CH115295A - Verfahren zur Herstellung von Oberkleidern und Decken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oberkleidern und Decken.

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CH115295A
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      Verfahren    zur     Herstellung    von Oberkleidern und Decken.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von Oberkleidern und Decken.  Das Neue besteht in der Verarbeitung eines  wollenen oder halbwollenen     Gewebes    in der  Weise, dass die     Kett-    und     Schussfäden    diago  nal zu den Längs- und     Querkanten    des her  bestellten Gegenstandes verlaufen.  



  Die Verarbeitung eines wollenen oder halb  wollenen Stoffes, namentlich eines gewalk  tem, in der Weise, dass dessen     Kett-    und       Schussfäden    diagonal zu den Kanten     veilau-          fen,    bietet bei der Herstellung von Oberklei  dern und     Decken    die     nächstehenden    wesent  lichen Vorzüge:

    Da ein Stoff diagonal zu den Faden  systemen auch nach erfolgtem Walken etwas  elastischer ist als in der Richtung der     Kett-          oder        Schussfäden,    hat ein gemäss der Erfin  dung     gefertigter        Anzug    einen besseren Sitz,  der den     verwendeten    Stoff selbst als einen  solchen von besserer Appretur und Qualität       er4cheinen    lässt.

   Die hergestellten Gegen  stände. erhalten durch den diagonalen Ver  lauf der Fadensysteme eine grössere     Reiss-          ]@raft        in,    der Längs- und     Querrichtung,    da    nunmehr beide Fadensysteme in der     Längs-          und    Querrichtung erfolgende Beanspruchun  gen aufnehmen,

   wogegen bei     in    der     Längs-          und        Querrichtung    des Gegenstandes verlau  fenden Fadensystemen entweder     nur-    die       Kett-    oder nur die     Schussfäden    bei in der  L     ängs-    oder Querrichtung erfolgenden     Be-          auspruchungen    Widerstand leisten. Die grö  ssere Widerstandskraft in den der Beanspru  chung am meisten unterworfenen Richtungen  ermöglicht es, leichtere und daher     billigere          Gewebe    zu verwenden.

   Kleider und     Deckei:     können mit offener Kante verarbeitet wer  den, sobald der Stoff genügend gewalkt wor  den ist. Ein Ausfasern der offenen Ränder  tritt bei allen in     Längs-    oder Querrichtung  des Gegenstandes verlaufenden Schnittkan  ten     nicht    leicht ein, da alle Fäden in spitzen  Winkeln zu den Rändern auslaufen.

   Bisher  war ein Verarbeiten mit offener Kante nur  bei sehr teuren Stoffen (feinen Uniformstof  fen) möglich, wogegen beim. diagonalen Ver  lauf der Faden und genügendem Walken  auch aus     billigeren    Rohstoffen hergestellte       Stoffe    mit offener Kante verarbeitet werden           können.    Werden aber die     Kleider    mit     um-e-          chlagenen    Kanten     verarbeitet,    so sind diese  Kanten bei     diagonalem    Verlauf der Faden  systeme bedeutend     widerstandsfähiger    als bei       -ewöhnlichen    Kleidern,

   da sich     d@e    Fäden  beider Fadensysteme an den     Kanten    selbst       tvieder    kreuzen und     gemeinsam    Widerstand  leiden. An     gebügelten    Beinkleidern hält sich  die Bügelfalte bei diagonalem Verlauf der       Fadensysteme    bedeutend länger als beim ge  wöhnlichen Verlauf der Fadensysteme, da bei  dem diagonalen Verlauf beide Fadensysteme  sich in der Faltlinie kreuzen und vereint     Wi-          clerstand        gegen    das     Grlätten    der Falte leisten,

         wogegen    sonst nur die schwächeren     Schuss-          feiden    Halt bieten.  



  Eine zur Herstellung von     Oberkleidern          und    Decken nach     vorliegender        Erfindung    ge  c     ignete    Gewebebahn kann zum Beispiel da  durch erhalten werden, dass der Stoff in     ge-          wö        hnlicher    Weise in Form eines Schlauches       (.ewebt    und dieser Schlauch dann nach einer       Schraubenlinie        aufgeschnitten    wird.     Die    so  erhaltene Gewebebahn hat zugleich den Vor  teil.

   dass wegen des     diagonalen    Verlaufes der       Fadensysteme    eine an ihr vorgenommene  Appretur     (@@ralhen    usw.)     bessere    Resultate       ergibt:

      als die Appretur eines     gewöhnlichen     Gewebes, da.     bei    einem diagonalen     Verlaufe     beide Fadensysteme durch die     Appretier-          werkzeuhe    in     gleicher        kreise        beeinflusst    wer  flc-n,     wogegen    sonst slic     @eeinflu@sunn    der       het-tfäden    eine ganz andere ist als die der    senkrecht zu ihnen     verlaufenden        S,

  chussfädeii.     Das erwähnte Verfahren der     Herstellung     einer Stoffbahn     durch        schraubenlinienförmi-          ges    Aufschneiden eines     Schlanchbewebes    ist  namentlich von Vorteil bei der Herstellung  von Decken.  



  In der Zeichnung, ist die oben     erwähnte          Herstellungsart    einer für die     Herstellung        von     Oberkleidern     und        Decken    gemäss der     Erfin-          clung        geeigneten        (Z'ewebebalin        beispielsweise          veranschaulicht.     



  Der Stoff wird in     bekannter    Weise als  ein Schlauch     a    (in     Fig.    I flach     gelegt    dar  gestellt)     gewebt.    Dieser Schlauch wird dann  nach der schraubenförmigen Linie b     aufge-          sc@nitten,

      wodurch die in     Fig.    ?     -ezeichnete          Stoffbahn        c        entstellt.    Aus dieser     Darstellun-          ist-erkennbar.    dass die Fett- und     Sehussfäden     bei     rechtwinkliger        Verkreuzun-    diagonal zur  Kante verlaufen. Das     Walken    kann vor oder  nach dem Aufschneiden des Schlauches er  folgen.

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPR UCI3: Verfahren zur Herstellung von Oberklei- dern und Decken, #rel;
    ennzeicliiiet durch die Verarbeitung eines, wollenen oder halbwol lenen Gewebes in der Weise, dass die. Kett- und Schussfäden diagonal zu den Läugs- und Querkanten des hergestellten Gegen,tai1des verlaufen.
CH115295D 1924-05-20 1925-05-09 Verfahren zur Herstellung von Oberkleidern und Decken. CH115295A (de)

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