CH115116A - Verfahren zur Herstellung von gefärbten Lacken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gefärbten Lacken.

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CH115116A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     gefärbten    Lacken.    Es ist bekannt, gefärbte Lacke, z. B. zur  Verwendung als Lederdeckfarben, dadurch  herzustellen, dass man Lösungen von     Zellu-          loseestern    mit trockenen oder in geeigneten  organischen Mitteln vorher angeriebenen Pig  mentfarbstoffen versetzt. Diese Lederdeck  farben zeigen indessen Nachteile, indem sie  infolge der verhältnismässig grobkörnigen Be  schaffenheit der zur Verwendung kommenden  Pigmente die Oberfläche der Leder zu sehr  decken, so dass der Narben gänzlich verdeckt  wird. Auch sind sie vielfach nicht zwick  echt, so dass an den Biegestellen der Leder  oberfläche der Grund heller erscheint, und  ausserdem entsteht beim Stossen solcher appre  tierter Leder nur ein mangelhafter Glanz.  



  Es wurde nun gefunden, dass man gefärbte  Lacke erhält, wenn man in Wasser befind  liche Farbstoffe in solche Lösungen von     Zellu-          loseestern    einträgt, die das zusammen mit den  Farbstoffen zugeführte Wasser ohne eine Aus  scheidung der     Zelluloseester    aufzunehmen ver  mögen.         .Ian    kann hierbei sowohl organische, als  auch anorganische     Farbstoffe    oder     Gemisehe     beider verwenden. Beispielsweise kann man  wässerige Lösungen von organischen Farb  stoffen in- die     Zelluloseesterlösungen    eintragen.  Die     Farbstoffe    können auch in Form von  wässerigen Suspensionen, z.

   B. der üblichen  Pasten und dergleichen, in denen sie in feiner  Verteilung vorliegen, zur Anwendung gelangen.  



  Man kann auch die bei solchen Lacken  sonst üblichen Zusätze machen. Auf die an  gegebene Weise kann man Lacke herstellen,  welche als Lederdeckfarben verwendet, eine  hervorragende Deckkraft, ohne die Natur des       Narbens    zu     beeinträchtigen,    und ausserdem  auch eine ausgezeichnete Wasser- und Zwick  echtheit besitzen und sich glätten lassen. Soll  der Aufstrich noch besonders beständig gegen  Wasser und Abreiben ' gemacht werden, so  empfiehlt es sich, einen dünnen     Überzug    von       Zaponlack        aufzuspritzen,    der seinerseits even  tuell auch noch mit entsprechenden Farben  angefärbt werden kann.

             Beispiel:     Man löst 75 Teile Filmabfälle aus Nitro  zellulose in einem Gemisch von 900 Teilen  Aceton, 400 Teilen     Butylacetat,    300 Teilen       Cyelohexanon,    50 Teilen     Cyclohexanolacetat     und 50 Teilen     Butylalkohol        und    trägt in diese  Lösung ein mittelst einer geeigneten Vorrich  tung, zum Beispiel einer     Nassmühle,    herge  stelltes Gemisch aus 15 Teilen     Litholbordeaux          BN    Teig und 3 Teilen     Litholechtorange    R  Teig ein.

   Der so hergestellte gefärbte     Lack     wird in der üblichen Weise durch Aufstreichen  oder Spritzen auf das Leder gebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von gefärbten Lacken, dadurch gekennzeichnet, dass man in Wasser befindliche Farbstoffe in solche Lö sungen von Zelluloseestern einträgt, die das zusammen mit den Farbstoffen zugeführte Wasser ohne Ausscheidung des Zellulose- esters aufzunehmen vermögen. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Farbstoffe in Form von wässerigen Suspensionen ver wendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Farbstoffe teils gelöst, teils in Form von Pasten verwendet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man organische Farbstoffe verwendet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man anorganische Farbstoffe verwendet. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man CTemische von organischen und anorganischen Farbstoffen verwendet.
    PATENTANSPRUCH hI: Gefärbter Lack nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellt und zur Herstel lung von Überzügen geeignet, bestehend aus einer Zelluloseesterldsung, Farbstoff und Was ser, letzteres in der Lacklösung gelöst.
CH115116D 1924-03-01 1925-02-18 Verfahren zur Herstellung von gefärbten Lacken. CH115116A (de)

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