CH117363A - Verfahren und Einrichtung zum Wasserdichtmachen von Bahnen aus Papier und dergleichen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Wasserdichtmachen von Bahnen aus Papier und dergleichen.

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CH117363A
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Carl Knopf
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Carl Knopf
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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Description


  Verfahren und Einrichtung zum     Wasserdiehtmachen    -von Bahnen aus Papier  und dergleichen.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren und  eine Einrichtung zum     WasserdielitmacUen     von Bahnen aus Papier und dergleichen     mit-          telst    konzentrierter Lösungen von     Metall-          -chloriden    und Chloriden der     Erdalka.Iien    im  -unterbrochenen Arbeitsgange.  



  Das     Wasser#dichtmachen    von Bahnen aus  Papier und dergleichen mittelst     Metallehlo-          riden    und Chloriden der Erdalkalien war bis  her im Fabrikbetriebe nicht möglich und  scheiterte ständig an dem starken Abbau der  Zellstoffe, ferner am rückläufigen Verlauf  der     Pergamentierung    beim Auslaugen der  verwendeten Salzlösungen oder an der  schwierigen Rückgewinnung und Wiederver  wendung der     Salzlösungen    im Betriebe.

   Diese  Schwierigkeiten werden gemäss der vorlie  genden Erfindung in wirtschaftlichen Gren  zen gehalten dadurch,     dass    die Bahnen vor  der Behandlung in dem zur     Amyloidbildung     dienenden Chemikalienbad eine künstliche       Troehnung    und nach der     Tränkung    im Che  mikalienbad und nach dem Abstreichen und       A.Iquetschen    der überschüssigen Chemikalien  eine künstliche Erwärmung in dem Grade er-    fahren,     dass    die     Amyloidbildung    ausreift,

    worauf sie zur Verhütung des     Rückfällig-          werdens    des gebildeten     Amyloids    über eine       Kühleinrichtung    in die     Auslaugebäder    gelan  gen und, nach der stufenweisen     Auslaugung     und     Ausquetseliung,    während des     Durchlau-          fens    von     Wasehbädern    Waschständer mit       Spritzeinrichtung,    sowie     Auspressmittel    pas  sieren, um schliesslich einen     Trochenprozess     durchzumachen.  



  Die     Vorkehr,        dass    die zu behandelnden  Bahnen vor dem Eintritt in das Chemikalien  bad eine künstliche Trocknung erfahren, be  dingt den wesentlichen Vorteil,     dass    die Kon  zentration des Chemikalienbades unverändert  gehalten werden,     bezw.    die     Amyloidbildung     keine Störung durch     Verdünnung    des Chemi  kalienbades erfahren kann.  



  Nach dem Abstreichen und<B>Ab-</B>  quetschen der überschüssigen Chemikalien er  folgt durch die künstliche Erwärmung der  Bahnen rasche     Quellung    und     Verklebung    der  Faserteilchen derselben unter teilweiser Um  bildung in lösliches     Amyloid,    das durch die       nachherige    Kühlung der     Stoffbahnen,    durch      den stufenweise verlaufenden     Entlaugmngs-          und    Wasch- und durch den     Trockenprozess     unlöslich wird und die nicht umgewandelten  Fasern umhüllt und verklebt.  



  Eine     Einrichtung    zur Ausführung des  Verfahrens ist auf der anliegenden Zeichnung  in einer beispielsweisen Ausführungsform  schematisch dargestellt.  



  Die dargestellte Einrichtung weist Rollen  <B>1</B> auf, von denen aus die zu behandelnden  Bahnen über Heizwalzen 2 laufen, durch die  sie eine Trocknung erfahren, und von wo aus  sie über Leitwalzen<B>3</B> in das konzentrierte  Lösungen von     Metallehloriden    und Chloriden  der Erdalkalien enthaltende Chemikalienbad 4  ,gelangen. Nach dem Tränken im     Chemikalien-          D          bad    4 wird ein Teil der überschüssigen Lösung  und     Unreinigkeiten    der Bahnen durch die  von beiden Seiten der Bahnen wirkenden  Sehaber<B>5</B> entfernt, worauf eine kräftige  Walzenpresse<B>6</B> jeden     Chemikalienübersehuss     beseitigt.

   Mittelst der     Anpresswalze   <B>7</B> werden  die     cetränkten    Bahnen gegen den     Heizzylin-          der   <B>8</B> gedrückt, durch den sie während ihres       rmlaufes    mit demselben eine Erwärmung  auf<B>50</B> bis<B>90 '</B> erfahren.

   Die dadurch in der       Amyloidbildung    ausgereiften Bahnen laufen  hierauf über den Kühlzylinder<B>9,</B> der dem       Linerwünschten    Abbau des gebildeten     Amy-          loides    vorbeugt.     Naeh    dem Kühlen gelangen  die Bahnen sofort in das     Auslaugebad   <B>10</B> und  werden beim Passieren desselben durch die       Leitwalzen   <B>11</B> geführt. Beim Verlassen des       Auslaugebades   <B>10</B> werden die Bahnen der  Walzenpresse 12 zugeführt.

   Mittelst der       Leitwalzen    14 geführt, passieren sie das  zweite     Auslaugebad   <B>13</B> und werden dann  durch die Walzenpressen<B>15</B> ausgequetscht.  Für das stufenweise Auslaugen ist noch ein  drittes Bad<B>16</B> vorgesehen, das von den     Bah-          neu    über die Leitwalzen<B>17</B> passiert wird.

    Nachdem die Bahnen in der     Wialzenpresse   <B>18</B>  erneut ausgequetscht worden sind, gelangen  sie in drei     aufeinanderfolgende        Waschbäder     <B>19,</B> 23,<B>27.</B> Über den     Wasclibädern    sind       )#Vasehständer    20, 24,<B>28</B> vorgesehen, die  von den einen     Zickzachweg    beschreibenden  Bahnen während des     Durelilaufens    der    Waschbäder passiert werden.

   Beim Passie  ren der     Wasehständer    werden die Stoffbah  nen von beiden Seiten mittelst der     Spritz-          rohre    21,<B>25, 29</B> kräftig mit Wasser bespritzt,  wobei die Strahlen der die Bahnen an der  Aussenfläche bespritzenden dieser     Spritz-          rohre    gegen die obern     Leitwalzen    der Wasch  ständer gerichtet sind, uni ein Durchbrechen  der Bahnen zu verhindern. Zwischen den  einzelnen Waschbädern und hinter dem letz  ten     Vaschbad    sind Walzenpressen 22,<B>26, 30</B>  angeordnet, die die Bahnen kräftig ausquet  schen.

   Die     abweehselnde    Führung der     Bah-          neu        dureh        Valzenpressen,    Waschbäder,       _Waschständer    und an Spritzrohren vorbei er  höht stufenweise den     Waiieheffekt,    so     dass     man zur vollständigen     Beseitigun   <B>g</B> der Che  mikalien     nur    eine verhältnismässige kurze  Waschpartie benötigt.  



  Von der letzten Walzenpresse<B>30</B> gelan  gen die Bahnen über Leitrollen<B>32</B> in ein Im  prägnierbad<B>31</B> bekannter Art, nach dessen  Verlassen sie durch die Walzenpresse     33    eine  letzte     Ausquetschuno-    erfahren.  



  Die Bahnen sind damit reif für den     Trok-          henprozess,    der ebenfalls stufenweise verläuft;  sie gelangen über eine nachgiebig gelagerte       Leitwalze    34 unter die     Anpresswalze   <B>35,</B> die  sie gegen den     Heizzylinder   <B>36</B>     andrüekt.     Nach dem Umlaufen um den     Ileizzylinder     <B>36</B> passieren die Bahnen die Heizzylinder<B>37,</B>  <B>38, 39,</B> 40, 41, 42,     13,    44 und werden dann  um die Leitwalzen 45, 46 und unter der       Presswalze    48     hindureh    über die Kühlzylinder       4-(,    49 geführt,

   von denen sie über die     Leit-          walzen   <B>50</B> die     Aufwiekelvorriehtung   <B>51, 52,</B>  <B>53</B> erreichen. Beim Passieren der Trocken  zylinder<B>37, 38,</B>     39#    40, 41.,     4,-),    43, 44 werden  die Stoffbahnen     dureh    die über Leitwalzen  54 und     Filztroekner   <B>55</B> laufenden endlosen  Bänder oder Filze<B>56</B> geführt.  



  Das beschriebene Verfahren und die in  Verbindung damit verwendete gezeichnete       Einrielitung    haben ihre hohe     Zwechd   <B>'</B>     ienlieh-          keit    im praktischen Gebrauch einwandfrei  erwiesen, indem mit denselben endlose     Bah-          neu    von<B>15</B> bis<B>1000</B> Gramm pro Quadrat  meter behandelt werden konnten, während      nach den bekannten Verfahren Bahnen unter  <B>35</B> und Über<B>250</B> Gramm pro Quadratmeter  von der rationellen Behandlung     ausgesclilos-          sen    waren.  



  Selbstverständlich sind gegenüber dem  Darstellungsbeispiel der Zeichnung     versehie-          dene    Abänderungen in der Ausführung der  Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens  möglich, ohne den Rahmen der Erfindung       übersehreiten    zu müssen.  



  Für in das Gebiet der Textilindustrie  fallende Anwendungen des Verfahrens auf       Textilstoffbahnen    wird der Patentschutz  nicht beansprucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüOHE: I. Verfahren zum Wasserdichtmachen von Bahnen aus Papier und dergleichen, mit- telst konzentrierter Lösungen von Metall chloriden und Chloriden der Erdalkalien im ununterbrochenen Arbeitsgange, da durch gekennzeichnet, dass die Bahnen vor der Behandlung in dem der Amyloid- bildung dienenden Chemikalienbad eine künstliche Trocknung und nach der Be handlung in genanntem Bad und nach Abstreichen und Abquetschen der über schüssigen Chemikalien eine künstliche Erwärmung in dem Grade erfahren,
    dass die Amyloidbildung ausreift, worauf die Bahnen über eine Kühleinrichtung in die Auslaugbäder gelangen und, nach der stufenweisen Auslaugung und Aus- quetseliung, während des Durchlaufens von Wasehbädern Waschsender mit Spritzeinriehtung, sowie Auspressmittel passieren,
    um schliesslich einen Trocken- prozess durchzurnachen. II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Heizwalzen zur künst lichen Trocknung der Bahnen auf dem Wege zu dem die Amyloidbildung her vorrufenden Chemikalienbad, durel-i Scha ber und eine Walzenpresse zum Abstrei chen und Auspressen der Bahnen nach dem Passieren des die Amyloidbildung hervorrufenden Bades, zwecks Befreiung derselben von Unreinigkeiten und über schüssiger Lösung,
    durch einen Ileiz- zylinder zur Herbeiführung der Aus reifung der Amyloidbildung, durcli eine zwischen dem Heizzylinder und Aus- laugebädern vorgesehene Kühlwalze, durch mit Waschsfändern mit Spritz- einrielitung und Walzenpressen behufs Zusammenarbeitens kombinierte Wasch bäder und durch Trockenzylinder zur schliesslich-en Trocknung der Bahnen.
    UNTERANTSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch.<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass von auf beiden Seiten auf die Bahnen einwirkenden Spritz- rohren der Wasohständer die die Bahnen an der Aussenfläcile bespritzenden Rohre ihre Strahlen gegen die von den Bahn,-n um- sehlungene Umfangsfläche von Leitwalzen der Waschständer richten.
CH117363D 1925-06-20 1925-06-20 Verfahren und Einrichtung zum Wasserdichtmachen von Bahnen aus Papier und dergleichen. CH117363A (de)

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