CH115588A - Dampferzeugungsanlage. - Google Patents

Dampferzeugungsanlage.

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CH115588A
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Ruths Johannes Ing Dr
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Ruths Johannes Ing Dr
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description


      Dampferzeugungsanlage.       Bei den heute üblichen     Dampferzeugern     ist die Schwankung des     Kesseldruckes    je  weilig von vier Grössen abhängig, nämlich  von der zu einer bestimmten Zeit dem Kessel  entnommenen Dampfmenge, von der zur sel  ben' Zeit von dem Kessel     aufgenommenen          Wärmemenge    und schliesslich von der     Tempe-          rafur    und' der Menge des gerade in den  Kessel eingespeisten Speisewassers.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt ein       neues    Prinzip für die     Dampferzeugung    an  zugeben, wobei der Entnahmedampfdruck in  ganz anderer Weise festgelegt wird, als bisher.  



  Die Erfindung bezieht sich auf Dampf  erzeugungsanlagen mit     indirekter        Beheiznug,     also beispielsweise auf Kessel, bei denen  zwischen dem Feuerherd und dem eigent  lichen dampferzeugenden Teil     (--in    schwer  siedendes Zwischenmittel eingeschaltet ist,  das die     Wärme    von den Feuergasen über  nimmt und auf den dampferzeugenden     Kessel-          teil    . überträgt, der seinerseits entweder in  dem flüssigen, nicht siedenden oder sieden  den Mittel selbst oder in den     Dampf    dieses  Mittels eingebettet sein kann.

      Der     Erfindungsgegenstand    ist -     dadurch     gekennzeichnet, dass als Speisepumpe für  den dampferzeugenden Teil der Anlage eine       Zentrifugalpumpe        Verwendung        findet,    durch  deren     Charakteristik    bei annähernd konstanter  Tourenzahl der Druck des     Entnahmedampfes     je nach der Menge des durch die Pumpe  geförderten Wassers automatisch gegeben  ist, wodurch ein vollständig automatisches       Zusamrneriai-beiteri    zwischen     Wasserzufuhr,          Dampfentnahme    und Dampfdruck erzielt wird.  



  In der     Abb.    1 der Zeichnung ist der Er  findungsgedanke in einer beispielsweisen     Aus-          führungsforin    schematisch wiedergegeben;  Die     Abb.    2 zeigt die     Kurve    der Charakter  istik bei der     Einrichtung    nach     Abb.    1 Ver  wendung findenden     Zentriftrgalpumpe,        wobei     jedoch gleich     hervorgehoben    werden soll,       dar'>    diese Charakteristik nach Belieben,

   den  jeweiligen     Anfoiderungen    entsprechend     ge-          w        ililt    werden kann.  



  Es sei     zttn:iclist    die Einrichtung nach       Abb.    1 erläutert  In der     Zentriftigalpumpe    A wird das aus  dein     Behälter        I3    angesaugte     Wasser    auf den           gewünseliteil    Dampfdruck gebracht und mit  diesem Druck     derb        Dampferzeuger    C zuge  führt.

   Der Dampferzeuger bestellt bei dein  dargestellten Ausführungsbeispiel     aus    einer  Rohrschlange, die in einem Behälter     I'    ge  lagert ist, in dem entweder eine nicht siedende  oder eine siedende     Flüssigkeit    oder Dampf  einer solchen vorhanden ist. Dieser Dampf  kann nicht nur     durch    direkte     Belleizung    des  Behälters oder in einem mit dein Behälter  verbundenen Dampfkessel erzeugt werden,  sondern er kann zum Beispiel auch in einem  mit dem Behälter verbundenen Wärme  speicher entwickelt werden.

   Das zu verdamp  fende Wasser durchfliesst die Rohrschlange C  und wird in ihr allmählich in Dampf über  geführt und als solcher durch die Leitung D  entnommen und den Verbrauchern, in vor  liegendem Falle der Dampfmaschine     .E    zu  geführt.  



  Die Regelung der Brennstoffzufuhr zum       Primärkessel    kann in gewöhnlicher     Weise,     zum Beispiel nach dem Druck des Zwischen  mittels,     bezw.        nach    der Temperatur desselben  erfolgen. Das voll der Pumpe in den Sekun  därkessel C hineingedrückte Speisewasser be  ginnt zu     koellen    gerade bei der Sättigungs  temperatur, die dem jeweiligen     Pumpendruck     entspricht. Die Wärmeaufnahme des     Sekun-          därkessels    richtet sich     ganz    automatisch nach  dem Verbrauch all Dampf.

   Wird dem Kessel  mehr Dampf entnommen, so nimmt die  Wasserförderung der Pumpe zu; infolge  dessen steigt der Wasserstand und infolge  der durch das Steigen des Wasserstandes  hervorgerufenen     Vergrvsserung    der wasserbe  rührten Heizfläche wird automatisch die       Dampfentwicklung    in demselben Masse ver  grössert.  



  Naturgemäss muss die Heizfläche des  Kessels C so     bemessen    sein, dass auch bei  der grüssten     Dampfentnalinie    die dieser     Dampf-          entrialinie    entsprechende     Wassermenge        finit     Sicherheit in     dein    Kessel in     Dampf    über  geführt werden kann,- was aber bei den be  reits bekannten     Anordnungen    des Erfinders.

    bei denen der     kleine        Dampferzeuger    in einer  nicht siedenden oder in einer siedenden         Flüssigkeit    oder     il'    dein Dampf einer solchen       eingebettet    ist, leicht erzielt werden kann.  da hierbei die     Wärinelibergangszahl    eine  ausserordentlich viel     hi)liere    ist als bei ge  wöhnlichen Kesseln und infolgedessen die  Kesselheizfläche eine weit kleinere.  



  Weil bei der     Dainpferzeugungsanlage    der  Wasserspiegel im Kessel     C.    soweit von einem       ausgeprägten        WasserspieZel    überhaupt ge  sprochen werden kann, bei     stärkerer    Dampf  entnahme automatisch steigt, bei geringerer  dagegen automatisch fällt, ist die     indirekte          Beheizung    durch ein     Zwischenmittel,    dessen       Höchsttemperatur    ei ne     gewissezuläss        ige    Grenze  nicht überschreiten kann, angezeigt,

   da sonst  der nur mit Dampf gefüllte Teil des Kessels  verbrennen     könnte.     



  Wie bereits     erwiihnt.    zeigt die     Abb.        '?     die     Charakteristik    der Pumpe A, und zwar  bei konstanter     Drehzahl    derselben. Der voll  der Pumpe ausgeübte Druck ist als Funktion  der     Wassermenge,    oder was in diesem Falle  dasselbe bedeutet, als Funktion der Dampf  menge aufgetragen.  



  Die Abbildung lässt erkennen, dass     sich.-          wenn    keine     Dampfentnalinie    stattfindet, ein  gewisser Druck Po     einstellt,    der sieh der       Charakteristik    der Pumpe entsprechend     1111i     der Dampfentnahme ändert.  



       Gleichgewichtszustaild        vorausgesetzt.    ent  spricht der     Pumpendruck.    von     Druckverlusten     in den Leitungen     zunäeh:t    abgesehen, genau  dem gewünschten Entnahmedruck.  



  Wird beispielsweise     dein    Kessel eine  Dampfmenge entnommen, die der von der  Pumpe gelieferten     Wasserniellge    (2, ent  spricht,     (Abb.    2), so ist der     Dampfdruck.     wenn wir uns auf     dein        ansteigenden    Ast der       Pumpencharakteristik        befinden.    abgesehen voll  Leitungsverlusten gleich     i),.     



       Wird    jetzt dein     Kassel        mehr    Dampf     Bit-          nominell;    zum Beispiel     eilie    Dampfmenge, die  der     Wassermenge        (2.=        @        Abb.    '_') gleich ist.     #o     fällt     zunächst    der     Dampfdruck    in der Ent  nahmeleitung D des     Kessels.    Dies hat zur  Folge, dass der     Wa-##erdurcligang        durell    den  Kessel     infol;;

  e    des     geringeren        Degendrucke          beschleunigt        wird,        wodurch    eine     grölaere    @Va:-           sermenge    durch die Pumpe hindurch fliesst.  (Zustand: Wassermenge     Q2,    Druck     1)22).     



  Bei kleiner Dampfentnahme wird nahezu  die ganze Rohrschlange mit Dampf gefüllt  sein und der Wasserstand sehr tief, bei  spielsweise bei     x-x    liegen. Bei grösster Dampf     -          entnahme    steigt der Wasserstand beispiels  weise bis auf die Linie     y-J.    Der Wasser  stand im Kessel und mit ihm die wasser  berührte Heizfläche verändert sieh also je  nach der Kesselbelastung, was eben eine in  direkte Feuerung des Kessels, wie bereits  angegeben, notwendig erscheinen lässt.

   Ein  sogenanntes     "Puinpen@r    der     Zentrifügalkessel-          speisepumpe    ist nicht zu befürchten, da der  von der Pumpe gespeiste Kessel C, in dem  die Dampferzeugung vor sich geht, ja keine  nennenswerte Wassermenge enthält.  



  In allen Fällen wird der     Druck    des ent  nommenen Dampfes einzig und allein durch  den Pumpendruck bestimmt, der sich ent  sprechend der     Charakteristik    der Pumpe je  nach der jeweiligen Wasser-     bezw.    Dampf  lieferung ändern kann. Nehmen wir beispiels  weise an, dass die Temperatur des Zwischen  mediums 4500 sei und dass der Druck der       Zentrifugalpumpe    etwa 200     Atrn.    betrügt.

    In diesem Falle wird der Dampf nicht bei  einer ,der Temperatur von 4500 entsprechen  den Temperatur erzeugt sondern vielmehr  bei der dein Druck von 200     Atin.    entsprechen  den     Sättigungstemperatur,    das heisst bei etwa       364o,    und in dem nicht wasserberührten Teil  des Kessels wird der Dampf etwa bis     auf     450' überhitzt. Wird die Dampfentnahme  verkleinert, so erniedrigt sich dadurch der  Wasserstand     bezw.    die wasserberührte Heiz  fläche, aber immer noch bleibt der Druck  des- erzeugten Dampfes durch den Druck der       Zentrifugalaumpe    bestimmt.

   Bei gänzlich ab  gestellter Dampfentnahme bleibt der Kessel  mit überhitztem Dampf von einem Drucke  von etwas weniger als 200     Atni.    aber  einer Temperatur von etwa 450" gefüllt.       )Man    würde vorerst vermuten, dass man  durch Steigerung der     Temperatur    des Zwi  schenmittels     bezw.    dessen Dampfes die Dampf  entwicklung des kleineren Kessels steigern         Dünnte.    Dies ist jedoch nicht der Fall.

   Würde  man durch irgend eine     Anordnung    die Tem  peratur des Zwischenmittels von beispiels  weise 450' auf     500')    erhöhen, so würde dies  nur zur Folge haben, dass der Wasserstand  des kleineren Kessels     dementsprechend    sinken  würde     bezw.    dass die wasserberührte Heiz  fläche- sich verkleinern und die Überhitzung  des Dampfes etwas steigen würde. Wenn  also die Temperatur des Zwischenmittels     zu-          oder    abnimmt, so verkleinert oder vergrössert  sich die wasserbenetzte Heizfläche im Kessel  C selbsttätig.

   Die Dampfentwicklung und  der Druck des Dampfes bleiben jedoch nach  wie vor nur abhängig von der     Pumpenliefe-          rung,    die durch diese Temperaturänderungen'  ja nicht     beeinflusst    wird. Wird aber aus dem  kleinen Kessel mehr Dampf entnommen, so  steigt automatisch die Wasserlieferung im  selben     )Masse,    also auch die Wärmeentnahme  aus dem Primärkessel I', weshalb diesem  selbstverständlich in irgend einer Weise mehr  Wärme, beispielsweise     durch    die Feuergase,  zugeführt werden     inuss.        Diese    Zuführung von  Brennstoff hat je nach der Speicherfähigkeit  des Primärkessels früher oder später zu er  folgen.

   Bei den vom     Annielder    angegebenen  Anordnungen ist gewöhnlich ein so grosses  Speichervermögen vorhanden, dass recht grosse  Schwankungen im     Sekundärdampfverbrauch     ei-folgen können, ohne dass die Feuerung ge  regelt werden muss.  



  Bei den vorstehenden Ausführungen sind  eventuelle Druckverluste zunächst     unberück-          sichtigt    gelassen. Will man diese     beücksich-          tigen,    so ist lediglich zu beachten, dass der  jeweilige Entnahmedampfdruck gleich dem       Pumpendruck    vermindert um den     event.          Druckverlust    in den Leitungen ist.

   Durch  geeignete Wahl der     Charakteristik    der Pumpe  kann bewirkt werden,     dass    der Druck des  entnommenen Dampfes, zur Deckung der       Druckverluste    in     den        Zuleitungen    zu den       Maschinen,    bei     steigendem        Dampfbedarf    so  gar zunimmt.  



  Selbstverständlich kann die Pumpe A  < las  Speisewasser auch     einem        Econoiniser        ent-          nehmen.  

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPRUCH Dampferzeugungsanlage mit indirekter Be- heizung und einer Zentrifugalpumpe als Speisepumpe für den dampferzeugenden Teil der Anlage,
    bei der durch die Charakteristik der Speisepumpe bei annähernd konstanter Tourenzahl derselben der Druck des Ent nahmedampfes je nach der Menge des durch die Pumpe geförderten Wasseils automatisch gegeben ist und ein vollstündig automatisches Zusammenarbeiten zwischen Wasserzufuhr, Dampfentnahme und Dampfdruck erzielt wird.
    UNTER,ANSPRÜCI-IE 1. Dampferzeugungsanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme auf den dampferzeugenden Teil der Anlage mittelst eines 1Iediiuns über geführt wird;
    das niemals eine so hohe Temperatur annehmen kann, die bei nicht mit Wasser gefülltem Damprerzeuger ein Verbrennen dieses letzteren hervorrufen könnte. \?. Dampferzeugungsanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, bei der eine Änderung der Temperatur des zur Be- heizung dienenden Zwischenmedit,ms ein treten kann, dadurch gekennzeichnet,
    dass die wasserberührte Heizfläche des dampf erzeugenden Teils sich selbsttätig vergrössert oder verkleinert, wenn die Temperatur des Zwischenmediums ab- oder zunimmt. 3. Dampferzeugungsanlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und ?, da durch gekennzeichnet; dar die Speise pumpe das Speisewasser aus einem Eeono- mlSer entnimmt.
CH115588D 1924-01-17 1924-12-23 Dampferzeugungsanlage. CH115588A (de)

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