CH120051A - Verfahren und Anlage zur Vorbehandlung von Holz für die nachfolgende Konservierung mittelst Imprägniersalzen. - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Vorbehandlung von Holz für die nachfolgende Konservierung mittelst Imprägniersalzen.Info
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Description
Verfahren und Anlage zur Yorbehandlung von Holz für die nachfolgende Konservierung mittelst Imprägniersalzen. Die Hölzer, die mit Imprägniersalzen, zum Beispiel Quecksilberchlorid, Fluor natrium, Chlorzink oder dergleichen, ge tränkt werden sollen,
kommen normalerweise lufttrocken in den Tränkbehälter. Infolge der durch die äussere trockene Schicht des Holzes bedingten langsamen Eindringungs- möglichkeit der Lauge - die Einlegedauer beträgt durchschnittlich 8 bis 1U Tage setzt sich das Imprägniersalz bereits in der äussern Schicht fest und erschwert auf diese Weise der durch Diffusion nachdringenden Lösung den Weg zu den innern Holzzellen.
Um das Holz für das Imprägniermittel -auf- nahmefähiger zu machen, ist es auch bereits vorgeschlagen worden, das Holz vor der Konservierung zu dämpfen, wobei ausser IA'assers auch schon säure- und kresolhaltige Dämpfe angewendet worden sind. Aber auch bei dieser Behandlung befriedigte der Er folg aus folgendem Grunde nicht: Wurden die Hölzer, zum Beispiel Telegraphenstan gen, die normal kyanisiert worden sind, auf- gestellt, so bildeten sich durch die wechsel weise Einwirkung der Temperatur die be kannten, teilweise beträchtliche Ausmasse aufweisenden Längsrisse.
Dabei wurden Stellen des Holzes blossgelegt, die nicht ge tränkt waren, da das Sublimat nur einen äussern Schutzmantel bildet. Diese unge- trä,nkten Stellen des Holzes werden natur gemäss durch die Einflüsse der Luftfeuchtig keit, der Pilze usw. eher zerstört wie die getränkte äussere Schicht des Holzes, so dass der Mast vielfach innen bereits durch Fäul nis zerstört ist, während der äussere @Zantel noch intakt ist. , Das vorliegende neue Verfahren vermei det die Nachteile der langen Einlegedauer:
Die geringe Eindringungstiefe und die nach der hyanisierung durch die spätere R.issbil- dung entstehende Blosslegung ungeschützter Stellen des Holzes.
Gemäss der Erfindung wird das Holz nach Erreichung eines gleichmässig feuchten und heissen Zustandes mittelst Dämpfung zur Erzielung einer gleichmässigen und in tensiven Rissbildung einer scharfen Trock nung bis zirka<B>150'C</B> unterworfen und un ter Vermeidung einer wesentlichen Abküh lung bis zum Einbringen in die Imprägnier salzlösung heissgehalten.
Zweckmässig wird das Verfahren in fol gender Weise ausgeführt: Das Holz wird vor der Tränl@ung zu nächst einer intensiven, rasch auf hohe Tem peratur gehenden Dämpfung unterworfen, um das Holz rasch auf eine hohe Tempera tur zu bringen und um die äussere Zone des Holzes, die normalerweise bei der vorher gegangenen Lagerung an und für sich trok- kener ist als das Innere, gleichzeitig anzu feuchten.
Nach dieser das Holz in einen -leichmässig feuchten und heissen Zustand bringenden Dämpfung wird durch eine jetzt folgende scharfe Trocknung mittelst heisser Luft oder dergleichen eine Rissbildung künst lich erzeugt, und zwar in gleichmässigerer und vollkommener Weise, als dies der Fall -wäre, -wenn das Holz ohne Dämpfung direkt der Trocknung ausgesetzt worden wäre;
denn dabei würde die Trocknung durch den Einfluss des innern feuchten Kernes des Holze' ungleichmässiger werden; auch -würde die Rissbildung nicht in derart vollkommener Weise eintreten wie bei dem eben beschrie benen Verfahren.
Nachdem das Holz durch diese beiden Prozesse derart vorbereitet worden ist, dass eine Blosslegung von ungeschützten Holz teilen späterhin nicht mehr stattfinden kann, wird das Holz jetzt nochmals einem dasselbe in einem möglichst heissen Zustande halten den Dampf- und gleichzeitigen Berieselungs- prözess unterworfen, der zur Folge hat, dass bei der nachfolgenden Konservierung die Imprägniersalzlösung tiefer, gleichmässiger und schneller vom Holz aufgenommen wird.
Durch die gleichzeitige Berieselung mit dem sich bei der Dämpfung bildenden Konden sat, dem auch Säure, Kresole oder Hexanol und seine Homologe zugesetzt -werden kann, wird die Durchfeuchtung des Holzes eine intensivere, wodurch (las Aufsaugevermögen des -Holzes erheblieli verrössert wird.
Ausser- z5 dein wird dureli die nach der scharfen Trock, nung vorgenommene noehinalige Dämpfung bei gleichzeitiger Berieselung erzielte gründ- liclir# Durchfeuchtung des Holzes vermieden,
da11 das Iniprt'tgniers@ilz sich in den äussern Schieliten festsetzt:, wie dies bei trockenem Holze eintreten -würde. Der durch die Dif fusion nachdringenden Imprägniersalzlösung ist also der @5"eg zu den innern Zellen des Holzes nicht versperrt, wodurch eine tiefere und gleichniä.ssigere Eindringung erreicht wird.
Bei dem nun folgenden Konservieren dringt das Imprägniersalz auch in die Wan- dungen der durch die Trocknung künstlich erzeugten Risse ein, so dass, wenn die Risse sich später an der Luft -wieder öffnen. kein ungeschütztes Holz blossgelegt wird.
Eine beispielsweise Ausführungsform einer zur Ausführung des Verfahrens die nenden Anhige ist in der beiliegenden Zeich nung in scheinatiseher Weise dargestellt, -wobei Fig. 1 den Längsschnitt, Fig. 9 die Draufsicht, und Fig. 3 einen Querschnitt im grösseren Massstabe veranschaulicht.
In der Dämpf- und Trocknungskammer a wird das zii behandelnde Holz b eingefah ren, worauf die Torflügel c dicht geschlossen werden. Durch die Leitung d -wird Dampf in die Kammer a eingelassen. Das sich da bei bildende Kondensat wird bei diesem ersten Prozess nach der je nach der Menge des Holzes dauernden Dämpfung abgelassen.
Dann wird der Dampf durch die Heizrohre e geführt und das Holz b auf diese Weise einer scharfen Troeknung bis zu 150 C ausgesetzt. Selbstverständlich können zur Trocknung des Holzes auch andere geeignete illittel angewandt -werden, so zum Beispiel kann die Erhitzung such durch Luft erfol gen, die mittelst eines Ventilators über einen elektrischen Heizwiderstand getrieben wird.
Nach der Trocl@nun ---" deren Dauer sich ebenfalls nach der llen @.;c de., zu behandeln den Holzes richtet, wird die Dampfleitung d wieder geöffnet, wobei sich am Boden der .Kammer a das heisse Kondensat sammelt, dem auch Säure, Hresole oder Hexanol und seine Homologen beigefügt werden kann. Die heisse Flüssigkeit wird mittelst einer Pumpe<I>f</I> in über dem Holz<I>b</I> angeordnete Berieselungsrohre g geleitet, aus denen sie durch die darin angebrachten Löcher h, aus tritt.
Um eine' gleichmässigere Berieselung zu erzielen,. ist es vorteilhaft, die Beriese lungsflüssigkeit aus den Röhren g nach oben austreten zu lassen, um einen wirkungsvol leren Sprühregen zu erzielen.
Nach diesem Prozess kommt das heisse Holz direkt in den Tränkbehä,lter zur Be. handlung mit einer Imprägniersalzlösung.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Vorbehandlung von Holz für die nachfolgende Konservierung mit- telst Imprägniersalzen, dadurch gekenn zeichnet. dass das Holz nach Errei chung eines gleichmässig feuchten und heissen Zustandes mittelst Dämpfung zur Erzielung einer gleichmässigen und intensiven Rissbildung einer scharfen Trocknung bis zirka<B>150'</B> C unterworfen und unter Vermeidung einer wesentlichen Abkühlung bis zum Einbringen in die Imprägniersalzlösung heissgehalten wird.II. Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Hammer zur Auf nahme des Holzes mit einer Vorrichtung zum Dämpfen desselben, mit einer Vor richtung zum scharfen Trocknen des ge dämpften Holzes und mit einer Beriese lungsvorrichtung zur Berieselung des Holzes mit dem Kondensat des zur Dämp- feng dienenden Dampfes versehen ist. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die nach dem Trocknungsprozess erforderliche Heiss haltung des Holzes durch eine Dämpfung bei gleichzeitiger ausgiebiger Berieselung erzielt wird, wobei für die Berieselung das sich bildende Kondensat des zur Dämpfung dienenden Dampfes zur An wendung kommt. 2.Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da.ss die Beriese- lungsvorrichtung im Oberteil der Kam mer angeordnete Rohre besitzt, denen das Dampfkondensat mittelst eines För- dermittels zugeführt wird und die mit nach oben gerichteten Löchern versehen sind, aus denen das Kondensat austritt, um als Sprühregen das Holz zu berieseln.
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