CH116887A - Einrichtung zur raschen Erzeugung hohen Vakuums für motorische Zwecke, insbesondere zum Rammen von Piloten. - Google Patents

Einrichtung zur raschen Erzeugung hohen Vakuums für motorische Zwecke, insbesondere zum Rammen von Piloten.

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CH116887A
CH116887A CH116887DA CH116887A CH 116887 A CH116887 A CH 116887A CH 116887D A CH116887D A CH 116887DA CH 116887 A CH116887 A CH 116887A
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fuel
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vacuum
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Alois Leistler
Hans Schoelnhammer
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Alois Leistler
Hans Schoelnhammer
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  Einrichtung zur raschen Erzeugung hohen Vakuums für motorische Zwecke,  insbesondere zum Rammen von Piloten.    Den Gegenstand der Erfindung bildet  eine     Einrichtung    zur raschen     Erzeugung     hohen Vakuums durch Verbrennung von  flüchtigem Brennstoff in einem     Kessel!    für  motorische Zwecke, insbesondere zum Ram  men von Piloten; bei dieser Einrichtung ist  der Kessel unten offen und durch einen an  hebbaren Boden, zwecks Vakuumbildung, ab  schliessbar;

   der Kessel enthält eine Ver  gasungsvorrichtung für mehr oder weniger       flüehtigen    Brennstoff, sowie eine Zündvor  richtung und trägt einen zum Betätigen  der letzteren dienenden Hebel, der beim Be  tätigen der Zündvorrichtung gleichzeitig ein  den     Brennstoffzufluss    zu der Vergasungsvor  richtung regelndes Absperrorgan verstellt,  wobei durch ein anderes Absperrorgan die  Verbindung des Kessels mit einem durch das  Vakuum zu betätigenden Organ, zum Bei  spiel einer Ramme, und zwecks     Zerstörung     des Vakuums mit der Aussenluft bewirkt  werden kann.  



  In der Zeichnung stellt     Fig.    1 ein Aus  führungsbeispiel der vorliegenden Einriclh-         tung    mit ihren wesentlichen Bestandteilen  in einem lotrechten Schnitt dar;     Fig.    2 zeigt  eine Einzelheit.  



  Der dünnwandige Kessel 1 ist an seinem  untern offenen Ende mittelst eines     hebbaren     Bodens 2     abschliessbar,    der vorteilhaft mit  einer     kalottenförmigen    Erhöhung 3 und mit  einem     Ringflansch    4 versehen ist, mit dem  er sich in     dei        Abschliessstellung    an einen       Ringflansch    5 des Kesselrandes anlegt.

   Zum  Anheben oder Senken des Bodens 2 dient  eine an der     Mitte    seiner     Kalotte    3 angrei  fende Stange 6, die die gewölbte Decke des  Kessels durchsetzt und an dem Arm 30 eines  zweiarmigen Hebels     angelenkt    ist, der in  einer an der Kesseldecke aufragenden Stütze  8 drehbar ist und dessen anderer Arm einen  Handgriff 7 besitzt.  



  Im Innern des Kessels 1 ist eine Ver  gasungskerze 9 angeordnet, welche den ihr  durch ein Röhrchen 10 aus einem Vorrats  behälter 11 zugeführten Brennstoff auf eine  grosse Oberfläche ausbreitet, um dessen Ver  flüchtigung rascher zu bewirken. Eine sol-      ehe Kerze besteht aus einem mit einem  saugfähigen Schlauchgewebe (Docht) über  zogenen,     unten    offenen Metallrohr,     d@;s        ohe:.     durch eine gelöcherte Kappe abgeschlossen  ist, die mit dem     Zuflussröhrchen    10 in     Ver-          bindung    steht und durch ihre Löcher den  Brennstoff auf den Manteldocht gelangen  lässt.  



  Der     Zufluss    des Brennstoffes aus dem  Vorratsbehälter 11 erfolgt in genau abge  messenen Mengen, zu welchem Zwecke das  Röhrchen 10 an das Gehäuse 13 eines Drei  weghahnes angeschlossen ist, dessen     Kücken     14 mittelst eines Hebelansatzes     \?7    und einer  Stange 28 mit Längsschlitz 29 vom     Arne   <B>30</B>  des zweiarmigen Hebels betätigt wird.  



  Im     Hahngehäuse    13 sind drei     Bohrungen     31, 32, 33 vorgesehen, von denen eine, 31,  durch ein Rohr 12 mit dem Vorratsbehälter  11, und eine zweite, 32,     durch    ein Rohr 1:1  mit einem     kleinen        Messzylinder    16 in Ver  bindung steht, in welchem ein Kolben 17 von  Hand einstellbar ist, dessen hohle Kolben  stange 18 etwas über den Vorratsbehälter  emporragt, so dass     Messzylinder    und Vorrats  behälter miteinander kommunizierende Ge  fässe bilden, wenn das     Hahnlciicken    1.4 eine  solche Stellung einnimmt,

       dass    die an der  Berührungsfläche mit dem Gehäuse 13 vor  gesehene Vertiefung 34 die     Löcher    31, 32  überdeckt und den ungehinderten Eintritt  des Brennstoffes aus dem     Hahngehäuse    in  den     Messzylinder    gestattet.

   Durch     Höher-          oder        Tieferstellen    des Kolbens 1.7 wird die  Menge des im     Messzylinder    16 enthaltenen  Brennstoffes bestimmt, die für die jedes  malige Speisung der     Vergasungskerze    dient  und aus dem     Messzylinder    ausfliesst, sobald  das     Hahnkücken    14 eine solche Stellung ein  nimmt, dass die Vertiefung 34 die Löcher 32,  33     überdeckt,    von denen das letztere durch  die Leitung 10 mit der Vergasungskerze 9  verbunden ist. Das Loch 31 und die mit  dem Vorratsbehälter 11 verbundene Leitung  19 sind in dieser Stellung verschlos=sen.  



  Die Zündvorrichtung besteht aus einem  die Decke des Kessels 1     durcliseizend"#n     Rohr 19, in welchem eine ein     Zereisenstück       tragende Stange     2'0    unter Federdruck gegen  ein Reibrädchen     ?1.    vorgeschoben wird, des  sen Drehung durch eine Zugstange 22     bewirkt     wird, die an     eine    an dem Rohr 19 drehbare,  durch die     Kraft,    der Feder 35 beständig     ab-          #        vi#        ärts        en,

          pe        Phitte        23        li   <B>,</B>     gehängt        ist.        Der     Arm 30 des     zweiarmigen    Hebels trägt an     sei-          nem        gegen        dir-;

  e        Platte     Ende eine  gleichfalls     untci#        Federdruck    stehende Klappe  24, welche beim Niederdrücken     des    Hand  griffes 7 die     Plaite.23    so lange     ho.@hdrü@@ht,          bis    bei ihrem     @orbeigan@    an     clersell--;ii        di(@     Feder 35     dcI;

          n        Abwärtsschnellen    h     erbei-          führt,    wodurch     das        Reibrädchen    21 gedreht  und die     Funkenbildung    bewirkt wird. Sämt  liche, die     Iics...eldcchc        durchsetzenden    Be  standteile     siiicl        al@gedichi;et,    um (las     Vakuum          nicht    zu     heeüit        richtigen.     



  Am Kessel ist. noch ein von Hand ein  stellbarer Halm 2.5 angebracht, der durch       eine        bieg-zanic.    Rohrleitung 26 den Anschluss  der Einrichten     g    an das     zii    betätigende Or  gan, zum Beispiel an eine Pilotenramme,  vermittelt.  



  In der gezeigten Stellung ist die     Zünd-          vorrichi-ung        entspannt,    der Handgriff 7 be  findet sich in seiner     hö        ehsten.    der Boden 2  in seiner tiefsten     Stellung.    Das     IIahnliiiel@eii     14 nimmt eine     solche        Stellung    ein, dass seine  Vertiefung 3-t     clie    Löcher 32, 33 miteinan  der verbindet.

   Ein in dem     -essz.Tlinder    16       vorhanden;er(aenes    Brennstoffquantum ist  durch die     Uiiii:ig        1.:5,    die     Offnung    32,     Ver-          tiefung    34 im     Hahnkücken    14, Öffnung 33  und     Leitung    10 auf den Docht der Ver  gasungskerze 9 geflossen und dort auf     grosse     Oberfläche     (-breitet,

      so dass sich in der  Umgebung     d(-j#    Kerze ein brennbares     Luft-          glaso emiseh        l@r.f        iudet.        'Wird    nun der Hand  griff 7     nierlergedriiel@t,    so geht der andere  Arm 30     hoeb,        ..ein        Fortsatz        \?4,    der unter die  Platte     \i3        greift,    dreht diese gegen die     Wir-          kung    der     FF(l@i'    35 so lange aufwärts,

   bis die  Kante der Platte 2 3     -n    der des     Fortsatze:     24     vorbeigleitc#n    kann,     wodureli    diese unter  der     Wirken-,    der     Fe-ler    35     abwärtsgeschnellt     wird und     mittelst    der     Stande    22 das Reib  rädchen     kräftig        ini        Uhrzeigersinne    dreht,      wodurch dieses Funken gegen die Ver  gasungskerze 9 sprüht.

   Es erfolgt     nun    die  Verpuffung des     Gasluftgemisches,    die sich  durch den Knall und das Herausschlagen  von Flammen aus der Bodenöffnung kund  gibt, welch letztere im nächsten Augenblicke  durch die     Aufwärtsbewegaing    des Bodens 2,  der mit dem Hebelarm 30 durch die Stange 6  verbunden ist, verschlossen wird, wodurch  sich im Innern des Behälters 1 ein kräftiges  Vakuum bildet. Dieses Vakuum zieht den  Boden 2 gegen den Flansch 5, wodurch die  Abdichtung gewährleistet ist. Durch den  Hahn 25 wird nun der Behälter 1 mit der  Rohrleitung 26 verbunden, die zu dem durch  das Vakuum zu betätigenden Organ führt.  Durch Verdrehen des Hahnes 25 können der  Behälter 1 und die Leitung 26 mit der At  mosphäre verbunden werden, wodurch das  Vakuum wieder zerstört wird.

   Der Boden 2  sinkt sodann infolge seines Gewichtes herab       lind    dreht den Handgriff 7 des Hebelarmes  30, an dem er befestigt ist, wieder in seine  höchste Lage.  



  Bei der Aufwärtsbewegung des Hebel  armes 30 bewegt sich die Stange 28 natürlich  ebenfalls aufwärts; da der Ansatz 27 des       Hahnkückens    14 aber in den Langschlitz 29  der Stange 28 eingreift, wird erst nach Zu  rücklegung eines gewissen Weges der An  satz 27 mitgenommen und das     Hahnkücken     derart verdreht, dass die Verbindung zwi  schen den Rohrleitungen 15 und 10 unter  brochen wird, jedoch die Vertiefung 34 nun  mehr die Öffnungen 31, 32 überdeckt und  die Verbindung des Vorratsgefässes 11 über  die Leitungen 12 und 15 mit dem     Messzy    lin  der 16 herstellt.

   Der Brennstoff     steigt    nun  in der Leitung 15 hoch und füllt den     Mess-          zylinder    und die hohle Kolbenstange 18,  deren Rauminhalt im Vergleich zu dem des  Zylinders 16 klein ist, bis die Spiegelhöhe  im Behälter 11 und in der Kolbenstange 18  ich ist. Durch Verstellen des Kolbens 17       ffl   <B>c p</B>  im Zylinder 16 kann somit das     Messvolumen     (los Zylinders eingestellt werden.  



  Beim Herabsinken des Deckels 2 und des  Hebelarmes 30 wird nach Durchlaufen des    Längsschlitzes 29 der Ansatz 27 von der  Stange 28 wieder abwärts gezogen und das       Hahnkücken    in die Stellung zurückgedreht,  bei der der     Messzylinder    16 mit der Kerze 9  verbunden und der Behälter 11 abgeschaltet  ist. Der     Fortsatz    24 klappt bei der Abwärts  bewegung des Hebelarmes 30 bei Berührung  mit der in ihrer tiefsten Stellung befind  lichen Platte 23 in die Höhe und gelangt auf  diese Weise an ihr vorbei und unter sie. Es  ist dann wieder die Ausgangsstellung her  gestellt, und der Kreislauf kann von neuem  beginnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur raschen Erzeugung hohen Vakuums für motorische Zwecke, ins besondere zum Rammen von Piloten, durch Verbrennung von Brennstoff in einem Kes sel, dadurch gekennzeichnet, dass der Kessel unten offen und durch einen anhebbaren Boden, zwecks Vakuumbildung, abschliessbar ist, dass er eine Vergasungsvorrichtung für mehr oder weniger flüchtigen Brennstoff, sowie eine Zündvorrichtung enthält und einen zum Betätigen der letzteren dienenden Hebel trägt, der beim Betätigen der Zünd vorrichtung gleichzeitig ein den Brennstoff zufluss zu der Vergasungsvorrichtung regeln des Absperrorgan verstellt,
    wobei durch ein anderes Absperrorgan die Verbindung des Kessels mit einem durch das Vakuum zu be- tätigenden Organ und zwecks Zerstörung des Vakuums mit der Aussenluft bewirkt werden kann. UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, - ge kennzeichnet durch eine Vergasungsvor richtung, die aus einem mit einem schlauchartigen Docht überzogenen Rohr besteht, das durch ein Leitungsröhrchen mit einem Brennstoffvorratsbehälter in Verbindung ist und durch eine gelöcherte Verteilungskappe den Brennstoff nach aussen an den Docht führt. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Zuführung des Brennstoffes in abgemes senen Mengen, bestehend aus einem Drei weghahn, dessen unter Federdruck stehen des Kücken durch einen zum Betätigen der Zündvorrichtung und zum Anheben des Kesselbodens dienenden Hebel ver stellt werden kann, um einen Brennstoff vorratsbehälter mit einem Messgefäss und dieses mit der Vergasungsvorrichtung in Verbindung zu setzen, wobei ein in dem Messgefä,ss von Hand einstellbarer Kolben die Menge des der Vergasungsvorrichtung zuzuführenden Brennstoffes bestimmt, dessen ungehinderter Abfluss in den Mess- zylinder dadurch ermöglicht ist,
    dass das Messgefäss und der Brennstoffvorratsbehäl- ter in miteinander verbundenem Zustand kommunizierende Gefässe bilden. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine Zündvorrichtung, die ein auf ein Zereisenstück wirkendes Reibrädchen be- sitzt, das von einem den Kesselboden hebenden Hebel dadurch betätigt wird, dass ein federnd angelenkter Endteil des Hebels auf eine mit dem Reibrädchen ge lenkig verbundene, unter Federdruck ste hende Platte drückt, deren Abgleiten von dem Endteil des Hebels die Drehung des Reibrädchens veranlasst.
    .1. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass an dein Kessel ein von Hand einstellbarer Hahn mit zu dem durch das erzeugte Vakuum zu betätigenden Organ führender, biegsamer Rohrleitung ange bracht ist, der bei Verbindung mit der Aussenluft die Zerstörung des Vakuums bewirkt.
CH116887D 1924-10-14 1925-10-12 Einrichtung zur raschen Erzeugung hohen Vakuums für motorische Zwecke, insbesondere zum Rammen von Piloten. CH116887A (de)

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