CH115432A - Einrichtung zur trägheitsfreien Lichtsteuerung. - Google Patents

Einrichtung zur trägheitsfreien Lichtsteuerung.

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CH115432A
CH115432A CH115432DA CH115432A CH 115432 A CH115432 A CH 115432A CH 115432D A CH115432D A CH 115432DA CH 115432 A CH115432 A CH 115432A
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  Einrichtung zur     trä        bheitsfreien    Lichtsteuerung.    Gegenstand der Erfindung ist eine Ein  richtung zur     trägheitsfreien    Lichtsteuerung  durch elektrische Spannungsschwankungen  für optische Darstellung oder photographische  Aufzeichnung periodischer Vorgänge bis zu  den höchsten Frequenzen, z. B. in der Bild  telegraphie, beim Fernseher, für Schall- und  Sprechfilme, Lichttelegraphie und     -telephönie     über kleinere oder grössere Abstände und  dergleichen Zwecke mehr.

   Während die bisher  für solche Anwendungen in der Technik  benutzten     Lichtsteuermethoden    in bezug auf       ihre        Ausnutzbarkeit    oder Wirksamkeit teils  durch die Trägheit, d.     h.Verzerrung,    bei höheren  Frequenzen, teils durch die geringe Licht  intensität, teils durch andere Mängel, wie  geringen Gesamteffekt der Steuerung, grossen  Energieverbrauch hierfür, Unmöglichkeit  scharfer Abbildung der Lichtquelle (bei     Glimm-          licht)    beschränkt waren, gibt die Erfindung  das Mittel zur quantitativen,

   bildgetreuen  Aussteuerung praktisch fast beliebiger Licht  mengen mit zu     vernachlässigenden    Energie  beträgen bis zu Frequenzen von über zehn    Millionen Hertz hinauf. Sie gestattet nötigen  falls auch eine scharfe Abbildung der Licht  quelle auf die Aufnahmefläche.  



  Die Lichtsteuerung erfolgt bei der vor  liegenden Einrichtung mit Hilfe der     $errschen     Zelle, das heisst     unterAusnutzung    des bekannten  Phänomens der elektrischen Doppelbrechung,  wie man die Zerlegung polarisierten Lichtes  in zwei Komponenten verschiedener Fort  pflanzungsgeschwindigkeit in starken elek  trischen Feldern zu- nennen pflegt.  



  Erfindungsgemäss werden die schwachen,  zur Übertragung der Bilder oder Nachrichten  dienenden Ströme, das heisst die zur Licht  steuerung zu benutzenden Steuerströme, zu  nächst mit Hilfe von praktisch     trägheitsloa     arbeitenden     Verstärkereinrichtungen    (Elek  tronenröhren) in ihrer Spannung verstärkt,  und dann die verstärkten Spannungsschwan  kungen der     Kerr-Zelle    zugeführt.

   Diese für  den Durchtritt des zu steuernden Lichtes  bestimmte     Kerr-Zelle,    welche eine als Konden  sator wirkende Elektronenanordnung enthält,  ist mit elektrisch doppelbrechenden Medien,      zumeist Flüssigkeiten,     Emulsionen,        Kolloiden     von so geringen     Isolations-    und sonstigen       dielektrischen    Verlusten versehen, dass die  Steuerung bis zu den grössten praktisch in  Betracht kommenden Lichtstärken wattlos  oder nahezu wattlos erfolgt.

   Infolge der  hohen     Isolierfestigkeit    des benutzten     Mediums     können die Platten der Zelle,     zwischen    denen  das Licht zweckmässig als paralleles Strahlen  bündel     hindurchtritt,    einander sehr nahe ge  bracht und dadurch die     erforderlichen    hohen       Feldstärken    schon durch     Spannungen    einer       ('rrössenordnung    gewonnen werden, wie sie  die heute vorhandenen     Verstärkerapparaturen     ohne nennenswerte Verluste     anzuwenden     gestatten.  



  Vor dem Eintritt in die     Kerr-Zelle    wird  das Licht durch eine geeignete Vorrichtung,  z. B. ein     Nieolsches    Prisma, polarisiert. nach  dem Durchgang passiert es den     Analysator.     Das an die Platte der Zelle gelegte elektrische  Feld bestimmt dann durch seine Stärke und  Ausdehnung den Phasenunterschied der Strah  lenkomponenten und steuert dadurch die nach  der Interferenz derselben resultierende Licht  stärke quantitativ zwischen Null und     11Tasimuni.     



  Da in der     Kerr-Zelle    Medien verwendet       werdet),    welche infolge ihrer geringen     di-          elektrischen    Verluste die     Spannungsduelle     praktisch nicht belasten, kann die     Spannung     für die Elektroden der Zelle unschwer durch       Transformation    der von dem Mikrophon oder  sonstigen Aufnahmeorgan hervorgebrachten,  gegebenenfalls genügend     vorverstärkten        Span-          nungsschwankungen    erhalte      werdet).    Bei  gewissen Flüssigkeiten,     z:

  B.    Nitrobenzol     oder          Abkömmlingen,    kommt     man    unter den nach  stehend bezeichneten     Bedingungen    in Zellen  mit kleinem     Plattenabstande    mit etwa 1000  Volt oder weniger Spannungsunterschied aus.

    Solche Grössenordnungen werden durch die  heute vorhandenen     Verstärkerrnittel    in Ver  bindung mit Transformation, beziehungsweise  in reiner     Spannungs-Verstärkungsschaltung     leicht beherrscht, selbst bei sehr geringen  Anfangsamplituden, und die     dafür    verwen  deten Mittel können genügend verlustfrei       gehalten-werden;    auch     wirken    die in     Frage            koninienden        C13eY5etzungsVerb        ältnisse    der  Tran     sformatorenwindungen    in elektrischer  Hinsicht noch nicht nachteilig.

   Hierin liegt  ein wesentlicher,     durch    die     Erfindung    beding  ter Fortschritt, da man vor dieser zur     Her-          vorrufung    des Fortschritt Spannungen von       einer        (Gröl)eriordriurig    für erforderlich hielt,  mit denen man in der Technik nicht arbeiten  kann.  



  Es hat sich gezeigt, dass man bei den  benutzten Medien, z. B. bei     Nitrobenzol,    durch  Anlegen einer     Gleichspannung    an die Zelle  für     kürzere    oder längere Dauer die Isolier  festigkeit     erliiiIien    und so die Zelle verbessern  kann.     Wahrscheinlich    ist dies     einer    elektro  chemischen     Wirkung    zuzuschreiben, die lei  tende Bestandteile, etwa Feuchtigkeit oder       Säurespuren,    an den     Eleldroden    ausscheidet..

    Selbstverständlich wird man besonders reine       Substanzen        anwenden    und zu diesem Zweck  das     Ausgangsmaterial    entsprechend     chemisch     vorbehandeln     (Destillation,    Trocknung, usw.)  Vorteilhaft arbeitet man mit einer     dauernd     an die Zelle gelegten     Gleichstromvorspaiinung,     wodurch, abgesehen von den     i#-n        Folgenden     behandelten elektrischen und optischen     M'ir-          kungen,

      eine ausreichende Konstanz der Zelle  in Bezug auf die     elektrische    Beschaffenheit  des Mediums     gewährleistet    ist.  



  Durch Anwendung geeigneter Gefäss  materialien und     Zellenfüllungen    ist es auch  möglich, nicht sichtbares, z. B. ultraviolettes  Licht     quantitativ    zu steuern.- Bei jeder Art  von Licht     inuf)        natürlich    die Gesamtabsorption  auf dein     Wege    durch die Zelle gering, das  heisst die Füllung gut lichtdurchlässig sein,  da ebenso wie durch die     dielektrisehen    Ver  luste des Kondensators auch durch die Ab  sorption eine     Temperaturerhöhung    eintritt,

    welche die     Grösse    des     Kei-r-Effektes    ändert  und den geregelten     Strahlengang    infolge       Schlierenbildung        stören    kann.  



  Die weiteren Vorteile der vorstehend er  w .     ähnten        Gleichstron:tvorspannung        n        bestehen     in der Vermeidung der     Frequenzverdoppelung     und in der     Erhöhung    der Steuerschärfe. Ar  beitet man     -um    den Nullwert der     Spannung     am     Kerr-Kondensator        leeruni,    so erhält     nian         offenbar ein Maximum und ein     Minimum    der  Helligkeit zweimal während einer Periode des  Steuerwechselstromes.

   Legt man dagegen  eine genügende Gleichstromspannung an die  Platten und überlagert ihr die Steuerwechsel  spannung, so behält das Feld seine Richtung  bei, und es stimmen     Steuerfrequenz    und  Frequenz der Lichtschwankungen überein.       .Man    erreicht auf diese Weise     ausserdem,    dass  sehr kleine Steuerwechselspannungen wirksam  werden, wobei zu bedenken ist, dass der     Effekt     dein Quadrat der Feldstärke proportional ist.  Dabei lässt sich die Steuerwirkung folgender  massen noch beträchtlich steigern.

   Man arbei  tet unter passend gewählten Verhältnissen  mit einer     Vorspannung    an der Zelle, die  nahe an dem Grenzwert für die     Auslösi:hung     der kurzwelligen Strahlenbestandteile des     hin-          durcbgesandten    Lichtes liegt. Die     Auslöschung.     beginnt naturgemäss am kurzwelligen Ende  des     Spektrums.    Die überlagerte Steuerampli  tude wird dann nur so gross gemacht, dass  dabei die     Auslöschung    der     aktinisch    stärksten  Wellenlängen (etwa violett und blau) eben  eintritt.

   Wirken die Strahlen nach dem  Austritt aus der Zelle und dem Analysator  auf eine Photozelle oder irgend eine andere,  auf Lichtwellen selektiv reagierende Vor  richtung, z. B. die photographische Platte  oder den Film, so ergibt sieh eine ausser  ordentlich starke Änderung im Ansprechen  dieser lichtempfindlichen Organe infolge der  bewirkten Verarmung des Spektrums an     ak-          tinischen    Bestandteilen. Man kann diese       "chromatische"    Steuerung auch andern tech  nischen Zwecken nutzbar machen.    Auf der beigefügten Zeichnung sind in  den     Fig.1-5    einige Ausführungsbeispiele  der Erfindung dargestellt.  



  In diesen Figuren bedeuten übereinstim  mend 1 die     Kerr-Zelle    mit den Kondensator  platten 2, zwischen denen sich das elektrisch  doppelbrechende Medium, z. B.     Nitro-Benzol,     befindet. In Figur     111    ist eine Ausführungsform  der an sich bekannten     Kerr-Zelle    dargestellt.  Es bezeichnen hier     a    die Sammellinsen für  das Licht, b die beiden Polarisationsvor-         richtungen,    und zwar den     Polarisator        und     den     Analysator    und 3 das zwischen den .       Kondensatorplatten    2 befindliche doppelbre  chende Medium.

   Die Wirkungsweise der       Kerr-Zelle    ist an sich bekannt: Das von der  Lichtquelle ausgehende Licht wird in dem       Polarisator    zunächst polarisiert und durch  fliesst dann das zwischen den Belegungen 2  befindliche, doppelbrechende Medium. Ist die  Feldrichtung des elektrischen Feldes um 45   gegen. die Polarisationsebene des Lichtes  geneigt, so wird das Licht in zwei Kompo  nenten gespalten, die in senkrecht zueinander  stehenden Ebenen schwingen und sich auf  dem im Felde befindlichen Wege in diesem  Medium mit verschiedener Geschwindigkeit  fortpflanzen. Der Unterschied der Fortpflan  zungsgeschwindigkeit ist bedingt durch die  elektrische Feldstärke. Ist diese gross     genug,     so kann der Gangunterschied der beiden  Strahlen bis zu einer halben.

   Wellenlänge  und mehr betragen. Die beiden aus dem       Dielektrikum    austretenden Komponenten wer=  den dann durch das     Analysatorprisma    in  derselben Ebene zur Interferenz gebracht,  und das resultierende Lichtbündel auf die  Bildfläche geworfen. Auf diese Weise kann  also durch     Spannungsschwankungen    an den       Kondensatorbelegungen    2- die     Steuerung    der  Helligkeit des Lichtstrahls zwischen Null  und einem     Maximalwert    erfolgen.  



  An Stelle zweier     Kondensatorplatten    kann  die     Kerr-Zelle    auch ein System von mehreren       Kondensatorplatten    besitzen, die in bekannter  Weise nach Art der     mehrplattigen    Konden  satoren angeordnet sind.

   Statt die     Konden-          satorplatten    parallel gegenüber zu stellen,  können dieselben auch in einem Winkel zu  einander angeordnet sein, so dass das elek  trische Feld zwischen denselben inhomogen       wird.    Derartige Anordnungen     kommen    bei  spielsweise zur Durchführung der beschrie  benen chromatischen Steuerung in Frage,  deren Verlauf- ja bei gegebener     Spannung     am Kondensator von der örtlichen Feldstärke,  mithin von den geometrischen Verhältnissen       (Elektrodenabstand)    gestimmt wird. 5 stellt  eine Elektronenröhre mit der Anodenstrom-      quelle 6, der Anode 7,     Glühkathode    S und  Gitterelektrode 9 dar.  



  In den auf der Zeichnung dargestellten  Schaltungen ist der Einfachheit halber all  genommen, dass die Steuerung des Lichtes  durch die     Kerr-Zelle    von     ATikrophonströmen     direkt beziehungsweise indirekt bewirkt wird.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 12 das von einer  Stromquelle 11 gespeiste Mikrophon, dessen  Stromschwankungen vermittelst des Trans  formators 10 auf den Gitterkreis der     Ver-          stärkerröhre    5 übertragen werden. Die mittelst  der Röhre verstärkten Schwankungen des  Anodenstromes werden durch den     Transfor-          nrator    4 in ausreichende Spannungsschwan  kungen übersetzt, die dann den Kondensator  platten der     Kerr-Zelle    zugeführt werden und  Trier eine Steuerung des Lichtbündels nach       Massgabe    der     Schwankungen    des     Mikrophon-          stromes    bewirken.

    



       Fig.    2 zeigt eine     Sparrnungsverstärkungs-          schaltung    unter Benutzung der Röhre 5 als  variabler Widerstand. Sie unterscheidet sieh  von der Anordnung nach     Fig.    1 dadurch,       class    die     Kerr-Zelle    an den Enden eines in  den Anodenkreis der Röhre 5 eingeschalteten  Widerstandes 13 liegt, der zugleich die     Vor-          spanrrung    für die Zelle liefert.

   Die den       1likrophonströmen    entsprechenden verstärkten  Schwankungen des Anodenstromes steuern  durch die Änderungen des Spannungsabfalles  die     Kerr-Zelle.    Eine besonders wirksame  Spannungsschaltung gibt     Eig.    3 an. Die  Zelle liegt im     Nebenschluss    zu einer der  beiden in Reihe geschalteten Röhren 5 und  Der Mikrophonstromkreis wirkt durch  die beiden Transformatoren 10 und 10' auf  die beiden Gitter im entgegengesetzten Sinne,  das heisst wenn der Widerstand der einen  Röhre zunimmt, sinkt er in der andern.

   So  wandert aus bekannten Gründen bei kleinen  Stromschwankungen des Mikrophonkreises  fast der volle Spannungsbetrag der Gleich  stromquelle 6 zwischen den Röhren hin     und     her, das heisst die     Spannungsamplituden    an  der     Kerr-Zelle    werden sehr gross, und zwar  umso grösser, je höher ihr     Isoliervermögen     und die     Spannung        voll    6 ist.    Die bisher     beschriebenen    Verstärkungs  schaltungen arbeiten rein niederfrequent, das  heisst die     Lichtänderungen    erfolgen mittelst  der     Kerr-Zelle    nur in der     Frequenz    des Mikro  phonstromkreises.

   Für gewisse Zwecke,  z. B: für die nach der Erfindung leicht auch  auf grössere     Entfernungen        durchführbareLicht-          telephonie,    für Bildtelegraphie und anderes,  ist es jedoch für     Interesse    der Geheimhaltung  und zwecks Erreichung einer hohen Selek  tivität der Empfangsschaltung vorteilhaft,  die     Kerr-Zelle    mittelst niederfrequent modu  lierter Hochfrequenz zu steuern.

   Dadurch  wird auf der Empfängerseite die     rnit    den  bekannten     Vorzügen    verbundene     Hochfre-          quenzverstärkung    möglich gemacht, indem  beispielsweise im Falle der     Lichttelephonie     die ankommenden Lichtimpulse, in welche       senderartig    die     Kerr-Zelle    den Mikrophon  strom umgeformt hat, auf eine Photozelle  wirken, die an einen     Hoelrfrequenzverstärker     angeschlossen ist,

   voll dein aus die verstärk  ten     Hochfrequenzströme    zwecks     Hörbar-          machung        derNiederfrequenz        d'ernDetektoroder          Audion    zugeführt werden.

   Für eine derartige       Lichttelepholiie,    bei der das Licht mittelst  niederfrequent modulierter Hochfrequenz ge  steuert werden soll, erzeugt man die Hoch  frequenzwellen mit Hilfe eines Generators,  vorteilhaft     mittelst    eines     eigen-    oder fremd  erregten Röhrensenders. wobei der     Konden-          satorkreis    der     Ker-r-Zelle        rnit    dem Arbeitskreis  des     Generators    gekoppelt ist oder wobei die       Kerr-Zelle    einen Teil beziehungsweise die  gesamte Kapazität des Schwingungskreises  bildet.

   Die     hochfrequente    Schwingung wird  durch die Niederfrequenz in einer der zahl  reichen bekannten Schaltungen moduliert, so  dass die     Kerr-Zelle    unter dem Einfluss einer  modulierten Hochfrequenz steht. Für eine  solche Anordnung ist in     Fig.    4 als Ausfüh  rungsbeispiel ein Röhrensender in Rückkopp  lungsschaltung dargestellt. 15 bedeutet den       abstimmbaren    Schwingungskreis, mit dein  die     Kerr-Zelle    1, 2 durch die Spule 14 ge  nügend lose gekoppelt ist.

   Die Besprechung  des Gitters 9 der Schwingröhre 5 erfolgt  über den Transformator 10, dessen Sekundär-           wicklung    für den     Durchlass    der     1lochfrequenz     durch     der)    Kondensator 16 überbrückt ist.  17 ist der übliche Blockkondensator, 18 und  18' sind die     Hochfrequenz-Sperrdrosseln    im  Kreise der     Anodenstromquelle.    Bei dieser  Anordnung ist, wie ohne weiteres ersichtlich,  die     Kerr-Zelle    durch eine niederfrequent mo  dulierte     Hochfrequenz    gesteuert.  



  Es ist ohne weiteres klar, dass die dar  gestellten und beschriebenen Schaltungen  nicht nur zur Übertragung von Mikrophon  strömen, sondern auch zur Aufzeichnung von  irgendwelchen andern     Stromschwankungen     benutzt werden können, wie sie beispielsweise  bei der     Bildtelegrahpie    durch die Helligkeits  unterschiede eines Bildes mittelst der Photo  zelle erzeugt werden oder wie sie zur Über  tragung von Schriften oder Signalen oder  dergleichen in bekannter Weise Verwendung  finden.  



  In     Fig.    5 ist beispielsweise eine Schaltung  zur Bildübertragung dargestellt. A bezeichnet  hier einen Röhrensender. Die durch die Röhre  erzeugten     Hochfrequenzschwingungen        werden     hierbei durch die Helligkeitsunterschiede des  zu übertragenden Bildes in bekannter Weise  moduliert.     B    bezeichnet den Empfänger, der  mit der üblichen Empfangseinrichtung, be  stehend aus dem     Hochfrequenzverstärker    C,  dem Gleichrichter D und dem Niederfrequenz  verstärker E zusammenwirkt. An den Nieder  frequenzverstärker ist nun die     Kerr-Zelle    1  angeschlossen, durch welche der Lichtstrahl  in einer dem Verlauf der modulierten Sende  schwingungen entsprechenden Weise gesteuert  wird.

    



  PATENTANSPRUCH:  Einrichtung zur     trägheitsfreien    Licht  steuerung, dadurch gekennzeichnet, dass die  Steuerströme mittelst praktisch wattlos steuer  barer Verstärker (Elektronenröhren) in ihrer  Spannung verstärkt und die verstärkten  Spannungsschwankungen dann den     gonden-          Batorbelegungen    einer     Kerr-Zelle    zugeführt  werden, zwischen denen ein doppelbrechendes  Medium von geringen     dielektrischen    Verlusten.

    eingefüllt ist, in welchem ein hindurchtreten  der Strahl polarisierten Lichtes unter der         Wirkung    der Änderungen des elektrischen  Feldes in seiner Helligkeit durch den an  sich bekannten     Effekt    der elektrischen Doppel  brechung gesteuert wird.

Claims (1)

  1. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle mit einer Gleichstrom-Vorspannung arbeitet, der die Steuerspannung überlagert wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle direkt in den Anodenkreis einer Verstärkerröhre geschaltet - ist und auf diese Weise ständig unter Gleich stromspannung gehalten wird. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch Mittel; um die überlagerte Wechsel spannungsamplitude und die Gleichstrom vorspannung so zu regeln, dass zwecks Steigerung der Empfindlichkeit der Steue rung nur ein kurzwelliger Teilbereich des durch die Zelle hindurchtretenden spek tralen Lichtgemisches - ausgelöscht wird bei Benutzung von auf Licht selektiv reagierenden Einrichtungen. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen1-3,dadurch gekennzeich net, dass das in .der Kerr-Zelle verwendete Medium vorbehandelt ist, dass die Isola tionsfestigkeit erhöht wird und die Zelle als reiner verlustfreier Kondensator wirkt. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen1-4, dadurch gekennzeich net, dass die Behandlung des Mediums zwecks Aufrechterhaltung seiner Wirk samkeit durch,Anlegen einer Gleichstrom vorspannung an die Zelle erfolgt. 6. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchenl-5, dadurch gekennzeich net, dass die bei Sendern respektiv Emp fängern verwendete Kerr-Zelle durch eine niederfrequent modulierte . Hochfrequenz gesteuert wird. 7. Einrichtung nach Unteransprüchen 1-6, gekennzeichnet durch die Anwendung von Hochfrequenzverstärkung beim Empfänger. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1--7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kerr-Zelle mittelst modu lierter Hochfrequenz gesteuert wird. 9. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-8, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kondensator der Kerr- Zelle zusammen mit einer Spule einen Schwingungskreis bildet, der reit dein Arbeitskreis eines Hochfrequenzgenerators gekoppelt ist. 10.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-9, gekennzeichnet durch einen möglichst geringen Abstand der Kondensatorplatten in der Kerr-Zelle, um mit verhältnismässig kleinen Spannungen ein verhältnismässig starkes elektrisches Feld in der Kerr-Zelle zu erzeugen. 11. Einriehtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-10, dadurch gekenn zeichnet, dar) das in der Iierr-Zelle an gewendete elektrische Feld inhomogen ist.
CH115432D 1924-06-20 1925-05-16 Einrichtung zur trägheitsfreien Lichtsteuerung. CH115432A (de)

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