CH118007A - Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- und Papiermaché-Herstellung bestimmtem verholztem, pflanzlichen Material. - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- und Papiermaché-Herstellung bestimmtem verholztem, pflanzlichen Material.Info
- Publication number
- CH118007A CH118007A CH118007DA CH118007A CH 118007 A CH118007 A CH 118007A CH 118007D A CH118007D A CH 118007DA CH 118007 A CH118007 A CH 118007A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- paper
- cardboard
- treatment
- vegetable material
- manufacture
- Prior art date
Links
- 239000000123 paper Substances 0.000 title claims description 15
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 239000011111 cardboard Substances 0.000 title claims description 6
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 6
- 239000005418 vegetable material Substances 0.000 title claims 2
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 12
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 9
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 7
- 235000013305 food Nutrition 0.000 claims description 5
- 239000000470 constituent Substances 0.000 claims description 2
- 229920005610 lignin Polymers 0.000 claims description 2
- 239000011347 resin Substances 0.000 claims description 2
- 229920005989 resin Polymers 0.000 claims description 2
- 238000005470 impregnation Methods 0.000 claims 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 claims 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims 1
- 238000010025 steaming Methods 0.000 description 4
- 240000004668 Valerianella locusta Species 0.000 description 3
- 235000003560 Valerianella locusta Nutrition 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000018044 dehydration Effects 0.000 description 2
- 238000006297 dehydration reaction Methods 0.000 description 2
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 2
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 2
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 1
- 229920001131 Pulp (paper) Polymers 0.000 description 1
- 240000003085 Quassia amara Species 0.000 description 1
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 1
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 description 1
- 238000001311 chemical methods and process Methods 0.000 description 1
- 239000003086 colorant Substances 0.000 description 1
- 238000004040 coloring Methods 0.000 description 1
- 238000010411 cooking Methods 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000010297 mechanical methods and process Methods 0.000 description 1
- 230000005226 mechanical processes and functions Effects 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 230000008961 swelling Effects 0.000 description 1
- 235000013311 vegetables Nutrition 0.000 description 1
Landscapes
- Paper (AREA)
Description
\erfahren zur Behandlung Fon zur Papier-, Pappe- und Papiermache-Herstellung bestimmtem rerholztem@ pllanzliehen Material. Bei bisher bekannten Verfahren zur De handlung von verholztem, pflanzlichem Ma terial zur Papier-, Pappe- und Papiermache- Herstellung werden die- bezüglichen Stoffe, wie zum Beispiel Holz, in Kochern mehrere Stunden unter Druck gedämpft und vor Ausbringen aus den Kochern abgekühlt bezw. nach kurzem Dämpfen mittelst Was ser, zwecks Erweichung der Fasern gekocht.
Nach einer derartigen Behandlung werden diese Stoffe durch verschiedene mechanische Verfahren in einen für die Papierherstellung geeigneten Faserbrei (Halbstoff) verwandelt. Die Festigkeit eines aus derart behandelten Stoffen hergestellten Papieres ist eine ge ringe und ist auch das Färben derartiger -Pa piere, die meist einen sehr dunklen, braunen Grundton haben, auf lichte Farben schwer oder gar nicht möglich.
Es bestehen zwar Verfahren, bei denen zwecks Vermeidung der Bräunung die zur Papierherstellung die nenden Stoffe im Vakuum gekocht und allen falls auch Chemikalien zugesetzt werden. Hierdurch bleibt zwar die Naturfarbe der Stoffe erhalten und ist eine verschieden artige Anfärbung erleichtert, doch bleibt die Festigkeit eines solchen Papieres eine sehr geringe und ist das Verfahren im allgemeinen umständlich und teuer.
Eine Verkürzung der üblichen Dämpfzeit von acht bis zwölf und mehr Stunden auf zwei oder drei .Stun den bezw. eine Erniedrigung des üblicher weise fünf bis sechs Atmosphären betragen den Dampfdruckes auf zwei bis drei Atmo sphären, zwecks Erzielung eines lichteren Farbtones, ergibt ein unvollständig aufge schlossenes Dämpfgut., das bei der, Weiter verarbeitung einen splitterigen, ungleich mässig gefärbten Halbstoff ergibt, der zum Beispiel ein Papier liefert, das äusserst spröde und brüchig ist und nur geringe Festigkeit aufweist.
Gemäss dem Verfahren der Erfindung werden diese Nachteile dadurch behoben, dass die Dämpfung oder, wie gewöhnlich ge- sa.gL wird, das Kochen in vier Stufen zer- legt wird, derart, dass die Dampfspannung, -zwecks langsamen Vortreibens der Erwär mung, bis in den innersten Kern des Mate rials zunächst von null bis annähernd 5 At- mosphären, langsam gesteigert, dann das Ma terial einige Zeit unter dieseln Druck gehal- ten,wobei wohl hauptsächlich die Aufschlie ssung der Inkrusten,
Harzbestandteile und Lignine eintritt und hierauf der Dainpfdruek wieder langsam abklinken gelaüsen wird, wo bei wahrscheinlich eine Auflockerung der Fasern stattfindet, worauf, zwecks Quel- lung der Fasern, eine gründliche Durcliträn- kung des Stoffes mit in den Kocher eingelei tetem Wasser erfolgt.
Diesem Wasser kön nen je nach dem gewünschten Grad der Fa sererweichung, bei der Zelluloseerzeugung allgemein verwendete Chemikalien zugesetzt werden. Das Quellenlassen der Fasern be zweckt, diese geschmeidig zu machen, so dass diese beim folgenden mechanischen Zerfase- rungsprozess möglichst. wenig zerstört und beschädigt in ihrer ganzen Länge voneinan der getrennt werden können. Die chemischen Vorgänge, welche bei dem Dämpfprozess gi - mäss der vorliegenden Erfindung eintreten.
sind noch gänzlich ungeklärt, doch hat die Praxis ergeben, dass derartig vorbehandelte Fasernmaterialien, wie Holz bezw. verkohlte Pflanzen, im Wasser leicht quellen und bis zu 150 % ihres eigenen Gewichtes Wasser aufnehmen. _drrsf fkriiiigsbeispiel: Das zur Papier-, Pappe- und Papier mache-Herstellung dienende Material, z. B. Holz, wird in eitlen Kocher eingebraellt: Es wird zunächst während der Dauer von ein bis zwei Stunden der Dampfdruck im Kocher langsam auf annähernd vier bis fünf Atmosphären gesteigert.
Dann wird die Dampfzufuhr gedrosselt bezw. je nc,ch der Wärmeisolation des Ko chers derart geregelt, dass der erreichte Höchstdruck annähernd auf die Dauer von ein bis drei Stunden konstant bleibt.
Hierauf wird die Dampfzufuhr gänzlich abgesperrt, so dass der Darnpfdrucl@ langsam und allmählich sinkt. Ist die Wärmeisolii- tion des Koeliers eine schlechte, so dass der Dampfdruck zii rasch zurückgeht,
so muss diese dritte Stufe allenfalls durch geringe Nachspeisung von Dampf auf die erforder- liche Dauer von zirka vier bis acht Munden gebracht werden.
Zuletzt Zviril znr Durclitränkung und Aufquellung des Kochgutes, ohne vorherigen Kondenswasserablass, -Wasser in den Kocher geleitet, dem zwecks Erzielung einer weichen Faser, bei der Zelltiloselierstellung verwen dete Chemikalien zugesetzt. werden können.
Die Durclitränkung des Kochgutes mit -\'as.. ser wird gegebenenfalls duich Drucki,rhöhung unterstützt und so lange fortgesetzt, bis dos Kochgut vollständig durchwässert ist, sich aus der Gewichtszunahme leicht konsla- tieren lä.sst.
Das auf diese Art und -"eise vorbehan delte Kochgut wird sodailn in beliebiger ##r1 auf mechanischem "lege, <I>zum</I> Beispiel nach dem Holzschliff, Quetsch- oder Biffar-Ver- fahren, bezw. auch durch Kollern, in die ein zeInen Faseln zerkleinert und in einen für die Weiterverarbeitung geeigneten Halb stoff verwandelt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- undPapiermaehe-Herstellung bestimm tem verholztem, pflanzlichen Material, da durch gekennzeichnet, dass bei dem vor der me chanischen Zerfaaerulig erfolgenden Dämpfen, zwecks Erzielung eines zerfaserten Materials, das sich auf licht gefärbtes festes Papier-, Pappe- und Papierinaehe verarbeiten lässt, die Dampfspannung zunächst lailbrsam von null bi:i annähernd fünf Atmosphären au steigen gelas..zen, dann das -Material einige Zeit unter diesem Druck gehalten und liier- i auf der Dainpfilrtielz wieder langsam auf null Atmosphären vermindert wird, worauf zwecks Quellung der Fasern eine gründliche Durchtränkung des Kochgutes mit -Wasser erfolgt.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem zur DurchtrKnkung verwendeten Wasser Chemikalien beigemengt werden, um die Ligninbestandteile, sowie die Harze des -Materials derart zu beeinflussen, dass die Fasern hierdurch weitgehend er weicht und zur Quellung gebracht werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS118007X | 1924-05-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH118007A true CH118007A (de) | 1926-12-01 |
Family
ID=5449099
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH118007D CH118007A (de) | 1924-05-30 | 1925-04-14 | Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- und Papiermaché-Herstellung bestimmtem verholztem, pflanzlichen Material. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH118007A (de) |
-
1925
- 1925-04-14 CH CH118007D patent/CH118007A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| Suchsland et al. | Effect of cooking conditions on fiber bonding in dry-formed binderless hardboard | |
| DE364992C (de) | Verfahren zur Erzeugung von Halbzellstoffen aus stark verholzten Pflanzen, wie Holz usw., sowie Ganzzellstoffen oder verspinnbaren Textilfasern aus schwach verholzten Pflanzen, wie Jute, Manilahanf, Schilf, Typha, Brennesseln usw. | |
| CH118007A (de) | Verfahren zur Behandlung von zur Papier-, Pappe- und Papiermaché-Herstellung bestimmtem verholztem, pflanzlichen Material. | |
| DE1099837B (de) | Verfahren zur Herstellung von Halbzellstoff oder Zellstoff aus harzreichem Holz | |
| DE831322C (de) | Verfahren zur Herstellung von Faserplatten und Formkoerpern aus Lignocellulose | |
| DE413268C (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von Holz oder aehnlichen Stoffen zum Zwecke der papier-Pappe-Herstellung o. dgl. | |
| DE834808C (de) | Verfahren zum Bleichen von mechanisch erzeugten, schwer bleichbaren Faserstoffen, insbesondere Holzschliff | |
| US2220047A (en) | Heat treatment production of vegetable fiber products | |
| US2361639A (en) | Process for defibering lignocellulosic materials | |
| DE2307477A1 (de) | Verfahren zum herstellen von mechanischem faserstoff aus harzreichen holzarten, wie kiefernholz u. aehnlichen arten | |
| DE492796C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Pflanzenfaserstoffen | |
| AT107854B (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von Holz oder ähnlichem Material zum Zwecke der Papier-Pappe- od. dgl. Herstellung. | |
| US1648237A (en) | Composition paper or pulp board and method of making the same | |
| AT73771B (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von Lignocellulosen. | |
| AT311168B (de) | Verfahren zur Herstellung einer ungebleichten Pulpe großer Helligkeit und mechanischer Festigkeit | |
| DE863449C (de) | Verfahren zum Vorbehandeln von Holz mit Dampf fuer den Sulfitaufschluss bei der Zellstoffgewinnung | |
| AT218847B (de) | Verfahren zum Imprägnieren von pflanzlichem Fasermaterial mit Kochflüssigkeit für die Zelluloseerzeugung | |
| DE1955641C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von hochweißem Zellstoff für die Papierfabrikation | |
| DE1901183C3 (de) | ||
| DE1179452B (de) | Verfahren zum Herstellen von Papierstoff aus Laubholz | |
| DE2755445A1 (de) | Verfahren zur herstellung von halb- oder vollzellstoff | |
| DE540052C (de) | Verfahren zur Herstellung von Zellstoff | |
| DE1955641A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von hochweissem Zellstoff fuer die Papierfabrikation | |
| AT237429B (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von Holz | |
| DE748949C (de) | Verfahren zur Herstellung von Halbzellstoff oder Zellstoff |