CH117926A - Nachstellschloss an Fahrzeugbremsen. - Google Patents

Nachstellschloss an Fahrzeugbremsen.

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CH117926A
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Gruellemeyer Dr Josef
Adolf Schrelle
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Gruellemeyer Dr Josef
Adolf Schrelle
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      Nachstellschloss    an Fahrzeugbremsen.    Gegenstand der Erfindung ist ein Nach  stellschloss an Fahrzeugbremsen, das insbe  sondere auch für     Vollbahnfahrzeuge    anwend  bar ist.  



  Die Zeichnung stellt in den     Fig.    1 bis 9  eine beispielsweise Ausführungsform des Er  findungsgegenstandes dar.     Fig.    1 ist ein  axialer Längsschnitt durch das ganze Nach  stellschloss,     Fig.    la eine Draufsicht auf eine       Schraubennut    des     Schlossgehäuses;        Fig.    2       zeigt    eine     Zugstangenführung    in Seitenan  sicht,     Fig.    3 eine Einrichtung zur axialen  Verschiebung des Gehäuses gleichfalls in  Seitenansicht;

       Fig.    4 ist ein Schnitt nach       a-b,        Fig.    5 ein solcher nach     c-d,    und     Fig.    6  ein solcher     nach        e-f    der     Fig.    1; die     Fig.    7,  8 zeigen im Schnitt     bezw.    in Ansicht eine  abgeänderte Ausführungsform einer Rück  stelleinrichtung;     Fig.    9 zeigt ein Bremsen  schema.  



  In die mit Rechtsgewinde Re und Links  gewinde     Li    versehene     Mutternhülse    1 (Fis. 1  bis 6) des     Nachstellschlösses    ist einerseits die  Zugstange 2 (mit Linksgewinde), ander  seits die Zugstange 3 (mit Rechtsgewinde)    eingeschraubt, welch letztere als hohle Ge  windespindel ausgebildet ist. Auf der Muttern  hülse 1 sitzt leicht drehbar die     Klauenmuffe     4 mit rechtsgängigen     Klauenzähnen    4a, die  auf einem radial zur Hülsenase stehenden  Zapfen 5 eine Rolle 5a trägt.

   In diese       Klauenmuffe    4 greift mit entsprechenden  Zähnen die     Gegenklauenmuffe    6 ein, welche  wohl     axial    verschiebbar ist und durch die  Feder 7 ständig an die     Klauenmuffe    4 ange  drückt wird, jedoch     mittelst    eines Keils 8  mit der     Mutternhülse    1 verkeilt ist. Die       Klauenmuffe    4 ist einerseits durch einen Ab  satz 4b auf der     Mutternhülse    1 und ander  seits durch die     Mutter    9 und den ebenfalls  auf der     Mutternhülse    1 lose     drehbaren    Ring  10 gegen Längsverschiebung gesichert.

   Der  Ring 10 ist (siehe     Fig.    4) an der Innenseite  mit     exzentrischen,        Ausnehmungen    11 und Rol  len 12 ausgestattet, die dem Ring nur ein  Verdrehen nach einer Richtung erlauben.  Überdies ist der Ring 10 am äussern Mantel  mit einer Nase 13 versehen, 'welche in eine  Nut des     Schlossgehäuses    14 eingreift. Das  Gehäuse 14 ist<U>aus</U>     Montagegründen    zweitei-           lig    ausgeführt und mit einer     linksgängigen     Schraubennut (siehe     Fig.        1ä)    versehen, in  welche die Rolle     5a    eingreift.

   Ferner ist am       Gehä@ise    14 noch ein Kegelrad 15 vorge  sehen, welches sich wohl axial verschieben  kann, durch den Keil 16     (Fig.    6) jedoch gegen  Verdrehung relativ zum Gehäuse 14 ge  sichert ist. Die ganze     Vorrichtung    ist, wie  aus     Fig.    1 und dem     Bremsenschema        Fig.    9 er  sichtlich, am Fahrzeuggestell mittelst der bei  den Lager 17 und 18, welch letzteres die Nabe  des Kegelrades 15 umgreift, derart gehalten,  dass das Gehäuse 14 axial im entgegenge  setzten Sinne zur Bewegung der Bremszug  stange verschoben werden kann.

   Die im Ge  häuse 14 vorgesehene starke Feder 19 be  wirkt bei der     Bremslüftbewegung    die sichere  Rückstellung des Spannschlosses in die An  fangslage. Um eine zur Bewegung der Zug  stange entgegengesetzte axiale Verschiebung  des Gehäuses 14 zu erreichen, ist folgende  Einrichtung getroffen:

   Ein Hebel 20 ist     mit-          telst    der Stange 21 am Lager 17 des Nach  stellschlosses     angelenkt    und steht einerseits  mittelst der zweiteiligen Brille 22     (Fig.    3)  mit dem Gehäuse 14 in Verbindung, während  an seinem untern Ende eine     Hilfszugsta.nge     23     (Fig.    1)     aaigreift,    die mit einem solchen  bewegten Teil des Bremsgestänges in Ver  bindung gebracht wird, der in der gelüfteten  Stellung der Einrichtung stets dieselbe Lage  einnimmt. Beim     Bremsenschema.        (Fig.    9)  wurde beispielsweise der Hebel     1a    hierfür  g(,wählt.  



  Um die Zugstangen 2, 3 (es könnten  auch Druckstangen sein) gegen Verdrehung  zu sichern, sind die Gabelstücke 25 und 24  derselben in Linealen 26 geführt, die ihrer  seits fest mit dem Fahrgestell verbunden  sind. Da das Gehäuse 14 sich wohl axial       verschieben    muss, eine drehende Bewegung  während des Bremsens und     Lüftens    jedoch  nicht ausführen darf, so ist im Lagergehäuse  18 ein auf einer Welle 27 drehbarer Daumen  28 vorgesehen, der in eine Zahnlücke des  Kegelrades 15 eingreift und durch die Feder  29 stets     angedrückt    wird. Mit dem Kegelrad       1.5    steht ein Kegelrad 30 im Eingriff,    welches durch die Welle 31     (Fig.    6) betätigt  werden kann.  



  Die     beschriebene    Einrichtung wirkt in  folgender Weise:  Beim Bremsen wird die     Bremszugstange,     in welche das     Nachstellschloss    eingegliedert  ist, in der Richtung des Pfeils P     (Fig.    1  und 9), das Gehäuse 11 durch Einwirkung  der Zugstange 23 in entgegengesetzter Rich  tung bewegt. Hierdurch wird sich die Rolle       5a    in der Schraubennut     S        (Fig.        1a)    abwäl  zen und die     Kla.uenmuffen        .1    und 6 werden  sich relativ zueinander verdrehen, so dass die       Klauenzähne    der Muffe 4 auf denen der  Muffe 6 aufreiten.

   Bei der     Lüftbewegung     wird sich die     Klauenmuffe    4 wieder in ihre  Anfangsstellung     zuriickdrehen.    Wird nun  der     'vVeg    des Spannschlosses beim Bremsen  infolge der     Bremsklotzabnützung    grösser, so  wird die Relativdrehung zwischen den bei  den     Klauenmuffen    endlich so gross werden,  dass die     Gegenklauenmuffe    6 in den nächsten  Zahn der     Klauenmuffe        .1    einschnappt.

       INTun     wird bei der darauffolgenden     Bremslüftbe-          wegung    des Spannschlosses, die sich zurück  drehende     Kla.uenmuffe    4 die     CTegenklauen-          muffe    6 mitnehmen, wodurch auch die     Mut-          ternhülse    1 um     denselben    Betrag verdreht  wird, so dass sich die beiden Zugstangen     \?,     3 um ein gewisses Mass     (entsprecbend    der       Brernsklotza.bnützung)

      in die     liutternhülse          hineinschrauben    und dadurch eine die       Bremsklotzabnützung    kompensierende Ver  kürzung des Bremsgestänges bewirken. Die  ses Spiel wiederholt sich solange, bis die  Bremsklötze vollständig abgenützt sind und  durch neue ersetzt werden müssen.  



  Um ein ungewolltes Zurückdrehen der       Mutternhülse    1. zu verhindern, wie es even  tuell durch irgend eine Ursache (Ver  schmutzung der     Klauenzähne        etc.)    eintreten  könnte, ist der mit den exzentrischen     Aus-          nehmungen    11 und den Rollen 12 versehene  Ring 10 vorgesehen, dem die Rollen ein Ver  drehen nur nach einer     Richtung    gestatten,  während sie beim Versuch, den Ring in ent  gegengesetzter Richtung zu verdrehen,  klemmen.

        Die Rückstellung des Spannschlosses geht  in folgender Weise vor sich:       Mittelst    des Hebels 32 (Fix. 1), der auf  die Welle 2 7 aufgesteckt wird, hebt man den  Daumen 28 aus der entsprechenden Lücke des  Zahnrades 15, worauf die Welle 31 vermit  telst einer     Kurbel    in     entsprechendem    Sinne  gedreht werden kann. Das auf der Welle 31       aufgekeilte    Kegelrad 30 betätigt das Kegel  rad 15, verdreht hierdurch auch das Gehäuse  14 und mit ihm (über die     Klauenmuffen    4,  6     und    Keil 8) die     Mutternhülse    1, so dass  sich die Zugstangen 2, 3 aus der Muttern  hülse herausschrauben.

   Um beim Rückdrehen  ein Abgleiten der     Klauenzähne    zu verhin  dern,     ist    am Gehäuse 14 bei der Ausführungs  form gemäss     Fig.    1 bis 6 eine Bohrung 37  vorgesehen, durch welche ein Bolzen einge  führt werden kann, der eine radiale Verschie  bung,der Muffe 6 verhindert.  



       .Da    jedoch das     Einbringen    des Bolzens  vor der Rückstellung des Spannschlosses um  ständlich und aus verschiedenen Gründen un  zweckmässig ist, empfiehlt sich die in den       Fig.    7, 8 dargestellte Sonderkonstruktion,  welche die Bohrung 37 und den Bolzen über  flüssig macht.  



  Wie aus den     Fig.    7, 8, welche die       Klauenmuffen    4, 6 und die Feder 7 in grö  sserem Massstäbe ;darstellen, hervorgeht, ist  bei dieser abgeänderten Ausführungsform  die     Klauenmuffe    0 auch an der rechten .Stirn  seite mit     Kla,uenzähnen    38 versehen, die je  doch weniger tief sind als die an der linken  Stirnseite mit der Muffe 4 zusammenarbeiten  den Zähne.

       Überdies    ist auf der     Mutternhülse     1 lose drehbar eine     Klauenmuffe    39 vorge  sehen, welche durch die Feder 40 stets gegen  einen mit der     Mutternhülse    aus einem Stück  bestehenden, ringförmigen Ansatz 40a ge  drückt wird und mit dem Ansatz 41 in eine  am Gehäuse 14 vorgesehene Nut 42 eingreift  und sieh daher relativ zum Gehäuse 14 nicht  verdrehen kann. Die Stellung der beiden       Klauenmuffen    6, 39 zueinander ist normal  derart, dass :die Zähne derselben voneinander  um einen Betrag a (Fix. 7) abstehen, so     dass     die beiden     Klauenm.uffen    gänzlich ausser Ein-    griff sind.

   Diese Stellung nehmen die, Muffen  während des     Nachstellens    bei der     Bremslüft-          bewegung    des Spannschlosses (Mitnahme der  Muffe 6 durch die Muffe 4 in der Pfeillich  tung     Fig.    7) stets ein, und es ist auch deut  lich ersichtlich, dass die Zähne 38 ,der Muffe  6 ohne Behinderung     an    den korrespondieren  den Zähnen der Muffe 39     vorbeistreichen     können.

   Bei der Bremsbewegung des Spann  schlosses wird durch die drehende Bewegung  der Muffe 4 die     Muffe    6 und dadurch auch  die Muffe 39 so weit in der Pfeilrichtung  (Fix. 8) verschoben werden, bis die Muffe 4  um einen Zahn weiter in die Muffe 6 ein  schnappt,     wodurch    wieder der in     Fig.    7 dar  gestellte Zustand hergestellt ist.  



  Beim Zurückdrehen des     ',Spannschlosses,          wobei    das Gehäuse 14 über !die     Rahe    5a die       Klauenmuffe    4 in drehende     Bewegung    ver  setzt, soll, um auch eine Verdrehung der Mut  ternhülse 1 zu erreichen, ausserdem die       Klauenmuffe    6 in rotierende Bewegung ver  setzt werden. Dies ist durch die beiden Muf  fen 4, 6 allein nicht zu bewerkstelligen, da.  die Muffe 6 bei der Bewegung der Muffe 4  in der Richtung des Pfeils (Fix. 8) axial aus  weichen kann, so dass die Zähne beider Klauen  muffen einfach nur gegenseitig überschnappen  würden, ohne dass die Muffe 6 in Drehung  gelangt.

   Durch Anordnung der zusätzlichen       Klauenmuffe    39 wird jedoch, noch bevor sich  .die Muffe 4 relativ zur Muffe 6 um einen  Zahn verdreht hat, durch     axiale    Verschiebung  der Muffe 6 ein voller Eingriff ihrer Zähne  38 in die der Muffe 39 hergestellt sein. Da  nun die Muffe     @39    mit dem Zahn 41 in die  Rille 42 des Gehäuses 14 eingreift, wird       such    die Muffe 6 und .die     Mutternhülse    1  ,durch Vermittlung :der     .Muffe    39 an der rotie  renden Bewegung teilnehmen und so ein  Rückstellen der     .Mutternspindeln        bezw.    Zug  stangen 2 und 3     bewirkt    werden.  



  Um die     Rückstellbewegung    des     Näch-          stellschlosses    zu begrenzen,     weist    die Spindel  2 einen Zapfen 43 auf, der bei 44 mit einem  Rohr 45 vernietet ist, in     welches    der Kopf 46  einer Stange 47 hineinragt, die ihrerseits bei .  48 mit dem Gabelstück 25 der rechten Zug-      Stange 3     verstiftet    ist. Das Rückstellen kann  infolge dieser Einrichtung nur so lange er  folgen, bis, wie in     Fig.    1 dargestellt, der  hopf 46 der Stange 47 gegen den Boden des  Rohres 45 anschlägt.  



  Es ist klar,     da.ss    man, ohne den Rahmen  der Erfindung zu verlassen, die im Vorste  henden beschriebene beispielsweise Ausfüh  rungsform mannigfach abändern kann. So  kann man insbesondere statt des Kegelrad  triebes für das Rückstellen auf das Gehäuse  1.4 ein Handrad oder dergleichen direkt ein  wirken lassen. In diesem Falle müsste natur  gemäss der Sperrdaumen 28 in eine entspre  chende Vertiefung des Gehäuses 14 ein  greifen.  



  Eine zweite, insbesondere für -Strassen  bahnfahrzeugen bestimmte beispielsweise  Ausführungsform zeigen nie     Fig.    10 bis 16,  und zwar stellt     Fig.    10 einen Aufriss des  ganzen     Nachstellschlosses    im Längsschnitt  dar;     Fig.    11     zeigt    eine Draufsicht desselben  teilweise geschnitten; die     Fig.    12 bis 15 zei  gen Einzelheiten im     Querschnitt;        Fig.    16  zeigt ein     Bremsenschema,.     



  In die innen mit Rechts- und Linksge  winde versehene     Mutternhülse    1 ist die Zug  stange 2 (mit Linksgewinde) und 3 (mit  Rechtsgewinde) eingeschraubt, wobei die Zug  stange 3 als hohle Gewindespindel     ausgebil-          .det    ist. Auf     Mutternhülse    1 sitzt leicht .dreh  bar die     Klauenmuffe    4 mit rechtsgängigen       Klauenzähnen,    welche auf einem radial zur  Achse stehenden Zapfen 5 eine Rolle 53 trägt.

    In diese     Klauenmuffe    4 greift die Gegen  klauenmuffe 6 ein, welche wohl axial leicht       verschiebbar    ist und durch die Feder 7 stän  dig an die     Klauenmuffe    4 angedrückt wird,  jedoch mittelst eines Keils 8 mit .der     Muttern-          hülse    1 in Verbindung steht. Als Gegenstütze  für die Feder 7 ist die Ringmutter 9 vorge  sehen.

   Die Schutzmuffe 10 verhindert eine  axiale Verschiebung der     Klauenmuffe    4 und  bildet gleichzeitig einen Schutz gegen das  Verschmutzen der     Klauenzähne.    Die auf       Kla.uenmuffe    4 lagernde Rolle 5 greift in eine  linksgängige Schraubennute 11 ein, welche  in zweiteiligen Gehäuse 12 vorgesehen ist    Dieses Gehäuse 12, welches auf Gabelstücken  der beiden Zugstangen ? und 3 geführt ist,  ist mit einem Zapfen 13 versehen.

   Mittelst  der Lenkstange 14, welche einerseits am  Zapfen 13 und anderseits an einem am Wa  gengestell vorgesehenen Zapfen 15 einge  hängt ist, wird das Gehäuse 12 derart festge  halten,     .dass    dasselbe wohl eine oszillierende  Bewegung durchführen kann, jedoch in     axialer     Richtung immer dieselbe Stellung zum Wag  gongestell beibehalten muss.  



  Beim Bremsen wird nun das     Spa.nnschloss     in der Richtung des Pfeils     B    bewegt, wobei  sich die Rolle 5 in der     Schraubennut    11 des  Gehäuses 12 abwälzt, so     da.ss    die Klauen  muffe 4 eine drehende Bewegung vollführen  wird, wobei sich .die     Klauenzähne    der Muffe  4 zu den     Klauenzähnen    der Muffe 6 verschie  ben werden. Bei der     Entbremsbewegung    des  Spannschlosses in der Richtung des Pfeils E  wird sich die     Klauenmuffe    4 wieder in-die  Anfangsstellung zurückdrehen.

   Wird nun  der Weg des     Spannschlosses    beim Bremsen  infolge der Abnützung der Bremsklötze grö  sser, so wird sich die     Klauenmuffe    4 endlich       soweit-verdrehen,    dass die     Gegenklauenmuffe     6 in den nächsten Zahn einschnappt.     1\Tun-          mehr    wird bei der     Entbremsbewegung    des  Spannschlosses, in der Richtung des Pfeils  E die     Klauenmuffe    4 in entgegengesetzter  Richtung zurückgedreht und dabei die Gegen  klauenmuffe 6 mitnehmen.

   Durch Verdrehen  der     Gegenklauenmuffe    6     wird    auch die     Mut-          ternhülse    1 um denselben Betrag verdreht  und werden die beiden Zugstangen 2 und 3  um ein gewisses Mass     (entsprechend    der       Bremsklotzabnützung)    in die     Mutternhülse     hineingeschraubt, wodurch eine Verkürzung  ,der Stangenlänge L bewirkt wird. Dieses  Spiel wiederholt sich bis die     Bremsklötze     vollständig abgenützt sind und durch neue er  setzt werden müssen.

   Da.     beim    Bremsklotz  austausch das     Spannschloss    ganz geöffnet  werden muss, ist     .das        Spannschloss    noch mit  folgender Einrichtung versehen: Mit der       Mutternhülse    I. ist das Kegelrad 16 in fester  Verbindung. In dieses Kegelrad greift das  Kegelrad 17 ein, dessen Spindel im zweitei-      Ligen     Kegelradgehäuse    1$ gelagert ist, wel  ches wieder auf .der     Hutternhülse    1 leicht  drehbar sitzt und in der Hülse 12 geführt  ist.

   Von der Spindel des Kegelrades 17 führt  eine Gelenkwelle<I>G</I>     W,    zur     Wagenseiten-          wand,    wo durch eine aufgesteckte Kurbel K  (siehe     Fig.    16) eine Betätigung des Kegel  radantriebes     bezw.    eine Drehung der     Muttern-          hülse    1 in solchem Sinne bewerkstelligt wer  den kann, dass dadurch die Öffnung des  Spannschlosses bewirkt wird.

       Durch    die am       Kegelradgehäuse    18 befestigte Begrenzungs  schleife     S    wird das Öffnen des Spannschlos  ses begrenzt, indem der Kopf des Bolzens 24  der Zugstange 2 darin einen Anschlag findet,  Diese Rückdrehung .der     Mutternhülse    1 ist  jedoch nicht ohne weiteres durchzuführen, da  hierbei für die Kegelräder 16 und 17 eine  Hemmung eintreten würde, da die Klauen  muffe 4 durch die     Gegenklauenmuffe    6, wel  che der Keil 8 mit der     Mutternhülse    1 ver  bindet, mitgenommen werden     will.    Die       Klauenmuf    f e 4 kann jedoch eine drehende Be  wegung nicht vollführen, ,da sie durch die  Rolle 5,

   welche in die Schraubennute 11 ein  greift, daran gehindert wird. Um daher eine  Rückstellung des Spannschlosses dennoch  durchführen zu können, ist     es    nötig, die       Gegenklauenmuffe    6 von der     Klauenmuffe    4  so weil; abzuheben, dass die     Klauenzähne    au  sser Eingriff kommen. Zu diesem Zwecke ist  am     Kegelradgehäuse    18 ein zweiarmiger  Hebel 19 vorgesehen, der     einerseits    in ein  Gabelstück 20 und anderseits in einen am       Kegelradgehäuse    geführten Riegel 21 ein  greift, der zu diesem Zwecke eine örtliche       Ausnehmung    besitzt.

   Der Riegel 21 greift  in eine Ringnute r der     Gegenklauenmuffe    6  ein. Wird nun das     Gebalstück    20 durch eine  ebenfalls an die     Wagenseitenwand    führende  Gelenkwelle     GW,        (Fig.    16) mittelst eines  aufgesteckten Hebels $ um einen     gewissen     Betrag verdreht, so wird hierdurch der zwei  armige Hebel 19     bewegt,    durch denselben  der Riegel 21 in der Pfeilrichtung     (Fig.    11)  verschoben und die     Klauenzähne    der Muffen  4 und 6 kommen ausser Eingriff.  



  Das auf der Spindel des Kegelrades 1.7    befindliche Sperrad 22, in welches die durch  eine Feder angedrückte Sperrklinke 23 ein  greift, ist lediglich eine Sicherung gegen  ein ungewolltes Zurückdrehen der     Muttern-          hülse    1, wie es eintreten könnte, wenn zum  Beispiel wegen     Verschmutzung    der Klauen  zähne     etc.,    bei der Bremsbewegung des Spann  schlosses, statt     dass    die Zähne der Klauen  muffe 4 auf den Zähnen der Gegenklauen  muffe 6     hinaufgleiten,    diese auf eine     Ver-dre,-          hung    der     Mutternhülse    hinwirken.

   Statt die       Mitnehmermuffe    4 mit einer Rolle zu ver  sehen, die in eine Schraubennut eingreift,  kann man sie auch als Schraubenrad ausbil  den oder mit einem Schraubenrad fest ver  binden, das mit einer am Gehäuse 12 vorge  sehenen Schrägzahnstange oder     tiergleichen     zusammenarbeitet.  



       Ein    wesentlicher Vorzug des zweitbe  schriebenen Beispiels des Schlosses besteht  darin, dass das     die        Mutternhülse    1 und die  Stangen 2, 3 umschliessende Gehäuse     7.2    am  Wagengestell so aasgelenkt ist (13, 14, 15,     Fig.     10), dass es einerseits entsprechend den ein  tretenden Hebelverstellungen ungehindert  schwingen kann, anderseits jedoch die Längs  bewegungen der     Nachstelleinrichtung    nicht  mitmacht und     :mit    ihr stets koaxial bleibt.

    Man kann daher dieses     Spa.nnschloss    auch zwi  schen solchen Hebeln des Bremsgestänges  einbauen, die bei Betätigung der Bremse Bö  gen mit, grossen Pfeilhöhen beschreiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Nachstellschloss mit Einrichtung zum selbsttätigen Nachstellen des Bremsgestänges an Fahrzeugbremsen, bei welchem die zu verstellenden Zug- oder Druckstangen des Bremsgestänges an einer Mutternhülse ver schraubt werden, sobald ein durch die Brems- und Entbremsbewegung hin- und herschwin- gender Mitnehmer beim Erreichen eines be stimmten Bremsweges die Mutternhülse in einer Richtung mitnimmt, ,dadurch gekenn zeichnet,
    dass die Schwingungen dieses Mit nehmers durch seinen Eingriff an einem am Wagengestell angeordneten, die Mutternhülse umschliessenden Gehäuse bewirkt werden. UN rER,ÄNSI>RüCHE 1. Nachstellschloss nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der schwin gende Mitnehmer als Klauenmuffe ausge bildet ist, die mit einer Gegenklauenmuffe auf der Mutternhülse zusammenwirkt.
    2. Nachstellschloss nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass Klauenmuffe und Gegenkla.uen- muffe koaxial zur Mutternhülse angeord net sind.
    3. Nachstellschloss nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das die Mut- ternhülse umschliessende Gehäuse am Wa gengestell angelenkt und auf den an der Mutternhülse angreifenden Zug- oder Druchsta.ngen so geführt ist, dass es bei freier Möglichkeit zu schwingen stets ko axial mit der Mutternhülse und den Zug- oder Druckstangen bleibt, ohne deren Längsbewegungen mitzumachen. d.
    N achstellschloss nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der schwin gende Mitnehmer mit einer Rolle (5a) versehen ist, welche in eine Schrauben- oder Spiralnut des Gehäuses eingreift. 5. Nachstellschloss nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der schwin gende Mitnehmer zu einem Schraubenrad ausgebildet oder mit einem solchen fest verbunden ist, das in eine am Gehäuse vorgesehene Schrägzahnstange eingreift.
    f. Nachstellschloss nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, mit einem Getriebe zur Rückdrehung der Mutternhülse, dadurch gekennzeichnet, dass zwei durch Kurbeln betätigbare Gelenkwellen (GWl, GW2) seitlich des Wagens nach aussen geführt sind, von denen eine (G1V=) bei Betäti gung durch Vermittlung einer Hebelver bindung den Eingriff zwischen der schwingenden Nitnehmerklauenmuffe und der Gegenklauenmuffe aufhebt, worauf durch Betätigung der zweiten Gelenk welle (GW')
    unter Vermittlung eines Triebwerkes die Mutternbülse zurückge dreht werden kann. i. Nachstellschloss nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, welche die Bremsbe wegung derart auf das Gehäuse .des Nach stellschlosses überträgt, dass sich dasselbe in entgegengesetzter Richtung verschiebt, wie der in seine Schrauben- oder Spiral- nut eingreifende schwingende Mitnehmer. B.
    Naclistellschloss nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 4, gekennzeich net durch eine Rückstellungseinrichtung des Spannschlosses, bei der die Rückstel lung durch Antrieb des Schlossgehäuses in der Weise erfolgt, dass dieses seine Be wegung durch die Spiralnut und die Mit nehmerklauenmuffe auf die Gegenklauen muffe und durch diese auf die Muttern- hülse überträgt.
    9. Naehstellschloss nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass das Gehäuse,des NachstellsChlos- ses mit einer Bohrung versehen ist, durch welche vor Einleitung des Rückstellens ein die Gegenklauenmuffe gegen axiale Verschiebung sichernder Bolzen einge führt wird.
    10. Nachstellschloss nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet. dass zwecks Übertragung der Rückstellbe- wegung vom Gehäuse des Naehstell- schlosses auf die 3Zutternhülse eine zu sätzliche, mit dein Clehäuse auf Drehung verbundene Klauenmüffe mit niederer Verzahnung vorgesehen ist,
    mit der bei Einleitung der Rückstellbewegung die korrespondierende Nebenverzahnung an der zweiten Stirnfläche der Gegenklauen muffe in Eingriff gedrängt wird, bevor an der wesentlich höheren Hauptverzah nung der letzteren ein Überschnappen eintritt. 11. Nachstellschloss nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, gekennzeichnet durch ein Organ, welches die beim Rückstellen eintretenden Axialverschiebungen der Zug- oder Druckstangen begrenzt.
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