CH116789A - Vorrichtung zum mustergemässen Bedrucken von Geweben mit einem Reservierungsmittel. - Google Patents
Vorrichtung zum mustergemässen Bedrucken von Geweben mit einem Reservierungsmittel.Info
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Description
Vorrichtung zum mustergemässen Bedrucken von Geweben mit einem R,eservierungsmittel. Das bekannte javaische Druckbatikver- fahren besteht darin, dass ein Metallmodel, nachdem er in heisses, flüssiges Wachs ge taucht worden ist, auf das Gewebe gesetzt wird. Das Wachs dringt in das Gewebe ein und schützt es an den bewachsten Stellen gegen Farblösungen. Dieses Verfahren ist bei der auf Java herrschenden Durchschnitts temperatur von 40 C anwendbar, zumal das Wachs der javaischen Bienen sich länger flüssig erhält als das Wachs der in Europa.
gezüchteten Bienen.
Infolge der wesentlich geringeren Durch schnittstemperatur und der rascheren Erstar rung des Wachses begegnet die Anwendung des javaischen Druckbatikverfahrens in dem europäischen Klima erheblichen Schwierig keiten.
Dazu kommt, dass mehrere Stoffschichten mit einem einzigen Druck zu bewachsen oder zu reservieren, nach dem javaischen Verfah ren nicht möglich ist. Hiernach muss viel mehr sehr häufig ein Stück, welches nur ein schichtig bedruckt oder von Hand bewachst worden ist, umgekehrt werden, um die Rück seite auszubessern.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mustergemässen Bedrucken von Geweben mit einem bei normaler atmosphärischer Tem peratur erstarrenden, durch Erwärmen ver- flüssigbaren Reservierungsmittel, zum Bei spiel Wachs, einem Wachsersatzmittel oder Paraffin, durch welche die genannten Schwie rigkeiten behoben werden können. Die Vor richtung gemäss der Erfindung besitzt einen das Muster tragenden Stempel, ferner Mittel zur Erhitzung des Stempels, sowie eine En terlage für das zu bedruckende Gewebe, wel che wenigstens an ihrer Oberfläche aus dem Reservierungsmittel besteht.
Der \Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung durch vier Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 ist a der das Muster tragende Stempel, bei spielsweise ein Metallmodel, welcher durch nicht dargestellte Mittel erhitzbar ist. b ist der zu bedruckende Stoff und c eine ebene, durch ein bei normaler Temperatur erstarren des Reservierungsmittel, zum Beispiel Wachs, gebildete Unterlage.
Das Bedrucken von CTeweben lässt sich mit der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung in folgender Weise ausführen; Das Gewebe b wird auf die kalte., durch festes Wachs ge bildete Unterlage c gelegt und der Metall model nach Erhitzung desselben auf das Gewebe gesetzt. Dadurch wird bewirkt, dass an den Berührungsstellen das unter dem Ge webe befindliche Wachs flüssig wird, in den Stoff eingesogen wird und ihn an diesen Stellen gegen Farblösungen schützt. Es können auch mehrere übereinanderliegende Stofflagen gleichzeitig bedruckt werden.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 ist der Stempel durch eine walzenförmige, auf ihrem Umfange das Muster tragende Druckform ä und die Unterlage durch einen Zylinder c gebildet, der an seinem Umfang eine Schicht aus dem R.eservierungsmittel,, zum Beispiel Wachs, besitzt. Die Druckform a' ist durch nicht dargestellte Mittel er llitzbar.
Mittelst der in Fig. 2 dargestellten Vor richtung wird ein maschinelles Bewachsen in der Weise ermöglicht, dass das Gewebe b zwischen dem kalten, an seiner Oberfläche aus Wachs bestehenden Zylinder e' und der erhitzten walzenförmigen Druckform ä hin durchläuft.
Bei den oben beschriebenen Ausführungs- formen werden nach dem Abziehen des mit dem Reservierungsmittel bedruckten Stoffes die Vertiefungen, die der Stempel auf der festen Schicht hinterlässt, beseitigt. Zu die sem Zwecke wird die feste Schicht durch Schmelzen verflüssigt,, so dass nach dem Er kalten wieder eine glatte Fläche entsteht.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 3 un terscheidet sich von derjenigen gemäss Fig. 1 dadurch, dass die Unterlage eine Filzschicht d aufweist, welche durch ein Wachstuch f bedeckt ist, auf dem sich eine Schicht c be findet. Die Schicht c ist durch eine Stoff schicht gebildet, die mit dem Reservierungs- mittel getränkt ist.
Die Ausführungsform gemäss Fig. .1 un terscheidet. sieh von derjenigen gemäss Fig. ;3 dadurch, dass der zu bedruckende Stoff b mittelst einer Spannvorrichtung e in einem geringen Abstandes zum Beispiel etwa 1 bis 2 cm, über der Unterlage c, f,<I>d</I> gespannt werden kann.
Diese Ausführungsform be sitzt gegenüber den vorher beschriebenen folgenden Vorteil: Es ist bei den vorher be schriebenen Ausführungsformen nicht aus geschlossen, dass cl; s zu bedruckende Gewebe beim @'iedercrkalten des aufgedruckten Re- servierungsniittels an diesem festklebt;
in diesem Falle wäre es erforderlich, dasselbe loszureissen, wodurch eine Seite der Reservie- rungsschicht verletzt werden und die Farb- lösung an dieser Unterseite des Gewebes an greifen kann.
Bei der Ausführungsform ge mäss Fig. .1 federt. nach erfolgtem Druck das Gewebe b von selbst wieder in die Höhe, das R.eservierun @,,,sniittel erkaltet an dem Ge webe b, losgelöst von seiner Schicht c und ergibt nun einen wirksamen Schutz gegen Farbe auf beiden Seiten auch bei mehreren aufeinandergelegten Stofflagen.
Bei den dargestellten und beschriebenen Vorrichtungen ermö glicht das sofortige Er kalten des aufgebrachten Z@'aehses (wie beim Batikverfabren) ein unmittelbar darauf fol gendes Färben. uiid nach dem Trocknen kann sofort mit dein Waelisclruel@ für die nächste Färbung begonnen werden.
Auf diese Weise entsteht ein wertvolles Textilprodukt, vergleichbar dem javaischen Druekba.lik und von wesentlich grösserem Reiz als das, was mit dem Modelfarbdruck- verfahren erreicht. werden kann.
Denn es liegt im Wesen der -#ÄTaehskontur, dass sie auch bei mechanischem Auftrag (durch Stem peln) niemals gleicllförmig , also langweilig wirkt, sondern dass deren \Zufälligkeiten den künstlerischen Wert und Reiz ausmachen, welchen die F < irbdriieke vermissen lassen.
Der Umstand, dass der erhitzte Stempel das Waclls ,je nach der Stärke des Gewebes auch in mehrere Stofflagen auf einen Stem peldreck einzieht und bedruckt, bedeutet auch im Gegensatz zum Javabatikverfahren eine grosse Zeit- und Materialersparnis und ermöglicht eine ganz gleichmässige Bemuste- rung der Stoffe.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum mustergemässen Be drucken von Geweben mit einem bei normaler atmosphärischer Temperatur erstarrenden, durch Erwärmung verflüssigbaren Reservie- rungsmittel, gekennzeichnet durch einen das Muster tragenden Stempel, ferner durch Mit tel zur Erhitzung des Stempels, sowie durch eine Unterlage für das zu bedruckende Ge webe, welche wenigstens an ihrer Oberfläche aus dem Reservierungsmittel besteht. UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage eben ist. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage durch einen Zylinder und der Stempel durch eine walzenförmige, auf ihrem Um fange das Muster tragende Druckform ge bildet ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage eine Stoffschicht aufweist, die mit dem Reservierungsmittel getränkt ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch Mittel, durch welche das zu bedruckende Gewebe in einer oder mehreren Lagen in einem geringen Ab stand über der Unterlage gespannt wer den kann.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA43453D DE436565C (de) | 1924-11-07 | 1924-11-07 | Verfahren zum mustergemaessen Durchdrucken von Geweben mit Wachs, Wachsersatzmitteln, Paraffin oder einem aehnlichen Reservierungsmittel |
| DEA45472D DE436566C (de) | 1924-11-07 | 1925-07-13 | Verfahren zum mustergemaessen Durchdrucken von Geweben mit Wachs, Wachsersatzmitteln o. dgl. |
Publications (1)
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|---|---|
| CH116789A true CH116789A (de) | 1926-09-16 |
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ID=27805989
Family Applications (1)
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| CH116789D CH116789A (de) | 1924-11-07 | 1925-11-07 | Vorrichtung zum mustergemässen Bedrucken von Geweben mit einem Reservierungsmittel. |
Country Status (4)
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1925
- 1925-07-13 DE DEA45472D patent/DE436566C/de not_active Expired
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- 1925-10-16 FR FR606376D patent/FR606376A/fr not_active Expired
- 1925-11-07 CH CH116789D patent/CH116789A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR606376A (fr) | 1926-06-12 |
| AT104395B (de) | 1926-10-11 |
| DE436566C (de) | 1926-11-04 |
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