CH116677A - Verfahren und Vorrichtung zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz- oder Härteöfen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz- oder Härteöfen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz- oder Härteöfen. Das Anheizen der bekannten Salzbadöfen bietet\., da die verwendeten Salze im kalten Zustande nicht leitend sind, Schwierigkeiten. Es geschah bisher in der Weise, dass man mit einem Stückchen Bogenlampenkohle, das gegen die eine Hauptelektrode gedrückt wurde, und dadurch an den einen Pol des Transformators angeschlossen war, einen Lichtbogen zwischen der Kohle und einer in dem Salzbade verschiebbar angeordneten, an die gegenüberliegende Hauptelektrode angeschlossenen Hilfselektrode bildete.
So bald das Salz des Schmelzbades unter der Einwirkung des Lichtbogens zu schmelzen begann, wurde der Strom mittelst der Hilfs elektrode durch das geschmolzene Salz von der einen Hauptelektrode zur andern geleitet. Das Ziehen des Lichtbogens mit dem Kohle stückchen ist umständlich und kann auch bei ungeübter Handhabung zu Verletzungen des Arbeiters führen.
Vor allem musste jedoch bei den bekann ten Ausführungen eine wesentlich höhere Spannung als die Betriebsspannung zur Ver fügung stehen, um den Zündvorgang ein- zuleiten, was mit verschiedenen Nachteilen für die Ausführung und Bedienung der Ein richtung verbunden ist.
Die Erfindung ermöglicht ein sicheres Anlassen der Salzbadöfen ohne Gefährdung des Arbeiters. Das Verfahren gemäss der Er findung besteht darin, da.ss an einer Halte vorrichtung befestigte Hilfselektroden, die voneinander geringeren Abstand haben als die in den Ofeninhalt reichenden Haupt elektroden des Ofens, auf den erstarrten In halt des Ofens aufgesetzt werden, und dass darauf die erste Stromleitung zwischen den Hilfselektroden erzeugt wird, wodurch das Schmelzen des Ofeninhaltes eingeleitet wird.
Dieses Verfahren kann so durchgeführt wer den, dass zwischen die auf das noch feste Salzbad aufgesetzten Hilfselektroden ein kleinstückiger Leiter von hohem Widerstand gestreut wird, zum Beispiel gohlegriess. _ .
Die Erfindung erstreckt sich weiter auf eine Vorrichtung zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens. Diese Vorrichtung besitzt an einer Haltevorrichtung lösbar an geordnete Hilfselektroden. Ein geeignetes Material für die Hilfselektroden ist Kohle; doch können sie auch aus Metall bestehen.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes sind in den Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. 1 und 2 zeigen in Seitenansicht und in Draufsicht einen Teil der ersten Aus führungsform mit Hilfselektroden, zwischen deren untern Enden Raum freigelassen ist, während in Fig. 3 und 4 ein Teil der zwei ten Ausführungsform mit in ein Bad ge tauchten Hilfselektroden in Ansicht und Draufsicht dargestellt ist, deren untere En den zusammenstossen.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Aus führungsform weist drei Hilfselektroden a, al, a2 auf, die beispielsweise aus Eisen be stehen. Es sind Stromzuführungen<I>b,</I> bl, b2 vorgesehen, die durch Isolierscheiben c, zum Beispiel aus Asbest, voneinander getrennt sind. Die Elektroden<I>a,</I> al, a2 sind in glei chen Abständen voneinander angeordnet und unter Zwischenschaltung der Isolierscheiben c von einem Ring d zusammengehalten.
Die Stromzuführungen b, b1, b2 sind unter Zwi schenschaltung der Isolierscheiben c von Schrauben e gehalten. An der mittleren Stromzuführungsschiene b, ist ein Griff f zum Halten der Vorrichtung angebracht.
Zum Anlassen des Salzbades wird die Vorrichtung mit den drei Hilfselektroden auf den Salzinhalt des Bades gesetzt und zwischen die Elektroden ein stromleitendes Pulver, zum Beispiel Kohlegriess, kleine Kohlenstückchen, Abfälle und dergleichen, gestreut. Der Strom fliesst dann über den durch das Pulver gebildeten hohen Wider stand von Elektrode zu Elektrode, bringt das Pulver zum Glühen und das darunter befindliche Salz zum Schmelzen, das nun stromleitend wird. Nun nähert man die Hilfs elektroden den im Salzbad angeordneten Hauptelektroden und schmilzt auf diese Weise die zwischen den Hauptelektroden be findlichen Salze, die nun selbst die Strom führung übernehmen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 sind die drei Hilfselektroden a, al, a2, die zweckmässig aus Kohle oder andern Lei tern mit hohem Widerstand bestehen, derart an der gemeinsamen Haltevorrichtung be festigt, da.ss sich ihre untern konischen En den x berühren. Die Hilfselektroden sind in der Richtung der Kanten einer regelmässigen Pyramide schräggestellt. Die Haltevorrich tung bestellt aus drei schellenartigen Klem men i. il, i.2, die je einen Flansch j, jl, j2 besitzen.
Die drei l#'laaischen sind unter Zwi schenschaltung voll Isolierscheiben k, die aus Asbest oder Glimmer bestehen, überein ander angeordnet und durch eine durch gehende Hakenschraube<I>l</I> mit Muttern in, ya verbunden. Die Schraube l muss von den Flanschen ebenfalls isoliert sein.
Jede der Klemmen i., il, i;2 besitzt noch einen zweiten Flansch 0, 0l, <I>02,</I> der zum Anschluss der Stromzuführungen dient und zu diesem Zweck eine mit Gewinde ver sehene Bohrung besitzt.
Mittelst der Schrau ben<I>p,</I> p1, p- (,voll denen p, in der Zeich nung nicht sichtbar ist) können die Elek troden<I>a,</I> a,, (r._ in den Sehellen<I>i. il,</I><U>4</U> festgeklemmt oder nach Lösen der Schrau ben entsprechend dem Abbra.nd verschoben werden.
Während die Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2 in kleinerer Ausführung gedacht ist, so dass sie der Arbeiter in der Hand halten kann, ist die Vorrichtung gemäss Fig. 3 und 4 in einem grösseren Ausführungsbei spiel dargestellt; sie kann mit dem Haken 1, zum Beispiel an einem Flaschenzug auf gehängt und auf das Salz niedergelassen werden. Den Hilfselektroden wird Strom zugeführt, der unmittelbar zwischen den konischen Enden der Elektrode x übertritt und infolge des hohen Widerstandes Wärme entwickelt.
In dem Masse, wie das Salz unter der Einwirkung der Hitze schmilzt, sinken die Hilfselektroden von selbst immer tiefer in das Bad ein, wie Fig. 3 andeutet. Wenn der Salzinhalt des Bades so weit geschmol zen ist, dass eine leitende Verbindung zwi schen den Hauptelektroden r, <I>s. t</I> hergestellt ist, treten diese in Tätigkeit, und die Hilfs- elektroden können entfernt werden.
Die dargestellten Ausführungsformen sind fair die Verwendung von Drehstrom ge dacht. Selbstverständlich kann die Zahl der Hilfselektroden jeder andern Stromart an-' gepasst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz- oder Härteöfen, da durch gekennzeichnet, dass an einer Halte vorrichtung befestigte Hilfselektroden, die voneinander geringeren Abstand ha ben als die in den Ofeninhalt reichen den Hauptelektroden des Ofens, auf den erstarrten Inhalt des Ofens aufgesetzt werden, und dass darauf die erste Strom leitung zwischen den Hilfselektroden er zeugt wird, wodurch das Schmelzen des Ofeninhaltes eingeleitet wird.II. Vorrichtung zum Anlassen elektrischer Salzbad-Schmelz- oder Härteöfen gemäss dem Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Haltevorrichtung Hilfselektroden lösbar angeordnet sind. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren zum Anlassen elektrischer Salzbadöfen nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die auf das noch feste Salzbad auf gesetzten Hilfselektroden ein klein stückiger Leiter von hohem Widerstand gestreut wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass als Leiter von hohem Wider stand Kohlegriess verwendet wird. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die untern Enden der Hilfselektroden sich be- führen. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, für Drehstrom, dadurch gekennzeichnet, dass drei Hilfselektroden an einer Hand habe isoliert vereinigt sind. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, mit mindestens drei Elektroden, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden mit gleichen Abständen voneinander ange ordnet sind. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Hilfselektroden ent sprechend den Kanten einer regelmässi gen Pyramide derart schräggestellt sind, dass sich ihre untern Enden berühren. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs elektroden in je einer Klemme lösbar und einstellbar festgehalten sind. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Klemmen für die Hilfs elektroden je zwei Ansätze haben, von denen der eine zum Anschluss an die elektrische Leitung und der andere zur Befestigung der Elektrode an einem ge meinsamen Tragglied dient. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die letztgenannten Ansätze der Elektrodenklemmen unter Zwischenschaltung von Isolierschichten durch einen gemeinsamen Schrauben bolzen aufeinandergepresst sind, der gleichzeitig als Träger der Anlassvor- richtung dient. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs elektroden aus Kohle bestehen.
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