CH119324A - Verfahren zur Herstellung eines anti-diabetischen Produktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines anti-diabetischen Produktes.

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CH119324A
CH119324A CH119324DA CH119324A CH 119324 A CH119324 A CH 119324A CH 119324D A CH119324D A CH 119324DA CH 119324 A CH119324 A CH 119324A
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  Verfahren zur Herstellung eines     antl-diabetischen    Produktes.    Zweck vorliegender Erfindung ist eine       Substanz    in stabiler und konzentrierter Form  zu erhalten, welche die physiologischen und  therapeutischen Eigenschaften und Wirkungen  des aktiven     anti-diabetischen    Prinzips oder  Hormons des Pankreas besitzt, die zur Um  wandlung von Zucker im tierischen Körper  nötig sind und fähig sind, die     hauptsächlicbsten     nachteiligen Symptome von Diabetes     mellitus     zu beseitigen, und ferner diese Substanz in  sehr reiner Form und im wesentlichen frei  von unwirksamen oder schädlichen Stoffen zu  erhalten.  



  Nach der Erfindung wird das aktive  Prinzip oder Hormon durch eine geeignete  Niederschlagung von dasselbe verunreinigenden  oder verdünnenden, grösstenteils stickstoffhal  tigen, Substanzen getrennt, mit welchen es  in dem Pankreas vereinigt ist und von wel  chen es bisher auch nicht annähernd so voll  ständig, wie es jetzt möglich ist, getrennt  werden konnte.  



  Es wird seit langem angenommen, dass  das Pankreas oder die Bauchspeicheldrüse,    einschliesslich der Pankreas von Landtieren  und Knorpelfischen, und der verwandten  Drüsen     (Hauptinselzellen)    von Knochenfischen,  normalerweise als innere Sekretion ein aktives  Prinzip oder Hormon produziert, dass zur  Umwandlung von Zucker im tierischen Kör  per notwendig ist, und dass     diabetes        mellitus     entsteht, wenn diese Sekretion aufhört oder  ungenügend wird.

   Forscher haben jahrelang  umsonst versucht, dieses aktive Prinzip oder  Hormon von- dem Pankreas in einer Form  zu erhalten, welche mit Sicherheit angewendet  werden konnte und welche bei Anwendung  beim Menschen das     diabetiscbe    Syndrom be  seitigt, aber erst durch die Arbeiten von       Banting,    Best und     Collip    an der Universität  von Toronto wurde dieses Produkt erhalten.  



  Das Verfahren, welches diese Forscher  ausgebildet haben, umfasst die folgenden  Verfahrensstufen  1. Ausziehen des gemahlenen Pankreas,  bevor eine wesentliche Menge des darin ent  haltenen     anti-diabetischen    Hormons durch       Trypsin    oder andere Enzyme des Pankreas      zerstört wurde, mittelst eines geeigneten  Lösungsmittels wie z. B.     Alkohol,    welches  dieses Hormon extrahiert und     entweder    die  zerstörenden Enzyme, wie     Trspsin,        zurück-          lässt,    oder deren zerstörende     Wirkung    auf das       anti-diahetischeHormon    aufhebt oder in beiden  Hinsichten wirkt.  



  2. Ändern der     Lösungskonzentration     entweder mittelst des ursprünglichen Lösungs  mittels oder     finit    einem andern oder mit beiden  und Filtrieren, um durch     fraktionierte    Aus  fällung verschiedene der ursprünglich extra  hierten Komponenten zu trennen.

   Alkohol  wurde mit grösstem Erfolg bei der Ausfüllung  verwendet, und der Niederschlag, welcher bei  einer     Alkoholkonzentration    von 80 - 90     0:'0     erhalten wird, enthält, nachdem der vorher  bei einer niedrigeren     Alkoholkonzentration     erhaltene Niederschlag entfernt wurde, den  grössten Teil des     gewünschten        anti-diabeti-          schen        Hormons.     



  3. Lösen dieses bei einer     Alkoholkon-          zentration    von     80-9001o    erhaltenen und das  Hormon enthaltenden     Liederschlages    in  Wasser.  



  4. Normalisieren der     anti-diabetischen     Aktivität der so erhaltenen Lösung, wobei  als Einheit der     Aktivität,    auf welche nach  stehend Bezug genommen wird, diejenige  Menge gilt, welche, wenn sie einem normalen  Kaninchen von 1 kg Gewicht injiziert wird,  den     Blutzucker    unter 0,045     0,lllo    innerhalb 6  Stunden erniedrigt und     Zuckungen        hervorruft.     



  Das beste vor der jetzigen Erfindung her  gestellte Produkt hatte gewöhnlich einen  Gehalt an     Stickstoffrückständen    von     0,2    bis  1,0     mgr    per Einheit der     anti-diabetischen    Akti  vität, dieser Gehalt war sehr oft höher als  der angegebene;

   das Produkt enthielt auch  einige anorganische Salze und war überdies       häufig    und in unterschiedlicher Weise unsta  bil und veränderte sich manchmal in uner  klärlicher und nicht vorauszusehender -Weise,  so dass man sich auf seine     Wirksamkeit    nicht  verlassen konnte.

       Während    das Hormon selbst  wahrscheinlich     stickstoffartiger    Natur ist, so  bestand der Gehalt an     Stickstoffrückständen       nahezu ganz aus verunreinigenden Proteinen  oder deren     Abbauprodukten,    welche unter  gewissen     Umständen        unliebsame        Mrkungen,     wie     Empfindlichkeit    oder     Verhärtuny    an der  Injektionsstelle     hervorriefen.    Die vorhandenen       Verunreinigungen         wiesen    auch phosphorhaltige       Substanzen,

          Substanzen,    welche     Purin-          Gruppen    und     PS@rimidin-Gruppen    enthalten,  auf.  



  Durch vorliegende Erfindung ist es mög  lich, ein Produkt zu erhalten, das mit maxi  maler Sicherheit und mit     maximaler    Vor  ausbestimmung seiner     anti-diabetischen    Wir  kung angewendet werden kann. Dieses       Produkt    besitzt eine Stabilität, welche auch  nach     Ablauf    von mehr als drei     Monaten    keine       Verminderung        erftihrt_,    und ist von einer so  grossen Reinheit,     daf,)    unter den vielen Tau  senden von     Patienten,    bei welchen bis jetzt  das     Produkt        angewendet    wurde.,

   und     worunter     einige waren, bei     welchen    bei Behandlung  mit den besten bisherigen     Produkten        Emp-          findlichkeit    und Verhärtung eintrat, nicht ein  einziger Fall von     l;mpfindlichkeit    oder Ver  härtung oder andere schädigende     Wirkungen          bekannt    geworden     sind.     



  Nach     dune    Verfahren     gemäss        vorliegender     Erfindung stellt man die     -Wasserstoff-Ionen-          könzentration    einer Lösung des aus der Drüse  mittelst eines Lösungsmittels extrahierten  Hormons in die Nähe des     isoelektrischen     Punktes ein, bei     welchem    eine (las     anti-dia-          betischeHormon    enthaltende Substanz nieder  geschlagen wird, welcher Niederschlag von  der     Flüssigkeit    getrennt und in     M"asser,    das       chic        Säure    oder Base enthält;

   gelöst wird.  Untersuchungen     haben    gezeigt, dass der  Gehalt an     Stickstoffrückständen    in diesem  Niederschlag im Vergleich mit den bisherigen       Produkten    stark verringert ist und 0,1     mgr     per Einheit der     anti-diabetischen        Aktivität     beträgt und     häufig    sogar nur     0,005-0,0ä        mgr     per Einheit der     anti-diabetischen        Aktivität,

       während kein früheres Produkt bekannt ge  worden ist mit     einem    Gehalt an     Stickstoff-          rückstiin(len    von     f),1        nigr    per Einheit der       anti-diabetischen    Aktivität.

       Um    diesen     0rad     der     Reinheit        zii    erhalten, ist manchmal wieder-           Boltes    Ausfällen nötig abwechselnd mit Lö  sung der gebildeten Niederschläge, aber wenn  einmal dieser Grad der Reinheit annähernd  erreicht ist, so verursachen weitere Nieder  schlagungen keine wesentliche weitere Herab  setzung des Gehaltes an Stickstoffrückstän  den. Überdies ist dieser Niederschlag und  die aus ihm bereitete Lösung im wesentlichen  frei von wasserlöslichen Verunreinigungen,  wie anorganische Salze, Phosphor enthaltende  Substanzen, Substanzen, welche     Purin-    oder       Pyrimidin-Gruppen    enthalten;

   und welche in  dem nach den früheren Verfahren erhaltenen  Produkt in bemerkbaren     Mengen    vorhanden  waren. Die auf diese Weise erhaltene end  gültige     Lösung    ist völlig klar und in geringen  Mengen praktisch farblos wie Wasser, wäh  rend die bisherigen Produkte sogar in kleinen  Mengen deutlich gefärbt erschienen.  



  Anscheinend hängt diese grosse Reinheit  von der Tatsache ab, dass der Niederschlag  von     "anti-diabetischer        Substanz"    nur das  Hormon und mit demselben eng vereinigte  oder verbundene Substanz oder Substanzen  enthält, welche keine nachteilige Wirkung  auf die Stabilität,     Wirkungskraft    oder     anti-          diabetischen    Eigenschaften des endgültigen  Produktes haben, der grösste Teil der verun  reinigenden Substanzen (Proteine, Abbaupro  dukte der Proteine, andere     stickstoffhaltige     Substanzen, anorganische Salze,     etc.)    bleibt  in Lösung und wird von dem Produkt  getrennt.  



  Infolge der grossen Reinheit ist die Wir  kung bei der     Anwendung    des Produktes  nahezu, wenn nicht völlig, auf die. Aufhebung  des     diabetischen    Syndroms beschränkt, ohne  dass unerwünschte     Nebenwirkungen    (wie Ver  härtung oder Empfindlichkeit) eintreten.

      <I>Beispiel</I>       Schweins-Pankreasdrüsen    werden so gut  als möglich von dem ihnen anhaftenden Fett  gereinigt und in einer gewöhnlichen Wurst  maschine zerkleinert und gemahlen und  1 Pfund dieser gemahlenen Masse in     11/z-          fachem        Volumen        95        %        Alkohol,        zu.        welchem            0,2        %        Schwefelsäure        zugegeben        wurde,

          ge-          bracht.    Dieses Gemisch     lässt    man etwa zwei  Stunden lang stehen und filtriert es dann in  einer Zentrifuge. Darauf wird ein zweiter  Extrakt hergestellt mit einfacher Menge von       70%        Alkohol,        es        wird        wieder        filtriert        und     die beiden Extrakte werden gemischt. Das  Gemisch wird darauf auf     1/15    seines ursprüng  lichen Volumens eingedampft und dann fil  triert.

   Das wässerige Filtrat wird dann auf       80        %        Alkohol        gebracht,        wobei        Proteine        und     einige anorganische Salze ausgefällt werden.

    Nach der Filtration wird das Filtrat auf       93        %        Alkohol        gebracht,        wodurch        das        aktive     Prinzip ausgefällt wird, der Niederschlag  wird gesammelt und in säurehaltigem Wasser  gelöst, dem man     Natriumhydroxyd    zusetzt  -bis der     isoelektrische    Punkt erreicht und  das     anti-diabetische    Hormon niedergeschlagen  wird. Der Niederschlag wird wieder in säure  haltigem Wasser gelöst und nochmals aus  gefällt.

   Schliesslich wird .er in säurehaltigem  Wasser von     P.    gleich ungefähr 3 gelöst und  wird nach Passieren von     Berkfeld-Filtern    in  5 cm'     Alnpulen    gefüllt.  



  Wenn die     Wasserstoff-Ionenkonzentration     des fertigen Produktes innerhalb des PH Be  reiches von etwa 4-7 liegt, so findet eine  Herabsetzung der     anti-diabetischen    Wirkungs  kraft der Lösung in einem Masse statt, welche  mindestens teilweise von der Wasserstoff  Ionenkonzentration abhängt. Möglicherweise  ist diese Herabsetzung zum Teil eine Folge  der zerstörenden Wirkung stickstoffhaltigen  Verunreinigungen in der Lösung; aber min  destens ein grosser Teil ist nicht das Resultat  der Zerstörung des Hormons, sondern der  langsamen Bildung eines Niederschlages,  welcher das     anti-diabetische    Hormon enthält  und dadurch die Wirkung der Lösung herab  setzt.

   Der Umfang und die Geschwindigkeit,  mit welcher die Bildung des Hormonhaltigen  Niederschlages erfolgt, ändert sich mit der       Wasserstoff-Ionenkonzentration    der Lösung  und die beiden steigen an, wenn sich die  Konzentration dem     isoelektrischen    Punkt  von irgend einer der beiden Seiten aus nähert.  Wenn die Lösung weniger Verunreinigungen      enthält, so ist der     isoelektrische    Punkt we  niger genau begrenzt, der Niederschlag bildet  sich rascher und dessen Menge vergrössert  sich.

   Der Niederschlag fängt an, sich unter  günstigen Bedingungen, bei     P"    von ungefähr  =4     zri    bilden, erreicht einen maximalen  Wert bei PH von etwa     4.5-5.5    und ist  nahezu völlig wiedergelöst bei PH von etwa       6.5-7,    ausser wenn die Konzentration der       Verunreinigungen    so hoch ist, dass der sich  sonst bildende Niederschlag in Lösung bleibt,  in diesem Falle braucht die Lösung nur  verdünnt zu werden und der Niederschlag  wird sich bilden.  



  In vorliegender Erfindung wird daher, um.  die stabile und gereinigte     ariti-diabetische     Substanz zu erhalten, ein Verfahren einge  schlagen, bei welchem     Nutzanwendung    von  gerade diesem Niederschlag bildenden Bestre  ben, das früher Schwierigkeiten verursachte,  gemacht wird.  



  Obgleich es nicht     notwendig    ist, ist es  zweckmässig,     bei    der Anwendung des vor  liegenden Verfahrens von dein Produkt, das  als endgültiges Produkt durch die bisherigen  Verfahren erhalten wurde, auszugehen. Die  Begründung hierfür liegt darin, dass die Wirk  samkeit des Verfahrens zur     isoelektrischen     Ausfällung einer     Substanz,    welche das     anti-          diabetische    Hormon enthält, gesteigert wird,  in dem Masse in welchem das Hormon frei  von     verunreinigenden    Substanzen in der  Lösung ist, in welcher der Niederschlag er  zeugt wird;

   obwohl das Verfahren zur     iso-          elektrischen    Ausfällung mit gutem Erfolg  auf Lösungen angewendet werden kann,  welche vor Erreichung der durch die bishe  rigen Verfahren erzeugten endgültigen Lö  sung erhalten werden, so wird vorgezogen,  es bei solchen bisherigen endgültigen     Ver-          fahren    anzuwenden, da der Hauptteil der  Verunreinigungen durch diese bisherigen Ver  fahren sehr erfolgreich beseitigt wurde.  



  Auch bei diesem beispielsweise     ange-          führten    Verfahren wird die     Wasserstoff-Ionen-          Konzentration    der Lösung, welche Lösung,  wie vorstehend bemerkt, zweckmässig die       Lösririg    des bisherigen endgültigen Produktes    ist, auf die Nähe des     isoelektrischen    Punktes  eingestellt,     uni    die     anti-diabetische    Substanz  in sehr reiner und sehr stabiler Form und  aus den mit ihr in der Lösung vereinigten  Substanzen niederzuschlagen, welche Sub  stanzen bei der Ausfällung aus der Lösung  das     anti-diabetische    Hormon einschliessen oder  mit ihnen vereinigt haben,

   wobei es gleich  gültig ist, ob diese Substanzen selbst das  Hormon sind; am     isoelektrischen    Punkt liegt       Prr,    zwischen 4 und 7. In der vorliegenden  Beschreibung und in einigen der Ansprüche  wird der Ausdruck     ,,anti-diabetische    Substanz"  verwendet, um als     (_Tattungsbegriff    das     anti-          diabetisclie    Hormon entweder allein oder in  Vereinigung mit etwas anderem, das durch  die     Ausziehung    aus dem Pankreas erhalten  wurde, zu bezeichnen.

   Ist     P.    zu niedrig, so       kann    es durch     Beifügen    von Alkali,     zweck-          mässig        Natriumhy        droxyd,    erhöht werden, bis  der     isoelektrische    Punkt angenähert erreicht  wird, während bei zu hohem     P.    Säure, vor  zugsweise Salzsäure beigefügt werden kann.

    Während der Bildung des Niederschlages  kann eine     Änderung    in der     Wasserstoff-Ionen-          konzentration        eintreten,    es ist jedoch nicht  nötig,     P,I    konstant     zii    halten;

   dein obwohl  der     isoelektrische        Punkt    irgendwo zwischen  4. 5 und 5. 5 auf der     Prr        Skala    liegt, genauer  lässt sich dies nicht angeben, so wird der  Niederschlag in grösserem oder geringerem       Masse    innerhalb des     PH    Bereiches von 4-7  erhalten, so dass irgend eine Wasserstoff  Ionenkonzentration innerhalb dieses Berei  ches verwendet werden     kann.    Bis jetzt  wurden die besten Resultate mit     P"    zwischen  4.5 und 5.5 erhalten.

   Nachdem     PFI    so nahe  als möglich auf den     isoelektrisclien    Punkt  gebracht wird, wird die Lösung zwecks Bil  dung des Niederschlages stehen gelassen.       Zweckmässigerweise    lässt man die Lösung  mehrere Tage oder eine Woche lang stehen,  obwohl ein trennbarer Niederschlag innerhalb  einiger Stunden erhalten werden     kann.    Wenn  der Niederschlag sich nur langsam oder gar  nicht bildet, so wird die Lösung verdünnt,  wobei man die zum Erscheinen des Nieder  schlages nötige Wasserstoff-Ionenkonzen-           tration    aufrecht erhält.

   Von Zeit zu Zeit  wird der- Niederschlag entfernt und die  Wasserstoff     -Ionenkonzentration        zweckrnässi-          gerweise    wieder auf das optimale     P.    gebracht,  wodurch weitere Niederschlagsmengen erhalten  werden. Um die Bildung dieses Niederschlages  zu beschleunigen, ist es von Vorteil, wenn  die Lösung gekühlt wird solange sie stehen  gelassen wird.  



  Die auf diese Weise erhaltenen Nieder  schläge werden in Wasser, das entweder eine  Säure oder eine Base enthält, gelöst, wobei  zweckmässig als Säure Salzsäure und als Base       Natriumhydroxyd    verwendet wird. Diese  Lösung ermöglicht die     hypodermische    An  wendung des Produktes. Die Wasserstoff  Ionenkonzentration der so erhaltenen Lösung  wird auf irgend ein gewünschtes     P"    gebracht.

    Für die meisten Zwecke wird dies ein PH  sein, welches ausserhalb dem     P"    Bereich von  4-7; bei welchem die Niederschlagsbildung  erfolgt, liegt, so dass das Hormon in Lösung  bleibt; es hat sich herausgestellt, dass ein       PI,    von 3.5 für gewöhnliche therapeutische  Zwecke geeignet ist; PH kann aber noch  niedriger sein und es kann mit     P":    auf 2  heruntergegangen werden, wobei der Gehalt  an Säure noch nicht genügend ist, um bei  der Anwendung übertriebenes Stechen zu  verursachen, wenn Salzsäure verwendet wird.  Für bestimmte Zwecke kann ein höheres PH  verwendet werden, entweder innerhalb des       isoelektrischen    Bereiches oder darüber, es  wurden bereits Lösungen mit     P.=12    wirk  sam verwendet.

    



  Die     Gesamtzahl    an Einheiten von wirk  samen     anti-diabetischen    Substanzen, welche  nach vorliegendem Verfahren gewonnen wer  den, beträgt manchmal     901/o    von der in der    Lösung vor der Ausfällung vorhandenen. Sie  ändert sich mit der Vollständigkeit der Aus  fällung und kann auf folgende Arten erhöht  werden: Durch Verwendung eines reineren  Ausgangsproduktes; durch längeres     Stehen-          lassen,    durch Erniedrigung der     Temperatur     während dem Stehenlassen, und besonders  dadurch, dass man näher an den     isoelektri-          schen_    Punkt gelangt.

   Der Verlust an     anti-          diabetischer    Aktivität kann verhältnismässig  gering gehalten werden, wenn vorstehende  Punkte berücksichtigt werden und ist auf  alle Fälle aufgewogen durch die vielfach  erhöhte Stabilität und Reinheit des Produktes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung des aktiven arrti-diabetischen Hormons des Pankreas und verwandter Drüsen in reinem Zustand, da durch gekennzeichnet, dass man die Wasser stoff -Ionenkonzentration einer Lösung des aus der Drüse mittelst eines Lösungsmittels extrahierten in die Nähe des iso- elektrischeri Punktes einstellt, bei welchem eine das anti-diabetische Hormon enthaltende Substanz niedergeschlagen wird, welcher Niederschlag von der Flüssigkeit getrennt und in Wasser, das eine Säure oder Base enthält, gelöst wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das beim Extra hieren des Hormons erhaltene Produkt durch fraktioniertes Ausfällen reinigt, bevor die Wasserstoff -Ionenkonzentration eingestellt wird.
CH119324D 1923-03-02 1924-02-29 Verfahren zur Herstellung eines anti-diabetischen Produktes. CH119324A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742719C (de) * 1940-02-14 1943-12-14 Gunter Raffegerst Dipl Ing Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung des den Blutzucker senkenden Hormons und von Fermentpraeparaten aus tierischem Pankreas

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE742719C (de) * 1940-02-14 1943-12-14 Gunter Raffegerst Dipl Ing Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung des den Blutzucker senkenden Hormons und von Fermentpraeparaten aus tierischem Pankreas

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