CH119552A - Verfahren und Anordnung zur Verbesserung der Wirkung elektrischer Induktionsapparate, insbesondere für Spulenzündung an Verbrennungsmotoren. - Google Patents

Verfahren und Anordnung zur Verbesserung der Wirkung elektrischer Induktionsapparate, insbesondere für Spulenzündung an Verbrennungsmotoren.

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CH119552A
CH119552A CH119552DA CH119552A CH 119552 A CH119552 A CH 119552A CH 119552D A CH119552D A CH 119552DA CH 119552 A CH119552 A CH 119552A
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  Verfahren und Anordnung zur Verbesserung der Wirkung elektrischer     Induktions.     tipparate,     insbesondere    für     Spulenzündnng    an Verbrennungsmotoren.    Die bekannten Induktionsapparate leiden  an den folgenden Übelständen:

    Wenn die Dauer der Einwirkung des pri  mären Stromes bei den einzelnen     Magnetisie-          rungen    nicht konstant ist, wie zum Beispiel  bei den meisten sogenannten     Batteriezündan-          lagen    für     Explosionsmotore    mit wechselnden  Drehzahlen, so kann ein optimales Verhältnis  zwischen den Massen von Eisen, Kupfer und  primärer Stromquelle und Löschkondensator  am Stromunterbrecher nur für eine ganz be  stimmte     Stromschlussdauer    hergestellt wer  den, für alle andern     Stromschlussdauern    sind  daher die Abmessungen der Zündanlage  falsch.

   Kennzeichnend hierfür ist die Tat  sache, dass diese Einrichtungen bei langsamer       Funkenfolge    unverhältnismässig viel     Ström     verbrauchen; dagegen bei hohen Unterbre  chungsfolgen zu wenig Energie aufnehmen.  Wirtschaftlich kann für die meisten An  wendungsgebiete eine     Induktoranlage    nur  dann sein, wenn sie stets gleichbleibende       Sekundärleistung    bei jedem Einzelimpuls er-    zeugt, also bei hohen Impulszahlen mehr  Energie aufnimmt als bei niederen.  



  Die Eisenkerne der Induktionsapparate  sind     bekanutich    bisher im Gegensatz zu  denen der technischen Transformatoren eigens  so ausgebildet, dass sie den Kraftlinien nicht  gut geschlossene Eisenwege bieten, sondern  starke Streuung besitzen, damit ein genü  gend steiler und tiefer Abfall des nach Un  terbrechung des Primärstromes sich selbst  überlassenen Feldes stattfinden kann, denn  hierzu ist normalerweise die     entmagnetisie-          rende    Wirkung der freien Pole erforderlich.  Ausserdem arbeitet man mit sehr geringer  Sättigung des Eisens.

   Andernfalls würde von  jedem Impuls ein Restbetrag an     remanentem     Magnetismus zurückbleiben, was bei höheren  Impulszahlen zu einem starken Anwachsen  des Primärstromes bei sehr schlechter Sekun  därleistung führen -würde.  



  Die Folge der Verwendung von Eisen  kernen mit derartig unvollkommenem     Eisen-          sehlul3    und so geringer Sättigung ist aber,      dass sehr     viel    Hupfer aufgewandt      -erden     muss und dass der     Wirkungsgrad    der Anlagen  sehr gering ist.  



       Anderseits    würden technisch bestens kon  struierte, den höchsten sekundlich - vorkom  menden     Stromstosszahlen    entsprechend be  rechnete Transformatoren mit geschlossenen  Kernen bei geringen sekundlichen Stromstoss  zahlen wegen der damit in der Regel ver  bundenen viel zu langen     Stromschlussdauer     in vielen Fällen, zum Beispiel für einen ge  regelten Betrieb von     Motorzündanlagen    un  brauchbar sein.  



  Am besten ist bisher die Aufgabe, die       einzelnen    Impulse unter sich gleich zu hal  ten, bei den bekannten     Summerspulen    gelöst.  Bei diesen sind die einzelnen Impulse, deren       Stromschlussdauer    durch einen vom Primär  strom gesteuerten elektromagnetischen Un  terbrecher geregelt wird, in ihrer Stärke ein  ander gleich, solange nicht sehr hohe Unter  brechungsziffern verlangt werden und die  Sättigung des Eisens nicht zu stark ist.  



  Für viele Zwecke, zum Beispiel für die       .l,lotorzündung,    ist es jedoch     unnützlicli,    eine  Reihe von Hochspannungsimpulsen noch  nach Eintritt der gewünschten Momentan  vrirhung, zum Beispiel der Entzündung des       Gases    zu erzeugen. Es wäre im Gegenteil  nützlicher, die ganze Elektroenergie einer  Gruppe von Impulsen auf einen einzigen  Augenblick zu konzentrieren.  



  Gemäss der Erfindung werden die vor  stehend geschilderten Übelstände durch ein  neues Verfahren beseitigt, das darin besteht,  dass' nach Beschickung des     Primärl@reiscs     durch einen Speisestrom der Primärstrom  kreis sieh mittelst eines     Hilfsunterbreeliers     selbst mindestens teilweise unterbricht     und     solange unterbrochen gehalten wird, bis der  Speisestromkreis durch andere Organe ge  öffnet wird.  



  Auf der Zeichnung sind verschiedene  Anordnungen zur Ausführung des Verfah  rens schematisch in den     Fig.    2 bis 5 darge  stellt. Die     Fig.    1 zeigt als Gegenbeispiel die  bekannte     Summerspule.       In 1     bedeutet    1 die     Stromduelle,     einen beliebig     betätigten        Stroin.schalter,    zum  Beispiel den     von    einem     Explosionsmotor        -P-          steuerten        r-nterbrreelier;

      3a und     901)    sind die  Kontakte des     Hanirnerunterbrechers    93;     l    ist  der     übliche        Löschkondensator,    5 der Eisen  kern eines     Induktors.    der den     Hanimerunter-          brecher        elel@troniagnetiseli        steuere:

      und die  primären     Windungen        C)    und die     sekundären     7     tr        ä.gt.        ea    und     8b        sind    die Enden der Se  kundärwindungen.  



  Die Fit. 1     entspri@@lit    dem bekannten       Schema,    das zum Beispiel zielen     Motorziind-          anlaeri    zugrunde     lie-,t.        Kaeh        Schliessung     des     Kontal_;

  tes    bei ? umfliesst der Batterie  strom den     Eisenkern    und sobald die     Magne-          tisierung        soweit        vorgeschritten    ist, dass der       -Widerstand    der     elastischen        Cxegenwirliting,     welche die     Kontakte    3a,     3b        zusammendrüclzt,          überwundere    wird, wird der Kontakt 3a,     3b     durch Anziehung des     Ankers    in bekannter       Weise    unterbrochen.

   Der     Löschkondensator     $ begünstigt die möglichst plötzliche Strom  unterbrechung. Dann ist das     3lagnetf-@ld    sich  selbst überlasen, und es entsteht eine der       Gesclnvindigkeit    des Abfalles, der     Win-          dungszahl    der     Sekundärspule    und der     Stärke     des Ma     -,netfeldes        entsprcehende        Spannung    an  den Enden 8a und     81,    der     Sekundä.rwiehlilng     7.

   Bekanntlich wird     ausserdem    die an den  Enden 8a, 8b     verfügbare    momentane     Höcbst-          leistung    durch die     Kapazitäts-    und     Selbstin-          duldionsverbält,nisse    sowohl des über den       Kondens < ü,ir    1     ge.schlosen    gebliebenen Pri  märkreises,     als    des Sekundärkreises stark     be-          e        inf        lusst.     



  Der Anker wird na     eli    der     Offniin"@        (:-s          Unterbrechers    3a,     3''    sofort in     seine        ItulielagF          ztiriicligefiihrt    und durch den     nunmehr        -tvie-          derum        entstehenden        @Ir@gnetisierung@simpuls          vieder    vom     Eisenkern    angezogen     und        sn     fort,

   solange der     Bontakt    2     neschl@@ssen     bleibt.  



  Um     dieses        wiederlinlte    Anziehen und Los  lassen des Ankers 3 zu     verhindern,    wird zu  der     Anordnung    nach     Fiz.    1 die in     Fiv.        .\t     dargestellte     Hilfssp_ile    9     hinzugefügt.    , Sie  sitzt     zweel_mässig    auf dem dein Anker zu-e-      kehrten Ende des Eisenkernes 5 und kann  mit ihren Enden an den Punkten 9a, 9b  parallel zu den Kontakten. 3a,     3b    angeschlossen  sein. Solange der Kontakt 3a, 3b geschlossen  ist, bekommt diese Spule keinen Strom, hü t  also auch keine Einwirkung auf den Anker.

    Erst nach Unterbrechung des Kontaktes 3a,  3b erhält sie Strom und magnetisiert daher  das Ende des Kernes 5. Die Spule 9 ist so zu  bemessen, dass' sie     instande    ist, den einmal  angezogenen Anker 3 an der Rückkehr in  die Ruhelage zu verhindern. Dabei ist mei  stens darauf Rücksicht zu nehmen, dass der  Zum Festhalten des Ankers dienende Strom so  klein wie möglich sein soll, anderseits aber,  dass die Selbstinduktion der Spule 9 auch  nicht zu gross wird, damit das erforderliche  Feld schnell genug hergestellt wird.

      Die Aufgabe dieser Haltespule, die statt    bei 9a bei entsprechender Bemessung auch  in der in     Fig.    2     punktiert        dargestellten     Weise an die Stellen 9b, 9e angeschlossen  werden kann, besteht also nur darin., den  Anker nach einmal geschehener     Stromunter-          brechung    solange angezogen zu halten, bis  der Kontakt bei 2 wieder geöffnet wird.

    Das Anzugsmoment des Kernes auf den       Anker    durch den Hauptstrom soll sie zweck  mässig nicht wesentlich unterstützen, weil       s#@nst    die     Stromschlussdauer    der Kontakte     3a,     3b nicht mehr genügend von dem Haupt  felde in Abhängigkeit steht.

   Durch     sinnge-          il;ässe        Abgleichung    der Selbstinduktion und  Gier     Amperezvindungen    der Hilfsspule 9 zur       1=Iaup        lspule        lä,sst    sich der Zustand erreichen,  dass das Kraftfeld der Hilfsspule gerade nur  so schnell ansteigt, dass das Hauptfeld in Be  zug auf das Anzugsmoment auf dem Anker  vorherrschend bleibt.  



  Mit dieser Anordnung erreicht     man    also,  dass bei jeder .Schliessung des Kontaktes 2  nur ein     Magnetisierungsimpuls    erfolgt und  dass die Stärke dieser untereinander stets  gleichen Impulse bei gegebener Spannung  und     "fiTindungszahl    nach Wunsch durch Ver  änderung der die Ankerkontakte     3a,    3b       schliessenden    Gegenkraft einstellbar ist.    Dieses Verfahren zur genauen Gleichhal  tung der     Magnetisierungsimpulse    unterein  ander lässt die verschiedenartigsten Ausfüh  rungsmöglichkeiten zu.

   Erwähnt sei nur,  dass zum Beispiel die Hilfsspule 9 nicht auf  demselben Kern mit der Hauptspule zu  sitzen braucht, sondern auf einem besonderen  Kern angebracht sein     kann,    ferner     da.ss    sie  sogar so angeordnet sein kann, dass sie den  Anker direkt magnetisiert. Ferner könnte,  nachdem einmal der Anker     durch    den Haupt  strom angezogen ist, die Aufrechterhaltung  der Stromunterbrechung bei 3a, 3b bis zum  Augenblick der Öffnung des Kontaktes 2  auch durch andere elektrische oder selbst  durch mechanische     Sperreinrichtungen    ge  schehen.

   Auch sogar die Unterbrechung des  Hauptstromes könnte     statt    durch das Mag  netfeld durch andere bekannte von der       Stromstärke    abhängige Vorgänge ersetzt  werden.  



  Dieses neue Verfahren erlaubt nun, die  Primärwicklung und den Kern so auszufüh  ren, wie sie rechnerisch am besten der ge  wünschten Sekundärenergie bei der durch  die gewünschte Zahl der Hochspannungsim  pulse gegebenen kürzesten     Stromschlussdauer     entspricht. Das bedeutet, dass Kupfer und  Eisen der Anlage, sowie der     Löschkondensa-          tor    und die Betriebsenergie voll ausgenutzt  werden können.  



  Praktisch wird<U>man</U> die Bemessung des  Kernes und der Primärwicklung für Zünd  zwecke meistens sogar so zu wählen haben,  dass sich das im Eisen gewünschte Feld in  noch kürzerer Zeit als derjenigen aufbaut,  welche sich rechnerisch aus der Anzahl der       Zündimpulse    je Zeiteinheit ergibt.  



  Die für das vorliegende Verfahren gün  stigsten Spulen haben, zum Beispiel für Mo  tore mit grosser sekundlicher     Zündimpuls-          zahl    eine Primärwicklung von so kleiner       Selbstinduktion    und so geringem Wider  sta.nde,     da.ss    sich ihre Benutzung als normal,  also ohne     Hilfsunterbrecher    arbeitende     Zünd-          spüle    verbieten würde.  



  Aus den primären Abmessungen ergeben  sich entsprechend kleine     .Abmessungen    für      die sekundäre Spule, also für beide Spulen  eine erhebliche Kupferersparnis trotz gestei  gerter Zündleistung.  



  Soll nach dem beschriebenen Verfahren  ein Induktor mit geschlossenem Eisenkern       betrieben    werden, so kann man entweder in       bekannter    Weise ein geringes Streufeld, zum  Beispiel durch Vorsprünge am Eisenkern er  zeugen, welches das Anzugsmoment auf den  Anker bestimmt, oder man benutzt für An  zugs- und Haltemoment einen vom Haupt  kern getrennten Kern, der vom     Hauptstrom     in Reihe mit dem Induktor umflossen wird.  



       Fig.    3 zeigt eine derartige Schaltung.  Hierin bedeuten: 1 die Stromquelle, 2 den       Ha.uptunterbrecher,    3 den Anker des     Hilfs-          unterbrechers    mit den Kontakten     3a,    3b, 4  den Löschkondensator,     5a    den Eisenkern, der  den Anker 3 bewegt, mit der Zugwicklung       6a    und der Haltewicklung 9. 5 ist der Eisen  kern des Induktors mit der Primärwicklung  6 und der Sekundärwicklung 7, deren Enden  bei     8a    und 8b dargestellt sind.

   10 ist ein se  kundär eingeschalteter Stromunterbrecher,  dessen Aufgabe später abgehandelt werden  wird, 11 ist ein Verteiler, durch den die  Zündkerzen 12 abwechselnd gespeist wer  den. 13 sind Anschlüsse an die Motormasse.  



  Die     Arbeitsweise    dieser Schaltung ist  folgende:  Der Hauptschalter 2 schliesst den Bat  teriekreis über die     niederohmige    Zugwick  lung     5a    des     Hilfsunterbrechers,    die Anker  hontakte     3a,    3b und die Primärspule 6 des  Transformators. Die Magnetfelder in den  Eisenkernen 5 und 5a entstehen also in di  rekter Abhängigkeit voneinander, weil sie  von demselben Strom durchflossen werden.  



  Sobald das Feld im Kern 5a stark genug  geworden ist, um die regelbare elastische  Gegenkraft des Ankers 3 zu überwinden,  wird der Kontakt     3a,    3b und dadurch der  Hauptstrom unterbrochen. Dies geschieht,  falls die elastische Gegenkraft unverändert  bleibt, immer bei der gleichen Feldstärke des  Kernes 5, vorausgesetzt, dass die     Magnetisie-          rung    der Kerne 5 und 5a immer bei dem  gleichen magnetischen Anfangsstadium be-         ginnt.    Der Haltewicklung 9 fällt hiernach  wiederum die Aufgabe zu, den     Hauptstrom     solange unterbrochen zu halten, bis der  Hauptschalter 2 sich geöffnet hat.

   Sowohl  bei dieser Anordnung als bei der in     Fig.     dargestellten lässt sich die Haltespule 9 be  züglich     Widerstand    und Selbstinduktion so  bemessen und so anordnen, dass sie eine ge  wisse verzögernde     Wirkung    auf das Anzugs  moment des Kernes 5a ausübt, die für die  Erreichung einer verlängerten Kontaktdauer  bei 3a, 3b ausgenutzt werden kann.  



  Die Ursache dieser Verzögerung ist, dass  die Spule 9 bei der Magnetisierung des Ker  nes     5a    durch die Spule 6a als     Kurzschluss-          wicklung    wirkt. Daher ordnet man zweck  mässig die Haltespule 9, wie in     Fig.    3 ge  zeigt, zwischen dem anziehenden Eisenpol  und der Zugspule     6a    an. Man kann daher die  Kontakte     3a,    3b starr mit ihren Trägern ver  binden, anstatt, wie üblich, zur Erzwingung  längerer Kontaktdauer eine Federung der  Kontakte vorzusehen.  



  Der Grund, warum die Sättigung des  Eisens bisher bei Induktoren für     _    hohe Im  pulszahlen sehr gering gehalten werden  musste, ist,     da.ss    bei den häufigsten Verwen  dungsarten der Induktoren der äussere Wi  derstand der Sekundärseite nicht konstant ist,  sondern nach Einsetzen der Entladung stark  abfällt, wie dies zum Beispiel bei     Liehtbo-          genbildung        normalerweise    eintritt.

   Daher  wirkt die sekundäre     )Vieklung    normaler  weise gleich nach Einsetzen des Fun  kens als quasi     Kurzschlusswicklung    für  den Eisenkern und verhindert den sofor  tigen Abfall des Feldes     umsomehr,    je grösser  die sekundäre Stromstärke wird, so dass die  Magnetfelder sich zeitlich überlappen. Nach  früheren Vorschlägen     beseitigt    man diesen  Übelstand dadurch, dass man den sekundären       Stromfluss    periodisch durch einen geeigneten       Stromunterbrecher    unterbricht und wieder  schliesst, so dass der Sekundärstrom in Form  von     Partialentladungen    des Magnetfeldes auf  tritt.

   Die dadurch erzeugten ausserordentlich  schnell aufeinanderfolgenden Unterbrechun  gen des Sekundärstromes innerhalb jedes           Spannungsimpulses    des Induktors verhüten  wirksam das Auftreten von solchen Kurz  schlussströmen, welche den Abfall des Mag  netfeldes schädlich - verzögern könnten, so  dass man bei- Anwendung eines geeigneten  Sekundärstromunterbrechers mit bedeutend  stärkerer Sättigung des Eisens gegenüber  dem Normalzustand arbeiten kann.  



  Diese. Wirkung der periodischen Unter  brechung des     sekundären    Stromflusses er  laubt nun nicht nur eine bessere Ausnutzung  der Felder von Induktoren mit der üblichen  magnetischen Streuung, sondern auch die  Anwendung praktisch streuungsloser Trans  formatoren an Stelle der üblichen Funken  induktoren.  



  Bekanntlich ist     die        Remanenz    bei     ge-          chlossenen    Eisenkernen sehr viel grösser als  bei offenen. Die Anordnung eines-auf den       Stromfluss    der Sekundärspule wirkenden Un  terbrechers, wie er schematisch bei 10 in       Fig.    3 dargestellt ist, bewirkt, dass auch bei  hoher Sättigung des Eisens und bei geschlos  senen Eisenkernen der     .Abfall    des sich selbst       @iberlassenen    Magnetfeldes plötzlich und bis       ,auf    Null geschieht,

   während ohne die perio  dischen Unterbrechungen des Sekundärstro  mes nach jedem     Magnetisierungsimpuls    des       Primärstromes    ein hoher Rückstand an       raftlinien    im Eisen verbleiben würde.  Nach bekannten Vorschlägen des     Anmelders     lässt sich die periodische Unterbrechung des       Sekundärstromes    während jedes     Hochspan-          inangsimpulses        besonders    einfach dadurch er  reichen, dass man eine Reihe ausserordentlich  kurzer Funkenstrecken als selbsttätig wir  henden     Unterbrecher-    wie bei 10     Fig.    3 in  den Sekundärkreis schaltet.  



  Da bei dem vorliegenden Verfahren die  magnetischen     Kraftflüsse'    der einzelnen     Im-          pul    se untereinander immer gleich sind, so  kann man auch die ganze Sekundärleistung  ,jedes Primärimpulses in einem Kondensator  geeigneter Grösse sammeln und in Form  einer einzigen starken Entladung an Stelle  der     Partialentladungen    verausgaben,. wo der  Anwendungszweck dies erwünscht macht.  Der vollständige plötzliche Abfall des Mag-         netfeldes    erfolgt auch dann selbst bei ge  schlossenen Eisenkernen.  



  Das neue Verfahren gestattet ausser den  vorstehend beschriebenen Massnahmen - und  Schaltungen auch die folgenden Schaltun  gen, insbesondere für Zündzwecke.  



  Statt wie in     Fig.    3 dargestellt, den üb  lichen vibrierenden     Primärunterbrecher    2       -Lind    einen     SekundärverteiIer    11     zu-verwen-          den,    kann man nach     Fig.    4 beispielsweise  einen rotierenden     Schleifunterbrecher    15 ver  wenden, der gleichzeitig- als Verteiler wirkt,  wenn man, wie dargestellt, ebensoviel Zünd  spulen 16 mit dem Sekundärpol -17 \anwen  det, wie Zündstellen 18 vorhanden sind;

   oder  in bekannter eise die halbe -Anzahl von  Spulen,     wenn    beide Sekundärpole der Spulen       berausbeführt    oder auf andere Weise je- zwei  Kerzen in Serie geschaltet- sind. Will -man,  wie dargestellt, nur einen     Hilfsunterbrecher     14 verwenden, so legt man     ihn;    in eine- Stelle  der Leitung vor oder hinter der Verzweigung  der     Zündspulenkreise    und benötigt daher im  Gegensatz zu den bekannten     Zündeinrich-          tungen    mit Primärverteiler und vibrierendem       Hilfsunterbrecher,    zum Beispiel der bekann  ten Zündeinrichtung der     Fordmotoren;

      nur  einen     Hilfsunterbrecher    14 und einen     Lösch-          kondensator    4.  



       Fig.    4 zeigt eine solche Anordnung, wo  rin 14 der     Unterbercher    mit den Kontakten       3a,        3b    und 14' ein um seine     Mittelare     schwingender zweiarmiger Hebel ist, an des  sen einem Ende die den Anker 3 des Unter  brechers beeinflussende Feder befestigt -ist,  während am andern Ende eine Stellschraube  zum Regulieren der Federspannung sitzt.  



  Selbstverständlich kann man aber auch,  statt den     Hilfsunterbrecher.14    zu verwenden,  jede der Spulen 16 nach     Fig.    2 ausbilden.  



  Schliesslich sei noch bemerkt, dass für  die Ausführung des vorliegenden Verfah  rens auch für manche Zwecke die Zugspule  allein ausreichend ist, wenn man, wie     Fig.     



  dies als Beispiel zeigt, die Zugspule 6  selbst als Haltespule für den Anker schaltet,  indem man, statt den Strom der Zugspule  zu unterbrechen, beim Öffnen des Kontaktes      3a,     3b    lediglich eine Schwächung des Stro  mes durch Einschaltung eines Widerstandes  bei 19 erzeugt.

Claims (1)

  1. <B>PATENT</B> ANSPRüCHE I. Verfahren zur Verbesserung der \V ir- kung von Induktionsapparaten, insbe sondere für Spulenzündung an Verbren nungsmotoren, dadurch gekennzeichnet, dass nach Beschickung des Primärkreises durch einen Speisestrom der Primär stromkreis sich mittelst eines Hilfsunter brechers selbst mindestens teilweise un terbricht und solange unterbrochen ge halten wird, bis der Speisestromkreis durch andere Organe geöffnet wird.
    <B>il.</B> Anordnung zur Ausübung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die selbsttätige, wenigstens teilweise Unterbrechung des Primärstromkreises durch die magne tische Wirkung des Kernes einer Spule auf einen als Hilfsunterbrecher ausgebil deten Anker geschieht, worauf der An ker solange in einer die Stromunterbre chung sichernden Lage festgehalten wird, bis der Hauptschalter geöffnet ist und dass hierauf der Anker wieder in seine Anfangslage zurückgeführt wird. UNTERAX7SPRtlCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss so starke Mag netfelder verwendet werden, dass' diese sich normalerweise untereinander zeitlich überlappen würden und dass die Überlap- pung der sich folgenden Magnetimpulse durch die Einwirkung eines zweiten ,Stromunterbrechers verhindert wird, wel cher den die tberlappungen verursachen- den Sekundärstrom in sehr schneller Folge innerhalb jedes Magnetfeldabfalles mehr mals unterbricht und schliesst. ?.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Sekundärkreis ein so grosser Kondensator parallel geschaltet ist, dass praktisch die ganze Leistung der Spule vor der Entladung im Kondensator auf gespeichert wird. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Induktions spulen Transformatoren mit geschlossenen Eisenkernen verwendet werden.
    .l. Anordnung nach Patentansprueh 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Festhal tung des Ankers in der Unterbrechungs- stellung ebenfalls elektromagnetiseh ge schieht und dass der hierfür benötigte, gegen den Hauptstrom geringe Strom erst durch den Hauptschalter unterbrochen wird. 5. Anordnung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass der Anker durch ein vom Hauptfeld getrenntes Hilfsfeld, das aber ebenfalls durch den Hauptstrom erzeugt wird, betätigt wird, so dass die Hilfsunterbrecheranordnung räumlich vom Induktor getrennt ist. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5 für Motorzündung, da durch gekennzeichnet, dass eine Hilfsun- terbrecheranordnung in Verbindung mit einem gleichzeitig als Verteiler wirken den Unterbrecher und mehreren Zünd- spulen Verwendung findet.
CH119552D 1925-10-29 1926-03-04 Verfahren und Anordnung zur Verbesserung der Wirkung elektrischer Induktionsapparate, insbesondere für Spulenzündung an Verbrennungsmotoren. CH119552A (de)

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CH119552D CH119552A (de) 1925-10-29 1926-03-04 Verfahren und Anordnung zur Verbesserung der Wirkung elektrischer Induktionsapparate, insbesondere für Spulenzündung an Verbrennungsmotoren.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1064292B (de) * 1956-01-19 1959-08-27 Siemens Ag Zuendeinrichtung fuer Brennkraftmaschinen
DE1069426B (de) * 1959-11-19

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1069426B (de) * 1959-11-19
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