Einrichtung zum Auffangen und Kondensieren des von der Kathode eines Quecksilberdampf-Gleichrichters aufsteigenden Quecksilberdampfes. Bei Quecksilberdampfgleichrichtern wird die Quecksilberkathode durch den Lichtbogen derart erhitzt, dass' von ihr ein Qüecksilber- dampfstrom in den Zylinderraum des Gleich richters strömt und sich dort an kälteren Teilen des Zylinders niederschlägt.
Dieser Torgang, der an sich für den Gleichrichterbe- trieb unschädlich wäre, kann aber doch zu Störungen Anlass geben und leicht zur Ur sache von Rückzündungen werden. Bilden sich. . an den Anoden Quecksilberkondens- tröpfchen, so sind diese oft der Ausgangs punkt eines Rückzündungsliöhtbogens; indem sie durch den sich ansetzenden Lichtbogen. auf eine Temperatur gebracht- werden, welche die Ventilwirkung des Gleichrichters aufhebt.
Ferner verdichtet der nach den Anoden strö mende Quecksilberdampf die Luft gerade an den Stellen. des Zylinders; an denen das Hochvakuum zum einwandfreien Betrieb des Gleichrichters unerlässlich- ist. Es muss daher insbesondere dafür Sorge getragen werden, dass die Strömungsrichtung des Quecksilber dampfes von den Anodenräumen wegweist. Schliesslich aber wird durch die heissen Queck silberdämpfe der ganze Gleichrichter er wärmt und ständig lösen sich dabei Gase und Dämpfe vom Material des Gleichrichters. Auch dieser Torgang ist an sich als ein ganz normaler zu betrachten, solange die dauernd wirkende Entlüftungsanlage imstande ist, die frei werdenden Gase und Dämpfe abzuführen.
Aber bei plötzlicher Überlastung des Gleich richters kann der Fall eintreten, dass das Luftpumpenaggregat zur Entlüftung nicht ausreicht, so dass. Rückzündungen als Folge der Überlastung zu" verzeichnen sind. Diesen Übelständen hat man'dadurch zu begegnen gesucht, dass man den Gleichrichter mit Kühl einrichtungen versah, welche die Temperatur des Zylinders auf einer ungefährlichen Höhe halten sollten:. Ferner hat man einen Kühl dom über der Quecksilberkathode angeordnet, der die aufsteigenden Quecksilberdämpfe auf fängt und kondensiert.
Dieser Kühldom ist im allgerrieinen- auf- den eigentlichen Gleich richterzylinder aufgesetzt und ist -mit -einem Kühlmantel umgeben. Damit nun die Queck- Silberdämpfe nicht in die Anodenräume ge langen, hat man bereits die Zylinderwand des Kühldomes in das Innere des Gleichrichters hinein verlängert und diese Verlängerung gewissermassen als Führungsrohr für den Quecl@silberdampf benutzt.
Man hat sogar, um ein Abirren der Quecksilberdämpfe sicher zu vermeiden, auch unmittelbar über der Kathode ein kleineres Führungsrohr angeord net, welches den Dampf in den Kühldom bezw. in dessen Verlängerung hineinleitet. Aber alle diese Einrichtungen konnten das Auftreten von Rückzündungen nicht voll ständig verhindern, weil die bisherige Art der Kühlung nicht wirksam genug war, um der bei grossen Überlastungen auftretenden momentanen Steigerung der Quecksilber- dampfmenge rasch genug Rechnung zu tragen.
Dies ist nur durch eine besondere neue Ausgestaltung der Kühleinrichtung des ver längerten ten Kühldomes zu erreichen. und es ist Gegenstand der Erfindung eine Einrichtung zum Auffangen und Kondensieren des von der Kathode eines Gleichrichters aufstei genden, Quecksilberdampfes, bestehend aus (-inem auf den mit ringförmig angeordneten Anoden versehenen Deckel des Gleichricliter- gefässes aufgesetzten, mit Kühlung versehe- nen und in das Innere des Gefässes verlänger ten Kühldomes,
bei welcher auch der in das Gleichrichtergefäss hineinragende Teil des Kühldomes durch eine an seiner innern Ober fläche angebrachte Kühleinrichtung gekühlt wird. Ein Kühldom dieser Art und mit einer solchen Kühleinrichtung versehen hat den grossen Vorteil vor der bisherigen Bauart, dass er ein grosses Fassungsvermögen mit einer sehr wirksamen Kondensation des Quecksilber dampfes vereinigt, so dass selbst grosse Me- talldampfmengen, wie sie bei grossen Bela stungen von der Kathode abgegeben werden, vom Kühldom aufgenommen und in kürzester Zeit kondensiert werden., Wird aber so die Erwärmung des Gefässes verhindert,
dann wird damit gleichzeitig die Gefahr des Auf tretens von Rückzündungen bei Überlastun gen beseitigt.
- Die Fig. 1 und 2 geben zwei Ausfüh- rungsbeispiele der Erfindinig wieder. In die sen Figuren bedeutet g ein Gleichrichterga- fäss mit den Anoden a, a und der Kathode 1e;, <I>d</I> ist ein auf das Gleichrichtergefäss auf gesetzter Kühldom, welcher durch ein gege benenfalls angesetzte; Rohrstück d' in das Innere des Gefässes hinein verlegt ist.
In Fig. 1 ist b ein Kühlmantel, welcher das Gleichrichtergefäss und den -auf dieses aufgesetzten Teil d des Kühldomes kühlt. Die Kühlflüssigkeit (Wasser) ist mit iv be zeichnet. Erfindungsgemäss wird auch die nach innen ragende Verlängerung des Kühl domes (<B>d</B>) durch das innere Rohrsystem der Kühlschlange s kräftig gekühlt.
Im darge stellten Falle wird die Kühlung durch das weniger wirksame äussere Rohrsystem der Kühlschlange s unterstützt. Um ein Abirren der Quecksilberdämpfe zu vermeiden und da mit die Wirkung der Kühleinrichtung zu er höhen, ist der Sammler e vorgesehen, wel cher den Kathodenraum von den Anoden räumen trennt und in seiner Mitte ein rührför- miges Führungsstück f trägt, welches den Quecksilberdampf unmittelbar in den Kühl dom leitet.
Die Anordnung der Fig. 1 hat noch einige kleine Mängel, indem die ver schiedenartige Kühlung der beiden Kühldom flächen eine Komplikation der Einrichtung bedeutet und weil zur Befestigung von an dern Konstruktionsteilen es vorteilhaft er scheint, an Stelle des dünnen Kühlmantels b .die kräftigere Wand des Kühldomes als Stütz- und Befestigungswand zur Verfügung zu haben.
Diese Mängel lassen sich aber bei einer Ausführung des Domes gemäss Fig. 2 -ver meiden, nach welcher als Kühleinrichtung eine im Innern des Kühldomes befindliche; sich an die Zylinderwand des Domes an schmiegende Kühlschlange s Verwendung findet. Diese Kühlschlange macht die Au ssenkühlung des obern Teils des Kühldomes entbehrlich, wenn sie sich möglichst über die ganze Länge des den Dom bildenden Zylin ders erstreckt. Der Einrichtung nach Fig. 2 gebührt auch aus dem Grunde der Vorzug vor der Aussenkühlung, weil die kühlende Oberfläche im Innern des Domes durch eine Kühlschlange gegenüber der Mantelkühlung erheblich vergrössert werden kann.
Die be schriebenen Einrichtungen sind für den Gleichrichterbetrieb vor grosser Bedeutung, weil sie die Belastungsmöglichkeit des Gleichrichters steigern und die Gefahr der Rückzündung wesentlich herabsetzen.