CH116716A - Gummibereifung für Fahrzeugräder. - Google Patents

Gummibereifung für Fahrzeugräder.

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CH116716A
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tire
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rubber tires
vehicle wheels
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Inventor
Akt-Ges Gummiwerke Fulda
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Gummiwerke Fulda Akt Ges
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      Gummibereifung    für     Faluzeugräder.       Die Erfindung betrifft eine Gummiberei  fung für Fahrzeugräder und bezweckt, dem       Bereifungskörper    eine derartige Gestalt zu  geben, dass die Gummimasse unter der Be  lastung seitlich nicht ausquetscht.  



  Diese Erfindung fusst auf der Erkenntnis,  dass bei einem seitlichen Nachgeben der       Bereifungsmasse    unter Belastung die seitlich  weggequetschten Teile sich der Druckbe  lastung und damit einer regelrechten Aus  nutzung der natürlichen Elastizität des Kaut  schuks entziehen. In diesen seitlich weg  gequetschten Teilen entstehen Zugbeanspru  chungen, die eine     s(-liiielle        Zermürbung    des  Gummis     herbeiführen        und        zudem    das     Elasti-          zitätsspiel    des Gummikörpers hemmen.

    Der Erfinder hat feste und     nacbgiebige     Körper daraufhin untersucht, wie sich die  einzelnen Teile unter Druckbeanspruchung  verhalten und hat dabei überraschenderweise  festgestellt, dass beispielsweise in einem  Druckkörper der auf ihn ausgeübte Druck  von den einzelnen Stoffteilchen nicht, wie  man bisher annahm, in der Druckrichtung,  das heisst parallel zur Mittelachse weiter-    gegeben wird, sondern dass die einzelnen  Stoffteilchen das Bestreben zeigen, sich seit  lich abzustützen, und bei der     Komprimierung     des Körpers nach Kurven wandern, die ab  hängig sind von der     Festigkeit    des betreffen  den Körpers und ihrem Charakter nach einer  Parabel gleichen.

   Wenn deshalb ein Aus  quetschen in den Mantelflächen des Druck  körpers verhindert werden soll, so müssen  die seitlichen Begrenzungskonturen des Druck  körpers übereinstimmen mit den     Strömungs-          oder    Fliesslinien der einzelnen     Stoffteile    der       Mantelflächen    und müssen von der Unter  stützungsfläche noch abgefangen werden.  Daraus ergibt sich ein bestimmtes Verhältnis  zwischen Kopffläche und     Abstützfläche,    das  bei auf Druck beanspruchtem Gummireifen  für alle praktischen Anwendungszwecke mit  etwa 2:3 angenommen werden kann.

   Eine  nach diesen überraschenden Erkenntnissen  gestaltete Vollgummi- oder Kissenbereifung  für Kraftfahrzeuge würde eine     Abstützfläche     haben, die etwa um die Hälfte breiter ist  als die Belastungsfläche     (Lauffläche)    und  seitlich derart durch gewölbte Flächen be-      grenzt sein, dass sie unter Belastung seitlich  keinerlei wahrnehmbare     Ausquetschungen    er  kennen lässt. Eine solche Bereifung besitzt  das Maximum der natürlichen Elastizität des  Gummis, und eine Lebensdauer, die nicht  durch     Zermürbung    infolge seitlicher Aus  quetschungen gekürzt wird.

   Sollen in einer  solchen Bereifung Vertiefungen als Schutz  gegen     peripheriales    und seitliches Gleiten  angeordnet werden, so dürfen solche Vertie  fungen nicht wie bisher willkürlich gestaltet  sein, sondern ihre Begrenzungsflächen können       zweckmässig    den Fliesslinien der Gummimasse  eng angelegt sein und sich allmählich von  der Mittelebene nach den Stirnseiten des  Reifens räumlich erweitern, damit die Be  grenzungswandungen unter Belastung keiner  lei wahrnehmbare     Ausquetschungen    zeigen.  



  Im Gegensatz zu der aus dieser neuen       Erkenntnis    sich ergebenden Erfindung hatte  man bisher Vertiefungen und Einschnitte in  solchen Reifen vorgesehen, um dem belasteten  Gummi Raum zum Ausweichen zu geben.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in der Zeichnung erläutert:       Fig.    1 zeigt eine     Vollgumrnibereifung    der  bisher üblichen Form im     achsialen    Quer  schnitt und erläutert die     Konturveränderung     unter verschiedenen     Druckbelastungen;          Fig.    2 zeigt in einem gleichartigen Quer  schnitt ein Beispiel der Bereifung nach der  Erfindung und das Verhalten der seitlichen  Konturen unter verschiedenen Belastungen.  



  In den     Fig.    3 bis 7 sind in     achsialen     Querschnitten und in einer Draufsicht     (Fig.    4)       Gleitschutzausnehmungen    dieser Bereifung  erläutert ;       Fig.    8     zeigt    die in den     Fig.    3 bis 7<I>er-</I>  läuterte Bereifung in einer schaubildlichen  Darstellung;

    Wird ein     achsialer    Ausschnitt einer ge  wöhnlichen Bereifung, wie sie in     Fig.    1 dar  gestellt ist, auf der Schnittfläche     netzförmig     aufgeteilt, so geben bei Belastung die Kreu  zungspunkte des Liniennetzes den Weg an,  den die einzelnen     Gsummiteile    bei ihrer  Wanderung zurücklegen. In     Fig.    1 sind die       Kreuzungspunkte    nicht dargestellt, sondern    nur die Verbindungskurven der unter ver  schiedenen Belastungen verschiedene Lagen  einnehmenden Kreuzungspunkte. Man ersieht  aus     Fig.    1, dass im     obern    Drittel der Berei  fung die einzelnen Gummiteilchen fast paral  lel zur Druckrichtung gewandert sind.

   Die       Wanderungslinien    werden aber zu immer  stärker     gekrümmten    Kurven, je näher die  einzelnen     Gummiteilchen    dem Tragring     a.     und den     Reifenflanken    liegen. Die Druck  beanspruchung verwandelt sich also in ein  zelnen Teilen der Bereifung in eine mehr  oder minder starke Zugbeanspruchung, die  die seitlichen     Ausquetschungen    an den  Flanken hervorrufen. Die ausgequetschten       Gummimassen    entziehen sich dabei dem       Elastizitätsspiel    und die darin entstehenden  Zugbeanspruchungen zermürben den Gummi  in den Flanken frühzeitig.

   Aus     Fig.    1 er  gibt sich aber schon in grossen     Zügen,    dass  unter der Druckbeanspruchung die einzelnen       Gurnmiteilcben    nach     Kurven        wandern,    die  nach einer Verbreiterung der Basis streben.  Formt man die Flanken in     konkaver    Wöl  bung entsprechend dieser Kurven, so ergibt  sich eine     Querschnittsgestalt,    die in     Fig.    2  wiedergegeben ist.

   Die     Kopffläohe    verhält  sich dabei zur Unterstützungsfläche, die in  diesem Falle auch     gekrümmt    ist, damit die       Bewegungskurven    der einzelnen     Gumrnrterl-          cheir    sämtlich von dem Tragring abgefangen  werden, wie etwa 2 : 3,     das    heisst die Unter  stützungsflüche ist etwa um die Hälfte grösser  als die     Kopffläehe    oder Belastungsfläche.

    Setzt     man    eine derart     geformte    Bereifung  auch wieder unter die gleichen absatzweise  zunehmenden Druckbelastungen, wie sie in       Fig.    1 angegeben sind, so treten, wie das  die     Fig.    2 zeigt, in den     Seitenflanken    keiner  lei     Ausquetschungen        mehr    auf, da keine von  dem Tragring     a.    nicht aufgefangenen,     unregel-          mäfäigerr    Beanspruchungen     (Zugkräfte)

      in der       Gummimasse    auftreten     können.    Nach glei  chen Gesichtspunkten sind auch     Ausnelr-          rnurrgen    geformt und gestaltet, die die Be  reifung gegen     peripheriales    und seitliches  Gleiten sichern. Dabei ergibt sich die Form,  die in den     Fig.    3 bis 7 in einem Grundriss      (Fix. 4) und in     achsialen    Querschnitten nach  den Linien 3-3, 5-5, 6-6, 7-7 der       Fig.4    erläutert sind.

   Vergleicht man die  einzelnen Begrenzungskurven der Querschnitte  nach     Fig.    3,     "5,    6, 7 mit dem Querschnitt  nach     Fig.    2, so erkennt man Konturenkurven,  die mit den Kurven übereinstimmen, nach  denen die einzelnen Materialteilchen der  Gummimasse unter der Druckbeanspruchung  wandern.

   Die seitlichen     Ausnehmungen        b,     die bei dem Ausführungsbeispiel sich einan  der gegenüberstehen (Fix. 4), aber auch ge  genseitig versetzt sein' können, münden mit  im Querschnitt halbrunden     Fortsätzen        bi    in  einer     peripherialen    Mittelrille     e.    Diese Mittel  rille c bildet eine zusätzliche Sicherung ge  gen seitliches Gleiten der Bereifung.

   Wie  die Abbildung erkennen lässt, erweitern sich  die     seitliehen        Ausnehmungen    b allmählich  von der Mittelebene nach den Stirnseiten  des Reifens, und zwar derartig, dass alle       achsialen    Schnitte (Fix. 3, 5, 6, 7) gleich  artige kurvenförmige Begrenzungskonturen  ergeben. Wird ein solcher Reifen unter  Druckbelastung gesetzt, so drückt sich die  Gummimasse zusammen, ohne dass in den  Seitenflanken des Reifens oder der     Ausneh-          mungen    b wahrnehmbare     Ausquetschungen     entstehen.  



  Es hat sich in der Praxis herausgestellt,  dass ein mit Seitenflanken und seitlichen  Vertiefungen nach der     Erfindung    versehener  Reifen eine     Elastizitätserhöhung    bis zu 35  v. H. aufwies, als     Elastizitätsmass    diente da  bei die     Eindruckstiefe.    Diese Tatsache be  weist, dass die bei den bisher üblichen Rei  fenformen unter Belastung entstehenden seit  lichen     Ausquetschungen    nicht nur einen  äusserst schädlichen Einfluss auf die Lebens  dauer des Reifens ausüben, sondern auch    die Elastizität desselben herabmindern, da  sie sich der willigen Komprimierung der  Reifenmasse widersetzen.  



  Der Verlauf der zur Erreichung des Er  findungszweckes erforderlichen Begrenzungs  flächen der Flanken und der Vertiefungen  ist abhängig von den Abmessungen der  Bereifung und bis zu einem gewissen Grade  auch von der Zusammensetzung der Gummi  masse. Das Kriterium des richtigen Ver  laufes bildet die durch die Erfindung er  schlossene Erkenntnis, dass unter Belastung  keine seitlichen     Ausquetschungen    wahrnehm  bar sein dürfen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gummibereifung für die Fahrzeugräder, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Tragring verbundene Abstützfläche etwa um die Hälfte breiter ist wie die Belastungsfläche das heisst Lauffläche, und dass die seitlichen Begrenzungsflächen zwischen beiden derart gewölbt sind, dass sie unter Belastung keiner lei wahrnehmbare Ausquetschungen erkennen lassen.
    UNTERANSPRUCH: Gummibereifung nach Patentanspruch, mit Gleitschutzvertiefungen in der Lauffläche und den Reifenflanken, dadurch gekennzeich net, dass bis in die Lauffläche sich erstrek- kende seitliche Ausnehmungen sich allmählich von der Mittelebene nach den Stirnseiten des Reifens räumlich erweitern und von derar tigen Wandungsflächen begrenzt sind, dass unter Belastung keinerlei wahrnehmbare Ausquetschungen in den Begrenzungswan dungen dieser Ausnehmungen auftreten.
CH116716D 1925-10-15 1925-12-03 Gummibereifung für Fahrzeugräder. CH116716A (de)

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CH116716D CH116716A (de) 1925-10-15 1925-12-03 Gummibereifung für Fahrzeugräder.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3013018A1 (de) * 1980-04-03 1981-10-08 Clouth Gummiwerke AG, 5000 Köln Bandage fuer fahrzeugraeder o.dgl.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3013018A1 (de) * 1980-04-03 1981-10-08 Clouth Gummiwerke AG, 5000 Köln Bandage fuer fahrzeugraeder o.dgl.

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