CH114869A - Einrichtung zum Aufführen von Mauern aus Formsteinen. - Google Patents

Einrichtung zum Aufführen von Mauern aus Formsteinen.

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CH114869A
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Ludwig Liedler
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Ludwig Liedler
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  Einrichtung zum Aufführen von Mauern aus Formsteinen.    Einrichtungen zum Aufführen von Mauern  aus     Formsteinen        unter    Verwendung von     auf-          und        abschiebbax    angeordneten Richtlatten  als Anschlag für die zu versetzenden Form  steine sind bekannt.

   Die Erfindung besteht  in einer das     Mauerwerk,    in seiner ganzen       Grundrissform    sowohl an den Längsseiten,  als auch an den     Querseiten    gleichzeitig ein  schliessenden, als Anschlag für die Form  steine, sowie als     Gussform    für den     Grobver-          putz    dienenden, je um eine Schichthöhe hoch  ziehbaren Schablone. Von ähnlichen bekann  ten Einrichtungen unterscheidet sich der Er  findungsgegenstand wesentlich dadurch, dass  die Aufführung von     Mauerwerken    belie  bigen Grundrisses möglich ist, da die Scha  blone bereits vor Beginn der Arbeiten allen  vor- und einspringenden Ecken des Mauer  werkes und der Pfeiler angepasst wird.

   Au  sserdem unterscheidet sich der Erfindungs  gegenstand von den bekannten Einrichtun  gen auch dadurch, dass die Schablone sowohl  als an sich bekannter Anschlag für die  Formsteine, als auch als     Gussform    für den  Grobverputz gleichzeitig verwendbar ist.    Auf der Zeichnung ist der Erfindungs  gegenstand in einer beispielsweisen Aus  führungsform dargestellt, und zwar zeigt       Fig.    1 eine schaubildliche Ansicht der Scha  blone während der Mauerung,     Fig.    2 eine  vergrösserte Ansicht eines Teils der Scha  blone,     Fig.    3 die Vorrichtung im Aufriss,       Fig.    4 im Grundriss, während     Fig.    5 und 6  den Mörtelbehälter und Mörtelwagen darstel  len.  



  Die in     Fig.    1 schaubildlich dargestellte  Schablone s wird der     Grundrissform    des  Mauerwerkes entsprechend aus einzelnen Lat  ten hergestellt, welche durch Nägel, Klam  mern, Klemmen oder dergleichen miteinander  verbunden sind. In bestimmten, durch die  Forderung nach einer gleichmässigen Erhe  bung gegebenen Abständen sind gerichtete  nivellierte Ständert mit Massteilung befestigt,  an welchen die Schablone mit geeigneten  Muffen     u    oder dergleichen geführt wird.

   Die  Schablone s trägt am Oberrand ihrer dem  Mauerwerk zugekehrten Fläche Richtlatten     r,     welche als Anschlag für die Formsteine die  nen, sowie mehrere in Abständen voneinan-      der angeordnete lotrechte     Distanzierunbs-          leisten    1, welche unmittelbar an den Vorder  flächen der bereits versetzten Formsteine  anliegen. Die Höhe der Schablone s ist grösser  als die einer     Formsteinschicht,    zum Beispiel  gleich der dreifachen Schichthöhe. Der Ab  stand der Innenflächen sowohl der Richt  latten<I>r,</I> als auch der     Distanzierungsleisten   <I>1</I>  von der Innenfläche der .Schablone entspricht  der Dicke des Grobverputzes.

   Zur Erleichte  rung der Arbeiten ist die Schablone s zu  sammen mit einem als Standort für den  Maurer dienenden Gerüst g gleichzeitig       hochziehbar,    wie die Ausführungsform in  den     Fig.    3 und 4 zeigt. Das Gerüst g     träo.;,t     oberhalb der Schablone s ein in der Zeich  nung nicht dargestelltes durchgehendes Ma  teriallagerbrett und wird in Entfernungen  von einigen Metern beispielsweise mit Rol  len o an einem     Ständer        n.    geführt und trägt  Ausleger a, auf welchen die Schablone s  aufgehängt wird. Zur besseren Abstützung  der Schablone dient ein Bügel b, welcher den  Ständer     ra    umklammert und auf diesem  längsverschiebbar ist.

   Am obern     Querbalken     q des den Ständer     n    stützenden Trag  gerüstes 7c ist beispielsweise eine Seiltrom  mel i gelagert, über welche mittelst eines  Handrades     ja    das Gerüst     g    samt der Scha  blone s     hochhebbar    ist.

       Zweckmässigerweise     ist die Schablone s vom Gerüst     g    bei x leicht  lösbar und deren Anheben auch unabhängig  vom Gerüst     g    möglich, so dass am Beginn  der     Mauerungsarbeiten    lediglich die Scha  blone um eine Schichthöhe angehoben wird  und die Kupplung mit dem Gerüst erst  dann erfolgt, bis der     Fortschritt    der Maue  rungsarbeit eine Erhöhung des     Standortes     des Arbeiters erforderlich macht.

   Die Ober  kanten der Schablone werden     zweckmässiger-          weise    als Schienen für einen Mörtelwagen       ?c    verwendet, an dessen Rückseite ein Ab  4reifer für den durch den Mörtelbehälter     in     austretenden Mörtel vorgesehen ist.

   Der Mör  telbehälter     m    ist an seiner tiefsten Stelle  mit einer     :Schwenkklappe        v    versehen, welche  den     Ausflussschlitz    abschliesst und zum       Ztvecl@    des     Auftragens    des Mörtels unter    gleichzeitiger Verschiebung des Wagens     w     aus der in     Fig.    5     gezeichneten    Stellung     a.us-          geschwenkt    wird.

   Die     Wirkungsweise    der  Einrichtung ist folgende:  Die ersten beiden     Formsteinschichten    wer  den nach der gewünschten     Grundrissform          verlegt,    sodann die Traggerüste h aufge  stellt und die Schablone um die     Grundrifl-          form    herum gezimmert und an der     Tragkon-          struktion    befestigt. Hierbei liegen die Vor  derkanten der     Distanzierungsleisten    1 an den  Vorderflächen der ersten Schicht unmittelbar  an, während die Innenfläche der Schablonen  bretter um die Höhe der Latten<I>r. 1</I> weiter  nach aussen stehen.

   Sodann werden die Stän  der     G        versetzt    und einnivelliert,     worauf    mit  dem Hochmauern begonnen werden kann.  Die Ziegel der folgenden Schicht werden so  dann an die Richtlatten     r-    angestossen, so  dass jedes Loten und Richten entfällt.     Nach          Fertigstellring    einer über das ganze Mauer  werk     durchgebenden    Schicht wird die Scha  blone um eine Schichthöhe angehoben und  der unterhalb der Richtlatten     r    verbleibende  Hohlraum mit dünnflüssig aufgetragenem  Grobmörtel ausgegossen, worauf die nächste       Formsteinschicht    aufgesetzt wird. Die Zeit.

    die zur     Verlegung    der nächsten Schiebt er  forderlich ist, reicht hin, um dem Grobver  putz Zeit zum Abbinden zu geben, so     da.ss     beim nachfolgenden Hochziehen und neuer  lichem Hintergiessen der     E.ichtla.tten        r    die  unterste durch das Anheben der Schablone  nunmehr bloss gelegte Schicht des Grobver  putzes bereits     genügend    fest ist und durch  das Hochziehen der     Schlablone    gleichzeitig  glatt gestrichen wird.

   Die durch die     R-icht-          latten    1 vom Verputz freibleibenden, nach  Hochziehen der Schablone als Rinnen ver  bleibenden     Aussparungen    dienen zur Kon  trolle des richtigen Verbandes und werden  für mehrere Schichthöhen     gemeinsam    von  Hand aus verstrichen. Die     Distanzierungs-          leisten    1     haben    sonach neben der Führung  der Schablone entlang der     Formsteinvorder-          flächen    den     Zweck,    den richtigen Schicht  verband trotz des aufgebrachten Grobver  putzes kontrollieren 711 lassen.

   Bei genügen-      der Hochmauerung wird das Gerüst<I>g</I> bei<I>x</I>  gleichfalls an die Tragkonstruktion     aufgc-          hä.ngt    und in der Folge mit dieser zusam  men mit der Schablone hochgezogen. Der  Mörtel wird mittelst .der Wagen w zuge  bracht und     mittelst    des Abstreifers e bei je  dem Hochgang der Schablone geebnet. An       jenen    Stellen des Mauerwerkes, an denen  kein Verputz erforderlich ist, entfallen na  turgemäss die Leisten r und 1, worauf die  Formsteine unmittelbar an die Schablone an  gelegt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Aufführen von Mauern aus Formsteinen unter Verwendung von auf- und abschiebbar angeordneten Richtlatten, gekennzeichnet durch eine das Mauerwerk in seiner ganzen Grundrissform sowohl an den Längs-, als auch Querseiten gleichzeitig ein schliessende, als Anschlag für die Form steine, sowie. als Gussfo.rm für den Grobver putz dienende, je um eine Schichthöhe hoch ziehbare Schablone.
    UNTERANSPRÜCHE: 1: Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine am obern Rand der Schablone angeordnete Richtlatte für die Formsteine, sowie mehrere in Ab ständen voneinander angeordnete lotrechte Distanzierungsleisten, zwischen welchen der Grobverputz eingegossen wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die an gerich teten Führungsstangen zwangsweise ge führte Schablone zusammen mit einem als Standort für den Maurer dienenden Gerüst gleichzeitig hochziehbar ist. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schablo- nenoberkanten als Schienen für einen fahrbaren Mörtelbehälter verwendet sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mörtelbehälter an seiner tiefsten Stelle einen mit einer Schwenkklappe verschliessbaren Ausflussschlitz aufweist.
CH114869D 1924-07-12 1925-07-09 Einrichtung zum Aufführen von Mauern aus Formsteinen. CH114869A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1040220B (de) * 1953-02-21 1958-10-02 Cris Slagter Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Mauerwerk

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1040220B (de) * 1953-02-21 1958-10-02 Cris Slagter Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Mauerwerk

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