CH120005A - Verfahren zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit photographischer Bildschichten. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit photographischer Bildschichten.

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CH120005A
CH120005A CH120005DA CH120005A CH 120005 A CH120005 A CH 120005A CH 120005D A CH120005D A CH 120005DA CH 120005 A CH120005 A CH 120005A
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Friedrich Stock Johann Jacob
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Friedrich Stock Johann Jacob
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/08Varnishing, e.g. application of protective layers on finished photographic prints

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Description


      Verfahren        zur        Erhöhung        der        Widerstandsfähigkeit        photographischer       Es ist bekannt,     da.ss    photographische Bild  schichten, besonders auf kinematographi  schen Films, in hohem Masse Verletzungen  durch     Abschabung    oder Kratzer ausgesetzt  sind.

   Es ist deshalb bereits der Versuch ge  macht worden, die Bildschichten besonders  zu schützen, und zwar auf dem einfachen  Wege der Aufbringung eines Überzuges auf  die empfindliche     Bromsilber-Gelatineschicht.     Diese Überzüge, die aus Lacken verschieden  ster Art hergestellt wurden, haben jedoch  den angestrebten Zweck nicht erfüllen kön  nen. Die auf der     Bromsilberschicht    aufge  brachten Massen werden mit der Zeit rissig  und blättern ab, insbesondere dort, wo die  photographischen Emulsionen auf biegsamer  Unterlage aufgebracht sind, wie zum Bei  spiel bei kinematographischen Bildbändern,  wo diese Erscheinung um so schneller auf  tritt, je mehr sie der Wärme der Lichtquelle  ausgesetzt sind.

   Die durch diese Schädigun  gen der Überzüge hervorgerufenen Licht  brechungen wirken ausserordentlich störend.  Die abgenützten Teilchen, die auf der Wan  derung des Bildbandes durch den Vorfüh  rungsapparat auf dem Bande haften bleiben,    beschädigen durch Verschrammen die ganze  Bildoberfläche.  



  Diese Mängel haben dazu geführt,     da.ss     die Bedeckung der photographischen Emul  sion mit Schutzschichten allgemein wieder  aufgegeben wurde, insbesondere bei den oft  grosse Werte darstellenden Filmnegativen.  



  Es ist auch versucht worden, bei der Her  stellung von Rohfilms in die     Halogensilber-          Gelatine-Emulsion    besonders härtende Stoffe  einzutragen. Indessen sind diese Versuche  deshalb fehlgeschlagen, weil alle derartigen       Emulsionszusätze    den photographischen Wert  der Emulsion bedeutend herabmindern, und  ausserdem zu mechanischen Unregelmässig  keiten bei der nach der Belichtung einsetzen  den Bildbehandlung führten.  



  Die Erfindung greift die bisher ungelöste  Aufgabe wieder auf und löst sie dadurch,  dass die photographische Bildschicht, zum  Beispiel     Bromsilber-Gelatine-Schicht,    nach  Herstellung, das heisst Entwicklung, Fixie  rung, Wässerung des     Bromsilber-Gelatine-          Bildes    durch Behandlung mit einem geeigne  ten     Mittel,    zum Beispiel Eisessig, in einen  Zustand der     Quellung    versetzt wird, in wel-           chem    sie aufnahmefähig ist für die Einlage  rung besonderer Stoffe, insbesondere von  Kolloiden, die nach der Erstarrung eine hohe  Widerstandsfähigkeit gegen mechanische  Verletzungen aufweisen.  



  Das Verfahren lässt sich in sehr     einfacher     Weise durchführen. Der fertiggestellte Bild  träger, zum Beispiel ein photographischer  Negativ- oder Positivfilm, wird mit einem  geeigneten     Quellungsmittel,    zum Beispiel  verdünntem Eisessig, behandelt, bis die       Emulsionsschicht    sich in einem     ausreichen-          den        Quellungszustande    befindet. Alsdann  wird die Schicht mit einem kolloidalen  Stoffe, zum Beispiel     Kollodium,    behandelt.

    Dieses durchdringt die     photographisebe     Schicht vollständig bis zur Schichtunterlage,  und bildet mit ihr eine feste,     klare    Masse,  die vollständig erstarrt. Die nunmehr vor  handene innige Durchdringung von Gela  tine     ete.    mit     gollodium        bezw.    Zelluloid kann,  da sie homogen ist, zu     Abblätterungen,    Ris  sen oder Brüchen überhaupt nicht führen.  



  Als weiterer Vorteil ergibt sich noch ein  erheblich festeres Haften der     Kolloidbild.     Schicht auf der Unterlage. Die Lagerung  der Silberteilchen wird in keiner Weise     be-          c-influsst,    so     da.ss    das Bild, beispielsweise das  Positiv oder das Negativ     unverändert    bleibt.  Hinzu tritt noch, dass das neue Verfahren  den damit behandelten Bildern eine erhöhte       Brillianz    verleiht, die besonders bei     1.:ine-          matographischen    Bildstreifen die Plastizität  der Wiedergabe ausserordentlich verbessert.

      Die Erfindung ist     an    das in der Be  schreibung wiedergegebene Ausführungsbei  spiel nicht     gebunden.    Das Wesentliche     ist,     dass die fertiggestellte Bildschicht durch ge  eignete Mittel in einen     Quellungszustand     versetzt wird, in dem sie befähigt ist, andere  Stoffe     aufzunehmen,    die mit den in der Bild  emulsion enthaltenen Stoffen Verbindungen  von hoher Widerstandsfähigkeit eingehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Wider standsfähigkeit photographischer Bildflä: chen, insbesondere bei Filmbändern, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsionsschicht nach Fertigstellung des photographischen Silberbildes nachträglich durch Behandluag mit geeigneten Mitteln in einen aufnahme fähigen Zustand versetzt wird und ihr iii diesem Zustande weitere Mittel zugeführt werden, welche die gequollene Emulsion homogen durchdringen und sich mit ihr zu später erstarrender, fester klarer Masse von erhöhter Widerstandsfähigkeit vereinigen.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadureli gekennzeicbnct, dass die fertiggestellten photographisehen Bildschichten aufgequellt werden, und dass den Quellmitteln die einzu führenden Stoffe von höherer Widerstands fähigkeit beigefügt werden, welche mit die sen die Bildschicht homogen durchdringen.
CH120005D 1926-05-05 1926-05-05 Verfahren zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit photographischer Bildschichten. CH120005A (de)

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