CH116623A - Verfahren zum Verhütten von aus Minette gewonnenen Oolitkörnern und ähnlichen Feinerzen bezw. Erzschlichen. - Google Patents
Verfahren zum Verhütten von aus Minette gewonnenen Oolitkörnern und ähnlichen Feinerzen bezw. Erzschlichen.Info
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- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
Verfahren züm Terhütten -von aus 311nette gewonnenen Oolith-öriierii und ähnlichen Feinerzen bezw. Erzschlichen. Bekanntlich werden die beiden Operatio- neu <U>der</U> Reduktion und der Schmelzung der Eisenerze nacheinander in ein und derselben Vorrichtung, dem Hochofen, durchgeführt. Der Hochofen muss zu diesem Zwecke eine bestimmte Höhe besitzen, zum Beispiel 25 m.
Diese Höhe bedingt stückige, feste Erze und Koks, die den Druck im Hochofen aushalten. Hierdurch wird jedoch die rasch"- Einwirkung der Gase auf die Eisenoxyde behindert; der Koksverbrauch erhöht sich entsprechend auf zirka<B>1100 kg</B> pro Tonne Roheisen.
Es ist bekannt, dass die Menge des in den Hochofen einzublasenden Windes dem -oro Tonne Roherz verbrauchten Koks proporiio- nal ist und dass der Winddruck sieh nach der Ofenhöhe und der Ofenbeschickung rich tet. Ferner sind Winderhitzer erforderlich, um die benötigte Windmenge auf eine Tem peratur von zirka<B>900'</B> zu erhitzen.
Es wurde nun gefunden, dass die beiden den Hochofenbetrieb charakterisierenden Vorgänge sieh -für die aus Minette gewon- nenen Oolitkörner und ähnlichen Feinerze bezw. Erzschliche derart vereinfachen lassen, dass nunmehr deren Verhüttung wirtsel-laft- lieh möglich ist.
Das Verfahren besteht in der Kombination eines Reduktionsprozesses mit einem davon räumlich getrennten Schmelzprozess. Hierbei sind demnach die beiden Einwirkungen der Reduktion und der Schmelzung voneinander getrennt, so dass die Reduktion im Reduktionsapparat und die Schmelzung im Schmelzofen stattfindet.
Es wurde ferner gefunden, dass die für die Reduktion erforderlichen Temperaturen nicht- die Sintertemperatur des Erzes errei chen dürfen, was durch Regulierung des mechanischen Transportes des Aufgabegutes durch den Reduktionsofen -und durch Regu lierung des Schmelzofenbetriebes herbeige führt wird.
Unter Verwendung bekannter, zur Erzröstung verwandter Ofen werden die feinen Erze beständig mit den reduzierenden Gasen in Berührung gebracht, durch bei spielsweise mit Greifer versehene Dreharme, die die Erze umrüllre'n und sie von einer Etage zur andern des in Frage kommenden Apparates bringen, bis zu ihrer vollständi gen Reduktion, worauf sie dann in den Schmelzofen. eingeführt werden, in welchem die Trennung des Eisens von der Schlacke durch Schmelzen bewirkt wird.
Durch Pyro- meter können die Temperaturen im Reduk tionsofen ohne jede Schwierigkeit an den verschiedenen in Betracht kommenden Stel len gemessen werden, so dass diese Betriebs kontrolle einen Reduktionsofenbetrieb unter halb der Sintertemperatur der Erze gewähr leistet.
Der für das neue Verfahren erforder liche Schmelzofen benötigt nur eine geringe Höhe, beispielsweise<B>6,5</B> in. Die Gase brau chen demnach nur diese anstatt der<B>25</B> in de#,i Hochofens zu durchstreichen. Eine Wind pressung von<B>6</B> mm Ilg. wird genügen, um die Verbrennung des Kohlenstoffes im Sehmelzofen zu bewirken. Da der Schmolz- ofen nur bis zu einer Höhe von<B>5</B> in ange füllt wird, kann der zur Verwendung kom mende Kohs geringerer Qualität sein, seine Widerstandsfähigkeit gegen Druck kommt nicht mehr in Betracht.
Durch Anwendung des neuen Verfahrens lassen sich die eisenreichsten Erzkonzentrate bei geringstem Verbrauch an Reduktionsga sen reduzieren. Anderseits wird durch Ver hütten von angereielierten Eisenerzen die ur glichste Menge Roheisen bei der ge, ..,rösstmög <B>?5</B> n ringsten Schlackenmenge erzeugt. Die Re duktion, sowie die Schmelzung von ange, reicherten Eisenerzen erfordert deshalb ein -Minimum an Brennmaterial, das gegebenen falls bis auf<B>500 kg</B> pro Tonne produzierten Roheisens ermässigt werden kann.
i#Ian kann ferner den Sehmelzofen durch einen Abstichgenerator oder einen Elektro ofen ersetzen.
Die Vorteile des neuen Verfahrens be stehen ferner in der Möglichkeit der Verwen dung billiger Kohlensorten in feiner Form I durch direkte Beimisehung als Reduktions- e5 kohle; in der Möglichkeit der Verwendung von CO-Gasen beliebiger Herkunft, auch von der Vergasung aschenreieher Kohlen, die sonst <B>n</B> nicht gut wirtschaftlieh ausgenutzt werden können.
Ferner kann die Reduktion örtlich und zeitlich unabhän-,i,-- von dem nachfolg-en- eD den Schmelzprozess ausgeführt werden. 'Man <B>en</B> kann demnach ahl Redulktionsidittel be nutzen:
Generatorgilse, Giehtgase, CO-Gase i aus der Karbidfabrilzation oder sonstigen industriellen Betrieben und CO-Gase aus dem nachfolgenden Sehmelzprozess.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verhütten von aus 31i- nette gewonnenen Oolitkörnern und älin- liehen Feinerzen bezw. Erzschlichen, ge kennzeichnet durch die Kombination eine,-, Reduktionsprozesses mit einem davon räum- lieh getrennten Schmelzprozess. UNTERANSPRüCHE:<B>1.</B> Verfahren naell Patentansprueli <B>1</B> uni-er Verwendung bekannter, zur Erzröstung verwandter Ofen, dadurch gekennzeichnet, dass durch Regulierung g des mechanischen Transportes des Aufgabegutes durch den Reduhtionsofen einerseits und durch Re- ().ulieruii,),des Sehmelzofenbetriebes an- derseits die für (Ii(# Reduktion erforder- liehen Tenipprituren nicht- die Sinter- tempera.tur der Erze erreichen.Verfahren naeli Patent.anspruch <B>1</B> und Unteranspruch<B>1,</B> darluroli geheiinzeieh- lief, dass in dein Reduktionsofen das Erz,das -Reduktion.- und Brennmaterial behn Fortschreiten zuni Schmelzofen in bestän- di-er und inni-er Berühruil- mit den aus I eT1 letzterem abziehenden R.eduhtions- und Verbreiiiiiiii"s,-,#1.,#en kommen. I
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU116623X | 1924-09-16 | ||
| LU101124X | 1924-11-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH116623A true CH116623A (de) | 1926-09-16 |
Family
ID=26640391
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH116623D CH116623A (de) | 1924-09-16 | 1925-09-14 | Verfahren zum Verhütten von aus Minette gewonnenen Oolitkörnern und ähnlichen Feinerzen bezw. Erzschlichen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH116623A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1163350B (de) * | 1955-07-07 | 1964-02-20 | Demag Elektrometallurgie Gmbh | Verfahren zum Verhuetten von staubfoermigem oder koernigem und gegebenenfalls stueckigem Erz in Elektro-Niederschachtoefen |
| DE1167368B (de) * | 1955-02-14 | 1964-04-09 | Demag Elektrometallurgie Gmbh | Betrieb einer Niederschachtofenanlage zum Verhuetten von Erzen |
-
1925
- 1925-09-14 CH CH116623D patent/CH116623A/de unknown
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1167368B (de) * | 1955-02-14 | 1964-04-09 | Demag Elektrometallurgie Gmbh | Betrieb einer Niederschachtofenanlage zum Verhuetten von Erzen |
| DE1163350B (de) * | 1955-07-07 | 1964-02-20 | Demag Elektrometallurgie Gmbh | Verfahren zum Verhuetten von staubfoermigem oder koernigem und gegebenenfalls stueckigem Erz in Elektro-Niederschachtoefen |
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