CH120005A - Verfahren zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit photographischer Bildschichten. - Google Patents
Verfahren zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit photographischer Bildschichten.Info
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- G—PHYSICS
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Description
Verfahren zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit photographischer Es ist bekannt, da.ss photographische Bild schichten, besonders auf kinematographi schen Films, in hohem Masse Verletzungen durch Abschabung oder Kratzer ausgesetzt sind.
Es ist deshalb bereits der Versuch ge macht worden, die Bildschichten besonders zu schützen, und zwar auf dem einfachen Wege der Aufbringung eines Überzuges auf die empfindliche Bromsilber-Gelatineschicht. Diese Überzüge, die aus Lacken verschieden ster Art hergestellt wurden, haben jedoch den angestrebten Zweck nicht erfüllen kön nen. Die auf der Bromsilberschicht aufge brachten Massen werden mit der Zeit rissig und blättern ab, insbesondere dort, wo die photographischen Emulsionen auf biegsamer Unterlage aufgebracht sind, wie zum Bei spiel bei kinematographischen Bildbändern, wo diese Erscheinung um so schneller auf tritt, je mehr sie der Wärme der Lichtquelle ausgesetzt sind.
Die durch diese Schädigun gen der Überzüge hervorgerufenen Licht brechungen wirken ausserordentlich störend. Die abgenützten Teilchen, die auf der Wan derung des Bildbandes durch den Vorfüh rungsapparat auf dem Bande haften bleiben, beschädigen durch Verschrammen die ganze Bildoberfläche.
Diese Mängel haben dazu geführt, da.ss die Bedeckung der photographischen Emul sion mit Schutzschichten allgemein wieder aufgegeben wurde, insbesondere bei den oft grosse Werte darstellenden Filmnegativen.
Es ist auch versucht worden, bei der Her stellung von Rohfilms in die Halogensilber- Gelatine-Emulsion besonders härtende Stoffe einzutragen. Indessen sind diese Versuche deshalb fehlgeschlagen, weil alle derartigen Emulsionszusätze den photographischen Wert der Emulsion bedeutend herabmindern, und ausserdem zu mechanischen Unregelmässig keiten bei der nach der Belichtung einsetzen den Bildbehandlung führten.
Die Erfindung greift die bisher ungelöste Aufgabe wieder auf und löst sie dadurch, dass die photographische Bildschicht, zum Beispiel Bromsilber-Gelatine-Schicht, nach Herstellung, das heisst Entwicklung, Fixie rung, Wässerung des Bromsilber-Gelatine- Bildes durch Behandlung mit einem geeigne ten Mittel, zum Beispiel Eisessig, in einen Zustand der Quellung versetzt wird, in wel- chem sie aufnahmefähig ist für die Einlage rung besonderer Stoffe, insbesondere von Kolloiden, die nach der Erstarrung eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Verletzungen aufweisen.
Das Verfahren lässt sich in sehr einfacher Weise durchführen. Der fertiggestellte Bild träger, zum Beispiel ein photographischer Negativ- oder Positivfilm, wird mit einem geeigneten Quellungsmittel, zum Beispiel verdünntem Eisessig, behandelt, bis die Emulsionsschicht sich in einem ausreichen- den Quellungszustande befindet. Alsdann wird die Schicht mit einem kolloidalen Stoffe, zum Beispiel Kollodium, behandelt.
Dieses durchdringt die photographisebe Schicht vollständig bis zur Schichtunterlage, und bildet mit ihr eine feste, klare Masse, die vollständig erstarrt. Die nunmehr vor handene innige Durchdringung von Gela tine ete. mit gollodium bezw. Zelluloid kann, da sie homogen ist, zu Abblätterungen, Ris sen oder Brüchen überhaupt nicht führen.
Als weiterer Vorteil ergibt sich noch ein erheblich festeres Haften der Kolloidbild. Schicht auf der Unterlage. Die Lagerung der Silberteilchen wird in keiner Weise be- c-influsst, so da.ss das Bild, beispielsweise das Positiv oder das Negativ unverändert bleibt. Hinzu tritt noch, dass das neue Verfahren den damit behandelten Bildern eine erhöhte Brillianz verleiht, die besonders bei 1.:ine- matographischen Bildstreifen die Plastizität der Wiedergabe ausserordentlich verbessert.
Die Erfindung ist an das in der Be schreibung wiedergegebene Ausführungsbei spiel nicht gebunden. Das Wesentliche ist, dass die fertiggestellte Bildschicht durch ge eignete Mittel in einen Quellungszustand versetzt wird, in dem sie befähigt ist, andere Stoffe aufzunehmen, die mit den in der Bild emulsion enthaltenen Stoffen Verbindungen von hoher Widerstandsfähigkeit eingehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Wider standsfähigkeit photographischer Bildflä: chen, insbesondere bei Filmbändern, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht nach Fertigstellung des photographischen Silberbildes nachträglich durch Behandluag mit geeigneten Mitteln in einen aufnahme fähigen Zustand versetzt wird und ihr iii diesem Zustande weitere Mittel zugeführt werden, welche die gequollene Emulsion homogen durchdringen und sich mit ihr zu später erstarrender, fester klarer Masse von erhöhter Widerstandsfähigkeit vereinigen.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadureli gekennzeicbnct, dass die fertiggestellten photographisehen Bildschichten aufgequellt werden, und dass den Quellmitteln die einzu führenden Stoffe von höherer Widerstands fähigkeit beigefügt werden, welche mit die sen die Bildschicht homogen durchdringen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH120005T | 1926-05-05 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH120005A true CH120005A (de) | 1927-05-02 |
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ID=4378884
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|---|---|---|---|
| CH120005D CH120005A (de) | 1926-05-05 | 1926-05-05 | Verfahren zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit photographischer Bildschichten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH120005A (de) |
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1926
- 1926-05-05 CH CH120005D patent/CH120005A/de unknown
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