CH117676A - Verfahren und Einrichtung zur Verminderung des Staubaufwirbelns durch Strassenfahrzeuge. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Verminderung des Staubaufwirbelns durch Strassenfahrzeuge.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Verminderung des Staubaufwirbelns durch Strassenfahrzeuge. Die Beobachtung zeigt, dass die Staub a.ufwirbelung durch rasch fahrende Strassen fahrzeuge zum grössten Teile dadurch ent steht, dass die Räder Staub mitreissen. Dieses Mitreissen von Staub durch die Räder selbst hat seinen Grund allem Anscheine nach in der Hauptsache darin, dass hinter dem rasch fahrenden Rade, am stärksten unmittelbar an der Stelle, wo es den Boden verlässt, eine Luftverdünnung entsteht. Dies ist natur gemäss in erhöhtem Masse der Fall bei Gummireifen, namentlich Pneumatikreifen, und zwar am gleichen Fahrzeug im allge meinen mehr am stärker belasteten Hinterrad als am Vorderrad.
Die vorliegende Erfindung geht daher darauf aus, die " Staubaufwirbelung zu be kämpfen durch Verminderung der erwähn ten primären Ursache, der Luftverdünnung.
Auf der Zeichnung sind vier Ausfüh rungsbeispiele einer gemäss der vorliegenden Erfindung gebauten Einrichtung mehr sche natisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt in Seitenansicht das erste Beispiel in der Anwendung auf das Vorder rad eines Automobils; Fig. 2 ist die zugehörige Vorderansicht; Die Fig. 3 und 4 stellen in Seitenansicht und Grundriss das zweite Ausführungsbei spiel dar, an einem Hinterrade angebracht; Fig. 5 zeigt in Seitenansicht das dritte Beispiel, und F ig. 6 und 7 sind Seitenansicht und Grundriss des vierten Beispiels.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 ist auf dem Kotschutzblech 1 ein mit der Mündung nach vorn gerichteter Trichter 2 angebracht, in dem ein Netz, 3 oder dergleichen eingebaut sein kann, um das Hereinfliegen grösserer Körper zu ver hindern. Dieser Trichter 2 durchdringt auf ungefähr halber Länge das Schutzblech 1 und ist mit seinem untern, hintern Ende mittelst eines Winkelstückes 4 festgehalten. An dieses verengte Ende schliesst sich ein zweckmässigerweise etwas versteiftes Schlauchstück 5 an, das gegen die Stelle ge richtet ist, an der das umlaufende Rad den Boden verlässt.
An diese Stelle wird daher die im Trichter 2 aufgefangene und in der Folge mit dessen zunehmender Verengung verdichtete Luft getrieben, um die eingangs erwähnte Luftverdünnung zu vermindern.
Ein dem beschriebenen ähnlicher Wind- fangtrichter kann auf dem Schutzblech der Hinterräder angebracht werden. Will man jedoch einen solchen Aufbau vermeiden, so kann man eine seitlich des Rades angeord nete Windfangeinrichtung verwenden, wie sie zum Beispiel Fig. <B>3</B> und 4 zeigen. Hier ist an dem das Hinterrad überdeckenden Schutzblech 6 mittelst eines Scharniers 8 ein senkrecht gerichtetes, die Aussenseite des Ra des zum grössten Teil verdeckendes. Blech 7 angelenkt und hinten feststellbar.
An die sem ist ein Trichter 9 vorgesehen, an dessen hinteres Ende sich ein zweckmäss'igerweise in eine Düse auslaufendes Schlauchstück 10 anschliesst, -das wiederum gegen die Stelle gerichtet ist, an der das. Rad den Boden v er lässt.
Das Scharnier 8 erlaubt ein Aus schwenken der Vorrichtung 7, 9, wenn das Rad zugänglich gemacht werden soll. - F'ig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Auspuffgase eines Automobilmotors dazu verwendet werden sollen, die schon wiederholt .erwähnte Luftverdünnung zu ver mindern. 20 ist der Auspufftopf, in den die Abgase des Motors durch ein Rohr 11 ge langen; 12 ist das Auspuffrohr, dessen hin teres, ausserhalb des Topfes 20 befindliches Ende zum Beispiel mittelst einer gewichts belasteten Klappe 18 mehr oder weniger ge schlossen werden kann. Von einem am Füh rersitz befindlichen Hebel 14 aus lässt sich diese Klappe mittelst Seilzug und Winkel hebel betätigen.
Durch den Auspufftopf 20 geht nun auch ein Rohr 15, Idas innerhalb des Topfes mit seitlichen Öffnungen versehen ist und sich von hinten am Vorderrad bis hinter das Hinterrad erstreckt und an dessen beide Enden, ähnlich wie für das Beispiel nach Fig. 1 und 2 angenommen, in Düsen aus laufende Schlauchstücke angeschlossen sein können. Wird gewünscht, hinter den Rädern die bewusste Luftverdünnung nicht= entstehen zu lassen, so schliesst man mittelst der Klappe 13 das Auspuffrohr 12 hinten mehr oder weniger ab.
Dann treten die Auspuff gase teilweise in das Rohr 15 über und wer den in die genaiiris,en Stellen geleitet.
Die Fig-. 6 und 7 zeigen eine Ausfüh rungsform der Einrichtung, bei der an eine Druckleitung 1.i (für Luft oder Auspuff- Oase) durch ein Gelenk 16 zwei Rohre 18 <B>J</B> angeschlossen sind, von denen das eine auf der Aussenseite, das andere auf der Innen seite des Rades bizur Stelle führt, wo der Luftverdünnung ent-c-en.gewirkt werden soll, und hier in eine Düse ausmündet.
Diese Rohre sind mit ihrem hintern Ende je an einer Fe der 19. aufgehängt, um Unebenheiten der Strasse und Erscliiitterungen des Rades Recli- nung zi= tragen.
Es liegen noch andere als die schon an gegebenen Möglichkeiten vor, um der melir- inals erwähnten Stelle hinter dem R.ade Luft-- zuzuführen, oder um überhaupt dort eine, Luftverdünnung zu vermindern. Man kann beispielsweise das Rad mit 'indfliigeln ver sehen, einen Ventilator in den Wagen eIn- bauen, oder einen schon vorhandenen dein genannten Zwecke .dienstbar machen, usw.
Im Falle der Verwendung von Auspuffgasen kann Vorkehrung zur Kühlung der letzteren getroffen werden, turn Beispiel dadurch, dass man einen Injektor in die Grasleitung einbaut, in dem die Abgase mit Aussenluft gemicli': werden.
Claims (1)
- PATEN TA 1i SPRüCHE I. Verfahren zur Verminderung des1- < iul@- a.ufwirbelüs durch Strassenfahrzeuge, da durch gekennzeielinet, dass die hinter den umlaufenden Rädern zwischen ibe:#en und dem Boden auftretende 1uft@'erflün- nung vermindert wird.1I. Einrichtung zur Ausführung- des Ver fahrens nach Patentanspruch I, sekenn- zeichnet durch eine Leitung, die bi:-, nahe an die Stelle #(,führt ist, -,vo das Ik-ad den Boden v(,rlä sst, und dies anderseits ein I)riielzfluidnni zuseführt erhält. UNTERANSPRÜCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen' auf einem Kotschutzblech angebrachten, mit dem weiteren Ende nach vorn gerichteten und hinten an die hinter das Rad füh rende Leitung anschliessenden Trichter. ?. Einrichtung nach Patentanspruch II, für Hinterräder von Automobilen, ge kennzeichnet durch einen vor der Stirn seite des Rades angeordneten, am Kot schutzblech mittelst Scharniers mit senk rechter Achse angeschlossenen, mit sei nem weiteren Ende nach vorn gerichte ten, hinten an die erwähnte Leitung an geschlossenen Trichter. 3.Einrichtung nach Patentanspruch 1I, für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung sich vom Vorderrad bis zum Hinterrad erstreckt, durch den Auspufftopf geführt und hier durchbrochen ist, und gekenn zeichnet durch eine Vorrichtung, um das Auspuffrohr mehr oder -weniger zu schliessen, wenn Auspuffgase durch die erwähnte Leitung an die Räder geführt werden sollen. 4. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die; ge nannte Leitung an einen Ventilator an geschlossen ist. 5.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung aus zwei Rohren besteht, von denen das eine auf der Aussen- und das andere auf der Innenseite des Rades angeordnet ist und welche Rohre vorne gelenkig an eine Druckleitung, angeschlossen, hinten federnd aufgehängt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH117676T | 1926-01-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH117676A true CH117676A (de) | 1927-02-16 |
Family
ID=4376671
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH117676D CH117676A (de) | 1926-01-08 | 1926-01-08 | Verfahren und Einrichtung zur Verminderung des Staubaufwirbelns durch Strassenfahrzeuge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH117676A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2443965A1 (fr) * | 1978-12-13 | 1980-07-11 | Laine Leo | Garde-boue supplementaire pour automobile |
-
1926
- 1926-01-08 CH CH117676D patent/CH117676A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2443965A1 (fr) * | 1978-12-13 | 1980-07-11 | Laine Leo | Garde-boue supplementaire pour automobile |
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