CH118885A - Steuerventil für Einkammer-Güterzugsbremsen. - Google Patents

Steuerventil für Einkammer-Güterzugsbremsen.

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CH118885A
CH118885A CH118885DA CH118885A CH 118885 A CH118885 A CH 118885A CH 118885D A CH118885D A CH 118885DA CH 118885 A CH118885 A CH 118885A
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piston
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Wilhelm Staby
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Wilhelm Staby
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/18Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Steuerventil für Einkammer-Güterzugsbremsen.    Die bei den Personenzügen verwendeten  Einkammerdruckluftbremsen können für den  Betrieb der Güterzüge nicht benutzt werden,  weil die Bremswirkung nicht stufenweise  vermindert werden kann, weil ferner die  Bremswirkung in dem hintern Teil langer  Güterzüge zu spät einsetzt und weil schliess  lich nur das Leergewicht der Güterwagen  abgebremst werden kann.  



  Der Mangel, dass die Bremsen nicht stu  fenweise gelöst werden können, macht sich  namentlich beim Befahren längerer Gefälle  bemerkbar, da dabei eine allmähliche Er  schöpfung der Bremskraft eintritt, welche  die Ursache von Unglücksfällen werden  kann.  



  Das späte Einsetzen der Bremswirkung  in den hintern Teilen langer Güterzüge ver  ursacht beim Bremsen ein starkes Auflaufen  des ganzen Zuges auf die Spitze und bei dem  nachfolgenden Strecken des Zuges oft Zugs  zerreissungen. Um diese zu verhüten, darf  der Bremsdruck in den Bremszylindern nur  ganz langsam gesteigert werden, damit der  Zug sich langsam strecken kann. Das lang-    Same Anwachsen des Bremszylinderdruckes  verursacht aber lange Bremswege.  



  Wenn schliesslich nur das Leergewicht  des Güterzuges abgebremst wird, so müssen,  um die Bremswege in den vorgeschriebenen  Grenzen zu halten, viele Bremswagen in die  Züge eingestellt werden. Um das zu ermög  lichen, müssen sehr viele Wagen mit Brems  apparaten ausgerüstet werden, was hohe  Anlagekosten erfordert.  



  Bei der Verwendung des Steuerventils,  nach der vorliegenden Erfindung werden  diese Mängel vermieden.  



  Auf der anliegenden Zeichnung ist ein  Ausführungsbeispiel des Steuerventils in  den Fig. 1 bis 3 schematisch dargestellt;  Fig. 4 bis 6 zeigen verschiedene Stellun  gen eines Stufenhahnes.  



  Mit dem Steuerkolben 1 (Fig. 1) ist ein  im Deckel des Ventilgehäuses gelagerter  kleiner Kolben 2 verbunden, der auf seiner  rechten Kolbenseite mit der Kolbenkammer  3, auf der linken Kolbenseite durch eine  Bohrung 4 mit der freien Luft dauernd in  Verbindung steht. Der     Steuerkolben.    1 hat  drei Stellungen,     eine    Löse-     und    Füllstellung      (Fig. 1), eine Abschlussstellung (Fig. 2),  und eine Bremsstellung (F ig. 3),  Der kleine Kolben 2 ist mit dem Steuer  kolben 1 durch eine Schleife 5 verbunden,  in welcher ein am Steuerkolben 1 befestigter  Mitnehmerstift 6 sich gleitend bewegen kann.

    Die Schleife 5 ist so bemessen, dass bei der  Bewegung des Steuerkolbens 1 aus der lin  ken in die rechte Endstellung der kleine Kol  ben 2 mitgenommen wird, sobald der Steuer  kolben 1 die Abschlussstellung (Fig. 2) er  reicht hat. Geht der Steuerkolben weiter vor  nach rechts in die Lösestellung (Fig. l.), so  wird der kleine Kolben 2 zunächst. mit seinem  kegelförmig ausgebildeten Boden 7 von dem  Sitz 8 abgehoben und dann mitgeschleppt,  bis der Steuerkolben 1 die rechte     Endstel-          lung    (Fig. 1) erreicht hat.

      Die Wirkungsweise dieser Einrichtung  ist folgende: Beim Laden der Bremse ge  langt die Druckluft aus der Bremsleitung  durch das Anschlussrohr 9, die Staubkammer  10, Kanal 11, Bohrungen 12 und 21 und  Kanal 13 in die Kolbenkammer 3 und schiebt  den Steuerkolben 1 mitsamt dem Steuerschie  ber 14 in die rechte Endstellung, die Füll  stellung. Die Leitungsluft kann nunmehr von  der Staubkammer 10 durch den Kanal 15 in  die Steuersahieberkammer 16 und das An  schlussrohr 17 in den (nicht dargestellten)  Hilfsluftbehälter gelangen. Derselbe wird  aufgeladen. War eine Bremsung vorausge  gangen, so kann die im Bremszylinder 37  vorhandene Druckluft längs des Weges 36,  35, 34, durch den Kanal 18, Schieberhöh  lung 19 und den Kanal 20 ins Freie ab  strömen. Die Bremse wird gelöst.

   Sobald in  der Steuerkammer 3 Druck vorhanden ist,  übt der kleine Kolben 2, der auf seiner lin  ken Seite mit der freien Luft in Verbin  dung steht, auf den Steuerkolben 1 einen  Zug nach links aus. Die wirksamen Kolben  flächen des Steuerkolbens sind demnach nicht  gleich; auf der linken Seite ist die wirksame  Fläche vielmehr um den Betrag der Fläche.  des kleinen Kolbens geringer als auf der  rechten Kolbenseite. Infolgedessen sind die    auf die beiden Seiten des Steuerkolbens aus  geübten Kräfte schon im Gleichgewicht, be  vor der Hilfsluftbehälter voll auf die Höhe  des Leitungsdruckes aufgeladen ist.  



  Wenn beispielsweise der Bremsleitungs  druck 5 Atmosphären und die Fläche des  kleinen Kolbens 5 % der Fläche des Steuer  kolbens beträgt, so ist Gleichgewicht vor  handen, sobald auf der grösseren rechten  Fläche des Steuerkolbens der Hilfsbehälter  druck auf 4,75 Atmosphären angewachsen  ist. Der Steuerkolben bleibt dabei in seiner  rechten Endstellung (Fig. 1) stehen. Sobald  bei dem weiteren Aufladen des Hilfsluftbe  hälters auf der rechten Kolbenseite ein ge  wisser Überdruck erreicht ist, der zur Über  windung der Reibung des Steuerkolbens und  des Steuerschiebers genügt, setzt sich der  Steuerkolben 1 nach links in Bewegung. Ist  die Abschlussstellung (Fig. 2) erreicht, so  setzt sich der kleine Kolben 2 auf den Sitz  8 auf; er übt infolgedessen auf den Steuer  kolben keinen Zug nach links aus. Der  Steuerkolben bleibt in dieser Stellung stehen.

    Die Bremse ist geladen. Die beiden wirk  samen Kolbenflächen des Steuerkolbens sind  in dieser Stellung wieder gleich gross.  



  In der Abschlussstellung ist der Ladeka  nal 15 durch den Steuerschieber 14 abge  schlossen; es kann also keine Leitungsluft  mehr in den Hilfsluftbehälter gelangen.  Ausserdem ist auch der Kanal 18 durch den  Schieber abgeschlossen. Die Verbindung des  Bremszylinders mit der freien Luft durch  den Kanal 18 Schieberhöhlung 19 und Ka  nal 20 ist demnach unterbrochen.    In diesem geladenen Zustand der Bremse  herrscht auf der linken Seite des Steuerkol  bens der Leitungsdruck, zum Beispiel 5 At  mosphären. auf der rechten Kolbenseite der  Hilfsbehälterdruck von 4,75 Atmosphären  zuzüglich dem Überdruck, der zur Überwin  dung der Kolben- und Schieberreibung erfor  derlich war.

   Beträgt     letzterer    beispielsweise  0,1 Atmosphären, so ist auf der rechten Kol  benseite ein Druck von 4.75 und 0,1       -1-,85    Atmosphären vorhanden.      Soll nun gebremst werden, so wird der  Bremsleitungsdruck ermässigt, der Steuerkol  ben 1 setzt sich aber erst nach links in Be  wegung, wenn der Hilfsbehälterdruck von  4,85 Atmosphären um den Betrag, der zur  Überwindung der Reibung des Steuerkolbens  und des Steuerschiebers erforderlich ist, also  um 0,1 Atmosphäre unterschritten ist. Sobald  demnach der Leitungsdruck unter 4,75 At  mosphären gesunken ist, geht der Steuer  kolben nach links in die Bremsstellung (Fig.  3). Die Schleife 5 schiebt sich dabei in die  hohle Kolbenstange des Steuerkolbens hin  ein.

   Kanal 15 und 20 bleiben durch den Schie  ber 14 abgeschlossen, Kanal 18 wird durch  den Schieberlappen 21 freigelegt und es  kann Hilfsbehälterluft in den Bremszylinder  strömen und die Bremsen anziehen. Da zwi  schen der Abschlussstellung und der Brems  stellung der kleine Kolben 2 nicht mitwirkt,  erfolgt das Bremsen bei Betriebs- und Voll  bremsungen in der bisher üblichen Weise.  



  Soll die ausgeführte Bremsung     ver-          schwächt    werden, so wirt der Bremslei  tungsdruck nur um einen gewissen Betrag  erhöht. Sobald die Druckerhöhung 0,1 Atmo  sphäre erreicht hat, genügt die Kraft des  Steuerkolbens, um die Schieber- und Kolben  reibung zu überwinden, und es geht der  Steuerkolben nach rechts bis in die Ab  schlussstellung. Hier muss er so lang stehen  bleiben, bis der Bremsleitungsdruck um wei  tere 0,25 Atmosphäre gewachsen ist, worauf  er dann weiter nach rechts in die Lösestel  lung geht. In dieser (Fig. 1) verbindet die  Schieberhöhlung 19 den Kanal 18 mit Kanal  20, und es kann Druckluft aus dem Brems  zylinder ins Freie abströmen; die Bremse  wird gelöst.  



  Gleichzeitig gelangt aber durch den frei  gelegten Kanal 15 Bremsleitungslüft in den  Hilfsbehälter und ladet denselben auf. Sobald  der Hilfsbehälterdruck eine gewisse Höhe  erreicht hat, zieht der kleine Kolben 2 den  Steuerkolben wieder in die Abschlussstellung  (Fig. 2). Kanal 18 wird durch den Schieber  abgeschlossen und damit das weitere Ab  strömen der Bremsluft aus dem Bremszylin-    der unterbrochen. In letzterem bleibt also  ein gewisser Bremsdruck bestehen.  



  Bei weiterer geringer Druckerhöhung in  der Bremsleitung wiederholt sich der Vor  gang, die Bremse kann stufenweise gelöst  werden.  



  Mit dieser Einrichtung wirkt die Ein  kammerbremse demnach in der gleichen Weise  wie eine Zweikämmerbremse:  Da während der Fahrt der Steuerkolben  in Abschlussstellung (Fig. 2) steht, wobei die  Verbindung des Hilfsluftbehälters mit der  Bremsleitung unterbrochen ist, so kann auch  bei sehr langsamer Druckverminderung in  der Bremsleitung keine Entladung des Hilfs  luftbehälters wie bei den Einkammerbremsen  über die Füllnut oder Füllbohrung eintreten.  Wenn nun in der Bremsleitung eines Zuges  ein Abschlusshahn irrtümlicherweise geschlos  sen blieb und in dem hinter dem abgeschlos  senen Hahn laufenden Zugteil infolge der  unvermeidlichen Undichtheit der Leitungs  druck allmählich sinkt, so werden nach einer  gewissen Zeit die Bremsen in diesem Zugteil  selbsttätig angelegt. Dadurch wird eine hohe  Betriebssicherheit erreicht.  



  Beim Laden der Bremse (Fig. 1) strömt  die von der Bremsleitung kommende Druck  luft durch den Kanal 11, die Bohrungen 12  und 21 und den Kanal 13 in die Kolben  kammer 3. Vor der Bohrung 12 ist ein klei  ner, lose gedichteter Kolben 22 angeordnet,  der in seiner untersten, senkrechten Lage  durch ein Blech 23 gehalten wird. In seiner  obersten Lage legt sich der kleine Kolben 22  gegen einen Sitz 24 und unterbricht damit  die Verbindung zwischen dem obern Teil des  Kanals 11 mit der Kolbenkammer 3.  



  Diese Vorrichtung wirkt wie folgt:  Beim Bremsen strömt die in der Kolben  kammer 3 befindliche Druckluft auf dem  gleichen Wege -durch die Bohrungen 12 und  21, Kanal 11 in die Bremsleitung 9 zurück.  Die Querschnitte in der weiten Bohrung  12 und der engen Bohrung 21 sind zusammen  nun' so bemessen,     dass    bei den hintern Wagen  des längsten Güterzuges bei Vollbremsungen  die in der     Kolbenkammer    3 befindliche      Druckluft so schnell in die Bremsleitung zu  rückströmen kann, dass keine Differenz zwi  schen dem Druck in der Kolbenkammer 3  und dem der Bremsleitung entsteht.  



  In dem vordern Teil des langen Güter  zuges ist bei Vollbremsungen die Druckab  nahme in der Bremsleitung aber wesentlich  stärker wie am Zugschluss. Die Luft aus der  Kolbenkammer 3 kann dort durch die beiden  Bohrungen 12 und 21 nicht schnell genug in  die Bremsleitung zurückströmen, dadurch  entsteht ein geringer Überdruck in der Kol  benkammer 3, welcher den kleinen Kolben 22  gegen den Sitz 24 drückt. Der Abfluss der  Luft durch die weite Bohrung 12 ist damit  gesperrt, der weitere Abfluss kann nur durch  die enge, ständig offene Bohrung 21 erfolgen.  Diese ist nun in ihrem Querschnitt so be  messen, dass sich die Kolbenkammer nur in  einer gewissen Zeit langsam entleeren kann;  auch der Steuerkolben 1 wird dadurch ge  zwungen, langsam vorzugehen, so dass er erst  nach einer gewissen Zeit die Bremsstellung  erreicht.

   Infolgedessen wird in dem vordern  Teil des Zuges das Anspringen der Steuer  ventile um eine gewisse Zeit verzögert. Durch  geeignete Bemessung des Querschnittes der  engen Bohrung 21 kann die Verzögerung so  weit getrieben werden, dass die Bremsen vorne  und hinten im Zuge bei Vollbremsungen im  gleichen Augenblick zur Wirkung kommen.  



  In der Mitte des Zuges ist die Verzöge  rung im Vorgehen des Steuerkolbens gerin  ger, weil sich infolge der dort langsamen  Druckverminderung in der Bremsleitung, die  zum Anheben des kleinen Kolbens 22 erfor  derliche Druckdifferenz etwas später bildet  und die Kolbenkammer 3 schon teilweise  entlüftet ist, wenn der kleine Kolben 22 die  Bohrung 12 abschliesst.  



  Bei Betriebsbremsungen bildet sich in  folge der langsamen Druckverminderung  in der Bremsleitung keine Druckdiffe  renz zwischen der Kolbenkammer und  der Bremsleitung; die weite Bohrung 12  bleibt dabei ständig offen, so dass der Ab  fluss der Druckluft aus der Kolbenkammer  nicht gehemmt wird. Sobald bei Vollbrem-    sungen der Druck in der Kolbenkammer 3  auf den Bremsleitungsdruck gesunken ist,  fällt der kleine Kolben durch sein Eigenge  wicht in seine untere Lage und öffnet damit  den Weg durch die weile Bohrung 12.  



  Durch die beschriebene Einrichtung wird  das gleichzeitige Anspringen aller Steuerven  tile eines langen Zuges erreicht und dadurch  das Auflaufen des hintern Zugteils auf die  Zugspitze verhindert. Infolgedessen darf auch  der Bremsdruck im Bremszylinder schneller  als bei den vorhandenen Güterzugsbremsen  gesteigert werden, wodurch eine wesentliche  Kürzung des Bremsweges erreicht wird.  



  Um ausser dem Leergewicht des Güter  wagens auch das Gewicht der jeweiligen Last  in bestimmten Stufen abbremsen zu können,  ist an dem von der Schieberkammer nach dem  Bremszylinder führenden Kanal 18, die nach  stehend beschriebene Vorrichtung ange  schlossen:  Die in den Fig. 1 bis 3 gezeichnete Vor  richtung besitzt drei Abbremsstufen zum  Abbremsen des Gewichtes des leeren, des  Halbbeladenen und des vollbeladenen Wa  gens. Die Vorrichtung besitzt zwei lose unter  einander angeordnete Kolben 25, 26, welche  in dem gemeinschaftlichen Gehäuse 27 unter  gebracht sind. Der oberste Kolben 28, wel  cher mit dem Ventil 29 fest verbunden ist,  dient nur zur Abdichtung nach unten; durch  eine Feder 30 wird das Ventil 29 in der un  tern, geöffneten Stellung gehalten.  



  Die Räume unter den Kolben 25 und 26  sind durch die Kanäle 31 und 32 mit dem  Stufenhahn 33 verbunden. Der Kanal 31  liegt jedoch nicht in der gleichen Ebene wie  der Kanal 32, sondern etwas dahinter.  



  Der Stufenhahn 33 ist in den von der  Schieberkammer kommenden Kanal 18 ein  gebaut. Vom Stufenhahn 33 führt ein Ka  nal 34 zum Ventilraum 35 und von da durch  die Leitung 36 zum Bremszylinder 37. Der  Stufenbahn     33    besitzt drei in der gleichen  Ebene liegende Bohrungen Z',     ZZ    und     Z3     von verschiedenem grossem Querschnitt     (Fig.     1 und     3);    ferner in der gleichen Ebene noch  die Bohrungen Z' und     Z5,    sowie eine weitere      hinter der Bohrung Z5 liegende Bohrung Z6  (Fig. 5). Die Bohrungen Z4, Z5, und Z6 haben  die gleiche lichte Weite wie die Bohrung Z3.  



  Die Fig. 1 und die Fig. 4 zeigt die Stel  lung des Stufenhahnes für die Abbremsung  des vollbeladenen Wagens. Dabei wirkt die  Vorrichtung wie folgt:  Beim Bremsen strömt die vom Steuerven  til kommende Hilfsbehälterluft durch den Ka  nal 18 und die weite Bohrung Z3 in die Höh  lung des Stufenhahnes 33, von da weiter durch  die Bohrung Z5 und den Kanal 34 in den  Ventilraum 35, dann über das geöffnete Ven  til 29 und durch die Leitung 36 nach dem  Bremszylinder 37. Bei dieser Stellung des  Stufenhahnes bleibt der Luftweg von der  Schieberkammer nach dem Bremszylinder  dauernd offen; die Bremse wirkt wie bisher  und mit dem höchsten Bremsdruck.  



  Die Fig. 3 und 5 zeigen die Stellung des  Stufenhahnes für die Abbremsung des mit  halber Last beladenen Wagens. Der Stufen  hahn 33 ist dabei soweit gedreht, dass die  engere Bohrung Z2 vor dem Kanal 18, die  Bohrung Z4 vor dem Kanal 34 und die hin  ter der Bohrung Z5 liegende Bohrung Z6 vor  dem Kanal 31 liegt. Die Vorrichtung wirkt  dann wie folgt: Die von der Schieberkammer  kommende Druckluft gelangt durch die Lei  tung 18 und die Bohrung Z2 in den Hohl  raum des Stufenhahnes 33, weiter durch die  Bohrung Z4 und durch den Kanal 34 in den  Raum 35 und von da ab über das geöffnete  Ventil 29 und durch die Leitung 36 in den  Bremszylinder 37.  



  Gleichzeitig strömt die Druckluft aber  auch von dem Hohlraum des Stufenhahnes 33  durch die Bohrung Z6 in den Kanal 31 und  unter den Kolben 25. In dem Bremszylinder  und in dem Raum unter dem Kolben 25  herrscht demnach der gleiche Druck. Sobald  nun der Druck in dem Bremszylinder die  jenige Höhe erreicht hat, welche erforderlich  ist, den halbbeladenen Wagen in der üb  lichen Höhe, etwa 80% seines Gewichtes ab  zubremsen, wird infolge der entsprechend be  messenen Fläche des Kolbens 25 der Gegen-    druck der Feder 30 und der des kleinen Kol  bens 28 überwunden. Der Kolben 25 geht in  die Höhe, schliesst das Ventil 29 und unter  bricht dadurch den weiteren Zufluss von  Druckluft nach dem Bremszylinder. Der  zum Abbremsen des halbbeladenen Wagens  erforderliche Bremszylinderdruck bleibt er  halten.  



  Soll schliesslich nur das Gewicht des lee  ren Wagens abgebremst werden, so wird der  Stufenhahn weiter gedreht, bis die engste  Bohrung Z1 vor dem Kanal 18, die Bohrung  Z3 vor dem Kanal. 34 und die Bohrung Z5  vor dem Kanal 32 liegt (Fig. 6). Der Kanal  31 bleibt verschlossen, weil die Bohrung Z4  in einer andern Ebene wie dieser Kanal liegt.  Mit der Höhlung des Stufenhahnes ist nur  der Unterraum des Kolbens 26 verbunden.  



  Die Vorrichtung wirkt in dieser Stellung  wie folgt:  Die von der Schieberkammer kommende  Druckluft strömt durch den Kanal 18 und  die engste Bohrung Z1 in die Höhlung des  Stufenhahnes, weiter durch die Bohrung Z3  in den Kanal 34 und durch den Raum 35 und  den Kanal 36 in den Bremszylinder 37.  Gleichzeitig strömt die Druckluft aber auch  von dem Hohlraum des Stufenhahnes 33  durch die Bohrung Z5 in den Kanal 32 und  unter den Kolben 26.  



  Sobald nun der Druck im Bremszylinder  genügt, um das Gewicht des leeren Wagens  in der üblichen Höhe abzubremsen, hebt der  unter dem Kolben 26 wirkende gleiche Druck  denselben in die Höhe, schliesst dadurch das  Ventil 29 und verhindert die weitere Druck  zunahme im Bremszylinder.  



  Die beiden Kolben 25 und 26 sind nicht  fest miteinander verbunden, so dass beim  Hochgehen des Kolbens 25 der Kolben 26  in seiner Lage verbleibt.  



  Der Stufenhahn 33 wird durch ein ge  eignetes Gestänge von Hand aus eingestellt.  Für jede     Abbremsstufe    ist mit Ausnahme  der Stufe für die     Abbremsung    des vollbela  denen Wagens ein besonderer Kolben erfor  derlich. Bei Wagen mit geringer Tragfähig-      keit wird man mit der Abbremsung des lee  ren und des vollbeladenen Wagens auskom  men können. Bei Wagen mit grosser Trag  fähigkeit, etwa 30 Tonnen und darüber, wird  man mehr Stufen vorsehen müssen, etwa die  Abbremsung des leeren, des mit ein Drittel,  mit zwei Drittel seiner Tragfähigkeit bela  denen und des vollbeladenen Wagens, um  die Bremswirkung des Wagens bei den ver  schiedenen Beladungen, weitgehendst auszu  nützen.  



  Damit die Bremsungen eines Zuges mög  lichst ruhig verlaufen, muss dafür gesorgt  werden, dass in allen Bremszylindern der  höchste Druck möglichst in der gleichen Zeit  Erreicht wird. Diese gleiche Füllzeit muss  auch bei den verschiedenen Abbremsstufen  innegehalten werden. Um das zu erreichen,  sind die in dem Stufenhahn 33 vorhandenen  Bohrungen Z1, Z2 und Z3, durch welche die  Druckluft nach dem Bremszylinder strömt,  in ihren Querschnitten entsprechend bemes  sen.    Da beim Lösen der Bremsen die vom  Bremszylinder ins Freie abströmende Luft  diese Bohrungen wieder passieren muss, wird  auch bei den verschiedenen Stufen stets die  gleiche Lösezeit und dadurch ein ruhiges  Entbremsen des Zuges erreicht.  



  Um zu verhindern, dass der Hilfsluftbe  hälter nach einer Bremsung früher aufgela  den, ehe die Bremse vollständig gelöst ist,  ist in dem von der Staubkammer 10 nach der  Steuerschieberkammer 16 führenden Kanal  15 ein Hahn 38 eingebaut, welcher mit dem  Stufenhahn 33 durch das punktiert gezeich  nete Gestänge zwangsläufig verbunden ist.  Beim Drehen des Stufenhahnes 33 dreht sich  der Hahn 38 um den gleichen Weg. In dem  Hahn 38 sind nun Drosselöffnungen x1, x2,  Fig. 3, vorgesehen; dieselben korrespon  dieren in ihrer Lage mit den Öffnungen Z1,  Z2, Z3 und haben einen solchen Querschnitt,  dass bei allen Abbremsstufen das Aufladen  des Hilfsluftbehälters durch Drosselung der  von der Staubkammer 10 nach der Steuer  schieberkammer 16 strömenden Druckluft    erst nach dem vollständigen Lösen der  Bremse beendigt ist.  



  Mit der beschriebenen Einrichtung kön  nen lange Güterzüge sicher über lange und  steile Gefälle herabgefahren werden; infolge  der Verhinderung des Auflaufens des Zuges  auf dessen Spitze werden bei Vollbremsungen  kurze Bremswege erzielt und schliesslich  durch das gleichmässige Abbremsen der je  weiligen Lasten der Güterwagen die Aus  rüstungskosten des Fahrparkes stark ver  mindert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuerventil für Einkammergüterzugs bremsen mit durch Leitungs- und Hilfsbe hälterdruck gesteuertem Kolben, dadurch ge kennzeichnet, dass an den Steuerkolben ein auf der einen Seite vom Leitungsdruck, auf der andern Seite vom Atmosphärendruck be aufschlagter kleiner Kolben, (2) derart an gehängt ist, dass er bei einem bestimmten Verhältnis des Hilfsbehälterdruckes zum Leitungsdruck den Steuerkolben aus der Lade- und Lösestellung in eine Abschluss stellung verschiebt, den Steuerkolben aber bei weiteren Vorgehen aus der Abschluss- in die Bremsstellung nicht mehr beein flusst, dass ferner in den von der Bremslei tung nach der Kolbenkammer führenden Luftweg (11) eine dauernd offene Quer schnittverengung (21) und ausserdem eine zweite,
    weitere Querschnittverengung vorge sehen ist, deren Luftdurchlass von einem kleinen Kolben (22) beherrscht ist und durch diesen abgeschlossen wird, sobald bei schneller Abnahme des Bremsleitungs druckes in der Kolbenkammer ein gewisser Überdruck in der letzteren entstanden ist, dass schliesslich zum Abbremsen der jeweili gen Last der Güterwagen in den Luftweg zwischen Steuerventil und Bremszylinder in einem gemeinschaftlichen Gehäuse (27) eine der Zahl der gewählten Abbremsstufen ent sprechende Anzahl von Kolben angeordnet ist, welche, je nach der Stellung eines Hah nes, auf ihrer untern Fläche vom Bremszy- linderdruck beaufschlagt werden, bei Errei chung eines bestimmten, der Bremswirkung entsprechenden Bremszylinderdruckes ein federbelastetes Ventil (29)
    schliessen und dadurch den weiteren Zufluss von Hilfsbe hälterluft zum Bremszylinder unterbrechen.
CH118885D 1925-11-19 1925-11-19 Steuerventil für Einkammer-Güterzugsbremsen. CH118885A (de)

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