Zeitung zur elektrischen Verbindung von, relativ, zueinander beweglich angeordneten Einzelteilen von Schwachstromapparaten, insbesondere zum Anschluss von Radiokopf hörern, Nikrotelephonen und dergleichen. In der Radio- und Telephontechnik hat man bisher bei den zur Verbindung der beweglichen Einzelteile der verwendeten Ap parate dienenden Leitungen immer grosse Beweglichkeit für das Haupterfordernis ge halten.
Aus diesem Grunde wurden auf die sem Gebiete der Schwachstromtechnik bisher als elektrische Verbindungsleitungen immer finit Textilfasern isolierte und umflochtene Leitungen, sogenannte Schwachstromschnüre, verwendet. Diese Schnüre haben den be hannten Nachteil, dass sie sich im Gebrauche leicht verknoten und verwickeln. Durch diese Verwicklung und Verknotung werden die verschiedenartigsten Störungen und De fekte hervorgerufen, da der Leiter einer sol chen- Schwachstromschnur in der Regel aus sehr dünnen Drähten besteht.
Schärfere Ab biegungen derartiger Schwachstromschnüre hinterlassen bleibende Deformationen der Leitung, die gleichfalls sehr unangenehm sind, weil sie die Grundlage für die Leiter brüche bilden. Ausserdem ist die Herstellung derartiger Schwachstromschnüre verhältnis mässig sehr teuer, insbesondere fordert die gute Isolierung der Gabelungsstellen sehr hohe Tosten, weil man hier vorwiegend auf Handarbeit angewiesen ist.
Trotz des insbesondere in der Telephon- und Radiotechnik vorhandenen grossen Be dürfnisses nach einer hochwertigen und da bei ohne Gefahrmoment frei beweglichen Leitung zur elektrischen Verbindung von re lativ zueinander beweglich angeordneten Ein zelteilen dieser Schwachstromapparate konnte man auf einfache Weise die vorgenannten Übelstände nicht beseitigen: Man hat bei spielsweise um derartigen Leitungen die er strebten elastischen Eigenschaften zu geben, textilumsponnene und -isolierte Schwach stromschnüre mit federnden Drahtspiralen umgeben und auch versucht, federnde Stahl seelen im Innern der Schnur anzuordnen.
Diese Versuche haben jedoch in der Praxis ,zu keinem Erfolg geführt, da. die vorgenann ten, an der Oberfläche und im Innern der Schnüre angeordneten zusätzlichen Hilfsmit tel zur Elastischmachung der Schnur den Gebrauch derselben behindern, in der Her stellung überdies sehr teuer sind und leicht zur Verletzung der Isolation Anla.ss geben.
In Abweichung der auf dem Schwach- stromgebiete bisher eingeschlagenen \rege wurde gefunden, dass sich trotzdem eine i allen Erfordernissen ideal entsprechende Leitung zur elektrischen Verbindung von z elativ zueinander beweglich angeordneten Einzelheiten von Schwachstromapparaten ohne jedwede zusätzliche metallische Armie rung schaffen lässt. Der Erfindung gemäss sind bei einer
solchen Leitung die in ihrer Gebrauchslänge hergestellten und mit Isola tionen versehenen metallischen Leiter unter Freilassung der zur Bildung ihrer Kontakte erforderlichen Leiterstellen durch einen Man tel aus Gummi umhüllt, zum Zwecke, der Leitung neben ihrer normalen Biegsamkeit eine derartige Elastizität zu .verleihen, dass eine erfolgte Ingebrauchnahme der Leitung keine Verknotung hinterlässt.
Es sind zwar auf dem Gebiete der Stark- stromteclinik in laufenden Längen erzeugte clicke, gummsolierte Kabel, sogenannte Gummischlauchleitungen, hergestellt worden.
Abge=sehen jedoch davon, dass diese Stark- strom-ummischlauchleitungen nicht wie die auf dem Schwachstromgebiete üblichen Lei tungen Verästelungen und Gabelungen be sitzen, kommt noch hinzu, dass die auf dem Schwachstromgebiete, insbesondere der Ra- dioteelinik, geforderte kurzstreckige Verbin dung der Einzelteile einerseits und die Häu figkeit und die Vielseitigkeit der Bean- s:
pruc,hung auf Biegung und Beweglichkeit anderseits ganz andere Erfordernisse an eine solche Leitung stellt, als sie bei Gummi schlauchleitungen in der Starkstromtechnik vorhanden sind.
In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung veranschau licht. Die Fig. 1. und 2 zeigen eine zwei adrige Leitung im Längsschnitt und Quer schnitt, Fig. 3 einen Querschnitt durch eine , n belte zweiadrige Leitung.
Die Fig. 4 (yega #D bis 1? veranschaulichen in schematischer Weise verschiedene Ausführungsformen von Leitungen gemäss der Erfindung" bei wel chen zur Verdeutlichung des Wesens der Er findung die Eigenisolationen der Leiter weg gelassen sind.
Fig. .I zeigt eine gegabelte zweiadrige Leitung in schematischer Weise gemäss der Ausführungsform nach Fig. Die Fig. 5 zeigt eine doppelt gegabelte zwei adrige Leitung. Fig. 6 zeigt eine gegabelte zweiadrige Leitung mit. einem in der Gabel zugelegten dritten Leiter, Fig. 7 zeigt sche matisch eine mehrfach gegabelte Leitung wie sie beispielsweise für Kopfhörer für Radio zwecke Verwendung finden kann.
Die Fig. g und 9 zeigen im Längsschnitt und Quer schnitt eine spezielle Ausbildung der Gabe lung. Fig. 10 zeigt eine weitere Ausfüh rungsform. Die Fig. 1.1 und 1? zeigen De tails der Endausbildung der Leitung. In allen Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 1, \? sind 1, ? die metallischen Leiter und 1' und \?' die Eigenisolationen der Leiter. 3 ist ein die isolierten Leiter allseitig um- c@hliessender Mantel aus Gummi, der die Lei tung gegen mechanische, elektrische und atmosphärische Einfliisse schützt., trotzdem -rlier der Leitun- vollständig freie Beweg lielikeit und solche Elastizität verleiht, dass d < is Verwickeln und Verknoten der Leitung verhindert:
und bei scharfen 1bbiegungen der Leitung keine bleibende Deformation der selben eintritt;. Die auf diese Weise erzielte Schw,iclixl-romleitung besitzt vollständig Matte Oberfläelie und federt in sich derart, class, wie Versuche gezeigt haben, auch bei absichtslieben Verknä uelungen der Leitung, sich dieselbe automatisch ohne 1,.'notenbildun- :ren entwirrt.
Bei der Ausführun" sform nach den Fig. 3 und 4 sind 1, 2 die auf ihre Gebrauchslänge z u-ese ,' hniffenen, mit Isolationen (Y, 921 ver- sebenen Leiter und 3 der Gummimantel.
Der Gummimantel bedeckt sowohl den geraden Leitungsteil n, als auch die Gabelung<I>b</I> und die Gabeläste c, c lückenlos in ganz homo- Iener 'eise, so zwar, dass die Gummihül- lungsschichten in diesen Leitungsteilen- in einander verwachsend übergehen. Es hat sich gezeigt, dass auch bei der stärksten Bean spruchung derartiger gegabelter Schwach stromleitungen, insbesondere der kritische Gabelpunkt und seine Nachbarstellen in me chanischer und elektrischer Hinsicht und auch gegen Nässe sich einwandfrei schützen lassen, ohne die freie Beweglichkeit und Ela stizität der Leitung zu beeinträchtigen.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 sind 1, 2 die in ihrer Gebrauchslänge herge stellten und mit Isolationen versehenen me tallischen Leiter und 3 der umgehende Gum mimantel. Diese Leitung ist an beiden Enden gabelförmig ausgebildet.
Bei der Ausführungsform nach Fig, 6 sind 1, 2, die in ihrer Gebrauchslänge herge stellten metallischen Hauptleiter mit ihren Eigenisolationen, 3 ist der äussere Gummi Mantel der Leitung. Das eine Ende der Lei tung ist zu einer Gabel ausgebildet; in die Gabel ist ein dritter Leiter 4 zugelegt, der mit seiner in der Zeichnung nicht dargestell ten Eigenisolation ebenfalls vom Gummi mantel 3 umschlossen ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7 sind 1, 2 die metallischen Leiter mit ihren Eigenisolationen und 3 der äussere Gummimantel der Schwachstromleitung. Die Leitung a besitzt an einem Ende eine ein fache Gabel mit den Ästen<I>d, d,</I> an dem an dern Ende eine Gabel f, f, in die ein dritter Leiter 5 mit seiner Eigenisolation zugelegt ist. Jeder der Gabeläste f, f spaltet sich wie der in zwei Gabeläste g, g. - Alle Gabeläste der Schwachstromleitung sind von dem ge meinsamen Gummimantel 3 überdeckt, der lückenlos ineinander verwachsend sich über die Gabelungen und Gabeläste der Leitung homogen erstreckt. Diese Ausführungsform kann wie jene der Fig. 6 insbesondere für Radiozwecke in Betracht kommen.
Die Fig. 8 und 9 zeigen eine für gega- belte Schwachstromleitungen aller Art an wendbare Spezialausbildung der Gabelung. In diesen Figuren sind 1, 2 die metallischen Leiter mit ihren Eigenisolationen, 3 der äu ssere Gummimantel der Leitung, x, y zwei Gabeläste der Leitung. Wie Fig. 9 zeigt, ist der Gummimantel im Gabelpunkt der Lei tung mit. einer knollenartigen Verdickung z versehen, die die Gummimassen des Mantels 3 im Gabelbereiche gegen Reissbeanspruchun gen wirksamst schützt.
Bei der Ausführungsform gemäss der Fig. 10 sind 1, 2 die metallischen Leiter mit ih ren Eigenisolationen und 3 der äussere Gum mimantel der Leitung. Auf dem einen Ende der Leitung sitzt eine Gabel h., <I>h,</I> in die ein dritter Leiter 7 mit Eigenisolation verlegt ist. Auch dieser Leiter ist von- dem gemeinsamen Gummimantel 3 umschlossen. An den Enden der Gabeläste<I>h,</I> h sind knollenartige Ver dickungen 8, 8 vorgesehen, durch die das Ende der Leitung gegen mechanische Bean spruchungen erhöhten Schutz erhält. Die Gummischutzkörper 8 können auch bei nicht gegabelten Schwachstromleitungen an den Enden derselben mit Vorteil vorgesehen wer den.
Auf dem andern Ende der Leitung ist der Gummimantel 3 mittelst Textilfadens 10 abgebunden; die über diese Abbindung herausragenden Leiter 1 und 2 samt deren Eigenisolationen sind mittelst Textilhüllen 11, 11 geschützt. Die Enden der metallischen Leiter sind mit Kontaktstiften 12 metallisch verbunden.
Beim Vulkanisiervorgang des Mantels 3 wird eine innige Verbindung (ein wirkliches Einvulkanisieren) mit der Textilabbindung 10 bewirkt, so dass' dieselbe für die Kontaktor- ane 12 tragfähig wird.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 11 ist auf den Mantel 3 ein Textilgeflecht 20 aufgeschoben, -welches sich gelegentlich der Vulkanisation mit dem Mantel 3 innig ver bindet. Dieses Geflecht gabelt sich mit Ein schluss der Leiter 1 und 2 und deren Eigen isolation in zwei Äste m, n. In jedem der Äste übergreift das Textilgeflecht den Kopf teil 21 des Kontaktorganes 22 und ist mit- telst einer in einer Rille 23 eingebundenen Bindung fest mit demselben verbunden. Auch in diesem Falle bildet das in den Gummi- mantel einvulkanisierte Textilgeflecht den Träger für die Kontaktorgane.
In Fig. 12 ist ein besonders vorteilhafter Einbau von End- l@öntaktorganen (Stifte, äsen und derglei- c'Ien) in Schwachstromleitungen bezw. deren Gabeläste veranschaulicht. 1 ist der metal lische Leiter, ?' seine Eigenisolation und 3 der ihn umgebende Gummimantel, 30 ist. das \\ontaktorgan, im vorliegenden Falle ein Kontaktstift. Der Kontaktstift besitzt eine Bohrung 31, in welche der Leiter 1 hinein ragt und eingelötet ist.
Auf der Umfläche des Kontaktorganes 4 sind Kerben 33 vorgesehen. Der Gummimantel 3 bezw. seine knollenartige Verdickung ?? um hüllt allseitig die Kerben 32 des Kon- taktorganes 30. Bei der Vulka.nisierung des Gummimantels 3 findet ein festes An- vulkanisieren desselben an die Kerben und an das Kontaktorgan statt.
Durch das An- vulkanisieren einerseits und die knollenartige 1:frdausbildung des Gummimantels 3 ander- s(@its wird die Bruchgefahr in der Übergangs- sIelle zwischen Kontaktorgan 30 und metal- lischem Leiter 1 eliminiert.
Die beschriebene Schwaehstroml(@itunr; besitzt den Vorteil, dass sie an allen Stellen vom mechanischen, chemischen und elektri schen Standpunkt aus vollkommen gleiche Festigkeit und Widerstandsfähigkeit auf weist und einen besonders sichern Einbau von Kontaktorganen jedweder Art gewährleistet.