CH118975A - Verfahren zur Herstellung von Kunstschwamm. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstschwamm.

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CH118975A
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artificial sponge
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Ludwig Mostny
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Ludwig Mostny
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
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Description


      Yerfabren    zur     Herstellung    von     Kunstschwamm.       Es ist bereits bekannt, Kunstschwamm  aus     Zelluloseestern    dadurch herzustellen, dass  man eine Lösung eines     Zelluloseesters    mit  lösbaren oder schmelzbaren Füllkörpern ver  mischt, die Ester verseift, das heisst aus     ihnen     die Zellulose regeneriert und hierauf die     Füll-          körper    durch Auswaschen oder Ausschmelzen  entfernt, wodurch in der Masse Hohlräume  (Poren) entstehen. Bei Verwendung von Vis  kose wurden zur Regenerierung der Zellulose  Heissluft oder Säurebäder verwendet.  



  Gemäss dem Verfahren der vorliegenden  Erfindung wird ein Gemisch, welches eine  Lösung eines     Zelluloseesters    und einen zwecks  Porenbildung bei der Regenerierung der Zel  lulose mit Wasserdampf     entfernbaren    Füll  stoff enthält, der Einwirkung von Wasser  dampf ausgesetzt.  



  Nach dem Verfahren gemäss der Erfin  dung kann die Regenerierung der Zellulose  infolge der hohen Wärmekapazität des  Dampfes in kurzer Zeit ausgeführt werden.  Insbesondere bei Verarbeitung von Viskose  ergibt sich im     Gegensatze    zum Heissluftver  fahren der Vorteil, dass die in der Masse ent-         haltene,    zur Lösung der     Viskose    benützte  oder durch deren Zersetzung entstandene  Lauge keine hohe, die Reissfestigkeit der  Fasern herabmindernde Konzentration erhal  ten kann, da gleich bei Beginn der     Verseifung     durch gespannten Dampf ein Teil des  Dampfes am Fabrikat kondensiert und die  Lauge, sowie andere schädlich wirkende Zer  setzungsprodukte des Esters (hauptsächlich       Alkaliverbin;

  dungen)    sofort verdünnt und  rasch abgeführt werden können. Ausserdem  aber ist gerade der Umstand, dass die Füll  körper einerseits und die Nebenprodukte,  die sich aus der     Verseifung    des Esters er  geben, anderseits schon mit dem Kondens  wasser zur Hauptsache entfernt werden kön  nen, ein Vorteil, da dadurch sowohl die  Rückgewinnung der Lauge und der Füll  körper als auch die Nutzbarmachung der  entstehenden Nebenprodukte (zum Beispiel       S-Verbindungen)    bedeutend vereinfacht       wird.    Aber auch die sonst so langwierige  Wässerung .des Fertigproduktes kann bei  dem vorliegenden Verfahren abgekürzt wer  den.

        Es kann dem Gemisch vor seiner Be  handlung mit Dampf auch ein     Faserstoff    zu  gesetzt werden, wodurch die Festigkeit des  Endproduktes erhöht wird.  



  <I>Beispiel</I>  <B>160</B>     gr    einer     Viskoselösung    von einer  Konzentration von 3 bis 20 % werden mit  <B>16</B>     gr    eines Faserstoffes, zum Beispiel Baum  wolle, Hanf, Flachs und 1,2 kg kristallisier  tem Natriumsulfat in Stücken von der Grösse  der zu erzielenden Poren innig vermengt und  in eine gewünschte Form gebracht. Dieses  Gemisch wird mit Wasserdampf unter     einem     Druck von 1     2'    bis 10     Atm.    während einer  Zeit von     1/.1    bis 4 Stunden behandelt. Das  so erhaltene Schwammgebilde wird sodann  gründlich     ausgewässert,    gebleicht und nach  Bedarf gefärbt.  



  Es können auch andere lösbare oder  schmelzbare Füllkörper verwendet werden,  z. B. Zucker, Paraffin     etc.     



  Die Regenerierung der Zellulose aus Vis  kose durch Wasserdampf ist zwar an sich  bekannt, doch wurde dieses Verfahren bis-    her nicht zur Herstellung von Kunst  schwamm verwendet. Bei Verarbeitung eine  andern     Zelluloseesters,    beispielsweise Nitro  zellulose ist zur Verseif     ung    der     bekannte    Zu  satz eines Reduktionsmittels, zum Beispiel       Schwefelammonium    erforderlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunst schwamm aus einem Gemisch, welches eine Lösung eines Zelluloseesters und einen zwecks Porenbildung, bei der Regenerierung der Zellulose mit Wasserdampf entfernbaren Füllstoff enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch der Einwirkung von Was serdampf ausgesetzt wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunst schwamm nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Gemisch vor der Be handlung mit Wasserdampf Faserstoffe bei gemengt werden.
CH118975D 1925-02-25 1925-10-16 Verfahren zur Herstellung von Kunstschwamm. CH118975A (de)

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US1611056A (en) 1926-12-14
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