CH115193A - Einrichtung zur Verhinderung des Auslösens der Maschinen-Selbstschalter bei Netzkurzschlüssen in elektrischen Anlagen. - Google Patents
Einrichtung zur Verhinderung des Auslösens der Maschinen-Selbstschalter bei Netzkurzschlüssen in elektrischen Anlagen.Info
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Description
Einrichtung zur Verhinderung des Auslösens der Maschinen-Selbstschalter bei Notzkurz- schlüssen in elektrischen Anlagen. Die bisher bekannten Methoden zur Ver- hinderung des Auslösens der Maschinen Selbstschalter bei Netzkurzschlüssen bestehen in der Anwendung von verschiedenen einge stellten Zeitrelais, indem die Zeit zur Aus lösung der Maschinenschalter länger einge stellt wird, als die Zeit zur Auslösung der Netzschalter.
Dieser Schaltungsweise haftet der Nachteil an, dass die Relais im Minimum für eine verhältnismässig grosse Zeit eingestellt werden müssen, während deren bei starken Kurzschlüssen die Maschinen ernstlich ge fährdet sind.
Nach der Erfindung wird die Anwendung von Zeitrelais vermieden. Das wird dadurch erreicht, dass die Ausschaltspulen der Ma schinenschalter, die mittelbar durch Relais ausgelöst werden, durch eine Kontaktvorrich tung des ansprechenden Netzschalters am Ansprechen verhindert werden, bevor die Auslöseursache bei ihnen selbst wirksam ge worden ist. ' Als Ausführungsbeispiel für die Erfindung ist in Fig. 1 eine mit zwei Gleichrichtern a und drei Speiseleitungen b ausgerüstete Um former-Anlage angenommen.
Bei den Selbst- Schaltern c in den Speiseleitungen b arbeiten. die momentan wirkenden Maximalspulen d unmittelbar auf das Auslösegestänge und schliessen beim Ansprechen gleichzeitig einen Hilfskontakt e. Die Maschinenselbstschalter f dagegen sind mit einer Nullspaiiriungs-Aüs- lösespule g ausgerüstet, die anspricht, wenn im Relais !a Maximalstrom fliesst.
Zu diesem Zweck sind die Maximalrelais h mit Öffnungs kontakten i versehen, welche mit den Schliess kontakten e der Maximalstromspulen d der Netzschalter c parallelgeschaltet sind. Damit nun bei Netzkurzschlüssen trotz gleichzeitigem Ansprechen der Maximalspulen<I>h</I> und<I>d</I> tat sächlich die Schalter c ausschalten, die Schal ter f dagegen nicht, müssen die Kontakte e der Schalter c geschlossen sein, bevor sich die Kontakte<I>i</I> der Schalter<I>f</I> geöffnet haben, was konstruktiv sehr einfach zu erreichen ist.
Beispielsweise kann man es einrichten, dass die Kerne der Spulen d auf dem ersten Drittel ihres zurückgehenden Weges ihre Kontakte e sehlieben und die Kerne der Spulen h. auf dein letzten Drittel ihres Weges ihre Kon- takte -i. öffnen.
Angenommen zum Beispiel, die normale Stromstärke in einer Speiseleitung betrage 500 Amp. und die normale Stromstärke eines Gleichrichters 1000 Amp.; ferner seien alle Relais auf den doppelten Normalstrom ein gestellt. Bei einem Netzkurzschluss, welcher <B>5000</B> Amp. betrage, sprechen somit die bei den-- M,aximalstromspulen = <I>lt.</I> der liaschinen- selbstschalter und diejenige d der betreffenden Speiseleitung gleichzeitig an.
Die Maximal stromspule d des Netzschalters löst durch unmittelbare Wirkung auf sein Auslösege- stä.nge momentan aus. Die Maxiinalstrom- spulen h. der Maschinenschalter f dagegen öffnen nur ihre Kontakte i. Da diese aber vorher durch den Kontakt e des betreffenden Netzschalters überbrückt werden, wird das Ansprechen der Auslösespulen y verhindert; und die Maschinenschalter f Schalten nicht aus.
Besteht dagegen ein Kurzschluss zwischen den Netzschaltern und den ialeichrichtern, so wird der Kontakt i nicht mehr durch den Kontakt e beeinfiusst, und es steht dem Aus lösen der Maschinenschalter f nichts ein Wege. Dasselbe gilt bei einem Kurzschlul3 im-Umformer selbst. Im letzteren Fall könn ten die Maschinenselbstschalter f noch durch ein einmittelbar auf das Auslösegestänge wir kendes Rückstromrelais ergänzt werden, da mit die Verzögerung; welche der mittelbaren Auslösung anhaftet, fortfällt.
Eine derartige Anordnung käme vor allem in Gleichrichter anlagen wegen Rückzündungsgefahr in Frage, wo auf möglichst rasche Abschaltung beson derer Wert gelegt wird.
Anstatt die Relaiskontakte i als Öffnungs kontakte auszubilden, könnet. an dieser Stelle auch Schliesskontakte verwendet werden; in diesem Falle ist an Stelle des I,Tttllspatiiiitiigs- relais y ein gewöhnliches Relais zu verwenden und müssen die Netzschalter-Hilfskontakte e Öffnungskontakte sein und mit einander und mit den Kontakten z in Reihe liegen. Dies ist in Fig. 2 dargestellt.
Bei einem Kurzschluss im Netz spricht der betreffende Speiseleitungsschalter d au und öffnet seinen vorher geschlossen gewe- senen Kontakt e, während unmittelbar nach her die offenen Kontakte i der beiden Maxi malrelais h geschlossen werden.
Da der von der Batterie gespeiste Hilfsstromkreis also vorher durch den Kontakt e des ausgelösten Schalters d geiiffiiet war, bleibt der Strom kreis der Spulen .g stromlos und lässt die llascliineiiseli,iltei, j' geschlossen.
Bei einem Kurzschluss zwischen den Netz schaltern c und den Gleichrichtern a bleiben wiederum die Kontakte e unbeeinflusst, also geschlossen und der Maschinenschalter löst unter dem Einfluss seines zugeordneten 3Iaxi- malrelais h, i aus.
Claims (1)
- P ATEM TAN SPRUCH Einrichtung zur Verhinderung des Aus- It;sens der Maschinen-Selbstschalter bei Netz kurzschlüssen in elektrischen .Anlagen ohne Verwendung von Verzögerungswerken, da durch gekennzeichnet, dass die Ausschalt spulen der lIaschinenschalter, welch letztere mittelbar durch H@@chststromrelais ausgelöst werden, durch eine Kontaktvorrichtung des ansprechenden Netzschalters am Ansprechen verhindert werden, bevor die Auslöseursache bei ihnen selbst wirksam geworden ist.UNTERANSPROGHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansprechen der Höchststromrelais für die Auslösung der Maschinenschalter, bei Netzkurzschlüssen durch Hilfskontakte an dein ansprechenden Netzschalter unwirksam gemacht wird, bevor der Zustand der Relaiskontakte sich g ei iiiidert hat. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet,dass die Relaiskon- a te Offnungskontakte, die überbrücken t<B><U>k</U> D</B> den Netzschalter-Hilfskontakte dagegen Schliesskontakte sind. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Relaiskon takte Schliesskontakte, die überbrückenden Netzschalter-Hilfskontakte dagegen Öff nungskontakte sind. -
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE115193X | 1924-04-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH115193A true CH115193A (de) | 1926-06-01 |
Family
ID=5654146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH115193D CH115193A (de) | 1924-04-28 | 1925-03-13 | Einrichtung zur Verhinderung des Auslösens der Maschinen-Selbstschalter bei Netzkurzschlüssen in elektrischen Anlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH115193A (de) |
-
1925
- 1925-03-13 CH CH115193D patent/CH115193A/de unknown
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