CH116453A - Elektrischer Kondensator in der Bauart eines Kabels. - Google Patents

Elektrischer Kondensator in der Bauart eines Kabels.

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CH116453A
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Salman Silbermann
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Salman Silbermann
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  Elektrischer Kondensator in der Bauart eines Kabels.    Kabel, insbesondere Hochspannungskabel  besitzen bekanntlich hohe Kapazitäten. Man  hat daher in der Praxis oft Kabelstücke be  nutzt, wenn man Kapazitäten brauchte. Eine  planmässige Herstellung von Kondensatoren  in der Bauart von Kabeln hat sich jedoch  in der Praxis als unwirtschaftlich erwiesen,  weil die Herstellungskosten zu hoch waren.  Anderseits würde aber die Möglichkeit der  Herstellung von Kondensatoren in dieser Bau  art technisch einen Fortschritt bedeuten, da  man solche Kondensatoren fabrikationsmässig  in beliebigen Längen herstellen kann und  sich diese daher besonders für grössere     kapa-          zitive    Einheiten eignen.

   Der Bedarf an der  artig grossen Kondensatoren ist beträchtlich;  man denke nur an die Kompensation der  Phasenverschiebung, an     Überspannungsschutz          ete.     



  Durch die vorliegende Erfindung wird eine  Konstruktion angegeben, die es gestattet,  durch eine wesentlich bessere Ausnutzung  des     Dielektrikums    in einem kabelförmigen  Kondensator mehr Kapazität unterzubringen,  als bisher möglich war. Bisher konnte die    günstigste     Ausnutzung    des     Dielektrikums    bei  einem Hochspannungskabel erreicht werden,  wenn man, wie in     Fig.1    dargestellt, den  äussern Durchmesser der Isolation 2.72 mal  so gross wie den Leiterdurchmesser machte.

    Unterteilt man jedoch die Isolation durch  durchgehende Metallschichten, wie beispiels  weise in     Fig.    2 angegeben, und schaltet diese  nach dem Schema     Fig.    3, so gestattet ein  solches Kabel die Unterbringung einer Schein  leistung, welche bei gleichen     AAIaximalgradien-          ten    und gleicher Spannung mehr als doppelt  so hoch ist, wie bei dem in     Fig.    1 dargestell  ten Kabel. In den     Fig.    1 und 2 bedeuten    D = die     Dielektrika.       <I>d =</I> die durch die     Dielektrika   <I>D</I> gebil  deten Kapazitäten.    m =die metallischen Schichten.

      Das ganze     Dielektrikum    ist in     Fig:    2 in drei  Teile eingeteilt; die Teilkapazitäten     dl    und       d,    sind untereinander parallel und mit     dz    in  Serie geschaltet     (Fig.    3). Die elektrische Be  anspruchung 8 des Isolationsmaterials (Gra  dient) ist in den     Fig.    1 und 2 oberhalb der      Querschnitte durch Kurvenzüge veranschau  licht.  



  Die günstige Ausnutzung des     Dielektri-          kums    soll anhand von Beispielen dargelegt  werden. Die Kapazität zylindrischer Konden  satoren lässt sich bekanntlich nach der Formel:  
EMI0002.0003     
    wo da und     di    die jeweiligen Durchmesser der  beiden metallischen Beläge bedeutet, berech  nen. In den folgenden Beispielen soll überall  die     Dielektrizitätskonstante    e     =    3.8 und der  maximal zulässige Gradient     ö        max    = 6     kV/mm     angenommen werden.

   Im Kondensator nach       Fig.    1 für beispielsweise 60     kV    Gebrauchs  spannung betrage der Durchmesser von     m,     20 mm und von     7n1    54,4 mm. Die Kilometer  kapazität errechnet sich zu 0.21     Mfd.    Der  Kondensator nach     Fig.    2 für die gleichen  elektrischen Verhältnisse haben folgende Ab  messungen  
EMI0002.0016     
  
    <I>m, <SEP> :</I> <SEP> 12.1 <SEP> mm <SEP> Aussendurchmesser
<tb>  m, <SEP> : <SEP> 27.9 <SEP> mm <SEP> 0
<tb>  <I>7n1: <SEP> 40 <SEP> mm</I> <SEP> 0 <SEP> und
<tb>  <I>nzz</I> <SEP> :

   <SEP> 51.4 <SEP> mm <SEP> 0       Unter Berücksichtigung der Schaltung nach       Fig.    3 lässt sich die Gesamtkapazität zu  0.42     11Ifd./km    also 2 mal so gross wie vorher,  errechnen. Berücksichtigt man hierbei, dass  der Querschnitt im ersten Beispiel<B>1.125</B> mal  so gross ist als wie im zweiten Beispiel, so  ergibt sich im zweiten Falle eine 2.25 mal  höhere Kapazität pro Volumeneinheit Material  und dementsprechend auch 2.25 mal günsti  gere Herstellungskosten.  



  Das     Dielektrikuin    kann noch besser aus  genutzt werden, wenn man eine Konstruktion  nach     Fig.    4 und Schema     Fig.    5, also mit  insgesamt fünf Teilkapazitäten, ausführt. Als  Beispiel soll ein Kabelkondensator mit  
EMI0002.0022     
  
    <I>111,i</I> <SEP> von <SEP> 6 <SEP> mm <SEP> Aussendurchmesser
<tb>  <I>in,</I> <SEP> " <SEP> 15 <SEP> mm <SEP> 0
<tb>  <I>7120</I> <SEP> " <SEP> 25.2 <SEP> mm <SEP> 0
<tb>  <I>1a11</I> <SEP> " <SEP> 34.2 <SEP> mm <SEP> 0
<tb>  <I>yna <SEP> <B>32</B></I> <SEP> 40.2 <SEP> mm <SEP> 0
<tb>  1123 <SEP> <I>s</I> <SEP> <B>31</B> <SEP> 47.5 <SEP> mm <SEP> 0       angeführt werden.

   Die Kapazität errechnet  sich auch in diesem Falle zu 0.42     Mfd.'Kin     und bezogen auf die Volumeneinheit 2.62 mal  so hoch als bei einer Konstruktion nach     Fig.    I .  Mit fortschreitender Unterleitung des     Dielek-          trikums    kann die Ausnutzung des     Dielektri-          kums    noch weiter gesteigert werden.  



  Die Ausführung nach     Fig.    2-5 eignet  sich besonders für sehr hohe Spannungen.  Für mittlere Hochspannungen kann hingegen  eine günstige Ausnutzung auch auf anderer  Art erreicht werden. So kann man zum Bei  spiel das     Dielektrikum    durch Metallschichten  unterteilen und alle     Teilkapazitäten    unter  einander parallel schalten, wie beispielsweise  in     Fig.    6 und den dazugehörigen Schema       Fig.    7 dargestellt. Oder man kann die Teil  kapazitäten auch so vorsehen, dass jede an  eine Phase eines     Mehrphasennetzes    ange  schlossen werden     kann,    wie zum Beispiel in       Fig.    8 und .Schema 9 dargestellt.

   Letztere  Schaltung hat allerdings den Nachteil, dass  dann die Kapazitäten der einzelnen Phasen  nicht gleich gross sind. Dem kann aber ab  geholfen werden, wenn man beispielsweise  zwei oder mehr gleiche mehrphasige Konden  satoren verwendet und die Teilkapazitäten  so schaltet, wie in Schema     Fig.    10 angege  ben. Ein Ausgleich in den Kapazitäten in  einem mehrphasigen Kondensator kann ferner  auch durch eine Konstruktion, wie in     Fig.     11 und Schema 12 angegeben, erreicht wer  den. Wie man sieht, lassen sich sehr viele  vorteilhafte Schaltungen der Kapazitäten her  stellen, so dass man für jeden besonderen  Fall die günstigste Schaltung wählen kann.  



  Die Herstellung der Kondensatoren bietet  nicht die geringsten Schwierigkeiten. Es  können hierbei ohne weiteres die aus der  Kabeltechnik gesammelten Erfahrungen sinn  gemäss verwertet werden. Die Seele wird  man zweckmässig aus einem Metall genügen  der mechanischer Festigkeit, wie Eisen oder  dergleichen anfertigen. Die übrigen metalli  schen Zwischenschichten können aus Folien,  metallisierten Papieren, Metalldrähten     etc.     bestehen; sie müssen so beschaffen sein, dass  sie dem     Trocknungs-    sowie     Tränkungsprozess,         soweit solche in Frage kommen, keine Hinder  nisse in den Weg legen.  



  Die Montage der Kondensatoren kann je  nach dem Verwendungszweck     beziehungswbise     je nach dem zur Verfügung stehenden räum  lichen Verhältnissen direkt auf Trommeln,  oder in besonderen Gehäusen erfolgen. Die       Eisenbandarmatur    kann in der Regel ganz  weggelassen werden, in den meisten Fällen  wird man den metallischen Mantel entbehren  können und statt dessen eine Bandage oder  dergleichen vorsehen. Bei Unterbringung des  Kondensators in ein Gehäuse wird man zweck  mässig innerhalb des Gehäuses noch Kabelöl  einfüllen. Hierdurch werden gleichzeitig die       lsolations-    und Kühlungsverhältnisse begün  stigt.  



  Sieht man einen Metallmantel vor, so  kann man auch aus Ersparnisgründen mehrere  Kondensatoren ein- und derselben Phase be  ziehungsweise mehrerer Phasen mit einem  gemeinsamen Mantel umgeben.  



  In Fällen, in welchen die Betriebsspan  nung ganz besonders gering ist, empfiehlt  sich, dass man einen Hochspannungskonden  sator nimmt und diesen über einen Trans  formator an die Niederspannung anschliesst,  wie etwa in     Fig.    13 schematisch dargestellt.  Man kann natürlich auch andere bekannte       Transformatorenschaltungen    benutzen.  



  Zweckmässig wird man den Transformator  neben dem in einem Gehäuse untergebrachten  Hochspannungskondensator aufstellen. Durch  eine feste oder biegsame Verbindung können  die Enden des Hochspannungskondensators  direkt in das Gehäuse des Transformators  hereingeführt werden. Man hat dann den  Vorteil, dass die Hochspannung führenden  Teile nirgends der Berührung zugänglich sind.  



  Eine weitere wesentliche Vereinfachung  erhält man, wenn man den Kondensator und  den Transformator in ein gemeinsames Ge  häuse unterbringt. In diesem Falle muss für  eine geeignete Ölfüllung gesorgt werden.  



  Ferner kann man den mit Schutzmantel  versehenen Kondensator ebenfalls in einem    Gehäuse unterbringen und in letzterem eine  Wasserkühlung vorsehen, wodurch es ermög  licht wird, die Beanspruchung und somit die  Leistungsfähigkeit des Kondensators höher  zu setzen.  



  Für die Endverschlüsse und Muffen kom  men die aus der Kabeltechnik bekannten  Konstruktionen in Frage. Die Schaltung, das  heisst die elektrischen Verbindungen zwischen  den Metallschichten werden in den     Endver-          schlüssen    und den     Muffen,    wo diese Schichten  zugänglich sind, hergestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Kondensator, dessen aktiver Teil durch mindestens ein Kabel dargestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe eine Metallseele genügender mechanischer Festigkeit mit konzentrisch um diese in der Isolation eingebetteten und voneinander ge trennten zylindrischen Metalleinlagen auf weist, wobei zwei oder mehr der metallischen Teile miteinander unter Übergehung von einer oder mehreren dazwischen liegenden metalli schen Einlagen verbunden sind. UNTERANSPRüCHE 1. Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Adern mit einem gemeinsamen Schutzmantel umgeben sind. 2.
    Kondensator nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Teil in einem Gehäuse untergebracht ist und durch eine Flüssig keit gekühlt wird. 3. Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel durch eine Bandage geschützt ist. 4. Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Teil in einem mit Öl gefüllten Gehäuse unterge bracht ist.
CH116453D 1924-07-22 1925-07-16 Elektrischer Kondensator in der Bauart eines Kabels. CH116453A (de)

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CH116453D CH116453A (de) 1924-07-22 1925-07-16 Elektrischer Kondensator in der Bauart eines Kabels.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE760701C (de) * 1932-11-24 1955-05-12 Porzellanfabrik Kahla Verfahren zur Herstellung von Roehrchen fuer Roehrchenkondensatoren

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