CH117355A - Verfahren zur Herstellung von Oxypyridylarsinsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxypyridylarsinsäure.

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CH117355A
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oxy
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pyridylarsinic
arsenic
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Inventor
Deutsche Gold-Silber- Roessler
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Degussa
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      Verfahren    zur Herstellung von     Ogypyridylarsinsäure.       Es ist bekannt, durch Einführung des       Arsinsäurerestes    über den     Diazoweg        Arsin-          säure    herzustellen. Ausgehend von     Phenyl-          arsinsäure    haben Ehrlich und seine Schüler  das     Salvarsan    aufgebaut, indem sie die     Amido-          gruppe    und die     Hydroxylgruppe    in die     Arsin-          säure    eingeführt haben.

   Auf Grund der Er  kenntnis, dass die Vetogruppe .ein heilendes  Prinzip darstellt, welches vorgenannte Grup  pen noch übertrifft, ist neuerdings auch vor  geschlagen worden,     Arsenkarbonylverbindun-          gen    durch Einwirkung von     Arseniten    auf  dianotierte     Aminoaldehyde    oder     Aminoketone     herzustellen.  



  Nach vorliegender Erfindung gelangt man  zu einer therapeutisch besonders wertvollen  Arsenverbindung der     Pyridinreihe    dadurch,  dass man     2-Oxy-5-aminopyridin    dianotiert und  die erhaltene     Diazoverbindung    durch Einwir  kung von     arseniger    Säure oder von     Arseniten     umsetzt.  



  Die Einführung von Arsen in die     Diazo-          verbindung    kann in neutraler, saurer oder  alkalischer Lösung bei gewöhnlicher oder bei    erhöhter Temperatur vorgenommen werden.  Es empfiehlt sich, die jeweils beste Methode  durch     Vorversuche    zu ermitteln.  



  Die Reaktion kann unter Verwendung       äquimolekularer        Mengen    der Reaktionskom  ponenten durchgeführt werden. Es hat sich  indessen gezeigt, dass es im allgemeinen vor  teilhaft ist, die     arsenige    Säure     bezw.    die       Arsenite    im Überschuss, gegebenenfalls. star  ken Überschuss anzuwenden, zum Beispiel  derart, dass auf 1     Mol.    der     Diazoverbindung     2--3     Mol.    und mehr an     Alkaliarsenit    ange  wendet wird. In manchen Fällen hat es sich  als vorteilhaft erwiesen, die Reaktion durch       Katalysatoren,    zum Beispiel Kupferpulver zu  begünstigen.

    



       Beispiel:     1     Mol.    Gewicht     2--Oxy-5-acninopyridin     wird in salzsaurer Lösung in üblicher Weise  durch Zugabe von     Natriumnitrit    dianotiert.  Die erhaltene     Diazolösung    lässt man in eine  Lösung von     Natriumarsenit        eintropfen.    Die  schwach alkalisch gemachte Reaktionsflüssig-           keit    wird dann zur Vervollständigung der  Umsetzung längere Zeit stehen gelassen.

   Aus  der Reaktionsflüssigkeit wird die     2-Oxy-5-py-          ridylarsinsäure    in der bei der Herstellung  einer aromatischen     Arsinsäure    üblichen Weise  gewonnen. Die farblose, in Nadeln kristalli  sierende     Arsinsäure    zersetzt sich bei etwa  215   unter Aufschäumen und Verkohlen; sie  ist schwerlöslich in Alkohol, aber leichtlöslich  in Wasser.  



  Durch Lösen der     Arsinsäure    in der be  rechneten Menge Natronlauge und Einengen  der Lösung bis     zur'Kristallisation    erhält man  das entsprechende     Natronsalz.     



  Die erhaltene     Arsinsäure    zeichnet sich  durch gute therapeutische Wirkungen in Ver  bindung mit verhältnismässig hoher Ungiftig  keit und guter Haltbarkeit aus. Besonders  die     Alkaliverbindungen    zeigen eine auffallend  hohe     Ungiftigkeit.     



  Durch Behandlung mit Reduktionsmitteln,  zum Beispiel     Hydrosulfit,        unterphosphorige     Säure,     Bisulfit,    kann man die     Arsinsäure    in  eine niedrigere Oxydationsstufe überführen.  Dies bietet auch einen bequemen Weg zur  Reinigung der     Arsinsäure.    Man verfährt zum  Beispiel derart, dass man die     Arsinsäure    durch  Reduktion in die entsprechende     Arsenover-          bindung    überführt und letztere dann wieder    durch Behandlung mit geeigneten Oxydations  mitteln, zum Beispiel Wasserstoffsuperoxyd,  wieder in die     Arsinsäure    zurückverwandelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 2-Oxy-S-py- ridylarsinsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Oxy-5-aminopyi#idin dianotiert und die erhaltene Diazoverbindüng durch Einwirkung von arseniger Säure oder von Arseniten um setzt. Die 2-Oxy-5-pyi-idylai-sinsäure bildet farb lose Nadeln, welche sich bei etwa 215 unter Aufschäumen und Verkohlen zersetzen; sie ist schwerlöslich in Alkohol, aber leichtlöslich in Wasser.
    Durch Lösen in Alkalilauge und Einengen der Lösung bis zur Kristallisation erhält man das entsprechende Alkalisalz. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Arsinsäure mit redu zierenden Mitteln behandelt und das Reduk tionsprodukt durch Behandeln mit oxydieren den Mitteln wieder in 2-Oxy-5-pyridylarsin- säure zurückverwandelt wird.
CH117355D 1923-11-19 1924-11-06 Verfahren zur Herstellung von Oxypyridylarsinsäure. CH117355A (de)

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