CH118326A - Kohlenelektrode für elektrische Öfen. - Google Patents
Kohlenelektrode für elektrische Öfen.Info
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Description
Kohlenelektrode für elektrische Öfen. Die den Gegenstand der Erfindung bil dende Kohlenelektrode für elektrische Öfen besteht aus in der Längsrichtung zusammen gesetzten, hohlen Kohlenelektrodenteilen, deren Gesamthohlraum mit frischer Elektro- denmasse als Kern dicht ausgefüllt ist,
so dass die Verbindungsstellen und die Stoss flächen der aufeinanderfolgenden hohlen Elektrodenteile laufend fugenlos überbrückt sind und die bei der Stromleitung der Elek trode sich miterhitzende und zusammenbak- kende Kernmasse auch an der Hohlelektrode anbackt und so jeden Abschnitt der Hohl elektrode festhält.
Die hohlen Kohlenelektrodenteile können auf verschiedene Weise zusammengesetzt sein, beispielsweise durch Verschrauben der Wandungen dieser Teile; durch Verbindung mittelst hohler Kohlenschrauben. Die Über brückung der Stossflächen kann auch durch aüss'en und innen über die Verbindungsstellen sich erstreckende metallische Armierungen geschehen.
Diese genannten Verbindungen sichern zunächst den Zusammenhalt der an gesetzten hohlen Elektroden an den Stossflä chen, biss die rohe Kernmasse bei Anwendung der Elektrode gebacken ist, wobei dieselbe auch: an der Innenfläche dex! Hohlelektrode anbackt und diese festhält, so dass die hohl,: Elektrode nicht abrutschen kann, wenn die metallische Armierung allmählich verzundert und die hohle Elektrode sich von aussen her langsam abnutzt.
Die in der Längsrichtung zusammenge setzten hohlen Kohlenelektrodenteile können aussen von einem geschlossenen Blechmantel umschlossen sein, der auf den hohlen Elektro- denteilen dicht aufliegt. Dieser Blechmantel kann zur Schaffung einer festen Auflage und zum, Zwecke der sicheren Stromübertra gung mit einer innen an den hohlen Kohlen-. elektrodenteilen anliegenden Metallhülse ver- schraubbar und anziehbar verbunden sein.
Dabei sind jene Teile der metallischen Verbindungen, die in der Elektrode quer ver laufen, zweckmässig mittelst eines Isolier materials, wie zum Beispiel Asbest gegen die hohlen Elektrodenteile isoliert und elastisch gelagert.
Die beim Backen :der. als Kern dienenden frischen Elektrodenma.sse gebildeten Teer dämpfe dienen als Mittel, um der Elektroden- masse die für ein kontinuierliches Stampfen erforderliche Klebrigkeit und Bindefähigkeit zu verleihen, indem im obern Teile der Koh- lenelektrode eine Kondensation dieser Dämpfe eintritt und der herabrinnende flüssige Teer mit der Stampfmasse zusammentrifft.
Zweckmässig findet das Zusammensetzen eines neuen hohlen Elektrodenteils mit einem bereits in den elektrischen Ofen eingesetzten Teil unmittelbar auf dem Ofen vor dem Ein bringen der frischen Elektrodenmasse statt und zwecks Bildung eines Kernes von hoher Dichte erfolgt das Stampfen der frischen Elektrodenmasse am besten durch Maschinen kraft. In der Zeichnung sind beispielsweise Aii.fnbrungformen der K ohlenelektrode ge mäss Erfindung veranschaulicht.
Die Fig. 1 und 5 sind Längsschnitte durch Kohlenelek- troden; die Fig. 2, 3 und 4 zeigen Varianten der Verbindung der hohlen Elektrodenteile. In Fig. 1 bezeichnet a die in der Längs richtung zusammengesetzten hohlen Elektro- denteile, die durch Stampfen oder Pressen von plastischer Kohle in geeigneten Formen und nachfolgendes genügendes Brennen her gestellt sind.
Mit b ist die plastische frische Elektrodenmasse bezeichnet, die den Kern der Elektrode bildet und kontinuierlich in die hohlen Elektrodenteile eingestampft wird, um mit diesen auf dem eleldrischen Ofen mitgebaeken zu werden. Der Zusammenhalt der aneinandergefügten gebrannten hohlen Elektrodenteile a wird durch direkte Ver bindung ihrer Wandungen an den Stossstel len bewirkt, zu welchem Zwecke die Enden der hohlen Elektrodenteile bei c konisch ab gestuft und miteinander verschra,ubbar sind.
Die Stossflä.ehen d der verschraubten hohlen Elektrodenteile sind durch hie Kernmasse b überbrückt. Mit e ist die stromzuführende Elehtrodenfassung bezeichnet, die mit irgend einer Stelle eines der hohlen Elektrodenteile, beispielsweise wie in Fig. T. mit dessen Au ssenwandung verbindbar sein kann, aber auch als inneres Ansclilussstück, auch als Kopfan- s^blussstü.ck ausgebildet sein kann, Das Gewinde kann anstatt konisch,
auch an zylindrisch abgestuften Enden der hohlen Elektrodenteile a angebracht sein, wie c' (Fig. 2).
Das zylindrische Gewinde kann auch an einem der zu verbindenden Elektrodenteil.. enden zurückgesetzt und das andere Ende niuffenartig erweitert. und mit entsprechen dem Innengewinde versehen sein, wie Fig. zeigt.
Der Zusammenhalt der hohlen Elektro- denteile c, kann auch durch Kohlenhohl sehrauben c2 (Fig. 4) bewirkt werden, die mit Aussengewinde versehen sind und auf welcher die mit Innengewinde ausgestatteten Enden zweier aneinanderzustossenden hohlen Elektrodentesle aufsehraubbar sind. Diese Hohlschrauben überbrücken die Kernmasse b.
Die Stossflächen können ausserdem aueli metallisch iiberbriielzt sein. Diese tfiberbriik- kungbesteht. bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer äussern Arma tur g, die ein Blechmantel sein kann und a aus <B>-</B> einer innern Armatur h;
als solche kann irgend eine Hülse aus Metall, Drahtnetz usacr. gewählt sein. Mit i, sind quer angeord nete, aus zwei versehraubbaren Teilen be stehende Metallkontakte bezeichnet, die dazu dienen, dem äussern Blechmantel n eine feste Auflage an den hohlen 'Kohleneleldrodentei- len a zu geben und ;
den Strom von der Elek- trodenfassung e über den Blechmantel g zur innern Armatur h, und damit zum ElPldro- denkern zu leiten. 'Um die Wandungen der Elektrode zu schonen und an sie keinen Strom abgeben zu können, sind diese Metall kontakte Gegen die Wandung isoliert. was durch Zwisehenla.gen elastischen Isolierma terials, vrie Äsbecf, erreicht wird.
Die Metallkontakte i. können aueli 'benutzt werden, um bei innerem Anschluss der Elek- trodenfassung den Strom von dieser auf den ä.iissern Blechmantel y iiberzuleifen. Die äu ssere und innere Armatur dient auch dazu, die Stossfläellen d der hohlen, in der Längs richtung verbundenen Elektrodenteile n me- elianisch und stromleitend zu überbrücken,
bis der kontinuierliche Kern b hei A.nwen- Jung der Elektrode auf dem elektrischen Ofen gebacken ist.
An der Stelle k des untern Elektroden endes findet ein allmähliches Ausschmelzen der innern Armatur h statt; der Kern b übernimmt dann,die Hauptstromleitung, weil auch die Hohlelektrode sich von aussen her schon abgenutzt hat, die jedoch, soweit sie noch vorhanden ist, stets vom Kern festge halten wird.
Die Vorteile der beschriebenen mit hohlen Teilen versehenen Kohlenelektroden sind folgende: 1. Ist. es möglich, einer solchen Elektrode dünnere Wandungen zu geben und den ge- samten-Durchmesser zu vergrössern.
2. Kann die Kernmasse kontinuierlich gestampft werden, ihre Menge kann vergrö ssert werden; sie sichert die Längsverbindung der hohlen Elektrodenteile, weil sie mit die sen an der Innenfläche auch zusammen backt und sie bis zur vollständigen, von au ssen erfolgenden Abnutzung festhält.
Durch, die innere Armatur erhält die Elektrode eine hohe Stromleitungsfähigkeit; an dieser Armatur findet die frische Kern masse auch genügenden Halt am Umfange, um nicht durchzurutschen.
4. Die Zuleitung des Stromes zur innern Armatur bezw. zur Kernmasse kann unter Schonung der Wandungen der hohlen Elek- trodenteile geschehen.
5. Der äussere Blechmantel kann an den Wandungen der hohlen Elektrodenteile leicht befestigt werden und erhält eine dichte und sichere Auflage au .diesen letzteren; 6. Die Ableitung der beim Backen des Kernes entstehenden Teerdämpfe kann nach oben erfolgen und die sich am Oberende der Elektrode kondensierenden Dämpfe erhalten die plastische Kernmasse klebrig und binde fähig,
so dass der Baekprozess in richtiger Weise und kontinuierlich vor sich gehen kann. Wegen der Verbindung der Kernmasse mit der schon im voraus gebrannten hohlen Koh- lenelektro.de braucht auch keine besondere Vorsicht beim Backen beobachtet zu werden. 7. Eine besondere Strommenge oberhalb des Elektrodenhalters, zum Zwecke des Bak- kens der Kernmasse aufzuwenden, ist über flüssig, weil die Kernmasse im elektrischen Ofen so tief herabreichen kann, dass die strahlende Wärme des Ofens zum Backen genügt.
8. Die beschriebene Elektrode eignet sich mit Vorteil für Schmelzungen, bei denen die Elektroden sehr tief in dem zu schmelzenden Material stecken, weil durch die Verbin dungsweise an den Stossstollen der angestük- lielten Elektroden, die hierfür nötige Sicher heit gegen Trennung gegeben ist.
9. Da der Kern beim Betrieb lange unter dem Schutz der hohlen, bereits gebrannten Elektrodenteile steht, kann er unter sehr hohen Ofentemperaturen vollständig durch backen, so dass er hohe Beständigkeit zeigt, wenn im Verlauf des Schmelzprozesses in folge Abnutzung der ihn umgebenden Arma tur die hohlen Kahlenelektrodenteile dem Flammenbogen frei ausgesetzt werden.
Der Aufbau dieser Elektrode gestattet schliesslich auch das Stampfen der Kernmasse durch Maschinenarbeit, weil die Armatur einerseits die Festigkeit der hohlen Kohlen elektrodenteile erhöht, anderseits ohne das Stampfen behindernde Vorsprünge in der Elektrode angeordnet ist.
Als Material füx,dveKernmasse kann ausser den bekannten plastischen Mischungen von Anthrazit, Koks und Graphit oder graphi- tierter Kohlenstoff, auch Naturgraphit allein in entsprechender feinkörniger Form benützt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kohlenelektrode für elektrische Ofen, ge kennzeichnet durch in der Längsrichtung zu sammengesetzte, hohle Kohlenelektrodenteile, deren Gesamthohlraum mit frischer Elektro- denmasse als Kern dicht angefüllt ist, so dass die Verbindungsstellen und .die Stossflächen der aufeinanderfolgenden hohlen Elektroden teile laufend fugenlos überbrückt sind und die beiBenützng derKohlenelektrode mittbackende Kernmasse die angestückelte äussere Hohl elektrode bis zu ihrer vollständigen, von au ssen erfolgenden Abnutzung festhält.UNTERANSPRüCIIE 1. Kohlenelektrode nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die hohlen Kohlenelektrodenteile in ihren Wandungen miteinander verschraubt sind. ?. Kohlenelektrode nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die hohlen Kohlenelektrodenteile innen und aussen metallisch armiert sind, um die Stossflächen zu überbrücken.3. Kohlenelektrode nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossflächen der aneinandergesetzten hoh len Elektrodenteile sowohl metallisch als durch Verbindung dieser Teile überbrückt sind. 1. Kohlenelektrode nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammengesetzten hohlen Kohlenelektro- denteile aussen einen geschlossenen Blech mantel tragen, der auf den gebrannten hohlen Elektrodenteilen dicht aufliegt.5. Kohlenelektrode nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Blechmantel, zum Zwecke einer festen Auflage und sicherer Stromübertragung, mit einer innern me tallischen Armierung verschraubba.r und anziehbar verbunden ist. 6. Kohlenelektrode nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet. dass ,jene Teile der metalli schen Verbindungen, die quer verlaufen, mittelst eines Isoliermaterials umhüllt sind, damit sie gegen die hohle Elektrode isoliert sind und an diese keinen Strom ab geben.
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