CH114849A - Verfahren zur Erzeugung eines Heilmittels gegen Rotlauf. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines Heilmittels gegen Rotlauf.

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CH114849A
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rotlauf
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Aktiengesellschaft Kalle Co
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Kalle & Co Ag
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Description


  Verfahren zur Erzeugung eines Heilmittels gegen Rotlauf.    Es ist gefunden worden, dass die     bakterio-          phagen,    das heisst auflösenden oder bakterien  fressenden Eigenschaften von Wurzelbazillen  durch mehrfache Umzüchtung auf Bakterien  kulturen, auf die sie lösend oder fressend  wirken, hochentwickelt werden können, so  dass die bakterienfressenden Eigenschaften  erheblich verstärkt werden. Die Wurzel  bazillen sind zum Beispiel im Atlas und  Grundriss der Bakteriologie von     Lehmann      &  Neumann, München, Teil     II,    beschrieben;  sie werden unter anderem auch     Mycoides     genannt.

   Man impft derartige Wurzelbazillen  auf Bakterien, auf die sie     bakteriophag     wirken, bis deren Auflösung erfolgt ist.  Dies erkennt man daran, dass durch die in  der Bakteriologie übliche Methodik und  Technik des Bazillennachweises deren Le  bensfähigkeit nicht mehr nachgewiesen wer  den kann.

   Diese so erhaltenen Wurzelbazillen  werden nun auf neue Bazillenkulturen der  selben Art umgeimpft und dieser Vorgang  wird     mehreremal        wiederholt,    wobei sich zeigt,  dass die     bakteriophagen,    das heisst die lösenden  und vernichtenden Eigenschaften der Wurzel-    Bazillen gesteigert werden: Solche auf die  angegebene Weise umgezüchteten Wurzel  bazillen sind in der Lage, Bazillen inner  halb, von zwei Tagen aufzulösen, während  die als     Ausgangsstoff    dienenden Wurzel  bazillen oft bis 21 Tage brauchen.  



  Im allgemeinen verarbeitet man die so  erhaltenen Wurzelbazillen zusammen mit  den     Bouillon-Nährböden,    auf denen sie ge  meinschaftlich mit den zu lösenden Bazillen  gewachsen sind.  



  Gegenstand des Patentes ist nun ein  Verfahren zur Erzeugung eines Heilmittels  aus     'Rotlauf-Bazillen,    dadurch gekennzeich  net, dass man Wurzelbazillen auf     Bouil-          lon-Rotlauf-Kulturen        aufimpft    und wachsen  lässt und die so erhaltenen Wurzelbazillen  auf neue     Rotlauf-Bazillen        aufimpft    und  wachsen lässt und dieses     Anfim.pfen_    und       Wachsenlassen        melüeremale    wiederholt.  



  <I>Beispiel:</I>         Rotlauf-Bouillon-Kulturen,    die     2#=1    Stun  den gewachsen sind, werden mit Wurzel  bazillen     beimpft.    Es zeigt sich innerhalb      drei Wochen, dass durch die üblichen     3l.e-          thoden        Rotlauf-Bazillen    in den Kulturen  nicht mehr nachweisbar sind.

   Bekannt ist,  dass sich in dieser Zeit     Rotlauf-Bazillen-          kulturen    ohne     aufgeimpfte    Wurzelbazillen  lebensfähig halten, somit also bei     vorlieben-          dem    Zierfahren keine     Autolyse    eingetreten  :

  ein     tann.    Die so gewonnenen Wurzel  bazillen, die also in den     Rotlauf-Kulturen     die     Rotlauf-Bazillen    gelöst     bezw.    vernichtet       haben,    werden nun wiederholt,     zum    Beispiel  fünfmal, in gleicher Weise auf immer neue       Rotlauf-Kulturen        aufgeimpft,    und zwar so  lange, bis ihre lösenden     Eigenschaften    auf  eine optimale Grenze von zwei bis drei     Ta-          01en,    oft auch noch kürzere Zeit, gebracht  sind.

   Diese so hochgezüchteten Wurzel  bazillen stellen nun zusammen mit den         Bouillonkulturen,    in denen die Rotlauf  Bazillen gelöst sind, das wirksame Heilmittel  dar. Es kann in beliebiger Weise in geeignete  Form, für interne Behandlung oder     Injek-          tionszwecke,    gebracht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Verfahren zur Erzeugung eines Heilmittels gegen Rotlauf, dadurch gekennzeichnet, dass man Wurzelbazillen auf Bouillon-Rotlauf- Kulturen aufimpft und wachsen lässt und die so erhaltenen Wurzelbazillen auf neue Rotlauf-Bazillen aufimpft und wachsen lässt und dieses Aufimpfen und Wachsenlassen mehreremale wiederholt.
CH114849D 1923-02-05 1924-02-04 Verfahren zur Erzeugung eines Heilmittels gegen Rotlauf. CH114849A (de)

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