CH116428A - Verfahren zum Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen.

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CH116428A
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Heinrich Buschmann
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  Verfahren zum Betrieb von     Verbrennungskraftmaschinen.       Um hochsiedende, flüssige Brennstoffe,  zum Beispiel Petroleum, Gasöl, Solaröl,  Treiböle, in Verbrennungsmotoren verwert  bar zu machen, wendete man bisher vor  allem starke     Vorwärmung    an, die von aussen  zugeführt wurde. Nachteile dieses Verfah  rens sind neben der Umständlichkeit der  Anordnung und neben der Schwierigkeit des       Anlaufens    die Verringerung der Ladung ent  sprechend der     Vorwärmung,    sowie die Kon  densation des Brennstoffes in Saugrohr und  Zylinder bei geringen Belastungen. Der  weitere Betrieb ist dann nur mit leichtsieden  dem Brennstoff möglich.  



  Ein anderes bekanntes Verfahren zur  Verbesserung der Ausnützung von Brenn  stoffen in Verbrennungsmotoren besteht  darin, dass man der Ladung kurz vor der  Verbrennung ein Zusatzgas, zum Beispiel  Wasserstoff, zusetzt. Das Zusatzgas soll bei  reichen Gasgemischen eine bessere Verbren  nung bewirken, und bei armen Gemischen  mit schwer verbrennbarem     Brennstoff    die  Verbrennung sichern.  



  Alle bisher bekannt gewordenen Ver-    fahren dieser letzteren Art bedienten sich  entweder besonderer, teurer, verhältnismässig  viel Raum beanspruchender und besondere  Bedienung     benötigender        Gaserzeugungsan-          lagen    oder auswechselbarer     Gasvorratsbehäl-          ter,    von deren rechtzeitiger Auswechslung  der     Betrieb    der     Verbrennungskraftmaschinen     nach dem Verfahren abhängig ist.  



  Gemäss der Erfindung werden diese Nach  teile dadurch vermieden, dass     das    die ' Ver  brennung verbessernde Zusatzgas mittelst des"  Stromes einer von der Verbrennungskraft  maschine selbst angetriebenen Dynamo  maschine elektrolytisch hergestellt wird.  



  Da die Menge der Zusatzgase im Ver  gleich zum Brennstoffverbrauch gering ist,  so ist auch der Energieverbrauch der     Elek-    .       trölysiereinrichtung    von untergeordneter Be  deutung.  



  Als hauptsächlichstes Beispiel sei die  elektrolytische Wasserstoff- und Knallgas  erzeugung angeführt,     die    als Betriebsstoff  nur Wasser, das - nichts kostet, erfordert.  Hierbei kann entweder der Wasserstoff oder  das     Knallgas    als Zusatzgas verwendet wer-      den, oder der Sauerstoff, durch welchen der  Luftbedarf der Maschine vermindert und  eine Verkleinerung des Zylinderraumes er  möglicht wird.  



  Die bei der Elektrolyse gewonnenen Gase  können unter verhältnismässig hoher Span  nung gehalten werden.  



  Insbesondere ist die Erfindung zur An  ivendung bei Kraftfahrzeugen geeignet, bei  denen in der Regel eine elektrische Nieder  spannungsanlage mit vom Fahrzeugmotor aus  angetriebener Gleichstromdynamo vorhanden  ist. Hier kann durch Hinzufügung eines  einfachen     Elektrolyseurs    eine bessere ther  mische Ausnützung des Brennstoffes in der       Verbrennungskraftmaschine    erreicht werden,  ohne dass besondere laufende Betriebskosten  entstehen.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wird  der Brennstoff durch die     Verbesserung    der  Verbrennung wesentlich besser ausgenützt.  



  Das Zusatzgas kann der Ladung nur bei  bestimmten Betriebszuständen zugesetzt wer  den. Die Zufuhr kann durch einen selbst  tätigen Regler veranlasst und geregelt     wer-          der.    Beispielsweise kann ein Regler in Ab  hängigkeit von der Motorleistung oder der  Motordrehzahl die Zufuhr des Zusatzgases  veranlassen oder erhöhen, solange die Motor  leistung klein oder die Motordrehzahl ge  ring ist, während bei Vollast oder normaler  Tourenzahl die Gaszufuhr unterbrochen  oder stark herabgemindert wird.  



  Zweckmässig ist für das Anlaufen ein  kleiner Gasbehälter vorgesehen, dessen Ruf  ladung bei Erreichung einer gewissen Fül  lung selbsttätig abgestellt wird. Ein solcher  Vorratsbehälter erlaubt, mit einer     besonders     kleinen     Elektrolysieranlage    auszukommen.  



  Möglich und von grosser praktischer Be  deutung ist auch die Verwendung des elek  trolytisch gewonnenen Zusatzgases zur vor  übergehenden Leistungssteigerung an Stelle  der zu diesem Zwecke angewendeten Vor  kompression. Die Leistungssteigerung ist ins  besondere auch anwendbar bei Motoren, die  zeitweise in grossen Höhen arbeiten sollen,  zum Beispiel bei     Luftfahrzeugmotoren.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH I:</B> Verfahren zum Betrieb von Verbrennungs- kraftmaschinen mit mindestens zeitweiser Zuführung von Zusatzgas, um die Verbren nung zu verbessern, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzgas mittelst des Stromes einer von der Verbrennungskraftmaschine selbst angetriebenen. Dynamomaschine elektrolytisch gewonnen wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbren nungskraftmaschine mit einem hoch siedenden flüssigen Brennstoff betrieben wird, dessen Verbrennung das Zusatzgas sichert. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatz gas bei Überlastungen zur vorübergehen den Leistungssteigerung benützt wird. PATENTANSPRUCH I-I: Verbrennungskraftmaschinenanlage auf Fahrzeugen mit einer Gleichstromdynamo maschine zur Ausübung des Verfahrens nach dem Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Elektrolysiereinrichtung an die Gleichstromdynamomaschine ange schlossen ist, die nicht nur zur Erzeugung von Zusatzgas Strom liefert.
    UNTERANTSPRÜCHE 3. Verbrennungskraftmaschinenanlage nach dem Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen Vorratsbehälter für das Zu satzgas und eine kleine Elektrolysier- anlage. 4. Verbrennungskraftrmaschinenanlage nach Patentansprueh 1I, gekennzeichnet durch einen Regler, der die Zufuhr von Zusatz gas in Abhängigkeit von der Belastung der Verbrennungskraftmaschine regelt.
CH116428D 1924-10-01 1925-06-22 Verfahren zum Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen. CH116428A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008003126A1 (de) 2007-08-06 2009-02-12 Clean World Energies Gmbh Verbrennungskraftmaschine und Verfahren zum Betrieb einer Verbrennungskraftmaschine
WO2011031798A1 (en) * 2009-09-11 2011-03-17 Geo Firewall Sàrl System to dynamically vary the volume of product gas introduced into a hydrocarbon combustion process
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