CH118262A - Stahllegierung. - Google Patents

Stahllegierung.

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CH118262A
CH118262A CH118262DA CH118262A CH 118262 A CH118262 A CH 118262A CH 118262D A CH118262D A CH 118262DA CH 118262 A CH118262 A CH 118262A
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steel alloy
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Inventor
Lindenberg Glockenstahlwe Rich
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Glockenstahlwerke Aktiengesell
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22C—ALLOYS
    • C22C38/00—Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/22—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with molybdenum or tungsten

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


      Stahllegierung.       Als Stahllegierungen, die sich durch  grosse Widerstandsfähigkeit     gegen.    Zerset  zung .durch die Atmosphäre und durch Säu  ren auszeichnen, sind Legierungen bekannt,       die    neben Eisen     als    wirksamen Bestandteil  Chrom in Mengen von über 8 % und daneben  Kohlenstoff bis zu 1 % enthalten. Im all  gemeinen werden Chromgehalte von 12 bis  20 % und Kohlenstoffgehalte bis 0,5 % an  gewendet. Diese Legierungen werden ge  wöhnlich als rostfreier Stahl     (Stainless          Steel)    bezeichnet.  



  Es ist bekannt, dass die Beständigkeit  gegen Säuren und     Atmosphärilien    (im fol  genden kurz Rostsicherheit genannt) stark       nachlässt,    wenn der Kohlenstoffgehalt 0,5  übersteigt. Dieser Nachteil ist durch höhere  Nickelzusätze, zum Beispiel von 8 bis 10 %,  behöben worden. Ein Nachteil dieser Legie  rungen ist jedoch der, dass durch hohen  Nickelgehalt     umständliche    Verfahren der  Wärmebehandlung notwendig werden, um  den an und für sich sehr     zähharten    Stahl in  einen kalt     bearbeitbaren    Zustand überzufüh  ren.

   Ausserdem     beeinträchtigt    der hohe    Nickelgehalt die Eignung des Stahls für be  sondere Zwecke, insbesondere zu Werkzeu  gen     mit    scharfen Schneiden.  



  Weder die bisher bekannten Chrom-, noch  die     Chromnickelstähle        widerstehen    dem     An-          griff    von Salpetersäure mit einem Zusatz  von     Alkalisalz    in mehreren Prozenten. Auch  durch Salzsäure und     Königswasser    werden  sie verhältnismässig leicht angegriffen.

   Als  beständig gegen diese Agenden sind     molyb-          dänhaltige        Chromeisenlegierungen    bekannt,  die jedoch nicht als Stahllegierungen,  sondern als     Eisenlegierungen    anzusprechen       sind,    da sie Kohlenstoff nur als Verunreini  gung (etwa 0,05 %) enthalten. Diese Legie  rungen sind gegen Säuren und Säuremischun  gen mit einem Gehalt an.     Alkalisalz,    ins  besondere     Alkalichlorid    von mehr als 5 %,  hinreichend widerstandsfähig. Sie haben als  Eisenlegierungen den Nachteil, dass sie nicht       härtbar    sind.  



  Gegenstand der Erfindung ist eine gut       härtbare,    rostsichere Stahllegierung, die hohe  Festigkeit besitzt, mechanisch gut     bearbeit=     bar ist und dem     -Einfluss    von Säuren und      Säuremischungen sehr gut widersteht, und  die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie     neben     Eisen 8 bis 50 %     Cr    und 0,1 bis 1,2 % C  und 0,2 bis 10 % Mo enthält. Mangan und  Silizium können in den üblichen geringen  Mengen anwesend sein. Der gekennzeichnete  Stahl widersteht selbst der Einwirkung von  kochendem Königswasser lange Zeit erfolg  reich.  



  Die neue Legierung ist bei einem Chrom  gehalt von über 15      'o    bis zu einem Kohlen  stoffgehalt von 0,5 % und einem     Molybdä,n-          gehalt    bis zu 3 % leicht schmiedbar. Bei  höherem Kohlenstoff- und     Molybdängehalt     verschlechtert sich jedoch die Warnbildsam  keit. Dieser Mangel kann durch Zusatz von  0,5 bis 2 % Ni oder 0,5 bis 2 % Co oder  durch einen Zusatz beider Elemente bis zu  sammen 3 % behoben werden. Durch diesen  Zusatz wird die Rostsicherheit nicht ungün  stig beeinflusst, dagegen wird das Gefüge  verfeinert und die     Festigkeitseigenschaften,     insbesondere die Zähigkeit, werden weit  gehend verbessert.

   Die Legierungen mit  mehr als 0,2 % C sind     härtbar    und bei etwa  0,5 % C zur Verwendung als Schneidwerk  zeuge besonders geeignet. Im geglühten Zu  stand ist die Legierung mechanisch gut     be-          arbeitbar,    gut     stanzbar    und lässt sich zu dün  nen     Blechen        verwalzen    oder zu Drähten kalt  ziehen. Das Ausglühen der Legierung be  reitet keine Schwierigkeiten.  



  Da die Rostsicherheit von der hohen  Reinheit des Stahls abhängig ist, ist eine       weitgehende        Desoxydation    vorteilhaft. Man  kann deshalb dem Stahlbad bei der Herstel  lung der Legierung, zwecks Erzielung       gründlichster        Desoxydation,        Vanadin    oder  Titan bis zu 1 % zusetzen.  



  Versuche haben ergeben, dass sich die  neue Legierung auch zur Verwendung für  gegossene Gegenstände aller Art, zum Bei  spiel für Gefässe besonders eignet. Wenn sie  bis zu 50 % Chrom und bis zu 10 %     Molyb-          dän    enthält, so besitzt sie neben der Rost  sicherheit und Säurebeständigkeit in hohem  Masse die Eigenschaft .der Feuerbeständig  keit. Diese kann noch     weiter    erhöht werden,    wenn ausserdem Nickel oder Kobalt oder  beide Elemente zusammen in     Mengen    von 2  bis 15 % zugesetzt sind.

   Auch hier verbes  sert der Zusatz von     Vanadin    oder Titan zum  Stahlbad in Mengen     bis    zu 1      .%    die Rein  heit des Stahls und steigert .dadurch dessen  Widerstandsfähigkeit.  



  Die Herstellung der Legierung kann bei  spielsweise derart erfolgen, dass man einem  Stahlbad von 3,9 Tonnen Gewicht 1,950 kg       Ferrochrom    mit einem Chromgehalt von  65     %'o    und 180 kg     Ferromolybdän    mit einem       Molybdängehalt    von     67    % zusetzt. Der Koh  lenstoffgehalt des Stahlbades wird so bemes  sen,     da.ss    nach Zusatz der Eisenlegierungen  noch etwas     Kohlenstoff        zugefügt,    werden       muss,        @    um den gewünschten Prozentgehalt  von 0,55 % Kohlenstoff zu erzielen.

   Man  erhält dann eine Schmelze von etwa 6 Ton  nen eines Stahls mit ungefähr 21     %    Chrom  und 2 %     Molybdän.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH.: Stahllegierung mit hoher chemischer Wi derstandsfähigkeit und hoher Festigkeit, da durch gekennzeichnet, dass sie neben Eisen 8 bis 50 % Cr, 0,1 bis 1,2. % C und 0,2 bis 10 % Mo enthält. UNTERANSPRüCHE 1. Stahllegierung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie neben Eisen 8 bis 25 ö Cr, 0,1 bis 1,2 % C und 0,2 bis 6 ö Mo enthält. ?. Stahllegierung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie 0,5 bis 15 % Ni enthält. 3. Stahllegierung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie 0,5 bis 15 % Co enthält.
    4-. Stahllegierung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie Nickel und Kobalt enthält, so dass der Gehalt an beiden Elementen zusammen 0,5 bis 15 % beträgt. 5. Stahllegierung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie bis zu 1 Vanadin enthält. 6. Stahllegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass sie bis zu 1 % Vanadin enthält. 7. Stahllegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass sie bis zu 1 % Vanadin enthält. B.
    Stahllegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass sie bis zu 1 % Vanadin enthält. 9. .Stahllegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass sie bis zu 1 % Vanadin enthält. <B>10.</B> Stahllegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass sie bis zu 1 % Titan enthält. 11. Stahllegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass sie bis zu 1 % Titan enthält. 12. Stahllegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass sie bis zu 1 % Titan enthält. 13. Stahllegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass sie bis zu 1 % Titan enthält.
CH118262D 1925-03-18 1925-03-18 Stahllegierung. CH118262A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767167C (de) * 1937-06-17 1951-12-06 Fried Krupp A G Gegen Spannungskorrosion bestaendige Gegenstaende

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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