Hydraulischer Akkumulator. Die hydraulischen Akkumulatoren mit Clewichtsbelastung müssen bekanntlich in stehender Anordnung ausgeführt werden. Diese Anordnung hat man auch übernom men, als man dazu überging, statt der Ge- ivichtsbelastung Druckluftbelastung anzu wenden.
Bei letzteren Akkumulatoren hat es sich als notwendig oder mindestens als "ehr zweckmässig erwiesen, zwischen dem Luftraum und dem Flüssigkeitsraum des _Il;liumulatorzylinders einen Trennungskol ben anzuordnen, der mit der Druckflüssig- keit gegen den Druck der eingeschlossenen Luft steigt und sinkt. Die stehende Anord nung des Akkumulators wurde indessen auch hierbei stets beibehalten.
Abgesehen davon, dass solche stehende Akkumulatoren für grössere Leistungen sich häufig über mehr als ein Stockwerk er strecken, also die Durehbrechung von Böden nötig machen, besitzen sie auch weitere, schwerwiegende Nachteile, wie neuere En- tersu@1ungen und Erfahrungen ergeben ha ben.
Es ist notwendig, dass der Trennungskol ben zwischen Druckflüssigkeit und Druck- luft dauernd möglichst dicht im Zylinder ge führt ist,, andernfalls versinkt der Kolben allmählich in der Druckflüssigkeit, und die vom Trennungskolben beeinflusste Steuerung des Akkumulators, welche die Zuführung weiterer Druckflüssigkeit in den Akkumula tor abzusperren hat, sobald der Trennungs kolben oder die Grenze zwischen Druck flüssigkeit und Druckluft eine gewisse Lage erreicht hat, arbeitet dann nicht mehr rich tig, was zu schweren Betriebsstörungen und Unfällen Veranlassung geben kann.
Es ist also nötig, dass der Akkumulator mit Trennungskolben und insbesondere die Kolbendichtung von Zeit zu Zeit nachge sehen wird. Dies ist aber bei stehender An ordnung des Akkumulators sehr schwierig. Es fordert Gerüste, Hebezeuge und derglei chen. Infolgedessen wird erfahrungsgemäss das Nachsehen des Akkumulators unterlas sen oder nicht häufig genug ausgeführt. i4lei- stens gibt erst die eingetretene Betriebsstö rung Veranlassung zum Nachsehen.
Diesen Mängeln ist gemäss der Erfindung dadurch abgeholfen worden, dass zum ersten mal der Akkumulator mit Druckluftbelastung und Trennungskolben zwischen Flüssigkeit und Luft in die wagrechte oder schwach ge neigte Lage gebracht worden ist.
Nun ist es sehr leicht möglich, zum Kolben zu gelangen, und auch die Steuerung des Al:ku inulators ist leicht und bequem zugänglich und zu überwachen. Im Gegensatz zum stehenden Akkumulator mit Gewichtsbelastung treten hierbei keinerlei Schwierigkeiten wegen grö berer Fundamente auf, da ja der Akkumula- 1or 'finit Druckluftbelastung entfernt nicht das hohe Gewicht besitzt wie ein Akuniula- ior mit Gewichtsbelastung.
Auch in bezug auf Issauinbea.nspruchung ist der liegende Ak kumulator günstiger als der stehende, weil entlang einer Wand stets ein ausreichender Raum zii finden ist" auch wenn der Akkumu lator sehr lang ist, während in solchen Fäl len die Aufstellung eines stehenden Akku mulators sich nur unter grossen baulichen Schwierigkeiten durchführen lä.sst.
Die liegende Anordnung, die beim ge wichtsbelasteten Akkumulator nicht durch führbar wäre und von der infolge eines all- @Olem(Iinen Vorurteils auch beim drueliluftl)e- lasteten Akkumulator bisher abgesehen wor den ist. erweist sich also bei letzterem als in jeder Hinsicht wesentlich günstiger als die stehende Anordnung.
Ein Ausführungsbeispiel des neuen, lie- '"enden Akkumulators mit Druckluftbe lastung zeigt die beigefügte Zeichnung in schematischer Darstellung, und zwar in einem senkrechten Längsschnitt.
Im Arbeitszylinder 1 des Akkumulators, bewegt sich der Trennungskolben 2, auf einer Steuerstange 3 gleitend und auch ihr gegen über abgedichtet. Die Steuerstange trägt in dem Wasserraum des Zylinders einen dein Zylinderkopf 6 zugekehrten Stellring 4 und an dem in dem Luftraume des Zylinders be findlichen Ende einen Mitnehmer 5. Zwi schen diesen beiden Anschlägen 4 und 5 glei tet der Kolben im Betriebe hin und her. Die Verlängerung der Steuerstange .3 durchdringt den Zylinderkopf 6 des Akkumulators auf der Flüssigkeitsseite desselben.
Am Ende @lr-r Verlängerung ist auf ihr ein auf der Führungstange 7 gleitendes Querstück 8 be festigt, das eine entsprechend geführte Stange 9 mit zwei seitlich gegeneinander versetzten Nocken<B>10</B> und 11 trägt, die sich unter den Rollen 1? und 13 hin- und lierbe- wegen und dadurch abwechselnd die Ventile 20 und ?7 aufstossen,
wodurch Wasser ent weder aus der Anhebevorrichtung des Saug ventils der Pumpe oder aber eines zwischen Pumpe und Alzkumulator eingeschalteten Umlaufventils abströmt oder vom Akkumu lator ihr zuströmt, so da.ss die auf dem Ak kumulator arbeitende Pumpe entweder för dert oder wirkungslos wird.
Der Zylinderkopf auf der Seite der Luft- zuführung besitzt die zur Zuleitung der Luft nötige Einrichtung und eine Sicher heitsvorrichtung gegen Drucküberschreitung beim Anstehen des Kolbens am Zylinder kopf, sowie eine Entleerungsvorrichtung für den Al;hianiula.torzyliiider, Einrichtungen, die wohl in der Zeichnung angedeutet sind, aber, da. sie nicht zur Verdeutlichung des eigentlichen Erfindungsgedankens dienen, hier nicht. näher beschrieben werden sollen.
Die Einrichtungen zu beiden Seiten des Aldhumula.torzylinders sind nun gemäss der Erfindung infolge der liegenden Anordnung des Aklzuniulatorzylinders leicht Übersicht- lich. und zugänglich. Ebenso ist die Zerle gung des Akkumulators zum Nachsehen des Kolbens ohne Gerüste und Hebezeuge mög lich gemacht.