Yorriehtung-zum Entlüften von elektrisehen Lampen und anderen mit einer Entliiftungsr öhr e versehenen Gegenständen.. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor- riehtung zum Entlüften von elektrischen Lampen und andern mit einer Entlüftungs röhre versehenen Gegenständen, wobei diese Gegenstände abwechselnd entlüftet und mit Gas gefüllt werden. Durch eine solche Be arbeitung kann die Reinheit der Gasfüllung in gasgefüllten Gegenständen hohen Anfor derungen genügen oder falls Vakuumlampen hergestellt werden, können die schädlichen Restgase in der Lampe bis auf ein Minimum herabgesetzt werden.
Bei den bekannten Vorrichtungen der obenerwähnten Art zeigt sich der Nachteil, dass jedesmal beim Entlüften die Restgase durch dieselbe Röhre abgeführt werden, durch die nachher das Gas zugelassen wird, was zur Folge hat, dass auf der Wand der Entlüf tungsleitung abgesetzte LTnreinigkeiten mit dem Füllgas mitgeführt und in dieser Weise in den zu entlüftenden Gegenstand zurück geleitet werden.
Die Erfindung hat nun zum Zweck, den genannten Übelstand zu beseitigen. Zu die- sein Zweck wird die Vorrichtung derart aus gebildet, dass jedesmal beim Entlüften die Restgase ausser Berührung mit der Gaszu- führungsleitung bleiben. a Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch eine U1ntlüf- tungsvorrichtung für elektrische Lampen; Fig. 2 ist ein Schnitt durch einen Ent- lüftungsröhrenhalter mit den in diesen mün denden Kanälen; .
Fig. 3 ist eine Unteransicht eines dreh baren Ventils, und Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die fest stehende Ventilscheibe der Entlüftungsvor richtung naeh Fig. 1.
In der Zeichnung ist 1 ein Tisch, auf den die verschiedenen Teile der Entlüftungsvor richtung aufgestellt sind, und der auf Füssen 2 ruht. Auf den Tisch 1 ist ein ortsfester Ventilkörper 3 aufgestellt, der in einem un- verrückbar auf dem Tisch angebrachten Kugelring 9 ruht. Mit dem Ventilkörper 3 arbeitet eine drehbare Ventilscheibe 4 zu sammen, die durch Bolzen in einem drehba ren Rahmen 5 befestigt ist. Der drehbare Rahmen 5 ist durch Zugbolzen 6 mit einem Zahnrad 7 verbunden, das durch Bolzen; an einem Ringe 8 befestigt ist.
Der Riiig 8 und das Zahnrad<B>7</B> umfassen zusammen einen Rand des Kugelringes 9 und -%7"e rclen durch Vermittlung zweier Reihen Kugeln 10 und 11 von diesem Rande getragen.
Zum Aufnehmen der zu entlüftenden Lampen sind am Umfang des Rahmens 5 Abschliesser 12 angebracht, die durch Ver mittlung einer Platte 23 (Fig. 2) an dein Rande 22 des Rahmens 5 befestigt sind. Diese Platte ist mit Bolzen 24 an dein Rande 22 befestigt und ist am obern Ende mit einem Auge versehen, in dem der Abschlie- sser geführt ist.
Die Abschliesser 12 können von jedem beliebigen Typ sein. Es werden zweelcmässig Abschliesser des in Fig. 2 dargestellten Tvps verwendet. Diese bestehen aus einem Halter 25, in dem ein Gummiring 26 ruht. Um den Halter 25 greift ein Ring<B>27,</B> der am obern Ende einen einwärts umgebogenen Flansch hat und der mit einem flachen Schrauben gewinde versehen ist, das einem flachen, Schraubengewinde auf dem Halter 25 entspricht. Am Ringe 27 ist ein drin 28 befestigt.
Wird dieser Arm gedreht, so wird der Gummiring 26 zusammengedrückt oder freigegeben, wobei die Entlüftungsröhre 30 eines zu entlüftenden Gegenstandes 29 in den Abschliesser eingeklemmt oder freige geben wird.
In denl Halter 25 münden Kanäle 31 und 38, von denen der erstgenannte in der darge stellten Ausführungsform mit dein Halter 25 selbst ein Ganzes bildet, während der Ka nal 38 mittelst eines Schraubengewindes mit diesem Halter verbunden ist.
Um den Kanal 31 herum ist ein Gummischlauch 32 ange bracht, der am andern Ende mit einer Röhre ?'3 verbrüden ist, die in einen Staubfänger :3-I mündet. Von letzterem führt ein Kanal durch Vermittlung eines Guinmiscblanelies <I>i</I><B>35</B> (Fig. 1) züi einem Kanal 36.
Der Kanal 38 ist am freien Ende mit einem Anschluss- rohr 37 versehen, auf welches das Ende eine; Schlauches 39 geschoben ist, der am andern Ende mit einem Ansatzrohr -10 verbunden ist.
Die Ansatzrohre 36 und 4O sind an der drehbaren @\entilscheibc .1 befestigt und sind durch in dieser Ventilscheibe a.ngebracliti, Kanäle in Verbindung finit C>ffnungen 14 bezw. .13 in der Unterfläcli(# der drehbaren Ventilscheibe (Fig. <B>3).</B>
In der ortsfesten Ventilseheibe 3 sind Öffnungen 41 und 42 vorgesehen, die den Öffnungen 4-1 bc,z . -13 der Ventilscheibe -1 gegenüberstehen, wenn der drehbare Rahmen 5 und somit aueli die drehbare Ventilscheibe 4 in bestimmte Stellungen gebracht wird.
Die Öffnungen 41 sind durch in der Ventil scheibe 3 angebrachte Kanäle mit einer Va kuumleitung .15 verbunden, Die öffnungE-n 4.2 sind durch in der Ventilscheibe 3 vorge- sellene Kanäle mit einer CTaszuführung- leitung 46 verbunden. Beide Ventilscheiben sind niit -Nuten .17 und 48 versehen,
die mit- telst eine: Verbindungskanals 4.9 (Fig. -1) mit der Vakuumleitung 45 in Verbindung stellen. Es wird durch diese Kanäle verhin dert, dass etwa zwischen beiden Ventilschei ben entweder einwärts oder auswärts lek- kende Luft oder Cras in die Zuführungslei tungen züi den zu entlüftenden Gegenständen eindringt.
Es empfiehlt >ich, die züi entlüftenden Gegenstände während der Entlüftung züi er- hitzeil, um in der Wand dieser Gegenstände vorhandene Clase freizumachen; und wegzu- pumpen. Zu diesem Zwecke ist eine Kappe 50 angebracht, die von auf denn Tische 1 be festigten Füssen 51 getragen wird.
Die Kappe<B>50</B> erstreckt sich über einen grossen Teil des 1'mfanges, so dass die #iitlüfteten Gegenstände, wenn sie aus der Kappe her austreten, dermassen von den genannten Ga sen befreit sind, class auch beim Brennen die ser Gegenstände keine Gase mehr frei wer- den. In der Kappe sind ringförmige Brenner 52 und 53 angebracht.
Die Wirkung der beschriebenen Vorrich tung ist nun wie folgt: Mittelst eines in der Zeichnung nicht dar hestellten Antriebes wird das Zahnrad 7 und damit der Rahmen 5 mit den Abschlie- ssern 12 absatzweise in Bewegung versetzt.
Befindet sich ein Abschliesser in einer Stel lung ausser der Kappe 50 und hat der be dienende Arbeiter eine zu en,'tlüftende Lampe in den Abschliesser eingesetzt und durch Drehen des Armes 28 den Gummiring 26 um die Entlüftungsröhre geklemmt, so kommt der Abschliesse-r in eine Stellung, in der die mit dem Kanal 31 in Verbindung stehende Öffnung 44 einer Öffnung 41 in der orts festen Ventilscheibe gegenübersteht, so dass die Lampe entlüftet wird.
In der folgenden Stellung wird die mit dem Kanal 38 in Ver bindung stehende Öffnung 43 mit einer Ö ff- nung 42 zur Deckung gebracht, wobei die mit dem Kanal 31 in Verbindung stehende Offnung 44 durch die obere Fläche der orts festen Ventilscheibe 3 abgeschlossen wird. In dieser Stellung wird eine Gasfüllung in die Lampe eingebracht.
In der darauffolgenden Stellung wird die Öffnung 43 abgeschlossen und die Öff nung 44 mit einer folgenden Öffnung 41 in Verbindung gebracht, wodurch die Lampe von neuem entlüftet wird. Dieser Vorgang wiederholt sich in der dargestellten Ausfiih- rungsform fünfmal. Bei der dargestellten Entlüftungsvorrichtung, die für die Herstel lung von gasgefüllten Lampen dient, ist die letzte Stellung dazu bestimmt, die Lampe mit Gas zu füllen. Bei \Verstellung in eine folgende Stellung sind beide Kanäle 31 und 38 abgeschlossen, und es kann somit die Lampe von der Entlüftungsvorrichtung ab geschmolzen werden.
Die Abschmelzv orrich- tung kann von bekannter Bauart sein und ist in der Zeichnung nicht dargestellt.
Aus Fig. 2 geht hervor, dass bei jeder Entlüftung die Unreinigkeiten enthaltenden Restgase nicht durch die Gaszuführungslei- tung geführt werden; so dass diese Leitung von etwaigen Restgasabsetzungen nicht ver unreinigt werden kann. Lberdies wird bei jeder Entlüftung die Leitung 38-39 mit entlüftet, wodurch eine Gasströmung aus der Leitung 38 in die Leitung 31 stattfindet, so dass ein Eindringen der Restgase in die Lei tung 38 unmöglich gemacht wird.