Verfahren zum Färben und Bedrucken von hydrophobem Fasermaterial. Es wurde gefunden, dass wertvolle Färbungen und Drucke auf hydrophobem Fasermaterial, beispielsweise aus Celluloseestern, wie Cellulose-? 1/2-acetat oder Cellulose- triacetat, Polyestern, insbesondere Polyäthylenterephthalat, Polyamiden, Polyurethanen, Polyacrylnitril oder Polyvinyl- chlorid erhalten werden,
wenn man als Farbstoffe Arylmereapto- anthrachinone, worin ein Benzolring eine Arylmercaptogruppe und gegebenenfalls nicht wasserlöslichmachende Substituenten und der andere Benzolring als allfällige Substituenten höchstens Arylmercaptogruppen aufweist, verwendet, mit Aus nahme derjenigen Anthrachinonfarbstoffe,
die in mindestens einer a-Stellung eine Hydroxylgruppe und keine Aminogruppen an den Anthrachinonkern,gebunden enthalten, und ferner mit Ausnahme von 1-Amino-anthrachinonen, die den aromatischen Thioätherrest in der 4-Stellung tragen. Bei den ausgenommenen Farbstoffen handelt es sich um die in den Patentansprüchen der Patente 373 011 und 369 741 definierten Farbstoffe.
Die erfindungsgemäss verwendbaren Farbstoffe ent halten vorzugsweise mindestens eine Arylmercaptogruppe in einer a-Stellung des Anthrachinonkerns. Sie sind frei von wasserlöslichmachenden Substituenten, wie Sulfonsäure- oder - Carbonsäuregruppen.
Als Beispiele von Arylmercaptogruppen seien a- und p-Naphthylmercaptogruppen und insbesondere Phenylmercapto- gruppen genannt, wobei letztere im Phenylrest noch Substi- tuenten aufweisen können, beispielsweise Halogenatome, niedere Alkyl-, Oxyalkyl-, Alkoxyalkyl- oder Alkoxygruppen, Oxy-, Amino-, Nitro-, Cyan- oder Carbalkoxygruppen.
An demjenigen Benzolring des Anthrachinonkerns, an dem sich eine Arylmercaptogruppe befindet, können die Farb stoffe noch weitere nicht wasserlöslichrracriende Substituenten aufweisen, beispielsweise Halogenatome, wie Chlor- oder Brom atome, ferner Oxy- oder Alkoxy-, Alkyl- oder Alkylmercapto-, Nitro- oder insbesondere Aminogruppen, wobei als solche ausser der NH#I-Gruppe auch Alkylamino-,
Cycloalkylamino-, Aralkylamino- oder Arylaminogruppen in Frage kommen. Diese Substituenten befinden sich ebenfalls vorzugsweise in a-Stellung. Von be sonderem Interesse sind Farbstoffe, die in 1-Stellung eine subst i- tuierte Aminogruppe aufweisen, beispielsweise eine Alkyl- amino- oder eine Acylaminogruppe, oder Farbstoffe,
die 1 bis 2 Arylmercaptogruppen und sonst keine weiteren Substi- tuenten am Anthrachinonkern aufweisen.
Als Beispiele seien die folgenden Farbstoffe genannt: 1-Phenylmercaptoanthrachinon, 1,5- oder 1,8-Diphenylmereaptoanthrachinon, 1-Chlor-4-p-tolylmercaptoanthrachinon, 1-Methylamino-4-phenylmercaptoanthrachinon, 1-Oxyäthylamino-4-phenylmercaptoanthrachinon, 1-Phenylamino-4-phenylmercaptoanthrachinon, 1-Acetylamino-4-phenylmercaptoanthrachinon, 1-Amino-2,4-diphenylmercaptoanthrachinon, 2-Amino-l-phenylmercapto-3-bromanthrachinon, 1-4p-Dimethylaminophenyl)-mercaptoanthrachinon.
Zu diesen Farbstoffen gelangt man, wenn man beispiels weise nach bekanntem Verfahren Nitro- oder Halogenanthra- chinone mit Arylmercaptanen umsetzt. In gewissen Fällen kann die Verwendung von Mischungen zweier oder mehrerer der verfahrensgemäss zu verwendenden Farbstoffe von Vorteil sein.
Zum Färben verwendet man die genannten Farbstoffe zweckmässig in feinverteilter Form und färbt unter Zusatz von Dispergiermitteln, wie Sulfitcelluloseablauge oder synthetischen Waschmitteln, oder einer Kombination ver schiedener Netz- und Dispergiermittel. In der Regel ist es zweckmässig, die zu verwendenden Farbstoffe vor dem Färben in ein Färbepräparat überzuführen, das ein Disper- Biermittel und feinverteilten Farbstoff in solcher Form enthält, dass beim Verdünnen der Farbstoffpräparate mit Wasser eine feine Dispersion entsteht.
Solche Farbstoff präparate können in bekannter Weise, z.B. durch Vermahlen des Farbstoffes in trockener oder nasser Form mit oder ohne Zusatz von Dispergiermitteln beim Mahlvorgang, erhalten werden.
Zur Erreichung starker Färbungen auf Polyäthylentere- phthalatfasernerweist es sich als zweckmässig, dem Färbe bad ein Quellmittel zuzugeben, oder aber den Färbeprozess unter Druck bei Temperaturen über<B>1000,</B> beispielsweise bei 120o, durchzuführen.
Als Quellmittel eignen sich aromatische Carbonsäuren, beispielsweise Benzoesäure oder Salicylsäure, Phenole, wie beispielsweise o- oder p-Oxydiphenyl, aromati sche Halogenverbindungen, wie beispielsweise Chlorbenzol, o-Dichlorbenzol oder Trichlorbenzol, Phenylmethylcarbinol,
oder Diphenyl. Bei den Färbungen unter Druck erweist es sich als vorteilhaft, das Färbebad schwach sauer zu stellen, beispielsweise durch Zusatz einer schwachen Säure, z.B. Essigsäure.
Die erfindungsgemäss zu verwendenden Farbstoffe erweisen sich als besonders geeignet. zum Färben nach dem sog. Thermofixierverfahren, wonach das zu färbende Gewebe mit einer wässerigen Dispersion des Farbstoffes, welche zweckmässig 1 bis 50 % Harnstoff und ein Verdickungs mittel, insbesondere Natriumalginat, enthält, vorzugsweise bei Temperaturen von höchstens 60.o .imprägniert und wie üblich abgequetscht wird.
Zweckmässig quetscht man so ab, dass die imprägnierte Ware 50 bis 100% ihres Ausgangs gewichtes an Färbeflüssigkeit zurückhält.
Zur Fixierung des Farbstoffes wird das so impräg nierte Gewebe, zweckmässig nach vorheriger Trocknung, z.8. in einem warmen Luftstrom, auf Temperaturen von über 100o, beispielsweise zwischen 180 bis 2100, erhitzt.
Von besonderem Interesse ist das eben erwähnte Thermofixierverfahren zum Färben von Mischgeweben aus Poly esterfasern und Cellulosefasern, insbesondere Baumwolle.
In diesem Falle enthält die Klotzflüssigkeit neben dem erfindungsgemäss zu verwendenden Farbstoff noch zum Färben von Baumwolle geeignete Farbstoffe, beispielsweise Direkt- Farbstoffe oder Küpenfarbstoffee oder insbesondere sog.
Reaktivfarbstoffe, d.h. Farbstoffe, die auf der Cellulose- faser unter Bildung einer chemischen Bindung fixierbar sind, also beispielsweise Farbstoffe, enthaltend einen Chlortriazin- oder Chlordiazinrest. Im letzteren Fall erweist es sieh als zweckmässig, der Foulardierlösung ein säurebindendes Mittel, beispielsweise ein Alkalicarbonat oder Alkaliphosphat, Alkali borat oder -perborat bzw. deren Mischungen zuzugeben.
Bei Verwendung von Küpenfarbstoffen ist eine Behandlung des foulardierten Gewebes nach der Hitzebehandlung mit einer wässerigen alkalischen Lösung eines in der Küpenfärberei üblichen Reduktionsmittels nötig.
Die gemäss vorliegendem Verfahren auf Polyester fasern erhaltenen Färbungen werden zweckmässig einer Nach behandlung unterworfen, beispielsweise durch Erhitzen mit einer wässerigen Lösung eines ionenfreien Waschmittels.
Das vorliegende Verfahren eignet sich ebenfalls zum Färben von Mischgeweben aus Polyesterfasern und Wolle, wobei der Wollanteil reserviert bleibt und nachträglich mit einem Wollfarbstoff gefärbt werden kann.
Anstatt durch Imprägnieren, können gemäss vorliegen dem Verfahren die angegebenen Farbstoffe auch durch Be drucken aufgebracht werden. Zu diesem Zweck verwendet man z.B. eine Druckfarbe, die neben den in der Druckerei üb lichen Hilfsmitteln, wie Netz- und Verdickungsmittel, den feindispergierten Farbstoff gegebenenfalls im Gemisch mit einem der oben erwähnten Baumwollfarbstoffe, gegebenenfalls in Anwesenheit von Harnstoff und/oder eines säurebindenden Mittels enthält.
Nach dem vorliegenden Verfahren erhält man kräftige Färbungen und Drucke von ausgezeichneten Echtheiten, insbe sondere guten Licht-, Sublimations-, Dekatur-, Wasch- und
EMI0007.0007
Chlorwasserechtheiten. <SEP> Die <SEP> Färbungen <SEP> auf <SEP> Acetatseide <SEP> zeichnen
<tb> ausserdem
<tb> sich <SEP> durch <SEP> eine <SEP> gute <SEP> Gasechtheit <SEP> aus. <SEP> Ein <SEP> weiterer <SEP> Vorzug liegt in der guten Woll- und Baumwollreserve der verfahrens gemäss zu verwendenden Farbstoffe.
Gegenüber vergleichbaren Farbstoffen der französischen Patentschrift 1 167 615, die anstelle einer Phenylmereapto- eine Cyclohexylmercaptogruppe aufweisen, zeichnen sich die erfindungsgemäss zu verwendenden Farbstoffe dadurch aus, bei gleich gutem Ziehvermögen auf Polyäthylenterephthalatfasern Färbungen von besserer Licht echtheit zu ergeben.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Die Gewichtsteile verhalten sich zu den Volumteilen wie das Gramm zum Milliliter. <U>Beispiel 1.</U>
0,5 Teile 1-Phenylmercaptoanthrachinon werden mit 0,5 Teilen 2,2'-Dinaphthylmethandisulfonsäure zu einer feinen Dispersion vermahlen. Diese gibt man zu einem Färbe bad, das in 3000 Teilen Wasser 3 Teile Eisessig und 3 Teile N-Benzyl-p-heptadecyl-benzimidazolsulfonsäure enthält, geht mit 100 Teilen gut genetzter Acetatkunstseide bei 400 ein, steigert die Temperatur auf 80o und färbt eine Stunde bei 800. Die Acetatseide ist rein gelb gefärbt und die Färbung zeichnet sich durch gute Lichtechtheit aus.
Verwendet man als Farbstoff 1-Phenylmercapto-4- benzylaminoanthrachinon, so erhält man eine blaustichig rote Färbung von guten Echtheiten. <U>Beispiel 2</U> w:.
Man vermahlt 1 Teil einer wässerigen Paste von 1- Phenylmercaptoanthrachinon mit ungefähr einem Teil ge trockneter Sulfitcelluloseablauge in einer Walzenmühle zu einem feinen Teig mit einem Farbstoffgehalt von etwa 10 @.
100 Teile Polyäthylenterephthalat-Fasermaterial werden in einem Bade, das auf*1000 Teile Wasser 1 bis 2- Teile Natriumsalz der N#Benzyl-g-heptadecylbenzimidazol- disulfonsäure und 7, Teil konz. wässerige Ammoniaklösung enthält, während einer halben Stunde vorgereinigt. Anschlies- send wird das Material in ein Färbebad von 3000 Teilen .Wasser gebracht,
in dem der .gemäss Absatz 1 erhaltene Farbstoffteig unter Zusatz von 4 Teilen Natriumsalz der N-Benzyl-p-heptadecylbenzimidazol-disulfonsäure dispergiert wurde.
Das Ganze wird in einem Druckgefäss auf 120o erhitzt und etwa 1/2Stunde bei dieser Temperatur gehalten. An- schiessend wird gut gespült und erforderlichenfalls mit einer Lösung, die auf 1000 Teile Wasser 1 Teil Natriumsalz
EMI0009.0033
der <SEP> N-Benzyl-p-heptadecylbenzimidazol-disulfonsäure <SEP> enthält,
<tb> halben
<tb> während <SEP> einer <SEP> Stunde <SEP> bei <SEP> 60 <SEP> bis <SEP> 80o <SEP> gewaschen. <SEP> Man <SEP> erhält eine reine gelbe Färbung von vorzüglicher Sublimier- und Lichtechtheit.
In der nachfolgenden Tabelle sind in Kolonne I eine Reihe weiterer Farbstoffe aufgeführt, die Polyäthylentere- phthalatfasern nach dem angegebenen Verfahren in den in Kolonne II angegebenen Tönen färben.
EMI0010.0004
Nr. <SEP> I <SEP> II
<tb> 1 <SEP> 1-Methylamino-4-phenylmercaptoanthrachinon <SEP> violett
<tb> 2 <SEP> 1,5-Diphenylmercaptoanthrachinon <SEP> rotstichig
<tb> gelb
<tb> 3 <SEP> 1-Amine-2,4-diphenylmercaptoanthrachinon <SEP> rot violett
<tb> 1-Amino-2-methyl-4-phenylmercaptoanthrachinon <SEP> rosa
<tb> 5 <SEP> 1-Amino-2-brom-4-phenylmercaptoanthrachinon <SEP> rubinrot
<tb> 6 <SEP> 1-Amino-2-cyan-4-phenylmercaptoanthrachinon <SEP> blaurot <SEP> i
<tb> 7 <SEP> 1-Amino-2-(ss-methoxyäthoxy)-4-phenylmercapto- <SEP> rot
<tb> anthrachinon
<tb> 8 <SEP> 1-Anilido-4-phenylmercaptoanthrachinon <SEP> blau
<tb> 9 <SEP> 1-Acetylamino-4-p-tolylmercaptoanthrachinon <SEP> orange
<tb> 10 <SEP> 1-(p-Dimethylaminophenyl)-mercaptoanthrachinon <SEP> orang Farbstoff No. 5 wurde wie folgt erhalten:
15,2 Teile 1-Amino-2,4-dibromanthrachinon werden in einer Lösung aus 4,4 Teilen Thiophenol, 2,3 Teilen Kaliumhydroxyd in 300 Vol.-Teilen Aethanol ä 96 Vol. während 15 Std. am Rückfluss verrührt. Nach dem Erkalten wird das in Form von dunkelroten Kristallen abgeschiedene 1-Amino-2-brom-4-phenylmercaptoanthrachinon abfiltriert, gründlich mit Wasser gewaschen und im Vakuum bei 70o ge trocknet.
Farbstoff Nr. 6 wurde wie folgt erhalten: 5,3 Teile 1-Amino-4-phenylmercaptoanthrachinon-2- sulfonsäure (Natriumsalz) werden in 140 Teilen Wasser mit 8 Teilen Natriumcyanid und 4 Teilen Ammoniumbicarbonat 5 @Std. auf 120 bis 125o erhitzt. Man filtriert das entstandene 1-Amino-2-cyan-4-phenylmercaptoanthrachinon und wäscht mit Wasser neutral.
100 Teile Polyäthylenterephthalat-Fasermaterial werden in einem Bade, das auf 1000 Teile Wasser 1 bis 2 Teile Natriumsalz der N-Benzyl-p-heptadecylbenzimidazol- disulfonsäure und 1 Teil konz. wässerige Ammoniaklösung enthält, während einer halben Stunde vorgereinigt. An- schliessend wird das Material in einem Färbebad, das in 3000 Teilen Wasser 9 Teile Diammonphosphat und 1,
5 Teile des Natriumsalzes der N-Benzyl-p-heptadecylbenzimidazol- disulfonsäure enthält, 15 Minuten bei 50o behandelt. Dann werden allmählich 9 Teile Natrium-o-phenylphenolat gelöst, zugesetzt und anschliessend durch Bewegen des Textilmaterials während 15 Minuten bei 50 bis 55o das Aufziehen des in Freift gesetzten o-Phenylphenols bewirkt. Dann wird der nach Beispiel 2.. Absatz 1 erhaltene Farbstoffteig zugegeben.
Man bringt nun das Bad innerhalb 1/2 bis 3/4 Stunden zum Kochen und färbt 1 bis 1 1/2 Stunden möglichst nahe bei Kochtemperatur. Anschliessend wird gut gespült und gegebenen falls mit einer Lösung, die auf 1000 Teile Wasser 1 Teil Natriumsalz der N-Benzyl-M-heptadecylbenzimidazol-disülfon- säure enthält, während 1/2 Stunde bei 60 bis 80o gewaschen. Man erhält eine gelbe Färbung von vorzüglicher Sublimier- und Lichtechtheit.
EMI0013.0001
<U>Beispiel <SEP> 4.</U>
<tb> Man <SEP> vermischt
<tb> 300 <SEP> Teile <SEP> Gummi <SEP> arabicum <SEP> (1:1)
<tb> 300 <SEP> Teile <SEP> Kristallgummi <SEP> (1:2)
<tb> 250 <SEP> Teile <SEP> Wasser
<tb> 40 <SEP> Teile <SEP> Cyclohexan
<tb> 40 <SEP> Teile <SEP> Thiodiglycol
<tb> 50 <SEP> Teile <SEP> einer <SEP> 10%igen <SEP> Lösung <SEP> des <SEP> Natriumsalzes
<tb> der <SEP> m-Nitrobenzolsulfonsäure
<tb> <U>20 <SEP> Teile</U> <SEP> eines <SEP> Gemisches <SEP> aus <SEP> Kaliumoleat <SEP> und <SEP> Pine-Oil
<tb> 1000 <SEP> Teile In 800 Teile dieser Stammverdickung werden mit Hilfe eines' Schnellrührers 200 Teile des gemäss Beispiel 2, Absatz 1 erhaltenen Farbstoffteiges bis zur vollständigen Dispersion eingerührt.
Polyäthylenterephthalatgewebe wird mit dieser Paste gedruckt. Nach dem Drucken wird das Ge webe getrocknet und während 45 Minuten bei 3/4 atü ge dämpft, während 10 Minuten in kaltem Wasser gespült, abge- schleudert und getrocknet. Man erhält eine echte gelbe Färbung. <U>Beispiel 5.</U>
In 400 Teilen Wasser löst man 200 Teile Harnstoff und 20 Teile des Farbstoffes der Formel
EMI0014.0001
durch Aufkochen. Zu dieser Lösung giesst man 100 Teile einer wässerigen Dispersion, enthaltend 30 Teile 1-Phenyl- . mercaptoanthrachinon und 2 Teile des Natriumsalzes der Di- isobutylnaüthalinsulfonsäure, mischt im Schnellrührer während einigen Minuten gut durch,
wobei gleichzeitig 100 Teile einer 20%igen Natriumcarbonatlösung und 400 Teile einer 50%igen Natriumalginatlösung zugegeben werden.
Mit der so erhaltenen Klotzlösung wird bei 50 bis 60 ein Mischgewebe aus 35 Teilen Baumwolle und 65 Teilen Polyäthylenterephthalatfaser foulardiert, dass die impräg nierte Ware 65 bis 70 % ihres Ausgangsgewichtes an Parb- stofflösung zurückhält, getrocknet und anschliessend während einer Minute bei 200 bis 210 o einer Hitzebehandlung unterworfen.
Anschliessend wird während 20 Minuten in einer Lösung, enthaltend 2 g/1 eines ionenfreien Wachmittels und 2 g/1 calz. Natriumcarbonat, bei Kochtemperatur ge waschen, gespült und getrocknet. Man erhält eine reine gelbe Färbung von sehr guten Echtheitseigenschaften. <U>Beispiel 6.</U>
Man geht bei<B>500</B> mit 100 Teilen eines Mischgewebes, das zu 50 Teilen aus Polyäthylenterephthalatfasern und 50 Teilen aus Wolle besteht in ein Bad, das auf 1000 Teile Wasser 5 Teile einer 75%igen wässerigen Emulsion von Salicylsäuremethylester als Beschleuniger, 1 Teil des Natriumsalzes der Diisobutylnaphthalinsulfosäure und 10 Teile 1-Phenylmercaptoanthrachinon enthält. Hierauf bringt man innerhalb einer Stunde zum Kochen, kocht während l 1/2 bis 2 Stunden und spült das gefärbte Material gut mit warmem Wasser. Eine Nachreinigung ist nicht erforderlich.
Man erhält eine kräftige gelbe Färbung des Polyesteranteils, während der Wollanteil nahezu weiss reserviert bleibt. <U>Beispiel 7.</U>
1 Teil 1-Amino-4-phenylmercaptoanthrachinon wird mit 2 Teilen einer 50%igen wässerigen Lösung von Sulfit- celluloseablauge nass vermahlen und getrocknet.
Dieses Farbstoffpräparat wird mit 100 Teilen einer 10%igen wässerigen Lösung eines Kondensationsproduktes aus Octadecylalkohol mit 20 Mol Aethylenoxyd verrührt und durch Verdünnen mit Wasser ein Färbebad von 4000 Teilen ,bereitet.
In dieses Bad geht man kalt mit 100 Teilen eines Polyamidgewebes ein, steigert die Temperatur in einer halben Stunde auf<B>900</B> und färbt eine Stunde bei dieser Temperatur. Man erhält eine kräftige rosa Färbung von guter Licht- und Waschechtheit.