CH119106A - Druckluftbremse für verschiedene Leitungsdrücke. - Google Patents

Druckluftbremse für verschiedene Leitungsdrücke.

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CH119106A
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A S Drolsbrake
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A S Drolsbrake
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Description


      Drnekliiftbrernse    für     verseliiedene        Leitnngsdrüeke.       Bei den gebräuchlichen Bremsen:     KUnZe-          Knorr,        Knorr    und     Westinghouse,    kann der  Lokomotivführer nach Belieben mit einem  geringeren Leitungsdruck als dem meist auf  5     Atm.    festgesetzten Normaldruck bremsen,  weil die Bremse stets bei einer Druckver  minderung des jeweilig     herrschenden    Lei  tungsdruckes anspringt. Der Lokomotivführer  kann den erforderlichen Leitungsdruck,     bezw.     die erforderliche Bremskraft nach Bedarf  regeln.  



  Die Erfindung betrifft eine Bremse für  verschiedene Leitungsdrücke. Sie kann so  eingerichtet sein, dass während des Bremsens  der     Hilfsluftbehälter    unter Umgehung der  Steuerteile des     Bremssteuerventils    direkt von  der Leitung selbsttätig nachgespeist wird,  wenn der     Hilfsbehälterdruck    unter den Lei  tungsdruck sinken sollte. Die Bremse lässt  sich im Bedarfsfalle leicht mit anderweitigen,  durch schweizerische Patente bekannt ge  wordene Einrichtungen für die rasche Fort  pflanzung der Druckverminderung in der  Leitung,     Abbremsung    der jeweiligen Bela  dung der Wagen, Beeinflussung der Form    der Füllkurve, Einstellung der Füllzeiten und  dergleichen verbinden.  



  Die Zeichnung zeigt in der     Fig.    1 im  Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel einer  solchen     Druckluftbremse;    die     Fig.    1" zeigt  eine Variante in der Ausführungsform nach       Fig.    1;     Fig.    2 und 3 stellen zwei weitere  Ausführungsbeispiele dar.  



  Der Steuerkolben     K;    trägt mittelst der  Kolbenstange d den Federteller     Tr,    auf dem  sich die Feder F, abstützt. Diese Feder nimmt  den     Steuerkolbenschieber    s, der mit der ring  förmigen Aussparung a und den     Durchtritts-          kanälen        z    versehen ist und sich im übrigen  lose auf der Kolbenstange d führt, beim An  heben des Steuerkolbens mit. Die Kolben  stange d ist starr mit dem Steuerkolben     Ki     verbunden, der einerseits durch den Druck  in dem Steuerbehälter     R    und anderseits durch  den jeweiligen Leitungsdruck und die Zug  feder     Fs    beeinflusst wird.

   Das Zylinderge  häuse D ist mit einem     Anschlussstutzen    für  den nicht gezeichneten Bremszylinder, zu dem  der Kanal C führt, und für den abgebrochen  angedeuteten     Eilfsluftbehälter    B mit den Ein-           lasskanälen    E, Ei und dem     Auslasskanal        y     versehen. Ferner besitzt das Gehäuse D die       Auslassöffnung        .i    und die ringförmigen Aus  sparungen     Ivi,        k2.    Letztere steht über den       Anschlusskanal    y in direkter Verbindung mit  dem nach dem Bremszylinder führenden  Kanal C.

   Eine in das Gehäuse eingelassene  Laufbüchse L ist mit den     Einlassöffnungen          gi   <I>k,</I>     xi,        x"    3 und den     Auslassöffnungen   <I>lt.</I>  versehen. Der Absperrhahn H weist die  Kanäle     uyi,        n    auf.  



  Die     Fig.    1 zeigt die ganze Einrichtung  bei gelöster     Einkammerbremse.    Die Dienst  bereitschaft der Bremse wird dadurch erreicht,  dass der Lokomotivführer das     Führerbrems-          ventil    allmählich     öffnet,    wodurch     Durchluft     aus dem     Hauptluftbehälter    der Lokomotive,  der unter konstantem Druck von z.

   B. 8     Atm.     gehalten wird, durch die Hauptleitung und  Kanal Ei nach dem     Hilfsluftbehälter    B ge  langt, der mit dieser Hauptleitung über ein  nicht gezeichnetes     Rücksehlagveritil    in Ver  bindung steht, so dass der     Hilfsluftbehälter    B  mit Druckluft von z. B. 5     Atm.    aufgefüllt  wird.

   Ferner strömt     Luft    aus der Hauptlei  tung durch den Absperrhahn H und Kanal o  nach der obern Seite des Steuerkolbens     Isi     .und durch dessen Nuten 3 unter     Abdrücken     des     Lederstulps    9 in den Steuerbehälter     R,     so dass in diesem am Ende des Füllvorganges  derselbe Druck wie in der Hauptleitung  herrscht. Dieser Druck kann verschiedene  Werte haben. Beim Vermindern des Lei  tungsdruckes kann ein Druckausgleich zwi  schen dem Raum über dem Steuerkolben  und     denn    Steuerbehälter nicht stattfinden,  weil der     Lederstulp    9 gegen die Zylinder  wand gedrückt wird.

   Die gleiche     Wirkung     könnte vermittelst einer Drosselbohrung 21  erreicht werden     (Fig.        1 1),    die beim höheren  Druck im Steuerbehälter R sofort abgeschlos  sen wird. Der Steuerkolben     hi    bewegt sich  dann etwas nach oben, und zwar so weit, bis  die Differenz zwischen dem Druck im Steuer  behälter     R    und, dem Leitungsdruck durch  die vermehrte Zugwirkung der Feder     F_    im  Gleichgewicht gehalten wird. Die jeweilige  Lage des Steuerkolbens     Iii    ist demnach    unabhängig davon, ob der Anfangsleitungs  druck z.

   B. 5 oder 3     Atm.    ist, sie wird  nur durch die jeweilige     Differenz    zwischen  dem Druck im Steuerbehälter     R,    der mit  dein     Anfangsleitungsdruck        übereinstimmt    und  dem verminderten     Anfangsleitungsdruck    ein  deutig bestimmt.

   Wird zum Beispiel, wie  üblich angenommen; dass der maximale       Bremszylinderdruck    mit einer     Leitungsdruck-          verrnindermig    von 1,25     Atrii.    erreicht wer  den soll, und angenommen, dass der Durch  messer des Steuerkolbens     ha    = 100 min  und sein Hub 40 mm beträgt, so muss die  Zugfeder     F2    so bemessen sein, dass sie bei  dieser Druckverminderung die Kraft des  Steuerkolbens     Iii    von  
EMI0002.0055     
    bei 40 mm Federung aufnimmt.

   Bei unge  ladener Bremse ist die Feder so viel vorge  spannt, dass sie die Reibung der Steuerteile       überwindet    und diese in die gezeichnete  Stellung     bringt.     



  Der     I-Iilfsluftbehiilter    B wird stets selbst  tätig aus der     Leitung    über das Rückschlag  ventil nachgespeist, wenn der Hilfsbehälter  druck unter den jeweiligen Leitungsdruck  sinken sollte; bei gelöster Bremse ist der       Hilfsluftbehälter    wieder voll aufgeladen.  



  Bei     Vermindern    des Druckes in der Lei  tung wird also durch das     Rückschlagventil     das Rückströmen der Luft aus dem Hilfsluft  behälter B in die Leitung verhindert. Der  Steuerkolben     Ani    und damit die Kolbenstange  d mit dein Federteller T und dein Ent  lastungskolben     li    werden etwas nach oben  verschoben, und zwar so weit, bis die jeweilige       Differenz    der Luftdrücke auf dem Steuer  kolben     lii    gleich der jeweiligen Spannung  der Feder     .Z'3    ist.

   Beim Verschieben des  Steuerkolbens     I1    und des Entlastungskolbens       h    wird der Steuerschieber     s    durch die ent  stehende kleine Spannung der Feder F,,  die der Reibung des     Steuerschiebers    ent  spricht, mitgenommen. Hierdurch werden die       Auslasskanäle        lc.    für die aus dem Bremszy  linder durch C ausströmende Luft geschlos  sen und dafür die     Einlasskanäle    k zum Brems-           zylinder    geöffnet (Bremsstellung).

   Die Druck  luft kann also jetzt vom     Hilfsluftbehälter    B  durch den Kanal E schnell durch die weite       Absperrhahnöffnung        zvi,    die Kanäle 1, 2, 3,  die Aussparung 4 des Entlastungskolbens K,  eine weitere in der gleichen Höhe wie die  Öffnung 3 vorgesehene     Öffnung    in der Lauf  büchse<I>L</I> und einen zur Aussparung<I>k3</I> füh  renden Kanal im Gehäuse     .D    (nicht gezeichnet),  weiter durch Kanäle     k,

      die Aussparung     a     des Steuerschiebers s und die Öffnungen     gi     der Laufbüchse L und durch Kanäle g und  C in den Bremszylinder strömen und gleich  zeitig durch die     Öffnungen    z des Steuer  schiebers in den Raum zwischen Steuerschie  ber s und Entlastungskolben K. Dieser Weg  der     Bremsluft    besitzt relativ grosse Durch  trittsquerschnitte.

   Gleichzeitig strömt Druck  luft aus dem     Hilfsluftbehälter    B durch den  Kanal     E    in die Öffnung     toi    und die enge  Drosselöffnung     t.c2    langsam nach der Aus  sparung k3 und durch die Kanäle k, die  Aussparung a des Steuerschiebers s, die Öff  nungen     gi    und die Kanäle     g    und C in den  Bremszylinder     #    dieser Weg weist kleine       Querschnitte    auf.  



       Cxleichzeitig    hat der Steuerschieber s die  ungefähr in gleicher Höhe     rnit    den Kanälen k  angeordnete Öffnung     xi    der Laufbüchse L  geöffnet, womit der Leitungsluft durch die  Leitung x3; den Kanal     xi,    die Aussparung a,  die Öffnungen     gi    und die Kanäle g und C  in den Bremszylinder strömen kann. Damit  wird erreicht, dass der Druckabfall sich in  der sich über den ganzen Zug erstreckenden  Leitung sehr schnell und gleichmässig fort  pflanzt. Damit werden die Bremsen der     hin-          tern    Wagen des Zuges fast eben so schnell  und gleichmässig in Tätigkeit gesetzt wie die  Bremsen der vordern Wagen.  



  Führt der Lokomotivführer das Führer  bremsventil in die     Abschlussstellung,    damit  keine Luft mehr aus der Leitung entweichen  kann, so bleibt der Steuerkolben     KI    in der  ihm durch die Druckerniedrigung eindeutig  zugewiesenen Stellung sofort stehen, während  Druckluft aus dem     Hilfsluftbehälter    und aus  der Leitung nur so lange nach dem Brems-         zylinder    strömen kann, bis die durch die  Kanäle z zwischen Entlastungskolben K und  Steuerschieber s gelangte     Bremszylinderluft     die entstehende     Spannung    der Feder     Fi    so  weit überwindet, dass der Steuerschieber s in  eine Stellung geschoben wird,

   in der er die  Kanäle k und     xi    wieder absperrt     (Abschluss-          stellung).    Bei einer weiteren geringen     Druek-          vermindecLing    in der Leitung wiederholt sich  derselbe Torgang, womit jedesmal ein höherer  Druck im Bremszylinder erreicht wird.  



  Will der Lokomotivführer die Bremswir  kung etwas verkleinern, so erhöht er den  Luftdruck in der Leitung     urn    ein geringes.  Der Steuerkolben     Ki    bewegt sich dann wie  der entsprechend der Erhöhung des Leitungs  druckes nach     unten.    Der     Steuerschieber    s  folgt dieser     Bewegung,    bis er die     Auslass-          öffnungen        la    öffnet (Lösestellung)- und Luft  aus dem Bremszylinder über Kanal C teil  weise entweichen lässt.

   Wird der Druck in  der Leitung nicht weiter erhöht, so bleibt  der Steuerkolben     Kr    sofort stehen, und es  kann nur so lange Luft aus dem Bremszy  linder entweichen, bis die Spannung der Fe  der A den verminderten Druck zwischen  Entlastungskolben K und Schieber s über  windet und den letzteren in seine     Abschluss-          stellung    zurückdrückt. Wird ein weiteres  Erhöhen des Leitungsdruckes eingeleitet, so  tritt derselbe Vorgang wieder ein.

   Es ist da  her ein beliebig starkes Anziehen und Lösen  der Bremse möglich, und zwar bedingt jede  Druckverminderung in der Leitung einen  bestimmten Druck im Bremszylinder; dieser  ist unabhängig von der Grösse des jeweiligen  Kolbenhubes und von etwaigen     Undichtheiten     des Bremskolbens, des     Steuerschiebers    s usw.  Die Bremse ist erst ganz gelöst, wenn die  Leitung wieder auf den Anfangsdruck, der  vor Einleiten des Bremsens herrschte, ge  laden ist.  



  Der Steuerbehälter R, der nicht unbedingt  die Verlängerung des     Steuerkolbenzylinders     bilden muss, sondern auch als besonderer  Steuerbehälter ausgebildet sein könnte, kann  auch über ein     Rückschlagventil        Trs    mit dein       Hilisluftbehälter    derart verbunden werden,      dass     Hilfsbehälterluft    nach dem Steuerbehälter       R    strömen kann, falls aus irgend . einem  Grunde der Druck in diesem Steuerbehälter       unter    den Druck im     Hilfsluftbehälter        B    sin  ken sollte.

   Damit kann bei Schnellbremsun  gen,     bezw.    bei Zugtrennungen auf jeden Fall  der Steuerkolben     Ki    erst bei vollständigem  Entweichen des Zylinderdruckes, des     Hilfs-          behälterdruckes    und des Druckes im Steuer  behälter R in seine der völligen Lösung der  Bremse entsprechende Lage zurückgehen.  



  Der in der     vorbeschriebenen    Ausführungs  form einheitliche Steuerschieber ist nach     Fig."     in zwei Teile     si    und     s2        getrennt,    von denen       si    als     Einlassschieber,    die vom     Hilfsluftbe-          hälter    B kommende Luft über Kanal C nach  dem Bremszylinder steuert, während s:, als       Auslassschieber,    den Auspuff für die vom  Bremszylinder über C ins Freie strömende  Luft steuert.

   Die beiden Kolbenschieber     si     und     s2    sind durch eine Stange     iit    miteinander  verbunden, die mittelst Gewindes     rr    eine Ein  stellung des Abstandes beider Schieber ge  stattet. Durch kugelige Ausbildung des     Kopfes          in'    der Stange<I>m</I> innerhalb des Schiebers     ,_     ist eine     gawisse    Gelenkigkeit für beide Teile  vorgesehen, während gleichzeitig die Schieber       si    und     z::    eine Relativbewegung von einigen       Millimetern    gegeneinander ausführen können.

    An den Schieber     s->    ist ebenfalls     gelenlig     der Federteller p angeschlossen, gegen den  sich die Feder     F,    legt, die sich auf der an  dern Seite gegen den Federteller q anlegt.  Dieser Federteller stützt sich nun wieder im  Sinne eines Gelenkes auf die kurze     Stange          d,    des Steuerkolbens 35 ab, der auf der  einen Seite vom Druck der Bremsleitung     be-          einflusst    und auf der andern unter den Druck  eines Steuerbehälters     R    gestellt ist;

   der je  weils mit dem     Anfangsleitungsdruck    gefüllt  gehalten wird und demgemäss mit den der       Fig.    1     _"    entsprechenden     Anschlüssen    versehen  ist. Auf     den-Federteller    q stützt sich gleich  zeitig die den Kolben     Ki    belastende Feder       F-.    ab, die anderseits ihr festes     Widerlager     im     Gehäuse    findet.  



  Hier fällt     also_-der    Entlastungskolben     li     nach der ersten Ausführung     (Fig.    1) fort. In    diesem Falle wird demgemäss der Druckun  terschied auf dem Steuerkolben     Ei,    hervor  gerufen durch den Druck im Steuerbehälter  R und den     verminderten        Leitringsdru@,k,        irrr     Gleichgewicht gehalten durch die     Summe    der  jeweiligen     Kräfte    der Feder     F->    und Schieber  feder     Bi,

      weil die jeweilige Kraft der Feder       Bi    nicht mehr durch den Entlastungskolben       Ii    aufgenommen wird.  



  Die innere Seite des     Einlasskolbenschiebers          si    ist zu einer Art Ringventil b ausgebildet,  das aussen den grösstmöglichen Durchmesser  (etwa     i/io    mm kleiner als der     Kolbenschie-          berdurchmesser)    hat und auch möglichst  schmal gehalten wird. Eine weiche Feder     e     presst den Schieber     si    in seiner innern Stel  lung an die Lederscheibe c; es ist hierbei  nur eine geringe Kraft der Feder e erforder  lich, besonders weil bei angezogener Bremse  der jeweils herrschende Zylinderdruck durch  die     Ausgleichnute    / der Stange     m    auf die  obere Seite des Schiebers gelangen kann.

    Da die obere     Schieberfläche    etwas grösser ist  als die untere     Ventilringfläche,    so verbleibt  ein     kleiner    Überdruck, der der Feder     e    hilft.  Die Feder e hält dabei auch gleichzeitig die  beiden Kolbenschieber     si    und     s2    in Berührung  miteinander, indem sich der Kopf     in'    der.  Stange in. gegen den Kolbenschieber     s::    an  legt.

   Hat also der     Einlassschieber        si    die wei  tere     Zuströmung    der Luft abgeschlossen,  so legt sich auch das Ringventil     b    gegen  den Ventilsitz c an und erzeugt hier eine       ,usä        zliche    Dichtung gegen das Nachströmen  <B>*</B> t  von     Hilfsbehälterluft    und das     unzulässige     Ansteigen des Luftdruckes im     Bremszylinder.     Um auch den Auspuff durch den Kolben  schieber     s:

      bei von jetzt ab stehen bleiben  dem     Kolbenschieber        si    steuern zu können,  kann sich     Kolbenschieber        sa    noch um das       1Tass    des Spieles gegen den     Kolbenschieber        s'     nach     unten    bewegen, womit er die zwecks  erhöhter Dichtung hintereinander geschalteten  Auspuffkanäle     r,   <I>t,</I>     ti,    freigibt.  



  Diese Auflösung in den     Einlassschieber        si     und den     Auslassschieber        s=        gestattet    nun  gleichzeitig den     EinlafaJsehieber    im Durch-           inesser    zu verringern, womit an sich schon  die     Undichtigkeitsverluste    herabgesetzt wer  den. Infolge der Ausgleichsnute f spielt  diese Stufenausbildung der Kolbenschieber  bezüglich der Druckwirkungen keine Rolle.

    Mann kann, auch nach     Fig.    3 den     Auslass-          schieber    so ausbilden, dass er einen blossen  Kolben     s2    mit     Stulpdichtung    l oder auch eine  Membran darstellt, in der ein Ventil ange  ordnet ist, das durch den Druck einer Feder       11    geschlossen gehalten wird und das sich  dann öffnet, wenn der Kolben     s2    den ihm  durch das Spiel gegen den     Einlassschieber        si     gestatteten freien Weg zurücklegt, indem er  gegen die Scheibe 12 anstösst.

   Zweckmässig  erhalten der     Auslassschieber        s2    und der  Steuerkolben     Toi    Endabdichtungen 13     bezw.     14     (Fig.    2), gegen die sie sich unabhängig  anlegen können.  



  Man kann auch durch ein entsprechendes  Verhältnis zwischen dem Durchmesser des  Steuerkolbens     K'i    und dem des Steuerkolbens     s2     die Feder     F2    fast oder ganz erübrigen. Nimmt  man nach     Fig.    2 und 3 wieder, wie auf Seite  5 angenommen, den Durchmesser von     Ki    zu  100 mm, den von     s2    zu<B>60</B> mm an, so ergibt  sich bei einem mit 1,3     Atm.    Druckabfall  in der Hauptleitung erreichten maximalen  Zylinderdruck von 3,7     Atm.    folgendes  Der Druck auf den Kolben     .K,    beträgt  -
EMI0005.0026  
   der Druck auf den  
EMI0005.0027     
    Beide sind also im Gleichgewicht;

   die  Feder     F2    braucht daher nur den Druck,  hervorgerufen durch die einseitige Kolben  stange     di        (Fig.    2 und 3) aufzunehmen.  



  Die vorher beschriebenen Bremssteuer  ventile können auch benützt werden, um zum  Beispiel die     Westinghouse-Bremse    rückwärts  regulierbar zu machen. Dies wird in der  Weise erreicht, dass die     Ausströmöffnung    des       Westinghouse-Bremssteuerventils    mit dem  Kanal C     (Fig.    2 und 3) verbunden wird,  siehe     Fig.    4. Der Raum oberhalb des Steuer-         kolbens        Ki,        bezw.    der Steuerbehälter 1  bleibt, wie angegeben, mit der Leitung zum  Beispiel durch eine Rohrleitung verbunden.

    Der Regulier- und Absperrhahn H und der       Einlassschieber    b und die     Durchstromöffnung     von letzterem zu dem Raum oberhalb des       Auslassregulierkolbens        s2    können fortfallen.  Bekanntlich geht nach einem Bremsen, wenn  der Leitungsdruck um     ca.    0;l-0,2     Atm..    er  höht wird, der Steuerkolben des     Westing-          h0use-BremSSteuervetitils    in Lösestellung und  bleibt dort und verbindet dadurch den Brems  zylinder mit der Aussenluft, wodurch die  ganze Luft aus dem Bremszylinder entweicht.

    Da aber jetzt die     Bremszylinderluft    nicht  ins Freie, sondern durch den Kanal C und g  oberhalb des     Auslassregulierkolbens        s2        (Fig.    2)  geleitet wird, werden zunächst der     Auslass-          regulierkolben        ss,    die durch die Kraftdiffe  renz zwischen Steuerbehälter     R    und Leitung  gespannten Federn     F1    und     I'2    und der  Steuerkolben     Ki        (Fig.         _)    etwas nach unten  gedrückt, wodurch die Auspuffkanäle     r,   <I>t,

  </I>     ts     und 20     geöffnet    werden.     Bremszylinderluft     kann jetzt so lange ins Freie entweichen,  bis die verringerte Federkraft der Feder F,.       Gien    verminderten     Bremszylinderdruck    auf  dem     Auslassregulierkolben        s2    überwindet und  diesen in seine     Abschlussstellung    zurück  schiebt.

   Durch weiteres Erhöhen des Lei  tungsdruckes bewegt sich der Steuerkolben       .Ki    wieder etwas nach unten, wodurch der  Regulierkolben     s2    durch den     Breinszylinder-          druck    wieder mitgenommen wird und wieder  die Auspuffkanäle<I>r, t, u</I> und 20 öffnet.       Bretnszylinderluft    entweicht jetzt so lange  ins Freie, bis die verminderte Spannung der  Feder     F,    den verminderten Bremszylinder  druck auf dem     Auslassregulierkolben        ss    über  windet und diesen in seine     Abschlussstellung     zurückschiebt. In dieser Weise kann die  Bremskraft rückwärts beliebig abgestuft  werden.

   Die Bremse ist erst vollständig ge  löst, wenn der Leitungsdruck wieder die  Höhe vor dem Bremsen erreicht hat. Der       Auslassregiilierkolben        s2    kann natürlich auch  entsprechend     Fig.    3 oder als Membran aus  gebildet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Druckluftbremse für verschiedene Lei tungsdrücke, dadurch gekennzeichnet, da?) der Steuerkolben des Bremssteuerventils un ter denn Einssuss des Leitungsdruckes, des Druckes eines Steuerbehälters, der mit dem Anfangsleitungsdruck bei gelöster Bremse übereinstimmt, und von Federkraft derart steht, dass der Steuerkolben unabhängig von der Höhe des Anfangsleitungsdruckes sich in die der jeweiligen Druckverminderung in der Leitung entsprechende Stellung fort schreitend bewegt, wobei er das Steuerorgan für das Auslassen der Druckluft aus dein Bremszylinder derart verstellt,
    dass wiihrend des Bremsens des Auslass geschlossen, da gegen bei Wiedererhöhung des Leitungs druckes unter teilweisem Lösen der Bremse geöffnet wird, wodurch Luft aus dein Brems zylinder ausströmt, bis das genannte Steuer organ sich nach Erreichen eines bestimmten Bremszylinderdruckes entsprechend der jewei ligen Leitungsdruckerhöhung wieder schliesst.
    UNTERANSPRtrCHE 1. Druckluftbreinse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuer kolben bei Druckverminderung in der Leitung ein Steuerorgan für den Einlass der Hilfsbehälterluft in dem Bremszylin der derart verstellt, dass Druckluft in diesen einströmt, bis sich der Einlass nach Erreichen eines bestimmten Bremszylin- derdruckes entsprechend der jeweiligen Lei- tungsdruckverminderung wieder schliesst.
    2. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben, der auf der einen Seite unter dein Druck des beim Laden der Bremse mit dem Anfangsleitungsdruck gefiillten Steuerbehälters, anderseits unter dem zwecks Bremsens jeweils verminder ten Leitungsdruck steht, bei seiner durch die Differenz dieser Drücke erfolgenden Verstellung eine Feder entsprechend spannt, und dass die Kraft der Feder, welche das als Schieber ausgebildete Steuerorgan für den Aus- und Einlass mitnimmt, durch einen Entlastungskolben aufgenommen wird.
    3. Druckluftbreinse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf den Steuerkolben wirkenden Differenz des Druckes im Steuerbehälter und des verminderten Leitungsdruckes die Stimme der Kräfte der den Steuer kolben beeinflussenden Feder und einer die Steuerorgane für den Aus- und Ein lass der Druckluft mitnehmenden Feder entgegenwirkt, zum Zwecke einen be- sondern Entlastungskolben zu erübrigen.
    4. Druckluftbremse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Verhält nis der Durchmesser des Steuerkolbens und des Steuerorganes für den Auslass so gewählt ist, dass der auf den Steuerkolben wirkenden Differenz des Druckes im Steuer behälter und des verminderten Leitungs druckes die Liraft einer zwischen Steuer kolben und Steuerorgan für den Auslass angeordneten Feder wenigstens annähernd das Gleichgewicht zu halten vermag, zum Zwecke einen Entlastungskolben und eine zweite Feder zu erübrigen.
    5. Druclluftbreinse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass für Auslass und Einlass der Druck luft aus dein bezw. in den Bremszylinder je ein Steuerschieber vorgesehen ist, wel che Schieber derart mit Spiel miteinander gekuppelt sind, dass der Einlassschieber in seiner Abschlusslage eine zusätzliche Abdichtung durch einen ventilartigen Teil bewirken kann,
    ohne dass die Bewegung des Auslassschiebers zwecks Öffnens des Auspuffs behindert wird. 6. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass vom Auslasssehieber beherrschte Auspuffkanäle derart in Rei- hensehaltung hintereinander liegen, da.ss dadurch eine Vervielfachung der Abdich tung eintritt.
    7. Druckluftbremse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Auspuffs durch ein in dessen Steuer organ eingebautes Auspuffventil erfolgt, das unter Federdruck so lange geschlossen bleibt, bis es in der Endlage des Auslass- steuerorganes durch Anschlag geöffnet wird. B. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Auslass- und Einlasssteuerorgane unter Zwischenschaltung einer Feder und ohne Kolbenstange durch Gelenkverbindungen derart mit dem Steuerkolben gekuppelt sind, dass die drei Körper sich den durch Zwangsführung in Laufbüchsen bedingten Bewegungen frei anpassen können.
    9. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 8, dadurch ge kennzeichnet, dass der Hilfsluftbehälter und der Steuerbehälter durch eine mit Rückschlagventil versehene Leitung ver bunden sind, so dass bei Schnell- und Notbremsungen bezw. Zugtrennungen Hilfs- behälterluft nach dem Steuerbehälter über strömen kann, damit der Steuerkolben erst bei völligem Entweichen des Zylinder druckes und des Hilfsbehälterdruckes in die der völligen Lösung der Bremse ent sprechende Lage zurückgehen kann.
    10. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 8 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass beim Laden die Luft aus dem Raum vor dem Steuerkolben durch einen engen Drosselkanal in den Steuerbehälter übertreten kann, während beim Vermindern des Drucks vor dem Kolben durch diesen diese Übertritts möglichkeit aufgehoben wird, so dass der Druck im Steuerbehälter als Überdruck zur Wirkung gelangen kann., 11. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Auslassorgan und der Steuerkolben in ihren Endlagen unabhängig voneinander gegen Weich dichtung anlegen.
    12. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüehen 1 und 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlasssteueror- gan mit kleinerem Durchmesser als das Auslassorgan ausgebildet ist. 13. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlasssteueror- gan gegen das Auslassorgan verstellbar eingerichtet ist und durch eine Aussparung ein Druckausgleich auf beiden Seiten des Einlasssteuerorganes eintreten kann.
    14. Druckluftbremse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die den Steuerkolben beeinflussende Feder um die zwischen Steuerkolben und Aus- und Einlasssteuer- organe geschaltete Feder gelegt ist und ' sich fest gegen das Gehäuse abstützt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195347B (de) * 1959-05-21 1965-06-24 Oerlikon Buehrle Holding A G Steuerventileinrichtung fuer Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1195347B (de) * 1959-05-21 1965-06-24 Oerlikon Buehrle Holding A G Steuerventileinrichtung fuer Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen

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