CH117731A - Verfahren zur Herstellung einer porösen, nicht hygroskopischen Reinigungsmasse für Azetylen oder andere Gase. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer porösen, nicht hygroskopischen Reinigungsmasse für Azetylen oder andere Gase.

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CH117731A
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/148Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound

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Description


      Yerfahren    zur Herstellung einer porösen,     nieht    hygroskopischen Reinigungsmasse  für Azetylen oder andere Gase.    Nach     bekannten    Verfahren werden oxy  dierende poröse Reinigungsmassen für Aze  tylen oder andere Gase hergestellt, indem  einem Brei von Chlorkalk so viel Kalk  hydrat oder kohlensaurer Kalk, gegebenen  falls auch     Chlorcaleium,    zugeführt wird, dass  beim Trocknen die Masse fest     und'    porös       wird.    Es werden so Reinigungsmassen er  zeugt, die einen Gehalt von höchstens etwa  15 %     wirksames    Chlor besitzen,

   gleichzeitig  aber eine dem wirksamen Chlor mindestens  äquivalente Menge     Chlorcalcium        enthalten,     welches solche Massen in unerwünschter  Weise wasseranziehend macht. Stärkere  Chlorkonzentrationen in     Form    von Chlorkalk  anzuwenden, war nach allgemeiner Ansicht  der Explosionsgefahr wegen nicht     angängig;     die Gefahr liegt darin begründet, dass starker  Chlorkalk eine erhebliche     Chlortension    be  sitzt, welche die     Chlorierung    von Teilen des  Gases,     Temperatursteigerung    und Explosion  veranlassen kann.  



  Gegenstand' vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren, welches die Herstellung    einer Reinigungsmasse für Azetylen oder an  dere Gase mit einem gegenüber bekannten  Massen doppelt so hohen wirksamen Chlor  gehalt ermöglicht. Es ist nämlich gefunden  worden, dass die neuerdings bekannt gewor  denen, technisch     chloridfreien,    an und für  sich sehr beständigen     basischen        Hypochlorite     von Metallen .der     II.    Gruppe des periodischen  Systems, insbesondere des     Calciums    und       Magnesiums,    zur Herstellung von festen  Reinigungsmassen besonders vorteilhaft ver  wendbar sind, da deren wirksames Chlor  nicht als solches,

   sondern selbst bei höheren  Temperaturen ausschliesslich in Form von  Sauerstoff zur Wirkung kommt. Gemäss  dem Verfahren der vorliegenden Erfindung  mischt man ein     basisches        Hypochlorit    eines       Metalles    der     II.    Gruppe des periodischen  Systems mit einem     Bindemittel    und Wasser  und lässt das Gemisch erstarren. Als Binde  mittel kann zum Beispiel Gips oder Zement  oder ein anderes     hypochloritbeständiges     Bindemittel Verwendung finden. Die Binde  mittel haben den Zweck, die Formung der      Reinigungsmasse zu ermöglichen. Es genü  gen hierzu geringe Zusätze von Bindemittel.

    Das Verfahren gemäss vorliegender Erfin  dung wird beispielsweise derart ausgeführt,  dass 500 kg basisches     Calciumhypochlorit     (2     Ca(OH)2    . 2     Ca.(OCl)2)    in von der Fabri  kation her noch feuchtem Zustand, mit einem  Inhalt von 44 % wirksamem Chlor, zusam  mengerührt werden mit 400 Liter Wasser,  50 kg Gips und 50 kg Kalkhydrat. Zum Ab  binden wird die Masse auf Trockenbleche ge  bracht, auf welchen die Masse weiter durch  Erwärmung so lange getrocknet wird, bis die  zurückbleibende trockene Masse noch ein Ge  wicht von etwa. 600 kg aufweist; der Gehalt  derselben an wirksamem Chlor beträgt dann  etwa 34 bis 36 %. Man kann die Trocknung  durch Anwendung von Vakuum beschleuni  gen.

   Infolge der Beständigkeit der ange  wandten     Hypochloritverbindungen    verläuft  die Trocknung nahezu ohne Verlust an wirk  samem Chlor.  



  Zur Erzeugung der für die Reinigungs  masse erforderlichen hohen     Porösität    kann  man dem noch nicht erstarrten Gemisch. eine  verhältnismässig geringe Menge eines Mit  tels zusetzen, das für sich oder mit einem  andern Mischungsbestandteil schon bei ge  wöhnlicher Temperatur ein Gas abspaltet.  Als solches Mittel     erweisen    sich zum Beispiel  Leichtmetalle, wie Magnesium, Aluminium  oder deren Legierungen als geeignet, die in  Form von Pulver dem unter Zusatz von  Bindemittel angerührten     Hypochloritbrei    zu  gemischt werden können. Diese Metalle spal  ten in dem alkalischen feuchtwarmen Brei  Wasserstoff ab und lockern dadurch in sehr  regelmässiger Weise den Brei auf, ohne des  sen Gehalt an wirksamem Chlor zu erniedri  gen.

   Es genügt zum Beispiel ein Zusatz von  0,1 %     Magnesiumpulver,    um eine hochporöse  Masse zu gewinnen. Der Grad der     Porosität     ist ausserdem nach Belieben einstellbar. Zu  sätze, die unter Verbrauch von wirksamem  Chlor Gase entwickeln, wie Ammoniak oder  Superoxyde, sind weniger zweckmässig.  



  Die gemäss dem Verfahren der vorliegen  den Erfindung erhaltene Reinigungsmasse    ist nicht     hygroskopisch    im Gegensatz zu den  bisher unter Verwendung von Chlorkalk her  gestellten Reinigungsmassen, deren     Chlor-          calciumgeha.lt    erfahrungsgemäss die Auf  nahme von Wasserdampf aus den Gasen be  dingt, so dass die     Verwendbarkeit    der Masse  wegen rasch fortschreitender Verstopfung  der Poren beeinträchtigt wird.  



  Eine gemäss dem vorliegenden Verfahren  hergestellte     Reinig2ingsmasse    kann 30 bis  40 %     wirksames    Chlor enthalten; bei einer  so hohen Konzentration an wirksamem Chlor  besitzt sie den Vorteil, dass bei gleicher Fül  lung .der Reinigungsbehälter wie mit den  bisher üblichen, durch Kalkzusatz in     stük-          kige    Form gebrachten Reinigungsmassen  eine entsprechend     verlängerte    Wirkungs  dauer und ein entsprechend verminderter  Arbeitsaufwand für die Bedienung der Be  hälter erzielt wird.

   Ferner besitzt eine solche  Masse noch den Vorteil, dass sie dank der  Temperaturbeständigkeit der basischen     Hypo-          chlorite    vorübergehend oder dauernd eine  weit stärkere Belastung der Reinigungslage  im Durchsatz des zu reinigenden Gases ver  trägt als die bisher üblichen     oyxdierenden     porösen Reinigungsmassen, das heisst sie ge  währt die     Möglielikeit,    die Apparatur auch  bei einer infolge höherer Belastung gesteiger  ten Temperatur in Betrieb zu halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer porösen, nicht hygroskopischen Reinigungsmasse für Azetylen oder andere Gase, unter Verwen dung eines Hypochlorits, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine technisch chloridfreie basische Hypochloritverbindung eines Metal- les der II. Gruppe des periodischen Systems mit einem Bindemittel und Wasser vermischt und erstarren lässt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Mischung vor der Erstarrung eine kleine Menge eines porenerzeugenden Mittels zusetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und En- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischung zur Porenbildung ein Stoff zugemischt wird, der in einem feuch ten alkalischen Medium ein Gas erzeugt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass als gasentwickelnder Stoff ein Leichtmetall in feiner Verteilung ver wendet wird.
CH117731D 1925-04-06 1925-04-06 Verfahren zur Herstellung einer porösen, nicht hygroskopischen Reinigungsmasse für Azetylen oder andere Gase. CH117731A (de)

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