CH116859A - Schleudergiessverfahren zur Herstellung hohler Metallkörper. - Google Patents

Schleudergiessverfahren zur Herstellung hohler Metallkörper.

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CH116859A
CH116859A CH116859DA CH116859A CH 116859 A CH116859 A CH 116859A CH 116859D A CH116859D A CH 116859DA CH 116859 A CH116859 A CH 116859A
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Corporation Sand Spun Patents
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Sand Spun Patents Corp
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
    • B22D13/10Accessories for centrifugal casting apparatus, e.g. moulds, linings therefor, means for feeding molten metal, cleansing moulds, removing castings
    • B22D13/101Moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description


  Sehleudergiessverfahren zur Herstellung hohler Metallkörper.    Die Erfindung betrifft ein Schleudergiess  verfahren zur Herstellung von hohlen Metall  körpern, beispielsweise langen, Busseisernen  Röhren.  



  Gussstücke dieser Art werden bisher  durch     Eingiessen    von geschmolzenem Metall  in eine, um ihre Achse drehbare,     feuerfeste     und zweckmässig kippbar gelagerte Form  hergestellt, wobei die Form während des  Eingiessens geneigt ist. Die Form wird bei  oder unmittelbar nach Vollendung des Ein  gusses in die Wagrechte gehoben, um so das  Metall gleichmässig über die Formwandung  zu verteilen.  



  Hohle Gegenstände, welche in der be  schriebenen Weise gegossen sind, besitzen  wohl ein gefälliges Aussehen; aber infolge der  Anwesenheit von Unreinigkeiten, wie Sand,  Schlacken, Oxyden und dergleichen von ge  ringem spezifischem Gewicht und der Tat  sache, dass solche     Unreinigkeiten    während des  Giessens an die innere Oberfläche gelangen  und sich     dort    gewöhnlich' in der Nähe der  Enden als Schlackenkruste sammeln, befrie  digt die innere Oberfläche weniger, so dass    das     Gussstück    als     G'ranzes    nicht zufrieden  stellend ist.  



  Während der Beschickung, das heisst wäh  rend die Form in verhältnismässig langsame  Drehung versetzt ist, ist die Neigung zur       Oxydbildung    infolge des ständigen     Zurück-          fallens    kleiner, losgelöster Teile nach unten  vergrössert, da diese Teile beim Fall durch  den Sauerstoff der Atmosphäre in der Form  an der Oberfläche oxydiert werden.  



  Da der Schmelzpunkt des     Oxydes    höher  ist als der des     Metalles,    wird diese oxydierte  Oberfläche nicht mehr in den flüssigen Zu  stand des Schmelzbades, in welches sie fällt,  übergeführt. Das geschmolzene Innere dieser  Teile wird, wenn es das geschmolzene Bad  aus gleichartigem Stoff erreicht, von dem  selben durch zwei     Oxydschichten    von höhe  rem Schmelzpunkt getrennt, so dass von da  ab das verhältnismässig reine Metall des Teil  chens nicht mit verhältnismässig reinem Me  tall des Bades innig     vereinigt    ist.  



  Eine ziemlich grosse Anzahl dieser Teil  chen     durchdringt    die den Guss überziehende  Kruste oder Schlacke nicht vollständig, son  dern verbindet sich mit dieser Kruste und      vergrössert dadurch ihr spezifisches Gewicht  beträchtlich, so dass dieses beinahe das des  Gusses erreicht. Die Folge davon ist, dass  keine reine Trennung zwischen Metall und  Schlackenkruste vorhanden ist. Die Verbin  dung ist verhältnismässig innig, wobei die  Schlackenkruste stellenweise tief in die Guss  wände eingebettet ist, was eine     Schwächung     derselben zur Folge hat und Vertiefungen  hinterlässt, wenn die Kruste entfernt wird.  



  Es wurden verschiedene Versuche ge  macht, um die Bedingungen abzustellen, wel  che zur Krustenbildung führen. Es wurde  zum Beispiel vorgeschlagen, das Metall mit  einer sauerstoffentziehenden Atmosphäre zu  umgeben, zum Beispiel Kohlenmonoxyd,  Wasserstoff, Dampf oder dergleichen. Dieses  Verfahren ist jedoch schwierig durchzuführen  und wenn es auch in der Verhütung von  Sauerstoffbildung vorteilhaft ist, so beein  flusst es in keiner Weise die andern vor  handenen Unreinigkeiten, welche an der Bil  dung der Kruste teilnehmen.  



  Es wurde ferner vorgeschlagen, in einem  bestimmten Zeitpunkt des Giessvorganges ei  nen emaillierenden Stoff einzuführen, um die  durch die Schlackenkruste hervorgerufenen  Unregelmässigkeiten mit einer Emaille  schicht zu bedecken. Dieses Verfahren ver  meidet die Vergrösserung des spezifischen  Gewichtes der Kruste durch hinzugekom  mene Eisenteile und die dadurch entstehen  den Übelstände nicht, und der Emailleüber  zug ändert nur das Aussehen des Gussstückes  wesentlich.  



  Bei dem Verfahren gemäss der vorliegen  den Erfindung sind die erwähnten Übel  stände vermieden. Nach der Erfindung, wird  während des Giessvorganges ein Flussmittel  von niedrigerem Schmelzpunkt als das Metall  in die Form eingeführt, welches Flussmittel  mit im flüssigen Metall enthaltenen     Unreinig-          keiten    eine sich auf der Metallinnenseite sam  melnde flüssige Schlackenschicht bildet und  ein nicht oxydierendes, in der Form vorhan  dene oxydierende Gase austreibendes Gas er  zeugt.    Die beiliegende Zeichnung zeigt einen  Längsschnitt durch eine zur Durchführung  des Verfahrens zubereitete Giessform.  



  Die zur Durchführung des Verfahrens  dienende Grünsandform ist in der üblichen  Weise hergestellt, wobei der Sand wie sonst  gebräuchlich zusammengesetzt sein kann. Die  Innenwandungen der Form sind jedoch mit  einer Verkleidung versehen, die aus einem  Gemisch aus Wasser und einem unlöslichen  kohlenstoffhaltigen Material, zum Beispiel  fein zerteilter Anthrazitkohle, besteht. Das  auftragfertige Gemisch hat gewöhnlich un  gefähr die Beschaffenheit von schlammigem  Wasser und wird auf irgend eine geeignete  Weise in die Form gebracht.  



  Die     flüssige    Verkleidung     kann    aber auch  von irgend einer andern geeigneten Beschaf  fenheit sein, zum Beispiel von der, in der ge  wöhnlichen Giessereipraxis verwendeten Art.  Der Hauptzweck     dieser    Verkleidung, bei  welcher Kohlenstoff gewöhnlich 80% der  ganzen Masse ausmacht, ist, auf der Sand  oberfläche eine Schutzschicht zu schaffen,  so dass sich das heisse Metall nicht mit dem  Sand verbinden     kann.     



  Obwohl diese Verkleidung in     Sauerstoff     verbrennbar     ist,    wird sie     -während    des     Giess-          vorganges    infolge des Mangels an     Sauerstoff          rieht,        angegriffen.    Ausser der Abnahme an  Feuchtigkeitsgehalt bleibt sie unverändert,  wenn der Guss vor der Entfernung aus der  Form abkühlen kann. Sie bildet eine vom  Guss leicht     abtrennbare    Schicht und lässt     eine     natürlich dunkelgraue Farbe zurück.  



  Um die der heftigsten Einwirkung des ge  schmolzenen     Metalles    beim     Giessvorgange     unterworfenen Teile der Form vor etwaiger  ausspülender oder einschneidender     @Virhun@;     zu schützen, kann der     Feurlitigkcitsehalt     der Formoberflächen in Zonen,     -welche    dieser  Wirkung am meisten ausgesetzt sind, da  durch vermindert werden, dass diese Zonen  unmittelbar vor dem Giessen einige Minuten  lang der trocknenden Wirkung von Hitze,  zum Beispiel einer Flamme, unterworfen  werden.

        Die Form kann auch zu Beginn der Be  schickung vor dem eigentlichen Giessvorgang  mit verhältnismässig niedriger Geschwindig  keit gedreht werden, so dass die Zentrifugal  kraft nicht ausreicht, um das geschmolzene,  in geringem Mass in die Form eingeführte  Metall über die höchste Stelle der Form hin  wegzuführen und die Hauptmasse der Ladung  im wesentlichen längs des tiefsten Teils der  Form verbleibt.  



  Auf diese Weise wird die Form durch die  vorübergehenden Berührungen mit dem ge  schmolzenen Metall getrocknet bevor die  Formwand vollständig mit einer Lage ge  schmolzenen Metalles bedeckt ist, was das  freie Entweichen des erzeugten Dampfes ver=  hindern würde.  



  Die Trocknung der Form schreitet von  innen nach aussen fort, wobei die Feuchtig  keit in Gestalt von Dampf an die Aussenseite  der Form und zu den Auslassöffnungen des  Giesskastens gelangt, ohne die innere Ober  fläche der Formwand zu zerstören.  



  Diese Behandlung verringert den Feuch  tigkeitsgehalt der Verkleidung und des San  des in den Zonen, welche     der    stärksten  Einwirkung des flüssigen Metalles ausgesetzt  sind, bevor die schnelle Drehung der Form  und der eigentliche Giessvorgang eingeleitet  wird. Der Sand und die Verkleidung sind in       solchen    Zonen fast, wenn nicht vollständig,  trocken und der Sand und Verkleidung in den  unmittelbar angrenzenden Zonen, welche  ebenfalls der Einwirkung des geschmolzenen  Metalles, jedoch in geringerem Masse als die  erstgenannten Zonen, unterworfen sind, ha  ben wesentlich verringerten Feuchtigkeitsge  halt.  



  Entsprechend der Zeichnung, in welcher  der Feuchtigkeitsgehalt der im Giesskasten B  angeordneten Sandform A angedeutet ist, be  trage der Feuchtigkeitsgehalt des Sandes im  Innern (Zone E) ungefähr 11 %. Die Zonen  C an den Enden der Form, welche der stärk  sten Einwirkung des geschmolzenen     Metalles     während des Giessvorganges ausgesetzt sind,  haben ungefähr auf 1 % verringerten Feuch  tigkeitsgehalt und in den     angrenzenden    Zo-         nen    D, welche der weniger heftigen     Einwir-          kung    unterworfen sind, ist der Feuchtigkeits  grad auf etwa 5 % verringert.  



  Die so behandelte Form ist fertig zum  Giessen und das geschmolzene Metall kann  auf irgend eine geeignete Weise eingeleitet  werden. Jede beliebige Giessvorrichtung kann  dazu verwendet werden. Eine besonders  zweckmässige Art des Füllens ist die, bei  welcher der     Eingiessvorgang    stattfindet, -wäh  rend die Form zur     Wagrechten    geneigt ist  und bei oder nahe bei Beendigung des     Ein-          giessvorganges    in die     wagrechte    Lage zurück  geschwenkt wird, um das geschmolzene Me  tall gleichmässig über die ganze Oberfläche  der Form zu verteilen.  



  Wird das geschmolzene     .Metall    in die  Form eingegossen, so bestreicht es zunächst  die Zone C am vordern Teil des Rohres,  welche, wenn das Rohr in der oben be  schriebenen Weise mit der Gasflamme be  handelt ist, fast vollständig trocken ist und       einen,    Feuchtigkeitsgehalt von ungefähr     1"/o     besitzt. Das Metall fliesst dann über die Zone  D, welche teilweise trocken ist, hierauf zum  rückwärtigen Ende des Rohres. Die stärkste  Einwirkung des geschmolzenen     Metalles    am  rückwärtigen Ende findet in der Zone C  statt, wo die Strömungsrichtung wechselt  und wo die Fliessgeschwindigkeit den Höchst  wert erreicht hat. Diese Zone entspricht der  trockenen Zone am vordern Teil des Rohres.

    Daraus ist ersichtlich, dass an Stellen, wo die       Einwirkung    des geschmolzenen     Metalles    am  heftigsten ist, dieses nicht unmittelbar mit       Sand    oder Verkleidung von höchstem Feuch  tigkeitsgehalt in Berührung kommt.  



  Der Feuchtigkeitsgehalt des Sandes wird  durch die Anwendung der nassen Verklei  dung etwas vergrössert. Der angewendete  Sand ist gewöhnlicher Sand mit oder ohne  Zusatz von andern Stoffen.  



  Eine geeignete Sandmischung besteht aus  Kieselsand, saurem Sand und Formsand, und  zwar aus ungefähr 50% der ersten,     W5%    der  zweiten und     15'/o    der dritten Art.  



  Auf die Oberfläche des geschmolzenen,  in die Form eintretenden     Metalles    wird eine      als Flussmittel geeignete Mischung voll Stof  fen gebracht, zum Beispiel borsaures     Na-          rium    (gewöhnlicher Borax), Chlornatrium  (gewöhnliches Salz), rolles kohlensaures  (Soda) oder dergleichen. Dies zu dein  Zwecke, um im Metall enthaltene     Unreinig-          keiten    in Schlacken umzuwandeln.  



  Das Flussmittel kann auf irgend eine ge  eignete Weise und zu irrend einem Zeit  punkt, solange das Metall flüssig ist, einge  führt werden. Es ist ,jedoch augenscheinlich,  dass, je eher es eingeführt wird und je nähur  die Einführungsstelle an der Giessstelle ist,  desto weniger Gelegenheit zur Oxydbildung  gegeben wird und desto länger die Zeit zur  Erzielung der angestrebten Wirkung ist.  Am zweckmässigsten findet die Einführung  des genannten Stoffes bleichzeitig mit der  Einführung des geschmolzenen Metalles in  die Form statt. Wenn in eine geneigte Form  gegossen wird, kann das Flussmittel in einer  geeigneten Menge auf das Metall begeben  werden, während es in die Form fliesst. Die  Menge des angewendeten Flussmittels hängt  in gewissem Masse von der Beschaffenheit des  Metalles und der Grösse der Gussstück ab.

    So ist zum Beispiel 14 kg Soda. für ein  360 cm langes und 70 bis 15 am im Durch  messer messendes Rohr gewöhnlich genügend.  Das Flussmittel, in pulverisierter Form, wird  infolge seines niedrigen Schmelzpunktes fast       augenblicklich    in flüssigen Zustand versetzt,  schwimmt auf dem geschmolzenen Metall       und    tritt mit diesem in die Form ein, wobei  es seine Labe auf der Oberfläche beibehält,  sofort alle mit ihm in Berührung kommenden  Unreinigkeiten, wie Schlacken, oxydiertes  Eisen, Sand und dergleichen sammelt.  schmilzt und mit     ihnen    eine dünnflüssige       Schlacke    bildet, welche ein spezifisches Ge  wicht von ungefähr dem dritten Teil des  metallischen Eisens besitzt.

   Dank dieses ge  ringen spezifischen Gewichtes bedeckt die  Schlacke die freie Fläche des Metalls und  verhindert den Zutritt von Luft zum Metall,  was die Bildung voll Metalloxyd zur Folge  hätte.  



  Die dünnflüssige Schlacke nimmt ihren    Weg längs der Innenfläche des Metalles bis  an das andere Ende des Rohres oder Guss  stückes. Metallteile, welche vom Scheitel der  Form in die untere Metallpartie fallen, wer  den, wie weiter unten erläutert, bei dem Fall  nicht oxydiert und gehen sofort durch den  dünnen     Schlackenbelag    hindurch zum reinen  Metallkern und werden vollständig in dem  selben aufgenommen.  



  Das Flussmittel ist so beschaffen, dass es  beim Schmelzen ausserdem ein hinsichtlich  des Giessmetalles neutrales Gas liefert. Das  selbe entstellt bei Anwendung von kohlen  saurem Natrium in Anwesenheit von Kiesel  erde nach folgender Formel: Na2 C03 +  SiO3 = N a2 SiO3 + CO3.  



  Diese     Einwirkung    findet in ausgiebiger  Weise in der Form statt, so lang als kiesel  säurehaltiges Material verfügbar ist. Auch  aus Na2 CO3 allein wird sich bei der hohen  Temperatur Kohlensäure entwickeln. In der  Form vorhandene, Sauerstoff enthaltende  Gase werden durch das neutrale Gas aus der  Form ausgetrieben und in der Form eine  schliesslich neutrale Atmosphäre geschaffen,  so dass keine Oxylation der Metalloberfläche  stattfinden kann.  



  Infolge ihres niedrigen     Sohmelzpunktes     bleibt die     Schlacke        noch    flüssig, nachdem das       11etall    fest     geworden    ist, entwickelt weiter  hin neutrale Gase und wirkt als     Reiniger    des       Metalles    und der Atmosphäre in der     Form.     



  Da im spezifischen Gewicht der durch  das     Flussmittel    hervorgebrachten, von Metall  völlig freien     Schlacl,:e    und des     Metalles    ein  <B>0, 0</B>       sser    Unterschied besteht, ist kein Bestre  ben zu einer innigen Verbindung der beiden       Stoffe    vorhanden; die Trennungslinie ist ge  nau bestimmt. und im wesentlichen gleich  mässig. Der     Schlackenüberzug    ist nur ober  flächlich und kann, da. er nur leicht anhaftet,  nach dem Erkalten leicht, zum Beispiel durch  Abschaben, entfernt werden.

   Er kann auch       durch        Behandlung        finit    Wasser entfernt wer  den, da. die Schlacke im Wasser löslich ist.  Nach Entfernen des     Schlackenüberzuges    hat  das     Gussstück    eine glatte Innenfläche von  natürlicher Farbe und normalem Aussehen.      Die Vorteile, welche durch Anwendung  des in der beschriebenen Weise eingeführten  Flussmittels oder schlackenbildenden Materials  erzielt werden, sind mannigfaltig.  



  Die nach dem Verfahren hergestellten  Gussstücke sind von grosser Gleichmässig  keit und frei von Fremdkörpern. Diese  Eigenschaften sind dadurch entstanden, dass  das geschmolzene Eisen in einem Zustand von  aussergewöhnlicher Flüssigkeit ist, die ein  gleichmässiges Ausbreiten über die Form und  das sichere Ausscheiden von Fremdkörpern  ermöglicht, wobei die     Unreinigkeiten    leicht  durch das flüssige Metall hindurchgehen. Die  erzeugte Schlacke ist somit ein wirksames  Reinigungsmittel, da sie die Fremdkörper  leicht in flüssigen Zustand umwandelt.  



  Es wird ferner Brennstoff erspart, da die  zum Giessen nötige Flüssigkeit des Metalles bei  Anwendung eines     Flussmittels    der genannten  Art leichter erreicht wird, dies deshalb,  weil das Metall bei einer niedrigeren Tempe  ratur als bisher gegossen werden kann infolge  des Mangels des Widerstandes einer     Schlak-          kenkruste.     



  Da das Metall durch Anwendung des Ver  fahrens gereinigt wird, kann es mit verhält  nismässig geringem Kohlenstoffgehalt zum  Giessen verwendet und vollkommene Vertei  lung erreicht werden, was die Herstellung von  Gussstücken mit grösserer Zugfestigkeit ohne  Einbusse an Biegungsfestigkeit ermöglicht,  da ja bekanntlich die Zugfestigkeit von  Gusseisen vom Kohlenstoffgehalt abhängig  ist. Hohlkörper, welche in der beschriebenen  Weise gegossen sind, sind homogen. Bei den  gewöhnlichen Schleudergiessverfahren, das  ist ohne Kern, befindet sich eine grössere  oder geringere     Gusshaut    an der innern Ober  fläche infolge der Luftkühlung; das gleiche  tritt bei     Schleudergussstücken    in einer Metall  form an der äussern     Oberfläche    auf.  



  Durch das beschriebene Verfahren wird  jedoch die     Gusshaut    an der innern und     äussern     Oberfläche vermieden, da. der dünnflüssige    Schlackenbelag an der Innenseite das ge  schmolzene Metall vor der     Gusshautbildung     beim Erkalten schützt, während die Aussen  seite durch die durch das flüssige Metall aus  getrocknete Formwand geschützt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schleudergiessverfahren zur Herstellung hohler Metallkörper, dadurch gekennzeichnet, dass während des Giessvorganges ein Fluss mittel von niedrigerem Schmelzpunkt als das Metall in die Form eingeführt wird, welches mit den vorhandenen Unreinigkeiten des flüssigen Metalles eine sich auf der Metall innenseite sammelnde flüssige Schlacken schicht bildet, und ein nicht oxydierendes, in der Form vorhandene oxydierende Gase aus treibendes Gas erzeugt.
    UNTERANSPRüCHE Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,, dass eine nasse Grünsand- form verwendet wird und dass derselben vor Beginn des eigentlichen Giessvorganges zunächst nur eine geringe Drehzahl erteilt und nur verhältnismässig wenig flüssiges Metall zugeführt wird, so dass eine Trock nung der Form durch das sich an der tiefsten Stelle haltende, flüssige Metall er folgt. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor Beginn des Giessvor ganges an den Enden Zonen von geringe rem Feuchtigkeitsgrad als am mittlexen Teil erhält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor dem Trocknen an ihrer Innenseite mit einem nassen Schutzüber zug aus mit Wasser vermischtem, pulver förmigem, kohlenstoffhaltigem Stoff ver sehen wird.
CH116859D 1925-09-16 1925-09-16 Schleudergiessverfahren zur Herstellung hohler Metallkörper. CH116859A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116571708A (zh) * 2023-04-07 2023-08-11 国铭铸管股份有限公司 一种减少球墨铸铁管承口夹杂的方法

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