Nachstellschloss an Fahrzeugbremsen. Gegenstand der Erfindung ist ein Nach stellschloss an Fahrzeugbremsen, das insbe sondere auch für Vollbahnfahrzeuge anwend bar ist.
Die Zeichnung stellt in den Fig. 1 bis 9 eine beispielsweise Ausführungsform des Er findungsgegenstandes dar. Fig. 1 ist ein axialer Längsschnitt durch das ganze Nach stellschloss, Fig. la eine Draufsicht auf eine Schraubennut des Schlossgehäuses; Fig. 2 zeigt eine Zugstangenführung in Seitenan sicht, Fig. 3 eine Einrichtung zur axialen Verschiebung des Gehäuses gleichfalls in Seitenansicht;
Fig. 4 ist ein Schnitt nach a-b, Fig. 5 ein solcher nach c-d, und Fig. 6 ein solcher nach e-f der Fig. 1; die Fig. 7, 8 zeigen im Schnitt bezw. in Ansicht eine abgeänderte Ausführungsform einer Rück stelleinrichtung; Fig. 9 zeigt ein Bremsen schema.
In die mit Rechtsgewinde Re und Links gewinde Li versehene Mutternhülse 1 (Fis. 1 bis 6) des Nachstellschlösses ist einerseits die Zugstange 2 (mit Linksgewinde), ander seits die Zugstange 3 (mit Rechtsgewinde) eingeschraubt, welch letztere als hohle Ge windespindel ausgebildet ist. Auf der Muttern hülse 1 sitzt leicht drehbar die Klauenmuffe 4 mit rechtsgängigen Klauenzähnen 4a, die auf einem radial zur Hülsenase stehenden Zapfen 5 eine Rolle 5a trägt.
In diese Klauenmuffe 4 greift mit entsprechenden Zähnen die Gegenklauenmuffe 6 ein, welche wohl axial verschiebbar ist und durch die Feder 7 ständig an die Klauenmuffe 4 ange drückt wird, jedoch mittelst eines Keils 8 mit der Mutternhülse 1 verkeilt ist. Die Klauenmuffe 4 ist einerseits durch einen Ab satz 4b auf der Mutternhülse 1 und ander seits durch die Mutter 9 und den ebenfalls auf der Mutternhülse 1 lose drehbaren Ring 10 gegen Längsverschiebung gesichert.
Der Ring 10 ist (siehe Fig. 4) an der Innenseite mit exzentrischen, Ausnehmungen 11 und Rol len 12 ausgestattet, die dem Ring nur ein Verdrehen nach einer Richtung erlauben. Überdies ist der Ring 10 am äussern Mantel mit einer Nase 13 versehen, 'welche in eine Nut des Schlossgehäuses 14 eingreift. Das Gehäuse 14 ist<U>aus</U> Montagegründen zweitei- lig ausgeführt und mit einer linksgängigen Schraubennut (siehe Fig. 1ä) versehen, in welche die Rolle 5a eingreift.
Ferner ist am Gehä@ise 14 noch ein Kegelrad 15 vorge sehen, welches sich wohl axial verschieben kann, durch den Keil 16 (Fig. 6) jedoch gegen Verdrehung relativ zum Gehäuse 14 ge sichert ist. Die ganze Vorrichtung ist, wie aus Fig. 1 und dem Bremsenschema Fig. 9 er sichtlich, am Fahrzeuggestell mittelst der bei den Lager 17 und 18, welch letzteres die Nabe des Kegelrades 15 umgreift, derart gehalten, dass das Gehäuse 14 axial im entgegenge setzten Sinne zur Bewegung der Bremszug stange verschoben werden kann.
Die im Ge häuse 14 vorgesehene starke Feder 19 be wirkt bei der Bremslüftbewegung die sichere Rückstellung des Spannschlosses in die An fangslage. Um eine zur Bewegung der Zug stange entgegengesetzte axiale Verschiebung des Gehäuses 14 zu erreichen, ist folgende Einrichtung getroffen:
Ein Hebel 20 ist mit- telst der Stange 21 am Lager 17 des Nach stellschlosses angelenkt und steht einerseits mittelst der zweiteiligen Brille 22 (Fig. 3) mit dem Gehäuse 14 in Verbindung, während an seinem untern Ende eine Hilfszugsta.nge 23 (Fig. 1) aaigreift, die mit einem solchen bewegten Teil des Bremsgestänges in Ver bindung gebracht wird, der in der gelüfteten Stellung der Einrichtung stets dieselbe Lage einnimmt. Beim Bremsenschema. (Fig. 9) wurde beispielsweise der Hebel 1a hierfür g(,wählt.
Um die Zugstangen 2, 3 (es könnten auch Druckstangen sein) gegen Verdrehung zu sichern, sind die Gabelstücke 25 und 24 derselben in Linealen 26 geführt, die ihrer seits fest mit dem Fahrgestell verbunden sind. Da das Gehäuse 14 sich wohl axial verschieben muss, eine drehende Bewegung während des Bremsens und Lüftens jedoch nicht ausführen darf, so ist im Lagergehäuse 18 ein auf einer Welle 27 drehbarer Daumen 28 vorgesehen, der in eine Zahnlücke des Kegelrades 15 eingreift und durch die Feder 29 stets angedrückt wird. Mit dem Kegelrad 1.5 steht ein Kegelrad 30 im Eingriff, welches durch die Welle 31 (Fig. 6) betätigt werden kann.
Die beschriebene Einrichtung wirkt in folgender Weise: Beim Bremsen wird die Bremszugstange, in welche das Nachstellschloss eingegliedert ist, in der Richtung des Pfeils P (Fig. 1 und 9), das Gehäuse 11 durch Einwirkung der Zugstange 23 in entgegengesetzter Rich tung bewegt. Hierdurch wird sich die Rolle 5a in der Schraubennut S (Fig. 1a) abwäl zen und die Kla.uenmuffen .1 und 6 werden sich relativ zueinander verdrehen, so dass die Klauenzähne der Muffe 4 auf denen der Muffe 6 aufreiten.
Bei der Lüftbewegung wird sich die Klauenmuffe 4 wieder in ihre Anfangsstellung zuriickdrehen. Wird nun der 'vVeg des Spannschlosses beim Bremsen infolge der Bremsklotzabnützung grösser, so wird die Relativdrehung zwischen den bei den Klauenmuffen endlich so gross werden, dass die Gegenklauenmuffe 6 in den nächsten Zahn der Klauenmuffe .1 einschnappt.
INTun wird bei der darauffolgenden Bremslüftbe- wegung des Spannschlosses, die sich zurück drehende Kla.uenmuffe 4 die CTegenklauen- muffe 6 mitnehmen, wodurch auch die Mut- ternhülse 1 um denselben Betrag verdreht wird, so dass sich die beiden Zugstangen \?, 3 um ein gewisses Mass (entsprecbend der Brernsklotza.bnützung)
in die liutternhülse hineinschrauben und dadurch eine die Bremsklotzabnützung kompensierende Ver kürzung des Bremsgestänges bewirken. Die ses Spiel wiederholt sich solange, bis die Bremsklötze vollständig abgenützt sind und durch neue ersetzt werden müssen.
Um ein ungewolltes Zurückdrehen der Mutternhülse 1. zu verhindern, wie es even tuell durch irgend eine Ursache (Ver schmutzung der Klauenzähne etc.) eintreten könnte, ist der mit den exzentrischen Aus- nehmungen 11 und den Rollen 12 versehene Ring 10 vorgesehen, dem die Rollen ein Ver drehen nur nach einer Richtung gestatten, während sie beim Versuch, den Ring in ent gegengesetzter Richtung zu verdrehen, klemmen.
Die Rückstellung des Spannschlosses geht in folgender Weise vor sich: Mittelst des Hebels 32 (Fix. 1), der auf die Welle 2 7 aufgesteckt wird, hebt man den Daumen 28 aus der entsprechenden Lücke des Zahnrades 15, worauf die Welle 31 vermit telst einer Kurbel in entsprechendem Sinne gedreht werden kann. Das auf der Welle 31 aufgekeilte Kegelrad 30 betätigt das Kegel rad 15, verdreht hierdurch auch das Gehäuse 14 und mit ihm (über die Klauenmuffen 4, 6 und Keil 8) die Mutternhülse 1, so dass sich die Zugstangen 2, 3 aus der Muttern hülse herausschrauben.
Um beim Rückdrehen ein Abgleiten der Klauenzähne zu verhin dern, ist am Gehäuse 14 bei der Ausführungs form gemäss Fig. 1 bis 6 eine Bohrung 37 vorgesehen, durch welche ein Bolzen einge führt werden kann, der eine radiale Verschie bung,der Muffe 6 verhindert.
.Da jedoch das Einbringen des Bolzens vor der Rückstellung des Spannschlosses um ständlich und aus verschiedenen Gründen un zweckmässig ist, empfiehlt sich die in den Fig. 7, 8 dargestellte Sonderkonstruktion, welche die Bohrung 37 und den Bolzen über flüssig macht.
Wie aus den Fig. 7, 8, welche die Klauenmuffen 4, 6 und die Feder 7 in grö sserem Massstäbe ;darstellen, hervorgeht, ist bei dieser abgeänderten Ausführungsform die Klauenmuffe 0 auch an der rechten .Stirn seite mit Kla,uenzähnen 38 versehen, die je doch weniger tief sind als die an der linken Stirnseite mit der Muffe 4 zusammenarbeiten den Zähne.
Überdies ist auf der Mutternhülse 1 lose drehbar eine Klauenmuffe 39 vorge sehen, welche durch die Feder 40 stets gegen einen mit der Mutternhülse aus einem Stück bestehenden, ringförmigen Ansatz 40a ge drückt wird und mit dem Ansatz 41 in eine am Gehäuse 14 vorgesehene Nut 42 eingreift und sieh daher relativ zum Gehäuse 14 nicht verdrehen kann. Die Stellung der beiden Klauenmuffen 6, 39 zueinander ist normal derart, dass :die Zähne derselben voneinander um einen Betrag a (Fix. 7) abstehen, so dass die beiden Klauenm.uffen gänzlich ausser Ein- griff sind.
Diese Stellung nehmen die, Muffen während des Nachstellens bei der Bremslüft- bewegung des Spannschlosses (Mitnahme der Muffe 6 durch die Muffe 4 in der Pfeillich tung Fig. 7) stets ein, und es ist auch deut lich ersichtlich, dass die Zähne 38 ,der Muffe 6 ohne Behinderung an den korrespondieren den Zähnen der Muffe 39 vorbeistreichen können.
Bei der Bremsbewegung des Spann schlosses wird durch die drehende Bewegung der Muffe 4 die Muffe 6 und dadurch auch die Muffe 39 so weit in der Pfeilrichtung (Fix. 8) verschoben werden, bis die Muffe 4 um einen Zahn weiter in die Muffe 6 ein schnappt, wodurch wieder der in Fig. 7 dar gestellte Zustand hergestellt ist.
Beim Zurückdrehen des ',Spannschlosses, wobei das Gehäuse 14 über !die Rahe 5a die Klauenmuffe 4 in drehende Bewegung ver setzt, soll, um auch eine Verdrehung der Mut ternhülse 1 zu erreichen, ausserdem die Klauenmuffe 6 in rotierende Bewegung ver setzt werden. Dies ist durch die beiden Muf fen 4, 6 allein nicht zu bewerkstelligen, da. die Muffe 6 bei der Bewegung der Muffe 4 in der Richtung des Pfeils (Fix. 8) axial aus weichen kann, so dass die Zähne beider Klauen muffen einfach nur gegenseitig überschnappen würden, ohne dass die Muffe 6 in Drehung gelangt.
Durch Anordnung der zusätzlichen Klauenmuffe 39 wird jedoch, noch bevor sich .die Muffe 4 relativ zur Muffe 6 um einen Zahn verdreht hat, durch axiale Verschiebung der Muffe 6 ein voller Eingriff ihrer Zähne 38 in die der Muffe 39 hergestellt sein. Da nun die Muffe @39 mit dem Zahn 41 in die Rille 42 des Gehäuses 14 eingreift, wird such die Muffe 6 und .die Mutternhülse 1 ,durch Vermittlung :der .Muffe 39 an der rotie renden Bewegung teilnehmen und so ein Rückstellen der .Mutternspindeln bezw. Zug stangen 2 und 3 bewirkt werden.
Um die Rückstellbewegung des Näch- stellschlosses zu begrenzen, weist die Spindel 2 einen Zapfen 43 auf, der bei 44 mit einem Rohr 45 vernietet ist, in welches der Kopf 46 einer Stange 47 hineinragt, die ihrerseits bei . 48 mit dem Gabelstück 25 der rechten Zug- Stange 3 verstiftet ist. Das Rückstellen kann infolge dieser Einrichtung nur so lange er folgen, bis, wie in Fig. 1 dargestellt, der hopf 46 der Stange 47 gegen den Boden des Rohres 45 anschlägt.
Es ist klar, da.ss man, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, die im Vorste henden beschriebene beispielsweise Ausfüh rungsform mannigfach abändern kann. So kann man insbesondere statt des Kegelrad triebes für das Rückstellen auf das Gehäuse 1.4 ein Handrad oder dergleichen direkt ein wirken lassen. In diesem Falle müsste natur gemäss der Sperrdaumen 28 in eine entspre chende Vertiefung des Gehäuses 14 ein greifen.
Eine zweite, insbesondere für -Strassen bahnfahrzeugen bestimmte beispielsweise Ausführungsform zeigen nie Fig. 10 bis 16, und zwar stellt Fig. 10 einen Aufriss des ganzen Nachstellschlosses im Längsschnitt dar; Fig. 11 zeigt eine Draufsicht desselben teilweise geschnitten; die Fig. 12 bis 15 zei gen Einzelheiten im Querschnitt; Fig. 16 zeigt ein Bremsenschema,.
In die innen mit Rechts- und Linksge winde versehene Mutternhülse 1 ist die Zug stange 2 (mit Linksgewinde) und 3 (mit Rechtsgewinde) eingeschraubt, wobei die Zug stange 3 als hohle Gewindespindel ausgebil- .det ist. Auf Mutternhülse 1 sitzt leicht .dreh bar die Klauenmuffe 4 mit rechtsgängigen Klauenzähnen, welche auf einem radial zur Achse stehenden Zapfen 5 eine Rolle 53 trägt.
In diese Klauenmuffe 4 greift die Gegen klauenmuffe 6 ein, welche wohl axial leicht verschiebbar ist und durch die Feder 7 stän dig an die Klauenmuffe 4 angedrückt wird, jedoch mittelst eines Keils 8 mit .der Muttern- hülse 1 in Verbindung steht. Als Gegenstütze für die Feder 7 ist die Ringmutter 9 vorge sehen.
Die Schutzmuffe 10 verhindert eine axiale Verschiebung der Klauenmuffe 4 und bildet gleichzeitig einen Schutz gegen das Verschmutzen der Klauenzähne. Die auf Kla.uenmuffe 4 lagernde Rolle 5 greift in eine linksgängige Schraubennute 11 ein, welche in zweiteiligen Gehäuse 12 vorgesehen ist Dieses Gehäuse 12, welches auf Gabelstücken der beiden Zugstangen ? und 3 geführt ist, ist mit einem Zapfen 13 versehen.
Mittelst der Lenkstange 14, welche einerseits am Zapfen 13 und anderseits an einem am Wa gengestell vorgesehenen Zapfen 15 einge hängt ist, wird das Gehäuse 12 derart festge halten, .dass dasselbe wohl eine oszillierende Bewegung durchführen kann, jedoch in axialer Richtung immer dieselbe Stellung zum Wag gongestell beibehalten muss.
Beim Bremsen wird nun das Spa.nnschloss in der Richtung des Pfeils B bewegt, wobei sich die Rolle 5 in der Schraubennut 11 des Gehäuses 12 abwälzt, so da.ss die Klauen muffe 4 eine drehende Bewegung vollführen wird, wobei sich .die Klauenzähne der Muffe 4 zu den Klauenzähnen der Muffe 6 verschie ben werden. Bei der Entbremsbewegung des Spannschlosses in der Richtung des Pfeils E wird sich die Klauenmuffe 4 wieder in-die Anfangsstellung zurückdrehen.
Wird nun der Weg des Spannschlosses beim Bremsen infolge der Abnützung der Bremsklötze grö sser, so wird sich die Klauenmuffe 4 endlich soweit-verdrehen, dass die Gegenklauenmuffe 6 in den nächsten Zahn einschnappt. 1\Tun- mehr wird bei der Entbremsbewegung des Spannschlosses, in der Richtung des Pfeils E die Klauenmuffe 4 in entgegengesetzter Richtung zurückgedreht und dabei die Gegen klauenmuffe 6 mitnehmen.
Durch Verdrehen der Gegenklauenmuffe 6 wird auch die Mut- ternhülse 1 um denselben Betrag verdreht und werden die beiden Zugstangen 2 und 3 um ein gewisses Mass (entsprechend der Bremsklotzabnützung) in die Mutternhülse hineingeschraubt, wodurch eine Verkürzung ,der Stangenlänge L bewirkt wird. Dieses Spiel wiederholt sich bis die Bremsklötze vollständig abgenützt sind und durch neue er setzt werden müssen.
Da. beim Bremsklotz austausch das Spannschloss ganz geöffnet werden muss, ist .das Spannschloss noch mit folgender Einrichtung versehen: Mit der Mutternhülse I. ist das Kegelrad 16 in fester Verbindung. In dieses Kegelrad greift das Kegelrad 17 ein, dessen Spindel im zweitei- Ligen Kegelradgehäuse 1$ gelagert ist, wel ches wieder auf .der Hutternhülse 1 leicht drehbar sitzt und in der Hülse 12 geführt ist.
Von der Spindel des Kegelrades 17 führt eine Gelenkwelle<I>G</I> W, zur Wagenseiten- wand, wo durch eine aufgesteckte Kurbel K (siehe Fig. 16) eine Betätigung des Kegel radantriebes bezw. eine Drehung der Muttern- hülse 1 in solchem Sinne bewerkstelligt wer den kann, dass dadurch die Öffnung des Spannschlosses bewirkt wird.
Durch die am Kegelradgehäuse 18 befestigte Begrenzungs schleife S wird das Öffnen des Spannschlos ses begrenzt, indem der Kopf des Bolzens 24 der Zugstange 2 darin einen Anschlag findet, Diese Rückdrehung .der Mutternhülse 1 ist jedoch nicht ohne weiteres durchzuführen, da hierbei für die Kegelräder 16 und 17 eine Hemmung eintreten würde, da die Klauen muffe 4 durch die Gegenklauenmuffe 6, wel che der Keil 8 mit der Mutternhülse 1 ver bindet, mitgenommen werden will. Die Klauenmuf f e 4 kann jedoch eine drehende Be wegung nicht vollführen, ,da sie durch die Rolle 5,
welche in die Schraubennute 11 ein greift, daran gehindert wird. Um daher eine Rückstellung des Spannschlosses dennoch durchführen zu können, ist es nötig, die Gegenklauenmuffe 6 von der Klauenmuffe 4 so weil; abzuheben, dass die Klauenzähne au sser Eingriff kommen. Zu diesem Zwecke ist am Kegelradgehäuse 18 ein zweiarmiger Hebel 19 vorgesehen, der einerseits in ein Gabelstück 20 und anderseits in einen am Kegelradgehäuse geführten Riegel 21 ein greift, der zu diesem Zwecke eine örtliche Ausnehmung besitzt.
Der Riegel 21 greift in eine Ringnute r der Gegenklauenmuffe 6 ein. Wird nun das Gebalstück 20 durch eine ebenfalls an die Wagenseitenwand führende Gelenkwelle GW, (Fig. 16) mittelst eines aufgesteckten Hebels $ um einen gewissen Betrag verdreht, so wird hierdurch der zwei armige Hebel 19 bewegt, durch denselben der Riegel 21 in der Pfeilrichtung (Fig. 11) verschoben und die Klauenzähne der Muffen 4 und 6 kommen ausser Eingriff.
Das auf der Spindel des Kegelrades 1.7 befindliche Sperrad 22, in welches die durch eine Feder angedrückte Sperrklinke 23 ein greift, ist lediglich eine Sicherung gegen ein ungewolltes Zurückdrehen der Muttern- hülse 1, wie es eintreten könnte, wenn zum Beispiel wegen Verschmutzung der Klauen zähne etc., bei der Bremsbewegung des Spann schlosses, statt dass die Zähne der Klauen muffe 4 auf den Zähnen der Gegenklauen muffe 6 hinaufgleiten, diese auf eine Ver-dre,- hung der Mutternhülse hinwirken.
Statt die Mitnehmermuffe 4 mit einer Rolle zu ver sehen, die in eine Schraubennut eingreift, kann man sie auch als Schraubenrad ausbil den oder mit einem Schraubenrad fest ver binden, das mit einer am Gehäuse 12 vorge sehenen Schrägzahnstange oder tiergleichen zusammenarbeitet.
Ein wesentlicher Vorzug des zweitbe schriebenen Beispiels des Schlosses besteht darin, dass das die Mutternhülse 1 und die Stangen 2, 3 umschliessende Gehäuse 7.2 am Wagengestell so aasgelenkt ist (13, 14, 15, Fig. 10), dass es einerseits entsprechend den ein tretenden Hebelverstellungen ungehindert schwingen kann, anderseits jedoch die Längs bewegungen der Nachstelleinrichtung nicht mitmacht und :mit ihr stets koaxial bleibt.
Man kann daher dieses Spa.nnschloss auch zwi schen solchen Hebeln des Bremsgestänges einbauen, die bei Betätigung der Bremse Bö gen mit, grossen Pfeilhöhen beschreiben.