zeiten     ä.tiszaDut-          zen    und auf diese Weise die Wirtschaft  lichkeit der Anlage zu erhöhen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Einrichtung zur Regelung des Betriebes von Dampferzeugungsanlagen, die in meh reren Dampferzeugern Dampf von verschie denen Drücken erzeugen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Dampfentnahmeorgane der Dampferzeuger durch eine allen. Dampfent- nahmeorganen gemeinsame Verstellungsvor- richtung verstellbar sind, deren Betätigung die Verteilung der Dampfentnahme auf die Dampferzeuger und die Änderung der Lei stung der Maschine ermöglicht.
    UNTERANSPRt"CHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verstel- lungsvorrichtung durch die Druckände rungen in einem der Dampferzeuger be- einflusst wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verstel- lungsvorriehtung durch Änderungen im Verhältnis der Drücke zweier Dampf erzeuger beeinflusst wird. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch,<B>ge-</B> kennzeichnet durch ein von Hand zu be- tätigendes Organ, das, ausser der die selbsttätige Verstellung der Dampfent- nahmeorgane bewirkenden Vorrichtung, eine Verstellung der D'ampfentnahme- organe von Hand gestattet. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, bei Zweidrucklokomotiven mit zwei Reg lern, gekennzeichnet durch eine Regler welle, die bei Drehung durch einen im Führerstand befindlichen Handhebel die Verstellung der beiden Regler mit Hilfe zweier Nocken herbeiführt. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die von Hand erfol gende Einwirkung der beiden Nocken auf die Regler von einem durch die Änderungen des Druckes im Nieder druckdampferzeuger bewegten Steuer kolben selbsttätig beeinflusst wird. G.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer längs der Reglerwelle durch den Steuerkolben ver. schiebbaren Hülse Nocken angeordnet sind, deren Noekenform in der Längs richtung der Hülse sich ändert, bis sie in den Grundkreis übergeht, welche Nolc- ken sowohl bei einer Drehung, als glich bei einer Längsverschiebung der Hülse die Stellung der Dampfentnahmeorgane verändern. ?.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3, 4, 5 und 6, mit einem Hochdruck und einem Niederdruck regler, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubkurven der Noehen so gestaltet sind, dass bei Längsverschiebung der Hülse einer Vergrösserung der Öffnung des Hochdruckreglers eine Verkleinerung der Öffnung des Niederdruckreglers ent spricht und umgekehrt. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Cnteransprüclien 3, 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Nocken auf je ein zum Übertragen der Nockenbewegung auf die Regler dienendes Gestänge wir- ken, in welche Gestänge zwischen Nah- ken und Reglern ein Steuerkolben der art eingreifen kann, dass einer Vergrösse rung der Öffnung des Hochdruckregler eine Verkleinerung der Öffnung des Nie derdruckreglers entspricht und umge kehrt. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch unc1 Unteransprüchen 3, 4, 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass in jedes die Bewe gung der Nocken auf die Regler über tragende Gestänge verstellbare, aus Len- kern bestehende Glieder eingeschaltet sind, auf die der Steuerkolben gemein - sa.m derart einwirkt, dass die Verstel lung der genannten Glieder bei dem einen Gestänge die Wirkung einer Ver grösserung der Öffnung des Niederdruck- reglers,
    bei dem andern die @@'irhung einer Verkleinerung der Öffnung des Hochdruckreglers hervorruft und umge kehrt. 10. Einrichtinig nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die beiden Nocken auf der Reglerwelle zwecks Nachregulierung gegeneinander verstellbar sind. 11.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch geiz-_enuzeich- net, dass ausser den die selbsttätige Ver stellung der Dampfentnahmeorgane durch Beeinflussung der gemeinsamen Verstel- lungsvorrichtung bewirkenden Kräften zu gewissen Zeiten auf diese Verstel.- lungsvorrichtung eine zusätzliche Kraft. einwirkt, welche die Verteilung der Dampfentnahme auf die beiden Dampf erzeuger ver#i.ndert. 12.
    Einrichtung nach Patentanspruch uii(l Untera.uspriiclien ? und 11, dadurch g(II kennzeichnet, dass als zusätzliche Krafl. eine Kraft dient, die während der ge wünschten Zeit sf@h)sttätig infolge (]ei Betriebsvcrhält.nisse der Dampferzeuger anlage bezw. der zugehörigen Maschinen. anlag e in Wirkung tritt.
    1 @. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>2</B> und 11, dadurch ge kennzeichnet, dass als zusätzliche Kraft eine Kraft dient, die während der ge- wünschten Zeit vom Führerstand aus in Wirkung gesetzt wird.
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