CH115199A - Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes. - Google Patents

Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes.

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CH115199A
CH115199A CH115199DA CH115199A CH 115199 A CH115199 A CH 115199A CH 115199D A CH115199D A CH 115199DA CH 115199 A CH115199 A CH 115199A
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/16Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to fault current to earth, frame or mass

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Description


  Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit     Erdschluss    behafteten Netzteils  eines Hochspannungsnetzes.    Wenn in einem Netzteil eines Hochspan  nungsnetzes ein     Erdschluss    auftritt, dann ist  es nicht ohne weiteres möglich, an den Span  nungen gegen Erde zu erkennen, in welcher  Zweigleitung die Fehlerstelle liegt, weil die  Netzleiter aller Zweigleitungen sofort das  Potential der zugehörigen Netzleiter der vom       Erdsehluss        betroffenen    Zweigleitung annehmen.

    Aus diesem Grunde ist bei durch Löschspulen  geschützten Netzen bereits vorgeschlagen wor  den, die Wattkomponente des an der Fehler  stelle trotz der     Abgleichung    der Löschspule  noch verbleibenden     Erdschlussreststromes    zum  selektiven Erkennen der mit     Erdschluss    be  hafteten Zweigleitung zu benutzen.

   In die  Netzleiter der Zweigleitungen werden zu die  sem Zweck in der Nähe ihres Anschlusses  an die Sammelschienen Wattmeter eingebaut,  deren Stromspule von dem Fehlerstrom des  Netzleiters, deren Spannungsspule aber von  der an der Löschspule herrschenden Spannung       gespeistwird.        Beimfehlerhaften,    symmetrischen  Netz ist diese Spannung relativ klein und  ein Fehlerstrom nicht vorhanden und der  Ausschlag des Wattmeters Null,     iw    Erdschluss-    falle aber ist ein     Fehlerstrom    vorhanden und  die Spannung an der Löschspule steigt bis  zum Wert der vollen     Spannung    der betroffe  nen Netzphase.

   Hierdurch tritt in dem Watt  tneter welches in dem mit     Erdschluss    behafte  ten Netzleiter liegt, ein erheblicher Ausschlag  ein, während die in den Netzleitern gleicher  Phase der andern Zweigleitungen eingebauten  Wattmeter .einen . erheblich geringeren Aus  schlag zeigen. Diese Einrichtungen haben  aber erhebliche     Naehteile.    Schon der Um  stand, dass es sich um Wattmeter handelt,  bedingt die Zuführung vieler Spannungslei  tungen zu den einzelnen Instrumenten, und  da nicht die Hochspannung der Löschspule  direkt verwendet werden kann, ist die Ver  wendung eines oder mehrerer     Spannungs-          transformatoren    erforderlich.

   Hinzu kommt,  dass die sichere Verschiedenheit der Watt  meterausschläge zwischen dem Betrieb bei  gesundem und krankem Netz nicht vorhanden  ist, wenn die Löschspule auch bei gesundem  Netz bereits eine erhebliche Spannung auf  weist, wie es zum     Beispiel    als Folge einer       Netzunsymmetrie    der Fall sein kann.

   Bei      grossen     Kapazitäts-Unsymmetrien    und     geringen     Ableitungsverlusten kann schon im normalen  Betrieb die Spannung an der Spule gleich  oder sogar grösser als die     Phasenspannung     des Netzes und ein Fehlerstrom vorhanden  sein, und daher ist es möglich, dass schon  bei Normalbetrieb des Netzes erhebliche       Wattmeteraussehläge    vorhanden sind, die das  selektive Erkennen einer fehlerhaften Zweig  leitung sehr erschweren, wenn nicht unmög  lich machen.

   Bei diesem Verfahren wurde,  wie bereits erwähnt, die Wattkomponente  des an der Fehlerstelle noch verbleibenden       Erdschluss-Reststromes,    der einen Teil des  kranken Netzleiters durchfliesst, zum selektiven  Erkennen der     betreffenden    Zweigleitung ver  wendet. Nun ist aber eine andere Möglich  keit dadurch     gegeben;    dass man die ebenfalls  im     Erdschluss-Reststrom    verbleibende Ober  wellenkcmponente des     Erdschlussstromes    zu  dem genannten Zweck verwendet.

      Gegenstand der Erfindung ist hiernach  eine Einrichtung zum selektiven Erkennen  eines     rnit        Erdschluss    behafteten Netzteils  eines     Hochspannungsnetzes,    bei welcher in  die Zweigleitungen auf höhere Harmonische  ansprechende Vorrichtungen eingeschaltet sind;  welche im     Erdschlussstrom        enthaltene    Har  monische anzeigen. Hier können beispiels  weise die bekannten     Frequenzmesser    mit       schwingenden    Zungen verwendet werden,  welche das gleichzeitige Vorhandensein mehre  rer Wellen verschiedener Frequenz anzeigen  oder die Abschaltung des kranken Netzteils  herbeiführen.

   Da es aber vor allem auf das  Erkennen der Oberwelle ankommt, ist es  zweckmässig; die     Frequenzmesser    nicht direkt  mit dem Leiterstrom, sondern über Strom  wandler zu speisen, deren     Sekundärspule    mit  der Primärspule lose gekoppelt ist. Hierdurch  wird die Empfindlichkeit der auf die Ober  harmonische ansprechenden Zungen für die  Grundfrequenz verkleinert.  



  Eine noch wirksamere Unterdrückung der  Grundwelle im     Frequenzmesserstromkreis    wird  an späterer Stelle bei Erläuterung der     Fig.    3       angegeben    werden.    Das Auftreten höherer Harmonischer ist  für den Zweck des selektiven Erkennens durch  aus erwünscht und man kann es sogar dadurch  unterstützen, dass man Löscheinrichtungen  mit Eisensättigung ausführt. Die Lösch  einrichtungen können     Nullpunktsdrosselspulen,          Polerdungsspulen,    Löschtransformatoren, kurz  alle zur induktiven Erdung die     -enden    Trans  formatoren und Drosselspulen sein. Auch die  zur Herstellung eines künstlichen Netznull  punktes, z.

   B. für den Anschluss einer     Lösch-          spule    dienenden     Einrichtungen    werden eisen  gesättigt dazu beitragen,     class    besonders die  dritte Oberharmonische im     Erdschlussstrorn    ver  stärkt wird. Erforderlichen Falles kann der An  zeigevorrichtung auch die Eigenschaft eines  Schutzrelais z. B. dadurch gegeben werden,  dass sie im     Erdschlussfalle    direkt oder indirekt  (über andere Relais) Schalter zur Auslösung  bringt, welche die kranke Zweigleitung ab  schalten oder Signaleinrichtungen zur Fern  meldung betätigen.  



  Die     Erfindung    sei an Hand der Ausfüh  rungsbeispiele der     Fig.    1, 2 und 3 näher er  läutert.  



  In     Fig.    1 bedeutet G einen die Sammel  schienen     N    speisenden     Dreiphasengenerator,     dessen     Nullpunkt    0 über die Löschspule L  geerdet ist. I und     1I    sind Zweigleitungen,  deren Phasen mit R,     S    und T bezeichnet  sind. In die von den Sammelschienen ab  gehenden Zweigleiter sind     Frequenzmesser          17'R,1,        17',9r>        17r,,        1'a,rc,        Fsr1,        .FT",    eingebaut,  welche das Auftreten höherer     Harmoniseher     anzeigen.

   Dieses Schaltbild ist nun durch  die den Teilkapazitäten gegen Erde ent  sprechenden Kondensatoren C und die den  Ableitungswiderständen     (bezw.    totalen Ver  lustwiderständen) entsprechenden Widerstände  A ergänzt. Es ist angenommen, dass die  Phase     TI    der     Zweigleitung    I     Erdschluss    hat  was durch     einen    Blitzpfeil angedeutet ist.  Es besteht somit eine leitende Verbindung  im Punkte     Q        zwischen    Leiter     TI    und Erde     E     und es fragt sich, welcher Art der den Lei  ter     Lt    durchfliessende Reststrom ist.

   Unter  der Voraussetzung, dass die Löschspule L  nahezu auf Resonanz mit den Teilkapazitäten      des Netzes (in bezug auf die Grundwelle)  abgestimmt ist, fliessen von jedem der gesun  den Netzleiter drei Ströme zur Erde, nämlich  ein Verluststrom     J"     ein     Oberwellenstrom    Ja und  ein Kapazitätsstrom Ja der     Grundfrequenz.     Die Summe aller     Kapazitätsströme        (d'        J.)     durchfliesst nicht die Fehlerstelle, sondern  tritt in die Löschspule L ein.

   Die     Summen     aller Verlust- und     Oberwellenströme    dagegen,  also     s.'        J,    und     s'    Ja, treten in den Leiter     T"     ein und fliessen über diesen zur Sammelschiene  und zum Generator. Während hiernach also  der Leiter TI     Ströme    von     Oberwellenfrequenz     führt, ist dies bei dein in der Zweigleitung     II     befindlichen gleichphasigen Netzleiter     TI,    nicht  der Fall.

   Während der     Frequenzmesser        FTi     das Vorhandensein dieser.     Stromoberwelle    an  zeigt, ist am     Frequenzmesser        FT"    kein Aus  schlag wahrzunehmen.  



  Fasst man nun gemäss     Fig.    2 die     gleich-          phasigen        Frequenzmesser    zu Gruppen     zusäin-          men        darin    ergibt sich     rin        Erdschlussfalle    fol  gendes Bild: Von den     Frequenzmessern    der  im     Erdschluss    befindlichen Phase T     sehlägt     das im kranken Leiter I liegende     Instrument     stark aus, während das im Leiter     II    liegende  Instrument keinen Ausschlag zeigt.

   Die     Fre-          quenzmesser    der andern Gruppen     zeigen.ge-          ringe    und nahezu gleiche Ausschläge. Aus  dem Verhalten der     Frequerrzmesser    ist also  deutlich und eindeutig zu erkennen; welche  Phase und welche Zweigleitung     Erdschluss     hat. In     Fig.    3 ist eitle Schaltung zum An  schluss des Anzeigeinstrumentes veranschau  licht, durch welche die     Einwirkung    der Grund  welle auf das Instrument ausgeschaltet wer  den kann.

   In dieser Figur stellt T einen  mit dem Leiter D in Reihe geschalteten  Stromwandler mit der Primärwicklung P und  der     Sekundärwicklung        Q    dar. Der Sekundär  strom durchfliesst eine Brücke B, welche aus  den vier Teilen     Li,        U71,        L2,        W2,    gebildet ist.

    Die Selbstinduktion     Li    und     L2,    wie auch die  Widerstände     Wi    und     W2    sind unter sich  gleich und so bemessen, dass bei Stromdurch  gang durch die Brücke, der Spannungsvektor  der Grundfrequenz der Diagonale     M        N    phasen-    senkrecht auf dem     Spantrungsvoktor    der Dia  gonale<I>U</I>     Y    steht.

   Schliesst     mal)    nun     d;e     eine Spule eines anzeigenden Zweigspulen  Instrumentes Z an die Punkte U V, die an  dere an die Punkte     .M   <I>N</I> der Brücke an, dann  zeigt das Instrument keinen Ausschlag, wenn  Ströme der Grundfrequenz durch die Brücke  fliessen.

   Für jede Oberwelle aber steht der  Spannungsvektor zwischen     MN    nicht mehr  senkrecht auf dem Spannungsvektor zwischen  U V, weil die     Induktivitäten        co        Li    und     o,)        L2     sich mit     a    geändert haben, während die  Widerstände     Wi    und<B>1172</B> -ihren Wert behal  ten. Treten also im Leiterstrom Oberwellen  auf, so werden diese von dem Anzeigeinstru  ment gemessen. Die Wirksamkeit der Ein  richtungen nach     Fig.    2 und     Fig.    3 ist, wie  ohne weiteres zu erkennen ist, unabhängig  davon, ob eine Löschspule vorhanden ist  oder nicht.  



  Eine andere     Ausführungsmöglichkeit    ist  folgende:     Klan    schliesst die Klemmen der  Sekundärwicklung des Stromwandlers über  eitle auf Resonanz mit der Grundfrequenz  abgestimmte Reihe von Selbstinduktion und  Kapazität kurz. Wird an die gleichen Klem  men dann- ein Voltmeter angeschlossen, so  zeigt es nur Spannungen der Oberwellen  frequenz an. Auch in dieser Weise lässt sich  die Grundwelle von dein Anzeigeinstrument  fernhalten.  



  Die beschriebene Anzeigevorrichtung kann  auch dazu     verwendet    werden, von einer langen,  einseitig gespeisten Zweigleitung dasjenige  Teilstück zu erkennen, in welchem der     Erd-          schluss    liegt. Wenn man nämlich auch in  voneinander entfernte Punkte der Zweigleitung  einige die Oberwellen anzeigende Instrumente  einbaut, dann zeigen nur diejenigen Instru  mente einen     Oberwellenstrom    an, welche in  den Teilen der Zweigleitung liegen, welche  sich zwischen Sammelschienen der Zentrale  und der Fehlerstelle befinden; darüber hinaus  schlagen die Instrumente nicht aus, weil der       Erdschlussstrom    diese Leiterteile nicht durch  fliesst.

   Werden die so verteilten Instrumente  als Relais zum Abschalten der Leitung be  nutzt, dann ist es     zweckmässig,    sie mit Zeit-           einstellung    derart wirken zu lassen, dass die  Schaltzeiten umso kürzer sind, je weiter das  Instrument von den     Sammelschienen    der  Zentrale entfernt liegt. Die selektiven Eigen  schaften der Anzeigevorrichtung lassen, sich  auch bei kompliziertem Leitungsverlauf ver  werten, nur muss dem einzelnen Falle die  Anordnung der     Instrumente    sinngemäss an  gepasst werden.  



  Der Vorteil des selektiven Erkennens liegt  in der Möglichkeit, die Fehlerstelle rasch  aufzusuchen und den Fehler in kürzester Zeit  beseitigen zu können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum selektiven Erkennen eines ' mit Erdschluij behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes, dadurch gekenn zeichnet, dass in die Zweigleitungen auf höhere Harmonische ansprechende Vorrichtungen ein geschaltet sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die Zweigleitungen des Netzes Instrumente eingeschaltet sind, welche das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Wellen verschiedener Frequenz anzeigen.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf höhere Har monische ansprechenden Vorrichtungen in die Netzleitungen indirekt über Strom-. Wandler mit loser Kopplung eingeschaltet sind, um den Einfluss der Grundwelle zu verringern. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das die Oberwellen eines Netzleiters anzeigende Instrument ein Zweispulen-Instrument ist, dessen Spu len je an eine Diagonale einer aus Selbst- induktion und Widerständen gebildeten Wheatstonschen Brücke angeschlossen sind,
    welche in Reihe zum Netzleiter liegt und bei welcher die Selbstinduktion und die Widerstände so angeordnet und be messen sind, dass im Spannungsdiagramm für die Grundfrequenz die den Diagonalen der Brücke entsprechenden Spannungs vektoren aufeinander senkrecht stellen. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als anzeigendes In strument ein Einspulen-Instrument dient, welches all die Sekundärwicklung .eines in Reihe zum Netzleiter liegenden Strom wandlers angeschlossen ist, wobei parallel zum Instrument eine aus Selbstinduktion und Kapazität bestehende, auf Resonanz mit der Grundfrequenz abgestimmte Reihe geschaltet ist.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieAnzeigevorrichtung gleichzeitig als Schutzeinrichtung dient und und zu diesem Zweck als Relais ausge bildet ist, welches im Erdschlussfalle die zugehörige Leitung abschalten bezw. eine Signalvorrichtung betätigen kann. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass all mehreren räumlich voneinander entfernten Stellen eines Lei tungsstranges auf harmonische Ströme all sprechende Vorrichtungen eingeschaltet sind, welche als Relais mit Zeiteinstellung zum Abschalten des kranken Teils der Leitung eingerichtet sein können, wobei die Zeiteiristellui@g der einzelnes Relais eine solche ist, dass die Auslösezeit mit der Entfernung von der Zentrale abnimmt.
CH115199D 1926-12-07 1925-06-13 Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes. CH115199A (de)

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