CH119975A - Verfahren zur Herstellung von Chlor aus Alkalichlorid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Chlor aus Alkalichlorid.Info
- Publication number
- CH119975A CH119975A CH119975DA CH119975A CH 119975 A CH119975 A CH 119975A CH 119975D A CH119975D A CH 119975DA CH 119975 A CH119975 A CH 119975A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- chlorine
- production
- alkali chloride
- sulfur dioxide
- trioxide
- Prior art date
Links
- 239000000460 chlorine Substances 0.000 title claims description 15
- ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N Chlorine atom Chemical compound [Cl] ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 14
- 229910052801 chlorine Inorganic materials 0.000 title claims description 14
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-M Chloride anion Chemical compound [Cl-] VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-M 0.000 title claims description 7
- 239000003513 alkali Substances 0.000 title claims description 7
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N Sulphur dioxide Chemical compound O=S=O RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 24
- AKEJUJNQAAGONA-UHFFFAOYSA-N sulfur trioxide Chemical compound O=S(=O)=O AKEJUJNQAAGONA-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 14
- 229910001514 alkali metal chloride Inorganic materials 0.000 claims 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 10
- 235000002639 sodium chloride Nutrition 0.000 description 10
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 8
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 6
- 239000011780 sodium chloride Substances 0.000 description 6
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L Sulfate Chemical compound [O-]S([O-])(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 4
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 4
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 3
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 2
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- HEFNNWSXXWATRW-UHFFFAOYSA-N Ibuprofen Chemical compound CC(C)CC1=CC=C(C(C)C(O)=O)C=C1 HEFNNWSXXWATRW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M Ilexoside XXIX Chemical compound C[C@@H]1CC[C@@]2(CC[C@@]3(C(=CC[C@H]4[C@]3(CC[C@@H]5[C@@]4(CC[C@@H](C5(C)C)OS(=O)(=O)[O-])C)C)[C@@H]2[C@]1(C)O)C)C(=O)O[C@H]6[C@@H]([C@H]([C@@H]([C@H](O6)CO)O)O)O.[Na+] DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M 0.000 description 1
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L calcium sulfate Inorganic materials [Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- ZOMBKNNSYQHRCA-UHFFFAOYSA-J calcium sulfate hemihydrate Chemical compound O.[Ca+2].[Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O.[O-]S([O-])(=O)=O ZOMBKNNSYQHRCA-UHFFFAOYSA-J 0.000 description 1
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 description 1
- 239000007795 chemical reaction product Substances 0.000 description 1
- 150000001804 chlorine Chemical class 0.000 description 1
- OSVXSBDYLRYLIG-UHFFFAOYSA-N chlorine dioxide Inorganic materials O=Cl=O OSVXSBDYLRYLIG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000019398 chlorine dioxide Nutrition 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 239000011507 gypsum plaster Substances 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 238000010517 secondary reaction Methods 0.000 description 1
- 239000011734 sodium Substances 0.000 description 1
- 229910052708 sodium Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 description 1
- 229910021653 sulphate ion Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001117 sulphuric acid Substances 0.000 description 1
- 235000011149 sulphuric acid Nutrition 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Landscapes
- Catalysts (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung von Chlor ans Alka.lichlorid. Es ist bekannt" dass durch die Einwirkung von Schwefeltrioxyd auf Kochsalz Na.trium- #Dulfat entsteht und zugleich ein Gas ent wickelt wird, das zu äquivalenten Teilen aus Schwefeldioxyd und Chlor besteht (ver gleiche Deacon, britisches Patent Nr. 1908, vom 21. Juli 187l).
Da das entwickelte Schwefeldioxyd, sobald es mit Wasser in Berührung kommt, sich mit dem gleich zeitig entwickelten Chlor zu Salzsäure und Schwefelsäure umsetzt, so war es notwendig, dieses Schwefeldioxyd unmittelbar hinter der Kochsalzreaktionskammer fortlaufend zu entfernen. Da aber bei der Reaktion nach Deacon immer wieder neben dem Chlor neues Schwefeldioxyd entstand, so war das Verfahren sehr schwierig zu handhaben und konnte sich wegen der minimalen Chlor konzentration des Abgases, wie die Folge zeit zeigte, nicht durchsetzen.
Um nun eine vollkommenere Reaktion zu erhalten, wurde ein anderer Weg von Adolf Clemm eingeschlagen (vergleiche Deutsches Reiehs- patent Nr. 1l5\350,, vom 7. April l899), der auf über 800 erhitztes Kochsalz Röstgase in Mischung mit Luft einwirken liess. Da- mit das Salz nicht schmolz, musste ihm eine gewisse Menge von Ton, Gips, Kieselgur etc. zugemischt werden.
Es zeigte sich indessen, dass' auch dieses Verfahren sich wirtschaft lich nicht durchführen liess, weil die Kosten für die Aufrechterhaltung der hohen Reak tionstemperatur von den billigen Reaktions produkten nicht getragen werden konnten, zumal auch das gebildete Sulfat für viele Verwendungszwecke von dem zugemischten Ton etc. durch Ablösen und Wiederauskri- st:allisieren getrennt werden musste.
Eingehende Versuche haben nun gezeigt, dass die früheren Verfahren deshalb prak tisch nicht durchführbar waren, weil sie sich nicht von der Anwesenheit des Schwefel dioxyds frei machen konnten. Das Schwefel dioxyd verhindert bei Temperaturen unter halb 700 , auch wenn es nur in geringer Menge vorhanden ist, die Chlorentwicklung fast vollkommen, so dass Deacon, der nach seiner Angabe immer. nur äquivalente Men gen von Chlor und Schwefeldioxyd im Ab gas der ersten Reaktionskammer erhielt, sich mit nur minimalen Chlorkonzentratio nen begnügen musste. Clemm dagegen konnte zwar mit steigenden Temperaturen, zum Beispiel bei Kochsalz zwischen<B>800'</B> und <B>900'</B> C, Chlor erhalten;
doch verdankt er dieses Chlor nicht, wie er meinte, einer Einwirkung von aus Schwefeldioxyd und Luft gebildetem Schwefeltrioxyd, das ja bei diesen Temperaturen fast vollkommen zu 802 -I- 0 zerfallen ist, sondern einer direk ten Einwirkung von Schwefeldioxyd auf Kochsalz, wobei die Luft sich nur noch an Sekundärreaktionen beteiligt. Das erhellt ausser aus unsern Versuchen auch ohne wei teres daraus, dass die Chlorabspaltung gerade durch steigende Temperaturen, also mit zu nehmender Spaltung von Schwefeltrioxyd in Schwefeldioxyd und Sauerstoff, begünstigt wird.
Es wurde nun gefunden, dass man aus Alkalichlorid Chlor technisch und wirt schaftlich herstellen kann, wenn man Sehwefeltrioxyd in Mischung finit Luft bei solchen Temperaturen auf das Alkalichlorid einwirken lässt, dass einerseits ein Schmel zen desselben nicht eintritt und anderseits das abgehende Gas neben Chlor kein Schwe feldioxyd enthält.
Zur Ausführung des Verfahrens eignen sich zum Beispiel solche schwefeltrioxydhaltige Gase, wie man sie durch Zersetzung von Oleum gewinnen kann oder wie sie für die Darstellung von Oleuni in grösstem Massstabe technisch dargestellt werden. Die Temperatur, bei der das Sehwefeltrioxyd auf das Alkalichlorid ein wirken kann, liegt zwischen 300 und<B>600' C</B>. Die zu wählende Temperatur hängt dabei wesentlich von der benutzten Apparatur ab.
Man kann sogar noch bei tieferer Tempera tur arbeiten, wenn man die Reaktion zwi schen Salz und Trioxyd, die eine exötherme Reaktion ist, durch geeignete Konta.i:tl,:örper beschleunigt.
Über 600 C zu arbeiten, ist unzweckmässig, weil dann zu einem gewissen Zeitpunkt, bei Kochsalz zum Beispiel bei <B>620',</B> wenn etwa 65 ö 'desselben zu Sulfat umgesetzt sind, ein Schmelzen der ganzen Masse stattfindet, so da.ss ein weiteres Fort.- sehreiten der Reaktion fast gänzlich verhin dert wird. Das Verfahren kann beispielsweise so durchgeführt werden, dass etwa 7 %ige Scliwefeltrioxvdg < ise;
zuin Beispiel von Kon- talitscliwefelsäur & Ifen, durch mehrere Kam mern mit Koelisalzbrilietts geleitet werden. Zweckmässig wird die Reaktion durch Wärmezufuhr zunächst eingeleitet; später genügt, wenn die geeignete Trioxydkonzen- tration vorhanden ist und die Gase im C-'re- genstrom vorgewärmt werden, die Reaktions wärme zur Aufrechterhaltung der notwen digen Temperatur.
Es ist nicht notwendig, diese Temperatur auf 400' C zu beschrän ken, da sich zeigte, dass auch bei -WO' bis <B>600'</B> ein Zerfall von Trioxyd in Schwefel dioxyd und Sauerstoff bei geeigneter Ver suchsanordnung nicht eintritt.
Insbesondere ist aueli bei der Apparatur darauf zu ach ten, dass alle Materialien, wie zum Beispiel Eisen, Kupfer, und deren Oxyde, vermieden werden, die den Zerfall des Trioxyds in Di oxyd und Sauerstoff beschleunigen. Die Salzkammern selbst werden zweckmässig so angeordnet, dass die frischesten Kammern jeweilen mit dein schwächten Trioxydgas in Reaktion treten.
Die Kammer, deren Alkalichlorid völlig in Sulfat umgewandelt ist, wird ausser Betrieb -c-setzt und mit neuen Salzbriketts beschickt. Selbstverständ lich kann man auch andere Anordnungen treffen. So wird sieh zum Biispiel in man chen Fällen auch ein Drehrohrofen für die Chlorerzeugung mich diesem Verfahren mit Vorteil verwenden lassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Chl,--i- aus Alkalichlorid, dadurch gekennzeichnet, dass man Schwefeltrioxyd in Mischung mit. Luft bei solchen Temperaturen auf das Al kalichlorid einwirken lä.sst, dass einerseits ein Schmelzen desselben nicht eintritt und < i,nderseits das abgehende Gas neben Chlor kein Schwefeldioxyd enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE119975X | 1925-03-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH119975A true CH119975A (de) | 1927-05-02 |
Family
ID=5656302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH119975D CH119975A (de) | 1925-03-21 | 1925-12-05 | Verfahren zur Herstellung von Chlor aus Alkalichlorid. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH119975A (de) |
-
1925
- 1925-12-05 CH CH119975D patent/CH119975A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1199243B (de) | Verfahren zur Herstellung schwefeldioxydhaltiger Gase aus ammoniumsalzhaltigen Abfallschwefelsaeuren | |
| CH119975A (de) | Verfahren zur Herstellung von Chlor aus Alkalichlorid. | |
| AT106218B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Chlor und Alkalisulfat aus Alkalichlorid. | |
| DE458998C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Chlor und Alkalisulfat aus Alkalichlorid, Schwefeltrioxyd und Luft | |
| DE2235155A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von schwefeldioxid und/oder schwefel aus einem ammoniumsalz einer schwefelsauerstoffsaeure | |
| DE610448C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure nach dem Kontaktverfahren | |
| DE752821C (de) | Gewinnung von Schwefel und Schwefeldioxyd aus schwefelwasserstoffhaltigen Gasen | |
| DE630652C (de) | Verfahren zur Umsetzung von Alkalichloriden mit ueberschuessiger Salpetersaeure | |
| DE582552C (de) | Verfahren zur Herstellung eines fuer Duengezwecke brauchbaren Doppelsalzes | |
| DE429835C (de) | Herstellung hochkonzentrierter Handels-Schwefelsaeure | |
| DE512639C (de) | Herstellung konzentrierter Salpetersaeure | |
| US1349802A (en) | Process of manufacture of picric acid | |
| DE526258C (de) | Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von festem, trockenem Ammonsulfat aus seinenBestandteilen | |
| DE417999C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung und Konzentrierung von Salpetersaeure | |
| DE405311C (de) | Gewinnung von Alkalisulfiden | |
| DE955588C (de) | Verfahren zur Herstellung von Siliciumtetrafluorid | |
| DE406913C (de) | Konzentration von Schwefelsaeure | |
| AT106013B (de) | Verfahren zur Darstellung von hochkonzentriertem Schwefeldioxydgas. | |
| DE562819C (de) | Herstellung von Tonerde, Natriumkarbonat und Chlorwasserstoff | |
| DE611461C (de) | Verfahren zur Umwandlung von Cymol in einen Kohlenwasserstoff mit groesserem Molekuel | |
| DE523523C (de) | Verfahren zur Darstellung von 1,2-Diaminoanthrachinon | |
| AT236353B (de) | Verfahren zur Monosulfonierung von Kohlenwasserstoffen, Fettalkohlen oder Fettsäuren | |
| DE918985C (de) | Verfahren zur Herstellung saurer Harnstoffverbindungen | |
| DE1667393C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Bortrifluorid | |
| DE350271C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus Gasen |