CH118007A - Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- und Papiermaché-Herstellung bestimmtem verholztem, pflanzlichen Material. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- und Papiermaché-Herstellung bestimmtem verholztem, pflanzlichen Material.

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CH118007A
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Hubert Braeunlich
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Hubert Braeunlich
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  \erfahren zur     Behandlung        Fon    zur Papier-, Pappe- und     Papiermache-Herstellung     bestimmtem     rerholztem@        pllanzliehen    Material.    Bei bisher bekannten Verfahren zur De  handlung von verholztem, pflanzlichem Ma  terial zur Papier-, Pappe- und     Papiermache-          Herstellung    werden die- bezüglichen Stoffe,  wie zum Beispiel Holz, in Kochern mehrere       Stunden    unter Druck gedämpft und vor  Ausbringen aus den Kochern abgekühlt       bezw.    nach kurzem Dämpfen mittelst Was  ser,     zwecks    Erweichung der Fasern gekocht.

    Nach     einer    derartigen Behandlung werden  diese Stoffe durch verschiedene mechanische  Verfahren in einen für die Papierherstellung  geeigneten Faserbrei (Halbstoff) verwandelt.  Die Festigkeit eines aus derart behandelten  Stoffen hergestellten     Papieres    ist eine ge  ringe und ist auch das Färben derartiger -Pa  piere, die meist einen sehr dunklen, braunen  Grundton haben, auf lichte     Farben    schwer  oder gar nicht möglich.

   Es bestehen zwar  Verfahren, bei denen zwecks Vermeidung  der Bräunung die zur Papierherstellung die  nenden Stoffe im Vakuum gekocht und allen  falls auch Chemikalien zugesetzt     werden.       Hierdurch     bleibt    zwar die     Naturfarbe    der  Stoffe erhalten und ist eine verschieden  artige     Anfärbung        erleichtert,    doch bleibt die  Festigkeit eines solchen     Papieres    eine sehr  geringe und ist das Verfahren im allgemeinen  umständlich und teuer.

   Eine Verkürzung  der üblichen Dämpfzeit von acht bis zwölf  und mehr Stunden auf zwei oder drei .Stun  den     bezw.    eine Erniedrigung des üblicher  weise fünf bis sechs Atmosphären betragen  den Dampfdruckes auf zwei bis drei Atmo  sphären,     zwecks    Erzielung eines lichteren  Farbtones, ergibt ein unvollständig aufge  schlossenes Dämpfgut., das bei der, Weiter  verarbeitung einen     splitterigen,    ungleich  mässig gefärbten Halbstoff ergibt, der zum  Beispiel ein Papier liefert, das äusserst spröde  und brüchig ist und nur geringe     Festigkeit     aufweist.  



  Gemäss dem Verfahren der Erfindung  werden diese Nachteile dadurch behoben,  dass die Dämpfung oder, wie gewöhnlich     ge-          sa.gL        wird,    das Kochen in vier Stufen zer-      legt wird, derart, dass die     Dampfspannung,          -zwecks    langsamen     Vortreibens    der Erwär  mung, bis in den innersten Kern des Mate  rials zunächst von null bis annähernd 5     At-          mosphären,    langsam gesteigert, dann das Ma  terial einige Zeit unter dieseln Druck     gehal-          ten,wobei    wohl hauptsächlich die Aufschlie  ssung der     Inkrusten,

      Harzbestandteile und       Lignine    eintritt und hierauf der     Dainpfdruek     wieder langsam     abklinken        gelaüsen    wird, wo  bei wahrscheinlich eine Auflockerung der  Fasern stattfindet, worauf, zwecks     Quel-          lung    der Fasern, eine gründliche     Durcliträn-          kung    des Stoffes mit in den Kocher eingelei  tetem     Wasser    erfolgt.

       Diesem        Wasser    kön  nen je nach dem     gewünschten    Grad der Fa  sererweichung, bei der     Zelluloseerzeugung     allgemein verwendete Chemikalien zugesetzt  werden. Das Quellenlassen der Fasern be  zweckt, diese geschmeidig zu machen, so dass  diese beim folgenden mechanischen     Zerfase-          rungsprozess    möglichst. wenig zerstört und  beschädigt in ihrer ganzen Länge voneinan  der getrennt werden können. Die     chemischen     Vorgänge, welche bei dem     Dämpfprozess        gi        -          mäss    der vorliegenden Erfindung eintreten.

    sind noch gänzlich ungeklärt, doch hat die  Praxis ergeben, dass derartig vorbehandelte       Fasernmaterialien,    wie Holz     bezw.    verkohlte  Pflanzen, im Wasser leicht quellen und bis  zu 150      %    ihres eigenen Gewichtes     Wasser     aufnehmen.         _drrsf        fkriiiigsbeispiel:       Das zur Papier-, Pappe- und Papier  mache-Herstellung dienende Material, z. B.  Holz, wird in     eitlen    Kocher     eingebraellt:     Es wird zunächst während der Dauer  von ein bis zwei Stunden der     Dampfdruck     im Kocher langsam auf annähernd vier bis  fünf Atmosphären gesteigert.  



  Dann wird die Dampfzufuhr gedrosselt       bezw.    je     nc,ch    der Wärmeisolation des Ko  chers derart geregelt, dass der erreichte  Höchstdruck annähernd auf die Dauer von  ein bis drei Stunden     konstant    bleibt.

      Hierauf wird die Dampfzufuhr gänzlich    abgesperrt, so     dass    der     Darnpfdrucl@        langsam     und allmählich     sinkt.    Ist die     Wärmeisolii-          tion    des     Koeliers    eine     schlechte,    so dass der  Dampfdruck     zii    rasch zurückgeht,

   so muss  diese dritte     Stufe    allenfalls durch geringe       Nachspeisung        von    Dampf auf die     erforder-          liche    Dauer     von    zirka vier bis acht Munden       gebracht    werden.  



  Zuletzt     Zviril        znr        Durclitränkung    und       Aufquellung    des     Kochgutes,    ohne vorherigen       Kondenswasserablass,        -Wasser    in den Kocher  geleitet, dem zwecks Erzielung einer     weichen     Faser, bei der     Zelltiloselierstellung    verwen  dete Chemikalien     zugesetzt.    werden können.

    Die     Durclitränkung    des     Kochgutes    mit     -\'as..          ser    wird     gegebenenfalls        duich        Drucki,rhöhung     unterstützt und so lange fortgesetzt, bis     dos     Kochgut vollständig     durchwässert    ist,  sich aus der     Gewichtszunahme    leicht     konsla-          tieren        lä.sst.     



  Das auf diese Art und     -"eise    vorbehan  delte Kochgut wird     sodailn    in beliebiger     ##r1     auf mechanischem     "lege,   <I>zum</I> Beispiel     nach     dem Holzschliff,     Quetsch-    oder     Biffar-Ver-          fahren,        bezw.    auch     durch        Kollern,    in die ein  zeInen     Faseln    zerkleinert und in einen für  die Weiterverarbeitung geeigneten Halb  stoff     verwandelt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- undPapiermaehe-Herstellung bestimm tem verholztem, pflanzlichen Material, da durch gekennzeichnet, dass bei dem vor der me chanischen Zerfaaerulig erfolgenden Dämpfen, zwecks Erzielung eines zerfaserten Materials, das sich auf licht gefärbtes festes Papier-, Pappe- und Papierinaehe verarbeiten lässt, die Dampfspannung zunächst lailbrsam von null bi:
    i annähernd fünf Atmosphären au steigen gelas..zen, dann das -Material einige Zeit unter diesem Druck gehalten und liier- i auf der Dainpfilrtielz wieder langsam auf null Atmosphären vermindert wird, worauf zwecks Quellung der Fasern eine gründliche Durchtränkung des Kochgutes mit -Wasser erfolgt.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem zur DurchtrKnkung verwendeten Wasser Chemikalien beigemengt werden, um die Ligninbestandteile, sowie die Harze des -Materials derart zu beeinflussen, dass die Fasern hierdurch weitgehend er weicht und zur Quellung gebracht werden.
CH118007D 1924-05-30 1925-04-14 Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- und Papiermaché-Herstellung bestimmtem verholztem, pflanzlichen Material. CH118007A (de)

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CH118007D CH118007A (de) 1924-05-30 1925-04-14 Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- und Papiermaché-Herstellung bestimmtem verholztem, pflanzlichen Material.

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