CH116623A - Verfahren zum Verhütten von aus Minette gewonnenen Oolitkörnern und ähnlichen Feinerzen bezw. Erzschlichen. - Google Patents

Verfahren zum Verhütten von aus Minette gewonnenen Oolitkörnern und ähnlichen Feinerzen bezw. Erzschlichen.

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CH116623A
CH116623A CH116623DA CH116623A CH 116623 A CH116623 A CH 116623A CH 116623D A CH116623D A CH 116623DA CH 116623 A CH116623 A CH 116623A
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creeping
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Paul Gredt
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Paul Gredt
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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

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  Verfahren     züm        Terhütten        -von    aus     311nette    gewonnenen     Oolith-öriierii    und ähnlichen       Feinerzen        bezw.    Erzschlichen.    Bekanntlich werden die beiden     Operatio-          neu   <U>der</U> Reduktion und der Schmelzung der  Eisenerze nacheinander in ein und derselben  Vorrichtung, dem Hochofen, durchgeführt.  Der Hochofen     muss    zu diesem Zwecke eine  bestimmte Höhe besitzen, zum Beispiel  25 m.

   Diese Höhe bedingt     stückige,    feste  Erze     und    Koks, die den Druck im Hochofen  aushalten. Hierdurch wird jedoch die     rasch"-          Einwirkung    der Gase auf die Eisenoxyde  behindert; der     Koksverbrauch    erhöht sich  entsprechend auf zirka<B>1100 kg</B> pro Tonne  Roheisen.  



  Es ist bekannt,     dass    die Menge des in den  Hochofen einzublasenden Windes dem     -oro     Tonne Roherz verbrauchten     Koks        proporiio-          nal    ist und     dass    der Winddruck sieh nach  der Ofenhöhe und der     Ofenbeschickung    rich  tet. Ferner sind Winderhitzer erforderlich,  um die benötigte Windmenge auf eine Tem  peratur von zirka<B>900'</B> zu erhitzen.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    die beiden  den     Hochofenbetrieb    charakterisierenden  Vorgänge sieh -für die aus     Minette    gewon-         nenen        Oolitkörner    und ähnlichen Feinerze       bezw.    Erzschliche derart vereinfachen lassen,       dass    nunmehr deren Verhüttung     wirtsel-laft-          lieh    möglich ist.

   Das Verfahren besteht     in     der Kombination eines Reduktionsprozesses  mit einem davon räumlich getrennten       Schmelzprozess.    Hierbei sind demnach die  beiden Einwirkungen der Reduktion und der  Schmelzung voneinander getrennt, so     dass    die  Reduktion im Reduktionsapparat und die  Schmelzung im Schmelzofen stattfindet.  



  Es wurde ferner gefunden,     dass    die für  die Reduktion erforderlichen Temperaturen  nicht- die     Sintertemperatur    des Erzes errei  chen dürfen, was durch Regulierung des  mechanischen Transportes des     Aufgabegutes     durch den Reduktionsofen -und durch Regu  lierung des     Schmelzofenbetriebes    herbeige  führt wird.

   Unter Verwendung bekannter,  zur     Erzröstung    verwandter Ofen werden die  feinen Erze beständig mit den reduzierenden  Gasen in Berührung gebracht, durch bei  spielsweise mit Greifer versehene Dreharme,  die die Erze     umrüllre'n    und sie von einer      Etage zur andern des in Frage kommenden  Apparates bringen, bis zu ihrer vollständi  gen Reduktion, worauf sie dann in den  Schmelzofen. eingeführt werden, in welchem  die Trennung des Eisens von der Schlacke  durch Schmelzen bewirkt wird.

   Durch     Pyro-          meter    können die Temperaturen im Reduk  tionsofen ohne jede Schwierigkeit an den  verschiedenen in Betracht kommenden Stel  len gemessen werden, so     dass    diese Betriebs  kontrolle einen     Reduktionsofenbetrieb    unter  halb der     Sintertemperatur    der Erze gewähr  leistet.  



  Der für das neue Verfahren erforder  liche Schmelzofen benötigt nur eine geringe  Höhe, beispielsweise<B>6,5</B>     in.    Die Gase brau  chen demnach nur diese anstatt der<B>25</B> in     de#,i     Hochofens zu durchstreichen. Eine Wind  pressung von<B>6</B> mm     Ilg.    wird genügen, um  die Verbrennung des Kohlenstoffes im       Sehmelzofen    zu bewirken. Da der     Schmolz-          ofen    nur bis zu einer Höhe von<B>5</B>     in    ange  füllt wird, kann der zur Verwendung kom  mende     Kohs    geringerer Qualität sein, seine  Widerstandsfähigkeit gegen Druck kommt  nicht mehr in Betracht.  



  Durch Anwendung des neuen Verfahrens  lassen sich die eisenreichsten Erzkonzentrate  bei geringstem Verbrauch an Reduktionsga  sen reduzieren. Anderseits wird durch Ver  hütten von     angereielierten    Eisenerzen die       ur        glichste    Menge Roheisen bei der     ge,          ..,rösstmög   <B>?5</B> n       ringsten        Schlackenmenge    erzeugt. Die Re  duktion, sowie die Schmelzung von     ange,     reicherten Eisenerzen erfordert deshalb     ein     -Minimum an Brennmaterial, das gegebenen  falls bis auf<B>500 kg</B> pro Tonne produzierten  Roheisens ermässigt werden kann.  



       i#Ian    kann ferner den     Sehmelzofen    durch  einen     Abstichgenerator    oder einen Elektro  ofen ersetzen.  



  Die Vorteile des neuen Verfahrens be  stehen ferner     in    der Möglichkeit der Verwen  dung billiger Kohlensorten in feiner Form       I       durch direkte     Beimisehung    als     Reduktions-          e5     kohle; in der Möglichkeit der Verwendung von       CO-Gasen    beliebiger Herkunft, auch von der  Vergasung     aschenreieher    Kohlen, die sonst  <B>n</B>  nicht gut     wirtschaftlieh    ausgenutzt werden  können.

   Ferner kann die Reduktion örtlich  und zeitlich     unabhän-,i,--    von dem     nachfolg-en-          eD     den     Schmelzprozess    ausgeführt werden. 'Man  <B>en</B>  kann demnach     ahl        Redulktionsidittel    be  nutzen:

       Generatorgilse,        Giehtgase,        CO-Gase          i        aus        der        Karbidfabrilzation        oder        sonstigen     industriellen Betrieben und     CO-Gase    aus dem  nachfolgenden     Sehmelzprozess.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verhütten von aus 31i- nette gewonnenen Oolitkörnern und älin- liehen Feinerzen bezw. Erzschlichen, ge kennzeichnet durch die Kombination eine,-, Reduktionsprozesses mit einem davon räum- lieh getrennten Schmelzprozess. UNTERANSPRüCHE:
    <B>1.</B> Verfahren naell Patentansprueli <B>1</B> uni-er Verwendung bekannter, zur Erzröstung verwandter Ofen, dadurch gekennzeichnet, dass durch Regulierung g des mechanischen Transportes des Aufgabegutes durch den Reduhtionsofen einerseits und durch Re- ().ulieruii,),
    des Sehmelzofenbetriebes an- derseits die für (Ii(# Reduktion erforder- liehen Tenipprituren nicht- die Sinter- tempera.tur der Erze erreichen.
    Verfahren naeli Patent.anspruch <B>1</B> und Unteranspruch<B>1,</B> darluroli geheiinzeieh- lief, dass in dein Reduktionsofen das Erz,
    das -Reduktion.- und Brennmaterial behn Fortschreiten zuni Schmelzofen in bestän- di-er und inni-er Berühruil- mit den aus I eT1 letzterem abziehenden R.eduhtions- und Verbreiiiiiiii"s,-,#1.,#en kommen. I
CH116623D 1924-09-16 1925-09-14 Verfahren zum Verhütten von aus Minette gewonnenen Oolitkörnern und ähnlichen Feinerzen bezw. Erzschlichen. CH116623A (de)

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CH116623D CH116623A (de) 1924-09-16 1925-09-14 Verfahren zum Verhütten von aus Minette gewonnenen Oolitkörnern und ähnlichen Feinerzen bezw. Erzschlichen.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1163350B (de) * 1955-07-07 1964-02-20 Demag Elektrometallurgie Gmbh Verfahren zum Verhuetten von staubfoermigem oder koernigem und gegebenenfalls stueckigem Erz in Elektro-Niederschachtoefen
DE1167368B (de) * 1955-02-14 1964-04-09 Demag Elektrometallurgie Gmbh Betrieb einer Niederschachtofenanlage zum Verhuetten von Erzen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1167368B (de) * 1955-02-14 1964-04-09 Demag Elektrometallurgie Gmbh Betrieb einer Niederschachtofenanlage zum Verhuetten von Erzen
DE1163350B (de) * 1955-07-07 1964-02-20 Demag Elektrometallurgie Gmbh Verfahren zum Verhuetten von staubfoermigem oder koernigem und gegebenenfalls stueckigem Erz in Elektro-Niederschachtoefen

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