CH117363A - Verfahren und Einrichtung zum Wasserdichtmachen von Bahnen aus Papier und dergleichen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Wasserdichtmachen von Bahnen aus Papier und dergleichen.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Wasserdiehtmachen -von Bahnen aus Papier und dergleichen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum WasserdielitmacUen von Bahnen aus Papier und dergleichen mit- telst konzentrierter Lösungen von Metall- -chloriden und Chloriden der Erdalka.Iien im -unterbrochenen Arbeitsgange.
Das Wasser#dichtmachen von Bahnen aus Papier und dergleichen mittelst Metallehlo- riden und Chloriden der Erdalkalien war bis her im Fabrikbetriebe nicht möglich und scheiterte ständig an dem starken Abbau der Zellstoffe, ferner am rückläufigen Verlauf der Pergamentierung beim Auslaugen der verwendeten Salzlösungen oder an der schwierigen Rückgewinnung und Wiederver wendung der Salzlösungen im Betriebe.
Diese Schwierigkeiten werden gemäss der vorlie genden Erfindung in wirtschaftlichen Gren zen gehalten dadurch, dass die Bahnen vor der Behandlung in dem zur Amyloidbildung dienenden Chemikalienbad eine künstliche Troehnung und nach der Tränkung im Che mikalienbad und nach dem Abstreichen und A.Iquetschen der überschüssigen Chemikalien eine künstliche Erwärmung in dem Grade er- fahren, dass die Amyloidbildung ausreift,
worauf sie zur Verhütung des Rückfällig- werdens des gebildeten Amyloids über eine Kühleinrichtung in die Auslaugebäder gelan gen und, nach der stufenweisen Auslaugung und Ausquetseliung, während des Durchlau- fens von Wasehbädern Waschständer mit Spritzeinrichtung, sowie Auspressmittel pas sieren, um schliesslich einen Trochenprozess durchzumachen.
Die Vorkehr, dass die zu behandelnden Bahnen vor dem Eintritt in das Chemikalien bad eine künstliche Trocknung erfahren, be dingt den wesentlichen Vorteil, dass die Kon zentration des Chemikalienbades unverändert gehalten werden, bezw. die Amyloidbildung keine Störung durch Verdünnung des Chemi kalienbades erfahren kann.
Nach dem Abstreichen und<B>Ab-</B> quetschen der überschüssigen Chemikalien er folgt durch die künstliche Erwärmung der Bahnen rasche Quellung und Verklebung der Faserteilchen derselben unter teilweiser Um bildung in lösliches Amyloid, das durch die nachherige Kühlung der Stoffbahnen, durch den stufenweise verlaufenden Entlaugmngs- und Wasch- und durch den Trockenprozess unlöslich wird und die nicht umgewandelten Fasern umhüllt und verklebt.
Eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist auf der anliegenden Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dargestellt.
Die dargestellte Einrichtung weist Rollen <B>1</B> auf, von denen aus die zu behandelnden Bahnen über Heizwalzen 2 laufen, durch die sie eine Trocknung erfahren, und von wo aus sie über Leitwalzen<B>3</B> in das konzentrierte Lösungen von Metallehloriden und Chloriden der Erdalkalien enthaltende Chemikalienbad 4 ,gelangen. Nach dem Tränken im Chemikalien- D bad 4 wird ein Teil der überschüssigen Lösung und Unreinigkeiten der Bahnen durch die von beiden Seiten der Bahnen wirkenden Sehaber<B>5</B> entfernt, worauf eine kräftige Walzenpresse<B>6</B> jeden Chemikalienübersehuss beseitigt.
Mittelst der Anpresswalze <B>7</B> werden die cetränkten Bahnen gegen den Heizzylin- der <B>8</B> gedrückt, durch den sie während ihres rmlaufes mit demselben eine Erwärmung auf<B>50</B> bis<B>90 '</B> erfahren.
Die dadurch in der Amyloidbildung ausgereiften Bahnen laufen hierauf über den Kühlzylinder<B>9,</B> der dem Linerwünschten Abbau des gebildeten Amy- loides vorbeugt. Naeh dem Kühlen gelangen die Bahnen sofort in das Auslaugebad <B>10</B> und werden beim Passieren desselben durch die Leitwalzen <B>11</B> geführt. Beim Verlassen des Auslaugebades <B>10</B> werden die Bahnen der Walzenpresse 12 zugeführt.
Mittelst der Leitwalzen 14 geführt, passieren sie das zweite Auslaugebad <B>13</B> und werden dann durch die Walzenpressen<B>15</B> ausgequetscht. Für das stufenweise Auslaugen ist noch ein drittes Bad<B>16</B> vorgesehen, das von den Bah- neu über die Leitwalzen<B>17</B> passiert wird.
Nachdem die Bahnen in der Wialzenpresse <B>18</B> erneut ausgequetscht worden sind, gelangen sie in drei aufeinanderfolgende Waschbäder <B>19,</B> 23,<B>27.</B> Über den Wasclibädern sind )#Vasehständer 20, 24,<B>28</B> vorgesehen, die von den einen Zickzachweg beschreibenden Bahnen während des Durelilaufens der Waschbäder passiert werden.
Beim Passie ren der Wasehständer werden die Stoffbah nen von beiden Seiten mittelst der Spritz- rohre 21,<B>25, 29</B> kräftig mit Wasser bespritzt, wobei die Strahlen der die Bahnen an der Aussenfläche bespritzenden dieser Spritz- rohre gegen die obern Leitwalzen der Wasch ständer gerichtet sind, uni ein Durchbrechen der Bahnen zu verhindern. Zwischen den einzelnen Waschbädern und hinter dem letz ten Vaschbad sind Walzenpressen 22,<B>26, 30</B> angeordnet, die die Bahnen kräftig ausquet schen.
Die abweehselnde Führung der Bah- neu dureh Valzenpressen, Waschbäder, _Waschständer und an Spritzrohren vorbei er höht stufenweise den Waiieheffekt, so dass man zur vollständigen Beseitigun <B>g</B> der Che mikalien nur eine verhältnismässige kurze Waschpartie benötigt.
Von der letzten Walzenpresse<B>30</B> gelan gen die Bahnen über Leitrollen<B>32</B> in ein Im prägnierbad<B>31</B> bekannter Art, nach dessen Verlassen sie durch die Walzenpresse 33 eine letzte Ausquetschuno- erfahren.
Die Bahnen sind damit reif für den Trok- henprozess, der ebenfalls stufenweise verläuft; sie gelangen über eine nachgiebig gelagerte Leitwalze 34 unter die Anpresswalze <B>35,</B> die sie gegen den Heizzylinder <B>36</B> andrüekt. Nach dem Umlaufen um den Ileizzylinder <B>36</B> passieren die Bahnen die Heizzylinder<B>37,</B> <B>38, 39,</B> 40, 41, 42, 13, 44 und werden dann um die Leitwalzen 45, 46 und unter der Presswalze 48 hindureh über die Kühlzylinder 4-(, 49 geführt,
von denen sie über die Leit- walzen <B>50</B> die Aufwiekelvorriehtung <B>51, 52,</B> <B>53</B> erreichen. Beim Passieren der Trocken zylinder<B>37, 38,</B> 39# 40, 41., 4,-), 43, 44 werden die Stoffbahnen dureh die über Leitwalzen 54 und Filztroekner <B>55</B> laufenden endlosen Bänder oder Filze<B>56</B> geführt.
Das beschriebene Verfahren und die in Verbindung damit verwendete gezeichnete Einrielitung haben ihre hohe Zwechd <B>'</B> ienlieh- keit im praktischen Gebrauch einwandfrei erwiesen, indem mit denselben endlose Bah- neu von<B>15</B> bis<B>1000</B> Gramm pro Quadrat meter behandelt werden konnten, während nach den bekannten Verfahren Bahnen unter <B>35</B> und Über<B>250</B> Gramm pro Quadratmeter von der rationellen Behandlung ausgesclilos- sen waren.
Selbstverständlich sind gegenüber dem Darstellungsbeispiel der Zeichnung versehie- dene Abänderungen in der Ausführung der Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens möglich, ohne den Rahmen der Erfindung übersehreiten zu müssen.
Für in das Gebiet der Textilindustrie fallende Anwendungen des Verfahrens auf Textilstoffbahnen wird der Patentschutz nicht beansprucht.
Claims (1)
- PATENTANSPRüOHE: I. Verfahren zum Wasserdichtmachen von Bahnen aus Papier und dergleichen, mit- telst konzentrierter Lösungen von Metall chloriden und Chloriden der Erdalkalien im ununterbrochenen Arbeitsgange, da durch gekennzeichnet, dass die Bahnen vor der Behandlung in dem der Amyloid- bildung dienenden Chemikalienbad eine künstliche Trocknung und nach der Be handlung in genanntem Bad und nach Abstreichen und Abquetschen der über schüssigen Chemikalien eine künstliche Erwärmung in dem Grade erfahren,dass die Amyloidbildung ausreift, worauf die Bahnen über eine Kühleinrichtung in die Auslaugbäder gelangen und, nach der stufenweisen Auslaugung und Aus- quetseliung, während des Durchlaufens von Wasehbädern Waschsender mit Spritzeinriehtung, sowie Auspressmittel passieren,um schliesslich einen Trocken- prozess durchzurnachen. II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Heizwalzen zur künst lichen Trocknung der Bahnen auf dem Wege zu dem die Amyloidbildung her vorrufenden Chemikalienbad, durel-i Scha ber und eine Walzenpresse zum Abstrei chen und Auspressen der Bahnen nach dem Passieren des die Amyloidbildung hervorrufenden Bades, zwecks Befreiung derselben von Unreinigkeiten und über schüssiger Lösung,durch einen Ileiz- zylinder zur Herbeiführung der Aus reifung der Amyloidbildung, durcli eine zwischen dem Heizzylinder und Aus- laugebädern vorgesehene Kühlwalze, durch mit Waschsfändern mit Spritz- einrielitung und Walzenpressen behufs Zusammenarbeitens kombinierte Wasch bäder und durch Trockenzylinder zur schliesslich-en Trocknung der Bahnen.UNTERANTSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch.<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass von auf beiden Seiten auf die Bahnen einwirkenden Spritz- rohren der Wasohständer die die Bahnen an der Aussenfläcile bespritzenden Rohre ihre Strahlen gegen die von den Bahn,-n um- sehlungene Umfangsfläche von Leitwalzen der Waschständer richten.
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