CH116038A - Einrichtung zur Mehrfachfernschaltung längs Leitungen mittelst modulierter Hochfrequenzschwingungen. - Google Patents
Einrichtung zur Mehrfachfernschaltung längs Leitungen mittelst modulierter Hochfrequenzschwingungen.Info
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Description
Einrichtung zur lriehrfachferuschaltung längs Zeitungen mittelst modulierter Hochfrequenzschwingungeri. \ Es ist bekannt, eine Mehrfachausnutzung von Leitungen für die Zwecke der Fern melde- bezw. Fernschaltungstechnik dadurch zu erreichen, dass die einzelnen Fernbetäti gungen durch Wechselströme verschiedener Frequenz erfolgen. Auf diesem Gedanken beruht zum Beispiel die Wechselstrommehr- fachtelegraphie, bei welcher sowohl nieder frequente, als auch hochfrequente Wechsel ströme schon zur Anwendung gelizommen sind.
Hierbei ist jedoch die Zahl der auf einer zusammenhängenden Leitung störungs frei arbeitenden Verbindungen begrenzt durch den Frequenzbereich, der in den be treffenden Fällen praktisch zur Anwendung kommen kann. Um die Zahl der Verbindun gen zu vergrössern, ist schon vorgeschlagen worden, an Stelle gewöhnlicher HocIlfre- quenzschwingungen solche mit einer be stimmten Folge von Wellenzügen zu benut zen, wobei der verschieden gewählten Folge verschiedene zu übertragende Zeichen zuge ordnet werden.
Dieses System der Mehrfach zeichengebung ist für die Mehrfachfern- Betätigung von Schaltungen, insbesondere in Hochspannungskraftanlagen, nicht ohne wei teres anwendbar, da hierbei schon gering fügige Störungen in der Übertragung des Signals zu Fehlschaltungen führen können, wenn nicht besondere Verriegelungs- oder sonstige Relais zu Hilfe genommen werden. Gänzlich unbrauchbar wird aber ein solches System, wenn der Betrieb ein augenblick liches Ansprechen der Betätigungsrelais er fordert.
Die Erfindung bezieht sich nun vorwie gend auf den Fall, dass von einer Zentralsta tion einer Kraftübertragungsanlage in meh reren Unterstationen verschiedene, jedoch für die einzelnen Unterstationen gleiche Be tätigungseinrichtungen fernzuschalten sind.
Hierbei wird erfindungsgemäss eine augen blickliche und sichere Fernschaltung der Be lätigungseinrichtung dadurch erreicht, dass der in der Zentralstation aufgestellte Sender für die Erzeugung von an sich ungedämpf- ten, jedoch mit Niederfrequenzwellen modu lierten Hochfrequenzschwingungen verschie- denen Frequenz eingerichtet ist, und zwar derart,
dass die Zahl der verschiedenen Hoch- f.'reduenzwellen der Zahl der Unterstationen und die Zahl der Modulationsfrequenzen der jenigen der Betätigungseinrichtungen einer Empfaligsstation entspricht.
Bei Ausführung der Erfindung kann zum Beispiel der in der Zentralstation aufgestellte Sender mit zwei Reihen von Schaltknöpfen versehen werden, wovon durch die erste Reihe die einzelnen Hochfrequenzschwingun- gen, Und durch die zweite Reihe die einzel nen Niederfrequenz - Modulationsschwingun- gen eingeschaltet werden.
Beim Drüchen c@ilier Taste der ersten Reihe würde alsdann eine bestimmte Hochfrequenzschwingung er zeugt und damit der Verkehr mit der zu- geordneten Empfangsstation eröffnet werden.
Wird alsdann eine Taste der zweiten Reilie o@edriieht. so wird hierdurch die ausgesandte Hoc#lifrerluenzwelle mit der dieser Taste ent- Sprcchenden Modulationsfrequenz moduliert, ulrd es spricht auf der Empfangsstation das diesFr Modulationsfrequenz zugeordnete Re lais ;
i. Da, wie vorausgesetzt, die einzelnen lrtätit,@ungseinrichtungen auf den Empfangs- ,tationen, die auf die gleiche Modulations- 1'rr@quenz ansprechen, auch die gleiche Futihtion haben, ergibt sich für die Tastatur Senders eine eindeutige Zuordnung rl(,
r Titten zu r'ter gewünschten Betätigling#. ins ergibt sich für den Betrieb eine weitgehende Verringerung der für die ver- chiedenen Betätigungen erforderlichen Fre quenzen.
So sind zum Beispiel bei vier Empfan-s- stationen und je acht,zu betätigenden Re lais, also insgesamt für 32 verschiedene Be- täti-ungen, nur 12 Druekknöpfe auf der Be- tätigungstafel des Senders erforderlich.
Das erläuterte Verfahren ist naturgemäss vnn besonderen Betriebsbedingungen auf der Leitun- unabhängig, kann jedoch auch in dem Fall vorteilhaft sein, wo sieb eine ge- genseitio,#e Beeinflussung zwischen verschie- denen Leitungen nicht beseitigen lässt.
In Fig. 1 und 2 ist ,je ein Ausfübrunlos- bg#isliiel eines Senders und Empfängers für die Fernschaltung 1 < irig.@ Hochspannungs- leitungen dargestellt, anhand deren die @Vir- kungsweise des Verfahrens erläutert werden soll.
In Fig. 1 stellt 1 die Hochfrequenzschwin- gungsröhre dar, welche den Hochfrequenz schwingungskreis ? speist. Dieser ist durch die Kondensatoren 3 auf verschiedene Wel lenlängen einstellbar. Die Einschaltung der gewünschten Kondensatoren kann beispiels weise durch eines der Relais .1 mittelst Fern schaltung von der 1)riiel.:lznopftaste aus er folgen.
Die Hochfrequenzschwingungsröhre 1 kann nun, beispielsweise vermittelst eines besonderen Gitters, durch eine weitere Röhre 5 in ihrer Arbeitsweise beeinflusst werden. An diese Röhre ist, ähnlich wie bei der Röhre 1, ein Niederfrequenzschwingungs- kreis 6 angeschlossen, welcher die durch Re lais 8 einzuschaltenden Kondensatoren 7 ent hält. Die Relais 8 werden ebenfalls von der Druckknopftafel aus betätigt.
Wird nun auf der Drucl,:knopftafel eine Hochfrequenz- und eine Niederfrequenztaste gedrückt, so spricht das den gedrückten Ta sten entsprechende Relais 4 und 8 an, wovon das erste die betreffende Hochfrequenz- srhivingung# einschaltet, die mit der dem zwcit@n @ilai ent@preehenden Niederfre quenz moduliert wird.
Die modulierte Hoch- freqttenzscliwiiiguiig wird durch die induk tive Kopplung 9 und über die Resonanz schaltung 10 derjenigen Leitung 11 zuge- fülirt, welelie die Zentralstation mit der be treffenden Unterstation verbindet.
Zwecl:niässi\",# ist es natürlich, mit der Betätigrin < _# des Relais 1 gleichzeitig auch die Stromquelle des Senders einzuschalten, um einen unnötigen Stromverbraueh zu ver meiden.
Die vom Sender erzeugte Hochfrequenz wello gelangt nun auf der betreffenden Lei tung 11 zti dem in der gewünschten Unter station befindlichen Empfänger, wo sie über die Resonanzselialtiing 12 (Fig. 2) Und die induktive Kopplung 13 den Hochfrequenz schwingungskreis 14 erregt. Diese Schwin- gongen werden durch die dauernd eingeschal tete Empfangsröhre 15 gleichgerichtet und verstärkt.
Bei reinen Hochfrequenzwellen entsteht dann im Transformator 17 ein rei ner Gleichstrom, während bei modulierten Hochfrequenzwellen dort ein Gleichstrom finit überlagertem Wechselstrom von der Mo dulationsfrequenz auftritt. Der Gleichstrom anteil desselben erregt nun das Relais 16, durch welches die Stromquellen für den übrigen Empfänger eingeschaltet werden. Der überlagerte Wechselstrom dagegen er scheint in der Sekundärwicklung des Trans formators 17 und wird dem Gitter der nach folgenden Verstärkerröhre 18 zugeführt.
In den Anodenkreis dieser Röhre sind die Schwingungskreise 19 eingeschaltet, die auf die einzelnen Modulationsfrequenzen abge stimmt sind, und die die eigentlichen Aus gangsrelais für die Ausführung der in der betreffenden Unterstation zu betätigenden Schalter enthalten. Diese Ausgangsrelais können thermische, Weicheisen, Ferrarisrelais oder andere sein. Gegebenenfalls können auch mit den einzelnen Schwingungskreisen weitere Gleichrichterröhren mit Gleichstrom relais verbunden sein, um den Wechselstrom gegebenenfalls nochmals verstärkt in Gleich strom umzuwandeln und alsdann als Aus gangsrelais empfindlichere Gleichstromrelais benutzen zu können.
Diese haben auch den Vorteil sehr genauer und schneller Wirkung, wenn es sich um präzis auszuführende Be tätigungen handelt.
Wie ersichtlich, kann bei einer solchen Anordnung bei Störungen in der Mertra- gung nur der Fall eintreten, dass die ge wünschte Schaltung in den Unterstationen nicht ausgeführt wird, während eine Fehl schaltung vollkommen ausgeschlossen ist. Um jedoch die ordnungsmässige Ausführung der -;gewünschten Schaltungen sicher zu stel len, ist es zweckmässig, in den Unterstationen einen- besonderen Rückmeldesender aufzu stellen, welcher die erfolgte Auqführung der gewünschten Betätigung zurückmeldet und in der Zentralstation Störungen und derglei chen erkennen lässt.
Es handelt sich also bei der Rückmel dung nur um eine Anzeige, ob die ge wünschte Betätigung ausgeführt ist oder nicht, und es ist daher möglich, bei der Rückmeldung auf eine Unterscheidung der einzelnen ausgeführten Betätigungen zu ver zichten. Infolgedessen genügt es, wenn die einzelnen Rückmeldelender auf die gleiche Hochfrequenz abgestimmt sind und in dem in der Zentralstation für alle Unterstationen gemeinsamen Rückmeldeempfänger ein hör- oder sichtbares Signal auslöst.
Zur Erhöhung der Störungsfreiheit ge genüber äussern Einflüssen kann es auch hierbei vorteilhaft sein, den Rückmeldesen- der mit der gleichen Niederfrequenz modu liert zu betreiben und das Rückmeldesignal in der Zentralstation auf diese Modulations- frequenz ansprechen zu lassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Mehrfachfernschaltung längs Leitungen von einer Zentralstation nach mehreren Unterstationen mittelst modu lierter Hochfrequenz-chwingungen, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Zentralstation aufgestellte Sender für die Erzeugung von an sich ungedämpften, jedoch mit Nieder- frequenzwellen modulierten Hochfrequenz- schwin;ungen verschiedener Frequenz ein gerichtet ist, und zwar derart, dass die Zahl der verschiedenen Hochfrequenzwellen der Zahl der Unterstationen und die Zahl der Modulationsfrequenzen derjenigen der Be- tätigungseinrichtungen einer Unterstation entspricht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf den ein zelnen Unterstationen gleichartige Be tätigungsrelais vorhanden sind, wobei jeweils den gleichartigen Betätigungs relais die gleiche Modulationswelle und sämtlichen Betätigungsrelais einer Un terstation eine besondere Hochfrequenz welle zugeordnet ist. ?.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gelzennzeieh- net, dass die modulierte IIochfrequenz- welle durch Resonanzkreise nur auf die jenige Leitung übertragen wird, die zu der betreffenden, auf diese Welle abge- stimmten Empfangsstationen führt.3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hoclifre- quenzwelle von einem Röhrengenerator erzeugt wird, wobei die Beeinflussung der Nochfrequenzschwingung mittelst eines zweiten Gitters durch einen Nie derfrequenzröhrengenerator erfolgt. 4.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge- 1_ennzeichnet, dass die Einschaltuni; der Abstimmittel cles Hoch- und Nieder- frequenzschwingungskreises durch fern gesteuerte Relais erfolgt. >. Einrichtung nach Patentanspruch und Ljnteransprüehen 2, 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Betätigung der Abstimmrelais gleichzeitig die Strom duellen des Senders eingeschaltet werden. q. Einrichtung nach Patentanspruch, da.durch gekennzeichnet, dass beim Emp fang der modulierten Hochfrequenz- schwingungen der in einem Gleichrich ter gleichgerichtete Hoehfrequenzstrom die Stromquellen für die Betätigungs- apparate mittelst besonderen Relais ein schaltet. 7.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch G, dadurch gehennzeich- nc:t, da.ss die 11orlul < itionsscliwinbung einer Serienschaltung von einzelnen auf bestimmte Niedc=rfrequenzen abgestimm ten Schwingunghreisen zu-eführt wird, die die eigentlichen Betätigungsrelais enthalten.B. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspriichen k; und 7, dadurch ge- Izennzeielinet, dass von den einzelnen '.r.hjvü>gun@@shreien weitere mit Gleich- stromreIais\ verbundene Gleichriehter- röhren besteuert werden.9. Einrichtung nach Patentanspruch rmd Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge- kennzeiclrnel:, dass auf jeder Empfangs- stelle ein. '#Zencler a.ufaebaut ist, der selbsttägig das ordnungsmässige Eintref fen des Silnals, die erfolgte Ausfüli- i-un" der Bctätigun@g, Störungen oder dergleichen mittelst modulierter Hoeh- frequenzwellen zurückmeldet. 10.Einrichtung> naeli Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis -9, dadurch ge kennzeichnet, rlass sämtliche R,üel@melde- sender mit der#P1ben Welle arbeiten, die @@e@ebenenfalls mit der 0-leichen Nieder frequenz moduliert ist.
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| CH116038D CH116038A (de) | 1924-07-14 | 1925-07-11 | Einrichtung zur Mehrfachfernschaltung längs Leitungen mittelst modulierter Hochfrequenzschwingungen. |
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