Kesselaggregat bei -ortsbeweglichen Zweidruckdampfkraftanlagen. Bei Lokomotivkesseln, die aus zwei mit verschiedenen Drücken betriebenen Kesseln bestehen, von denen der Hochdruckkessel als Feuerbüchse und - der NTiederdruckkessel als Rauchrohr-Lä,ngskessel ausgebildet ist, steht für die Anordnung der Feuerbüchse infolge des beengten Eisenbahnprofils nur sehr wenig Raum zur Verfügung. Die Hochdruck kessel nach den bisherigen Vorschlägen er halten daher nur einen sehr kleinen Wasser inhalt, was bei der grossen Verdampfungs- leistung bei angestrengtem Betriebe leicht ein Mitreissen des Wassers zur Folge hat.
Diese Schwierigkeiten werden durch vor liegende Erfindung behoben, indem gemäss derselben der Wasser- bezw. Dampfbehälter der Feuerbüchse in seiner Längsrichtung über den Feuerraum der Feuerbüchse hinausragt. Diese Anordnung besitzt unter anderem den Vorteil, dass sich der Hochdruckkessel und NTiederdrucklangkessel leicht miteinander ver binden lassen, so dass der aus zwei getrenn ten Kesseln bestehende Lokomotivdampf- erzeuger dem ganzen Charakter nach dem ur- sprünglichen Stephensonschen Kessel ent spricht, der das Rückgrat der ganzen Loko motive bildet.
Bei der Anordnung gemäss der Erfindung ist es vorteilhaft, den Betriebs dampf aus der Verlängerung des Wasser- bezw. Dampfbehälters des Hochdruckkessels zu entnehmen.
Bei Lokomotiven mit grossen Leistungen und mit hoher Fahrgeschwindigkeit, bei wel chen der Langkessel sehr hoch liegt, steht gewöhnlich nicht genügend Raum zur Ver fügung, um den Wasser- bezw. Dampfbehäl ter der Feuerhüchse über den Langkessel zu leben. In einem solchen Falle kann der Lang kessel ausgespart und der verlängerte Was ser- bezw. Dampfbehälter der Feuerbüchse in dieser Aussparung untergebracht 'werden. Dadurch erreicht man, dass der Durchmesser des Behälters der Feuerbüchse auf dessen ganzer Länge gleich gross durchgeführt wer den kann; womit eine Vergrösserung des Was serraumes eintritt.
Zur Verhütung des Was sermitreissens kann man zweckmässig diesen überragenden Teil des Behälters der Feuer:
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I,üch#e <SEP> zur <SEP> @n@scheiclun@.;- <SEP> des <SEP> <B>w</B>a.sers <SEP> an:
<tb> dem <SEP> Dampf <SEP> benutzen, <SEP> ,indem <SEP> man <SEP> Siebe,
<tb> Fangbleche <SEP> oder <SEP> dergleichen <SEP> Teile <SEP> anordnet.
<tb>
Aus <SEP> Gewiehtsersparnisgründen <SEP> kann <SEP> inan
<tb> zum <SEP> Beispiel <SEP> die <SEP> Wandung <SEP> des <SEP> Hoehdruclz kessels <SEP> gleich <SEP> als <SEP> Wandung <SEP> für <SEP> die <SEP> aus <SEP> ; <SEP> - sparten <SEP> Teile <SEP> des <SEP> Niederdruckküssels <SEP> ver wenden. <SEP> Da <SEP> hier <SEP> eine <SEP> gewisse <SEP> Wärmeabfuhr
<tb> vom <SEP> 1-1ochdrucl@liesscl <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Niederdrucl;
hc-s <SEP> cl <SEP> erfolgt <SEP> und <SEP> aus <SEP> dein <SEP> -Wasser <SEP> < in <SEP> dieser
<tb> Stelle <SEP> daher <SEP> kein <SEP> Dampf <SEP> erzeubt <SEP> wird, <SEP> son rl,@rn <SEP> vielmehr <SEP> eine <SEP> geringe- <SEP> Abkühlun- <SEP> des
<tb> Kesselwassers <SEP> erfolgt, <SEP> so <SEP> ist <SEP> man <SEP> sicher, <SEP> dass
<tb> ,in <SEP> der <SEP> Entnahmestelle <SEP> das <SEP> Wa=ser <SEP> nicht:
<tb> mehr <SEP> aufkocht <SEP> und <SEP> ein <SEP> solcher <SEP> Kessel <SEP> trok kenen <SEP> Dampf <SEP> liefert. <SEP> Besonders <SEP> wichtig <SEP> ist
<tb> diese <SEP> Anordnung <SEP> bei <SEP> Feuerbiielislzesseln, <SEP> (1i:,
<tb> mittelbar <SEP> durch <SEP> ein <SEP> @@'ä@meübe@t@agung:
smit lc#1 <SEP> beheizt <SEP> -werden. <SEP> Zweckmässig <SEP> bringt <SEP> man
<tb> bei <SEP> diesen <SEP> die <SEP> Heizkörper <SEP> in <SEP> dem <SEP> mittleren
<tb> Teil <SEP> des <SEP> Behälters <SEP> an <SEP> und <SEP> hisst <SEP> a <SEP> n <SEP> den <SEP> Enden
<tb> dt-r <SEP> Behälter <SEP> freien <SEP> Raum. <SEP> Dadurch <SEP> kann
<tb> sich <SEP> dann <SEP> ein <SEP> Wasserumlauf <SEP> von <SEP> der <SEP> Mitte
<tb> nach <SEP> den <SEP> Enden <SEP> einstellen, <SEP> was <SEP> das <SEP> Ausschei den <SEP> der <SEP> Dampfblasen <SEP> und <SEP> die <SEP> Entnalinie
<tb> trockenen <SEP> Dampfes <SEP> erleichtert.
<tb>
Die <SEP> Anordnung <SEP> kann <SEP> so <SEP> getroffen <SEP> sein,
<tb> dass <SEP> ein <SEP> oder <SEP> zwei <SEP> Behälter <SEP> verwendet <SEP> wer den, <SEP> die <SEP> sieh <SEP> auf <SEP> den <SEP> Niederdruckkessel <SEP> oder
<tb> in <SEP> die <SEP> Aussparungen <SEP> desselben <SEP> legen.
<tb>
In <SEP> beiliegender <SEP> Zeichnung <SEP> sind <SEP> einige
<tb> .Ausführungsbeispiele <SEP> dargestellt. <SEP> Fig. <SEP> 1
<tb> zeigt: <SEP> eine <SEP> Ausführungsform <SEP> im <SEP> Längsschnitt;
<tb> Fig. <SEP> ? <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Schnitt <SEP> nach <SEP> Linie <SEP> ,\?-\? <SEP> der
<tb> Fig. <SEP> 1; <SEP> eine <SEP> zweite <SEP> Ausführungsform <SEP> zeigt
<tb> Fig. <SEP> 3 <SEP> im <SEP> Längsschnitt; <SEP> zwei <SEP> weitere <SEP> Aus führungsformen <SEP> sind <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> s <SEP> bis <SEP> 6 <SEP> darge stellt: <SEP> Fig. <SEP> -t <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Längsschnitt, <SEP> Fig. <SEP> 5 <SEP> ein
<tb> Schnitt <SEP> nach <SEP> Linie <SEP> 5-5 <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> -1, <SEP> und
<tb> Fig. <SEP> 6 <SEP> ein <SEP> gleicher <SEP> Schnitt <SEP> in <SEP> anderer <SEP> Aus führung; <SEP> Fig. <SEP> 7 <SEP> zeigt;
<SEP> im <SEP> Querschnitt <SEP> eine
<tb> .Iusfiilirungsforni <SEP> für <SEP> die <SEP> Verbindung <SEP> des
<tb> H'ochclrnekkessels <SEP> mit <SEP> dem <SEP> NiederdruA: l;es#@el.
<tb>
Die <SEP> Feuerbüchse <SEP> der <SEP> Lokomotive <SEP> wird
<tb> durch <SEP> Wasserrohre <SEP> n. <SEP> gebildet, <SEP> welche <SEP> von
<tb> untern <SEP> 'Wasserhaminern <SEP> b <SEP> naeli <SEP> oben <SEP> aufstei gen <SEP> und <SEP> dort <SEP> in <SEP> die <SEP> Dampf-Wacserlieliälter <SEP> c
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einmünden. <SEP> Dcr <SEP> Langrolirkessel <SEP> ist <SEP> finit <SEP> cd
<tb> bezeichnet. <SEP> Wie <SEP> bereite <SEP> gesagt, <SEP> kann <SEP> bei <SEP> der
<tb> als <SEP> Hochdrttekliessel <SEP> wirkenden <SEP> Wasscrrohr Feuerbüclise <SEP> ein <SEP> (@inzigor <SEP> oberer <SEP> Dampiwas serbehälter, <SEP> oder <SEP> es <SEP> können <SEP> auch <SEP> mehrere
<tb> vorge#ehen <SEP> sein.
<tb>
Bei <SEP> dein <SEP> @usfülirung;sbeis@tiel <SEP> nach <SEP> Fi-. <SEP> I
<tb> und <SEP> ,\'2 <SEP> ist <SEP> das <SEP> üb(-i- <SEP> den <SEP> Feuerraaini <SEP> der <SEP> Feuer büchse <SEP> in <SEP> derän@@srichtnng <SEP> des <SEP> Langkessels
<tb> vorragende <SEP> Stiicli <SEP> des <SEP> Behälters <SEP> c <SEP> im <SEP> Quer schnitt <SEP> verrinuert.
<tb>
Bei <SEP> den <SEP> .@usführttit@@at@ispielen <SEP> stach <SEP> Fig-.
<tb> 3 <SEP> bis <SEP> 7 <SEP> besitzen <SEP> die <SEP> Behälter <SEP> c <SEP> auf <SEP> ihrer <SEP> gan zen <SEP> Länge <SEP> den <SEP> ",lt,iclien <SEP> Durcliinesser. <SEP> Falls
<tb> nun <SEP> der <SEP> Langkessel, <SEP> wie <SEP> es <SEP> bei <SEP> Lokomotiven
<tb> für <SEP> Marke <SEP> L <SEP> cisi.ungen <SEP> und <SEP> hohe <SEP> Fahr gesclt-%vindigi:citen <SEP> di.r <SEP> Fall <SEP> ist, <SEP> sc-lir <SEP> hoch
<tb> liegt:
, <SEP> so <SEP> würde <SEP> dt,r <SEP> Philz <SEP> zur <SEP> L'nterhringuti@"
<tb> des <SEP> vorstehenden <SEP> Teils <SEP> der <SEP> Behälter <SEP> c <SEP> nicht
<tb> ausreichen. <SEP> Man <SEP> müsste <SEP> sonst <SEP> den <SEP> Beltä.ltern
<tb> einen <SEP> geringeren <SEP> Durchmesser <SEP> geben. <SEP> Uni
<tb> dieses <SEP> zu <SEP> vermeiden, <SEP> ist <SEP> der <SEP> Lannkessel <SEP> d <SEP> an
<tb> seinem <SEP> hintern <SEP> Ende <SEP> auf <SEP> einen <SEP> geringeren
<tb> Querschnitt <SEP> als <SEP> auf <SEP> dem <SEP> übrigen <SEP> Teil <SEP> cinge zogen. <SEP> Dadurch <SEP> ent.1clit <SEP> eine <SEP> Ein_enkun@,
<tb> oder <SEP> Aussparung <SEP> ein <SEP> diesem <SEP> Ende <SEP> des <SEP> Lang kessels, <SEP> in <SEP> welche <SEP> sich <SEP> die <SEP> obern <SEP> Behälter <SEP> ein legen <SEP> können, <SEP> wie <SEP> es <SEP> sich <SEP> aus <SEP> Fig.
<SEP> 3 <SEP> bis <SEP> 7
<tb> ergibt.
<tb>
Bei <SEP> der <SEP> Ausführungsform <SEP> nach <SEP> Fier. <SEP> 1 <SEP> isi
<tb> die <SEP> Anordnun- <SEP> so <SEP> "",etroffen, <SEP> class <SEP> die <SEP> Wand
<tb> des <SEP> überstehenden <SEP> Endes <SEP> des <SEP> Behälters <SEP> c <SEP> dem
<tb> lloclidruclzkcssel <SEP> und <SEP> dein <SEP> Langkessel <SEP> <I>cl</I> <SEP> <U>_-e-</U>
<tb> ineinsam <SEP> ist. <SEP> Auf <SEP> die <SEP> Vorteile <SEP> dieser <SEP> Anord nung <SEP> ist <SEP> bereit: <SEP> eingangs <SEP> hinbewiesen <SEP> wor den.
<tb>
Die <SEP> Ausfübrungsforinen <SEP> der <SEP> Quersclinittc
<tb> in <SEP> Fig. <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 6 <SEP> unterscheiden <SEP> sich <SEP> nur <SEP> da durch, <SEP> dass <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 5 <SEP> ein <SEP> Behälter <SEP> und <SEP> in
<tb> Fig. <SEP> G <SEP> zwei <SEP> Beliiilter <SEP> c <SEP> am <SEP> Hochdruckkessel
<tb> vorgesehen <SEP> sind. <SEP> Bei <SEP> den <SEP> Ausführungs beispielen <SEP> nach <SEP> Fit;
. <SEP> 3 <SEP> bis <SEP> 7 <SEP> sind <SEP> die <SEP> Behäl ter <SEP> c <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Langkessel <SEP> starr <SEP> verbunden,
<tb> und <SEP> zwar <SEP> an <SEP> den <SEP> einander <SEP> übergreifenden
<tb> Enden. <SEP> Dies <SEP> kann <SEP> auf <SEP> verschiedene, <SEP> -Weise
<tb> geschehen. <SEP> In <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> ist <SEP> angenommen, <SEP> dass
<tb> um <SEP> den <SEP> Behälter <SEP> c <SEP> Ringe <SEP> oder <SEP> Bänder <SEP> c <SEP> ge legt <SEP> sind, <SEP> welche <SEP> in <SEP> irgend <SEP> einer <SEP> Weise <SEP> a<B>all</B> dem Langkessel d befestigt werden.
In Fig. F erfolgt die starre Verbindung der ange gebenen Teile dadurch, dass an dem Behälter c Tragschuhe f angebracht sind, welche mit' dem Langkessel d durch Verschraubung oder in anderer Weise verbunden sind.
Wie bereits eingangs erwähnt, ist es zweckmässig, den Raum des vordern über stehenden Endes des Behälters c des Hoch druckkessels als Dampfentnahmeraum zu be nutzen. Es empfiehlt sich dabei, in diesem Raum Vorrichtungen zur Abscheiclung des Wassers aus dem Dampf vorzusehen.
Es mag noch erwähnt werden, dass in Fig. 3 eine Dampferzeugung in der Wasser rohr-Feuerbüchse durch mittelbare Behei- zung des Wasserinhaltes des Behälters mit- telst eines einen geschlossenen Kreislauf voll führenden IATärmeträgers vorgesehen ist. Die hierzu erforderlichen Heizkörper sind mit bezeichnet. Die Anordnung dieser Heiz körper im Behälter c ist derart, dass sie in -der Mitte dieses Behälters liegen, wodurch ein Wasserumlauf von der Mitte nach den beiderseitigen Enden des Behälters entsteht.