CH116686A - Schwerhörigengerät. - Google Patents

Schwerhörigengerät.

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CH116686A
CH116686A CH116686DA CH116686A CH 116686 A CH116686 A CH 116686A CH 116686D A CH116686D A CH 116686DA CH 116686 A CH116686 A CH 116686A
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CH
Switzerland
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amplifier
dependent
microphone
membrane
hearing aid
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Application number
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English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
Original Assignee
Siemens Ag
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R25/00Electric hearing aids
    • H04R25/04Electric hearing aids comprising pocket amplifiers

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Neurosurgery (AREA)
  • Otolaryngology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Headphones And Earphones (AREA)

Description


      Scvwerhörigengerät.       Die bekannten     .Schwerhörigengeräte    erfül  len ihre Aufgabe nur unvollkommen, indem  sie nur eine Verständigung aus unmittelbarer  Nähe ermöglichen. Bei grösserer Entfernung  wird das Sprachbild verschwommen und un  verständlich. Diese     Erscheinung    beruht auf  ,der relativ hohen Reizschwelle der Mikro  phone, durch die der natürlich bedingte, etwa  quadratische     Intensitätsabfall    mit der     Entfer-          nung    ungleich steiler     erfolgt.    Demzufolge ver  schwinden aus dem Klangbild die hohen Teil  töne, die für die Konsonanten charakteristisch  sind wegen ihrer geringen Intensität.

   Die     P'er-          zeptionslücken    werden immer grösser, so     dass     schliesslich die     ,Sprache    unverständlich wird.  Diese Wirkung wird noch     nachteilig    dadurch  unterstützt, dass das Mikrophon hohe Fre  quenzen schlecht wiedergibt. Nun ist es zwar  möglich, Mikrophone zu bauen, die eine  höhere Sprachqualität ergeben. Das geht aber  immer auf Kosten der     Lautstärke.    Diese ist  am grössten bei Verwendung weniger relativ  grober Kontaktkörper (Griess, Kugeln), die  aber eine schlechte     Spraclhqualität    bedingen.

    Die vorhandenen     Schwerhörigengeräte    stellen    .domentsprechend einen Kompromiss dar, der in  verschiedener Weise geschlossen werden kann,  je nachdem die Lautstärke oder die Sprach  qualität mehr im Vordergrund steht. Bei al  len diesen Geräten ist aber die Lautstärke un  befriedigend. Hier führt auch der oft beschrit  tene Weg der Verwendung mehrerer Mikro  phone nicht zum Ziel, da hierbei wegen der       Unhandlichkeit    der Apparate rasch eine natür  liche Grenze gegeben ist, die etwa bei     vier     Mikrophonen liegt.

   Die dadurch erzielbaren  grösseren Lautstärken sind trotzdem für die  meisten Fälle immer noch ungenügend, da       das    Ohr     Intensitätsunterschiede        logarithmisch     empfindet, demzufolge bei stärkerer Schwer  hörigkeit Lautstärken erforderlich sind, die  sich gegenüber den der gewöhnlichen Appa  rate um mehrere Zehnerpotenzen unterschei  den.  



  Es liegt nahe, wie bereits vorgeschlagen,  Röhrenverstärker zu verwenden. Diese sind  aber für den vorliegenden Zweck in erster  Linie wegen ihres Batterie- und     Transforma.-          torenbedarfes    viel zu gross und schwer. Von  einigen wenigen Fällen abgesehen, steht und      fällt mit der Handlichkeit und dem geringen  Gewicht ,die praktische Verwendbarkeit eines       Schw        erhörigengerätes.     



  Hier setzt die Erfindung ein, die ein aus       Aufnahmemikrophon,    Mikrophonverstärker,       Empfangstelephon    und Batterie bestehendes       Schwsrhörigengerät    vorsieht. Sein Verstärker  ist gemäss der Erfindung als Mikrophonver  stärker ausgebildet, dessen den mikrophoni  schen Kontakt bildende und aus einer dünnen  Metallfolie mit auf seiner ganzen Fläche da  mit verbundenen Eisenanker bestehende Mem  bran derart stark gespannt ist, dass der Ver  stärker gegen Luftschall und gegen äussere       Bewegungen    praktisch     unempfindlich    ist und  nur die der Membran elektromagnetisch mit  geteilten Schwingungen, und zwar     obertonfrei     verstärkt.

   Die Zeichnungen stellen beispiels  weise     Ausführungsformen    des neuen Verstär  kers dar.     Abb.    1     zeigt    eine schematische An  sicht der Gesamtanordnung des Gerätes mit  Verstärker, während     Abb.    2-4 den Ver  stärker im Schnitt     und    in Rückansicht veran  schaulichen.

   In     Abb.    1 ist ein Aufnahme  mikrophon 1 in     koaehsialer    Lage mit dem da  hinter befindlichen Mikrophonverstärker in  einer flachen Dose 2, die mit einem Ausschal  ter 9 und Regulierwiderstand 10 versehen ist,  gemeinsam untergebracht, welche gleichzeitig  die Stromquelle 3 in Form eines röhrenförmi  gen Trockenelementes von zirka 1,5 Volt  Spannung zweckmässig unter federndem An  druck bei 8 aufnimmt, das beide Stromkreise       (Mikrophon    und Verstärker) über Federkon  takte 6, 7 speist. Dieser Zusammenbau macht  sämtliche Leitungsschnüre entbehrlich, mit  Ausnahme der Stromzuführung 4 zu dem an  das     Verstärkermikrophon    angeschlossenen       Ohrtelephon    5.

   Da die Lautstärke des Auf  nahmemikrophones 1     bezw.    die Grösse seiner       )Widerstandsänderungen    bei der Benutzung  des Verstärkers jetzt nicht mehr im Vorder  grund steht, kann hierfür ein Mikrophon we  niger grosser Lautstärke, aber dafür ein sol  ches mit besonders     guter    und reiner Sprache  verwendet werden. Wenn ungewöhnlich       grosse    Lautstärken erzielt werden sollen, kön  nen auch mehrere Elemente, vorzugsweise 3    zu einer Batterie vereinigt werden, auf die  dann der Verstärker aufgesteckt werden  kann.  



  Nach     Abb.    2 besitzt das Mikrophon eine  Griesskammer 11, welche auf der einen Seite  durch eine dünne gespannte Metallfolie 12  von veredelter Oberfläche (vergoldet) abge  schlossen ist, während die gegenüberliegende  Seite ebenfalls eben begrenzt ist, und zwar  durch einen Isolierkörper 16, welcher eine  zentrale leitende Fläche 13 geringen     Durch-          inessers    in gleicher Ebene aufweist.

       Diese     scheibenförmige Kammer, welche eine Hölle  von wenigen Millimetern beispielsweise bei  einem Durchmesser von 25 mm besitzt, ist  vollständig mit verhältnismässig feinem Griess  gefüllt, jedoch so,<B>d</B>a<B>, ,</B>ss der     Kohlegriess    nur  unter dem     Druch    seines eigenen Gewichtes  steht. Die feine Griessfüllung ergibt eine sehr  gute     Übertragung    als statistischer Mittelwert,  da sehr viele Kontakte zur Wirkung kom  men.  



  Die bei dein Verstärker zur Anwendung  kommende Membran besitzt in Zusammen  wirkung mit dem anliegenden     Kohlegriess     besondere     physilm.lische    Eigenschaften. Die  Membran ist:     aus    einem Metall hoher Elasti  zität,     vorzugsweise    Phosphorbronze, herge  stellt. Sie     besitzt    eine Stärke von ungefähr       1j1.00    mm. Auf sie ist in der Mitte ein schei  benförmiger Eisenanker     1.1    von ungefähr  10 mm Durchmesser bei einer Stärke     voll     ungefähr     '/",    mm aufgelötet.

   Die Folie ist  auf einem Tragring 1.5,     vorzugsweise    durch  Auflöten, befestigt und durch einen zweck  mässig an dem die Kammer bildenden Isolier  körper 16 sitzenden ringförmigen Wulst 17  radial     gespannt.    Da. die Membran bei der be  schriebenen Anordnung ein sehr geringes Ge  wicht     besitzt,    so lässt sich ihr Eigenton, der  in freier Luft, wie erwähnt, ohne     besondere     Vorkehrung stark ausgesprochen ist, leicht  abdämpfen. Wenn die Kammer mit Griess  gefüllt ist, ist die Dämpfung der Membran  in der Regel stark     aperiodisch.    Das ist auch  noch der Fall, wenn in die Kammer, wie aus       Abb.    2 ersichtlich, ein     Filzring    eingelegt.

    wird, der für die     Kolilefüllung    einen zentra-           len    Raum ausblendet, welcher zweckmässig  den Durchmesser des     Membranankers    14     be-          Aitzt.    Demzufolge weist die Membran über  haupt keine Eigenschwingungen mehr auf.  



  Für die gute Wirkungsweise des Verstär  kers ist eine Erregung notwendig, welche  möglichst gleichmässig auf die ganze Anker  fläche wirkt. Zu diesem Zwecke ist das Mag  netsystem mit konzentrisch angeordneten  Polen versehen, welche einerseits aus einem  zentralen     !S'tift    18, anderseits aus einer diesen  umgebenden ringförmigen Platte 19 bestehen.  Stift 18 und Platte 19 sind mit den Polen  eines Permanentmagnetes     2.,0    durch geeignete  Polstücke 21     bezw.    22 magnetisch leitend  verbunden. Der Magnet 20 besteht aus einem  diametral magnetisierten Ring.

   Die Lage  dieser Teile zueinander ist aus der eine An  sicht zeigenden     Fig.    3 und eine Rückansicht  zeigenden     F'ig.    4 zu ersehen, wobei gleiche  Bezugszeichen auf die entsprechenden Teile  hinweisen.  



  Neben der gleichmässigen Wirkung eines  so durchgebildeten     Erregersystemes    wird bei  dieser Anordnung der     Vorteil    erreicht, dass  die     Ankermasse    sehr klein sein     kann.    Bei den  üblichen Magnetsystemen     sind        di;    beiden  Pole nämlich in der Regel relativ     w=it    von  einander     entfernt,    infolge der dazwischen be  findlichen Wicklung. Bei solchen Systemen  muss demzufolge der Anker grösser sein..  Auch muss das Material stärker gewählt  werden, da der magnetische Weg länger ist.  Demgegenüber wird bei der beschriebenen  konzentrischen Anordnung der Anker mag  netisch vollkommen ausgenutzt.  



  Durch diese Anordnung ergibt sich über  dies der Vorteil,     da.ss    die Aussteuerung (Be  einflussung) des     Mikrophones    sehr viel stär  ker sein kann als bei normalen Mikropho  nen. Die Aussteuerung (Beeinflussung) er  reicht nämlich mit Rücksicht auf die Quali  tät der     Übertragung    da eine Grenze, wo die  Erregung so stark ist, dass die     Kohleteilchen     nicht mehr um feste     Gleichgewichtslagen     schwingen, sondern sich     gegenseitig    frei ver  schieben, ohne in ihre alte Lage zurückzu  kehren (Prellwirkung). Normale Mikrophone    können schon akustisch verhältnismässig  leicht übersteuert werden.

   Demgegenüber ist  das Mikrophon des beschriebenen Verstär  kers sehr     schallhart,    das heisst es reagiert  auf Luftschall praktisch überhaupt nicht,  desgleichen nicht     oder    nur .sehr     schwach    auf  Bewegungen und Erschütterungen. Die Erre  gung kann nur bei grosser Kraft, dann aber  mit sehr kleiner Amplitude erfolgen, und  zwar wird die erregende Energie nicht  sprunghaft an den Berührungsstellen der  Membran mit den Kontakten absorbiert, son  dern die Absorption verteilt sich auf die  ganze     Kohlestrecke.    Die Grösse der Aus  steuerung (Beeinflussung)     bedingt    den Grad  des Ausnutzung des aufgewandten Stromes.

    Bei gewöhnlichen     Mikrophonen    geht bei  weitem der grösste Teil der aufgewandten  Energie in Form von     Joulescher        Wärme    ver  loren, da sich der sehr hohen     ileichstrom-          komponente    vergleichsweise nur eine äusserst       geringe,    allein wirksame Stromschwankung  überlagert. Bei dem     beschriebenen    Verstär  ker ist die     Aussteuerung    (Beeinflussung)  Sehr viel höher, daher wird bei gleichem  Stromverbrauch eine ungleich grössere Wir  kung erzielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schwerhörigengerät, bestehend aus Auf- nahmemikrophon, Verstärker, Empfangstele- phon und Batterie, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärker als Mikrophonverstärker ausgebildet ist, dessen den mikrophonischen Kontakt bildende und aus einer dünnen Me tallfolie mit auf seiner ganzen Fläche damit verbundenen Eisenanker bestehende Mem bran derart stark gespannt ist,
    dass der Ver stärker gegen Luftschall und gegen äussere Bewegungen prakfisch unempfindlich ist und nur .die der Membran elektromagnetisch mitgeteilten Schwingungen, und zwar ober- tonfrei verstärkt. UNTERANSPRüCHE: 1. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mem bran des Verstärkers durch eine ringför- urige Spannvorrichtung radial gespannt wird.
    2. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstär ker die Form einer Dose hat, deren Ab messungen in zwei Dimensionen ein Mass von 50 mm nicht überschreiten, und dass durch allseitigen Abschluss der Dose die Einstellungsorgane unzugänglich gemacht sind. 3. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Auf nahmemikrophon geringe Lautstärke, aber gute Sprachqualität bei grosser Schallempfindlichkeit und das Verstär- kermikrophon grosse Lautstärke bei ge ringer Schallempfindlichkeit besitzt.
    4. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass im Mikrophonverstärker eine einzige, als gemeinsames Schwin gungsorgan dienende Membran vorge sehen ist, welche auf der einen Seite durch ein Magnetsystem unmittelbar er regt wird, während sie nach der andern Seite eine Mikrophonkammer abgrenzt.. 5. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Membran stark aperio- disch gedämpft ist.
    6. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Griessfüllung der Mikro phonkammer eine feine Körnung auf weist und nur unter dem Druck ihres eigenen Gewichtes steht. 7. Schw erhörigengerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Membran gegen überliegende Begrenzungswand der Kam- mer nur auf einer zentralen Fläche ge ringen Durchmessers stromleitend ist. 3. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kontaktflächen ver edelt sind.
    9. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn- zeichnet" dass die Erregung der Membran durch ein Magnetsystem mit konzentri schen Polen erfolgt. 10. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekenn zeichnet, dass das Magnetsystem des Ver stärkers einen Ringmagnet mit diametra len Polen aufweist. 11. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Auf nahmemikrophon mit dem Verstärker zu einem Apparateelement vereinigt ist, wel ches alle stromleitenden Verbindungen enthält, sowie einen Ausschalter und Re gulierwiderstand.
    12. Schwerhörigengerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekenn zeichnet, dass Stecker zum unmittelbaren Aufstecken auf eine Batterie vorgesehen sind. 1.3. Schw erhörigeng;erät nach Patentanspruch und Unteransprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromquelle in einer Form des Gerätes angepassten Ge stalt im Gerät eingebaut und unter Ver wendung von leicht lösbaren, federnden Anschlussmitteln durch einfaches Ein legen in das Gerät an die zu speisenden Stromkreise angeschlossen ist.
CH116686D 1925-08-31 1925-08-31 Schwerhörigengerät. CH116686A (de)

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