CH120082A - Verfahren zum Betrieb von bedienungslosen elektrischen Nebenkraftwerken, insbesondere mit Wasserturbinenantrieb. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von bedienungslosen elektrischen Nebenkraftwerken, insbesondere mit Wasserturbinenantrieb.

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CH120082A
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CH
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

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  Verfahren zum Betrieb von bedienungslosen elektrischen Nebenkraftzverhen, insbesondere  mit Wasserturbinenantrieb.    Für elektrische     Nebenkraftwerke    mit       Wasserturbinenantrieb    ist ein Verfahren zum  selbsttätigen Inbetriebsetzen vom Hauptwerk  aus bekannt geworden, das darin besteht, dass  zunächst die Primärmaschinen durch selbst  tätiges     Öffnen    des Hauptschiebers in Gang  gesetzt und darauf die leer mitlaufenden  Synchronmaschinen selbsttätig synchronisiert  werden.     Für    kleinere und mittlere Kraft  werke wird aber die hierfür nötige Einrichtung  zu teuer.  



  Vor allem um eine selbsttätige Parallel  schaltvorrichtung zu sparen, wird nach der       Erfindung    das Kraftwerk bei geschlossenem  Turbinenschieber oder geschlossenem     Turbi-          nen-Leitapparat    rein elektrisch angelassen,  indem die Synchronmaschinen, gegebenenfalls  bei herabgeminderter Spannung, als asynchrone  Motoren angelassen werden. Nachdem sie  dann erregt und dadurch synchronisiert worden  sind, - wird die Kraftmaschine beaufschlagt,  so dass sich nunmehr der Energiefluss umkehrt  und die Kraftmaschine Energie an das Netz  liefert.    In der Zeichnung ist ein als Ausführungs  beispiel der Erfindung aufzufassendes Neben  kraftwerk mit einem von einer Turbine 1  angetriebenen Synchrongenerator 2 schema  tisch dargestellt.

   Seine Klemmen sind über  den Anlassschalter 3, den Transformator 4  und den Hauptschalter 5 an das Netz 6 des  Hauptwerks angeschlossen. Auf der Netz  seite des Schalters ,5 liegt der     Spannungs-          wandler    7 als Stromquelle für die Hilfs  apparate.  



  Der Anlassschalter 3 kann vom Einschalt  motor 9 entweder nach links, in die     Anlass-          stellung,    oder nach rechts, in die Betriebs  stellung ausgelegt werden. Mit der Schalt  spindel des Schalters 3 werden zugleich Nocken  verschoben, welche mit Zahnscheiben 10 auf  der Welle des Umschalters 11 korrespondieren  und diesen am Ende jeder Schaltbewegung  in die Bereitschaftsstellung für die nächste  Schaltung bringen, so dass der Schaltmotor 9  nach jeder ausgeführten Schaltung in der um  gekehrten Drehrichtung läuft wie unmittelbar  vorher.

   Zum Ausschalten des Schalters 3      dient der Ausschaltmagnet 30, der nur bei  geschlossenem Kontakt 18, also bei Betriebs  lage des Umschalters 3, und bei geschlosse  nem Kontakt 24, d. i. bei übermässiger Dreh  zahl der Turbine 1, erregt wird und dann  den Umschalter 3 in die Mittellage stellt,  was unabhängig vom Motor 9 und Mechanis  mus 10 durch einen in der Zeichnung nicht  dargestellten Freilauf ermöglicht wird.  



  Wird zwecks Inbetriebsetzung des Neben  kraftwerkes die Leitung 6 bei geschlossenem  Hauptschalter 5 vom Hauptwerk aus unter  Spannung gesetzt, so wird dadurch zunächst  das erste Einschaltrelais 8 erregt und schliesst  seinen Kontakt. Dadurch erhält der Ein  schaltmotor 9 des Anlassschalters 3 Strom  und fängt in solchem Drehsinn an zu laufen,  dass der Anlassschalter 3 nach links, das heisst  ,an die Anzapfung des Haupttransformators 4  gelegt wird, die etwa der halben Generator  spannung entsprechen mag. Ist der Schalter  3 nach links geschlossen, so schaltet der  Hilfsmotor 9 mittelst des Mechanismus 10 und  des Rückführungsumschalters 11 selbst die  jenige Wicklung, die für die Linksschaltung  des Umschalters 3 gebraucht wird, aus und  die für Rechtsschaltung des Schalters 3 be  nötigte Wicklung ein. Die unerregte, bezw.

    über den hohen Widerstand 36 erregte, mit  massiven Polschuhen versehene Maschine 2  läuft nun als Induktionsmotor an und kommt,  weil leerlaufend bezw. nur mit der leeren  Turbine 1 belastet, rasch auf Touren und dem  Synchronismus nahe. Die auf der gleichen  Welle sitzende selbsterregte Erregermaschine  12 wirkt als Tachometerdynamo und gibt  Spannung auf die Wicklung des Erregerrelais  13, das durch Schliessung seines Kontaktes 14  den Widerstand 36 kurzschliesst bezw. den  Erregerkreis der Maschine 2 schliesst und  diese dadurch zum Einschnappen in den Syn  chronismus veranlasst. Gleichzeitig wird vom  Relais 13 der Kontakt 15 geöffnet und der  Kontakt 16 geschlossen.

   Durch das Einlegen  des Anlassschalters 3 nach links wurde der  Hilfskontakt 19 geschlossen,<B>17</B> dagegen wurde       geöffnet.    Infolge Schliessung der Kontakte 16  und 19 hat nunmehr das zweite Einschalt-    relais 20, das mit einer Verzögerungseinrich  tung versehen ist, Spannung erhalten und  schliesst eine gewisse, einstellbare Zeit danach  seinen Tontakt. Da der Rückführungsschalter  11 den Schaltmotor 9 für die entsprechende  Drehrichtung vorbereitet hat,     legt    dieser Motor  nunmehr den Umschalter 3 nach rechts um,  so dass die Maschine 2 jetzt an der vollen       Spannung    des Transformators 4 liegt.

   Mit  dem Umschalten des Schalters 3 sind die  Kontakte 17 und 19     geöffnet    und damit die  beiden Einschaltrelais 8 und 20 stromlos ge  worden, während Kontakt 18 geschlossen  wurde. Dies hat nun zur Folge, dar über  den geschlossenen Kontakt 22 des Fliehkraft  schalters 21 der Einschaltmotor 25 des Tur  binenschiebers 27 anläuft und diesen hochhebt,  bis die Zahnstange seines Getriebes 26 den  Endausschalter 28     öffnet.    Nunmehr läuft die  Turbine 1 an und     übernimmt    die ihrer ein  gestellten Beaufschlagung entsprechende Lei  stung, wobei sieh der Synchronmotorbetrieb  der Maschine 2 in Generatorbetrieb um  wandelt.  



  Die Ausserbetriebsetzung des Nebenkraft  werkes erfolgt durch     .Abschalten    der Haupt  leitung 6 an der Kommandostelle. Dadurch  wird das selbsttätige Nebenkraftwerk voll  ständig entlastet, so dass die Turbine durch  gehen will. Der Fliehkraftschalter 21 schlägt  aus und schliesst den Kontakt 24 unter     Öff-          nung    der Kontakte 22 und 23, dadurch wird  der     Motor    25 stromlos und der Magnet 29  aberregt, der Ritzel und Zahnstange des Ge  triebes 26 in Eingriff hält, und die Gegen  feder bringt so das Ritzel aus dem Eingriff  mit der Zahnstange des Schiebers 27. Durch  sein Eigengewicht fällt dieser herunter und  schliesst so den Wasserzufluss zur Turbine.

    Gleichzeitig ist durch den Kontakt 24 der  Stromkreis der Ausschaltspule 30 des     Anlass-          schalters    3 geschlossen und dieser in seine  Mittelstellung gezogen worden. Dabei ist die  Einrichtung so     getroffen,    dass hierbei der     Um-          schalter    11 in seiner Bereitschaftslage zum  Umlegen des     Anlassschalters    3 nach links  verharrt.

   Nachdem somit die Spannung beid  seitig des Haupttransformators     4verschwunden,         der Hilfstransformator 7 somit spannungslos  geworden und der     Fliehkraftschalter    21 beim  Abfallen der Drehzahl wieder in die gezeich  nete     Anlassstellung        zurückgekehrt    ist, ist das       Nebenkraftwerk    bereit, den Betrieb wieder  aufzunehmen, sobald das Netz 6 wieder unter  Spannung gesetzt wird.  



  Bei Störungen im Netz 6 werden die be  kannten Sicherheitsapparate ausgelöst, die in  der Zeichnung nicht dargestellt sind und den       Anlassschalter    3 zur Auslösung bringen. Ist  die Störung behoben, so kann das Kraftwerk  wieder selbsttätig in Betrieb gesetzt werden.  



  Im Gegensatz dazu haben Störungen im  Nebenkraftwerk selbst mehr bleibenden Cha  rakter. In diesen Fällen muss der Betrieb  desselben gesperrt werden, bis eine Kontrolle  und die Instandstellung erfolgt ist. Daher  ist für den Fall der inneren Störung eine  dauernde Abschaltung ohne die Möglichkeit  des selbsttätigen     Wiedereinschaltens    vorge  sehen. Bei inneren Störungen tritt das an  die Strom- und     Spannungswandler    31 ange  schlossene     Rückwattrelais    32 in Tätigkeit,  durch welches die     Auslösespule    33 des Haupt  schalters 5 erregt wird. . Dieser wird ausge  löst und kann nur von Hand wieder einge  schaltet werden.

   Zugleich wird der Kontakt  34 geöffnet, wodurch der Stromkreis des  ersten Einschaltrelais 8 unterbrochen und  dadurch eine Wiedereinschaltung -des Werkes  vom Netz 6 aus unmöglich gemacht ist. Die       Auslösung    der Ausschaltspule 33 beim even  tuellen Ansprechen des     Rückwattrelais    32 in  folge des     Anlassvorganges,    wird dadurch ver  hindert, dass ihr Stromkreis über den Kontakt  35 am Endausschalter 28 des     Schieber)notors     25 der Turbine führt, der nur bei voller Öff  nung des Turbinenschiebers geschlossen ist.  



  Eine Reihe von weiteren Sicherheitsvor  richtungen sind selbstverständlich nötig und  ohne weiteres anzubringen; sie sind aus der  Zeichnung weggelassen, um das Schaltbild  nicht verwickelter zu machen.  



  Das vorliegende Schaltbild ist für den  Fall entworfen, dass die Turbine ohne Rege  lung arbeitet. Dies ist nur möglich, wenn  die in der Zeiteinheit gelieferte Wassermenge  s    entweder konstant oder dem Leistungsbedarf  annähernd angepasst ist. Ist dies jedoch     nicbt     der Fall, so muss ein hydraulischer Regler  vorgesehen werden. Im allgemeinen braucht  dies beim     Nebenkraftwerk,    bei dem die Dreh  zahl der Maschinen durch die Frequenz der       Hauptkraftwerkmaschinen    ohnehin bestimmt  ist, kein Drehzahlregler zu sein, sondern es  genügt die Regelung in Abhängigkeit vom  Oberwasserstand     bezw.    vor) der zufliessenden  Wassermenge.

   Statt nun, wie bei dem ge  zeichneten Beispiel, zum Anlassen und Ab  stellen der Turbine, den Turbinenschieber  elektrisch zu beeinflussen, ist bei geregelten  Turbinen lediglich der Steuerschieber des  hydraulischen Hilfsmotors     elektromagr)etisch     zu öffnen und zu schliessen, was erheblich  kleinere     Verstellkräfte    erfordert. Der Tur  binenschieber kann dann noch aus Sicher  heitsgründen entweder ebenfalls mit elektri  scher Steuerung versehen werden oder bloss  eine elektromagnetische Auslösung erhalten,  bei deren Ansprachen im     Gefahrfalle    er sich  selbsttätig schliesst, dann aber von Hand ge  öffnet werden muss.  



  Soll das Nebenkraftwerk als Reserve dienen  und gelegentlich selbsttätig arbeiten können,  so muss allerdings ein     Drehzahlregle)#    vorge  sehen     werden.    In diesem Falle kann ein  besonderer     Fliehkraftschalter    21 entbehrt und  das     Fliehkraftpei)del    des Reglers mit eilt  sprechenden Kontakten 22, 23, 24 ausgerüstet  werden. Auch eine elektrische Schnellrege  lung der Synchronmaschine kann selbstver  ständlich vorgesehen werden.  



  Enthält das     Nebenkraftwerk    mehrere  Maschinensätze, so können die Schalteinrich  tungen entsprechend vermehrt werden. Ferner  können Vorrichtungen getroffen werden, die  es ermöglichen, vom Hauptwerk aus oder  ganz selbsttätig die Zahl der in Betrieb be  findlichen Maschinen der jeweiligen Belastung  anzupassen.  



  Die beschriebene Einrichtung- kann sinn  gemäss auch bei solchen     Kraftwerken    ange  bracht werden, welche mit anderen Kraft  maschinen als Wasserturbinen betrieben  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb von bedienungslosen elektrischen Nebenkraftwerken mit insbeson dere von Wasserturbinen angetriebenen Syn chronmaschinen, deren Steuerung von einem Hauptwerk aus durch Einschalten oder Aus schalten der Verbindungsleitungen möglich ist, wobei die beim Inbetriebsetzen über einen Transformator gespeisten Synchronmaschinen als Asynchronmotoren anlaufen und durch blosses Erregen synchronisiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Inbetriebsetzung selbsttätig zunächst die elektrischen Maschinen synchronisiert und dann erst die Kraftma schinen angelassen werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Inbetrieb setzung selbsttätig die Synchronmaschinen urerregt oder schwach erregt zunächst an einen Bruchteil (zum Beispiel die Hälfte) der- Spannung gelegt, nach ihrem Hoch laufen durch Einschalten der Erregerwick- lung synchronisiert und dann an die volle Spannung gelegt werden, worauf zum Schlulä die Kraftmaschine angelassen wird. '?.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschaltvorrich tung der Erregerwicklung des Generators an der Spannung der mit ihm gekuppelten Erregermaschine liegt, die somit als Tacho meterdynamo ivükt. @. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dah der Anlassschalter, der die Maschine erst an die Teilspannung legt und dann auf die volle Spannung um schaltet, von zwei Relais gesteuert wird,
    von denen das den Teilspannungskontakten des Anlassschalters zugeordnete unmittel bar bei der Ferneinschaltung des Neben kraftwerks anspricht, während das den Voll- spannungskontakten des Anlassschalters zugeordnete eine Verzögerungseinrichtung besitzt und ausserdem mit der Einschalt vorrichtung der Synchronmaschinen - Er- regerwicklung derart verriegelt ist, dass er erst nach erfolgterEinschaltungdieser-Wick- lang anspricht. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Nebenkraftwerk durch blosses Abschalten vom Hauptkraft werk aus ausser Betrieb gesetzt wird, wo durch die Kraftmaschine entlastet wird und ihre Drehzahl solange erhöht, bis die Sicherheitsapparate ansprechen und die Kraftmittelzufuhr absperren. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dar beim Ausserbetrieb- setzen vom Hauptwerk bezw. vom Netz aus der Hauptschalter der Oberspannungs- seite geschlossen bleibt, so dass das Zu- und Abschalten des Nebenkraftwerks aus schliesslich finit dein Schalter auf der Unter- spannungsseite des Haupttransformators erfolgt,
    während der oberspannungsseitige Schalter lediglich bei Störungen im Innern des Nebenkraftwerks sich öffnet und nach her von Hand wieder geschlossen werden muss. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5;
    dadurch gekennzeichnet, dass bei elektrischen Stö rungen im Innern des Nebenkraftwerkes ein Rückwattrelais anspricht, welches die Öffnung des oberspannungsseitigen Haupt schalters bewirkt, das aber während der normalen Inbetriebsetzung des Nebenkraft werks durch Kontakte an der Steuerung des Kraftmittelzuflusses für die Kraftma schine verriegelt ist. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, zur Steue rung von Nebenkraftwerken mit hydrau lischem Regler, dadurch gekennzeichnet, dass für die Kraftmaschine zwecks selbst tätigen Anlassers und Abstellens derselben die Steuervorrichtung dieses Reglers elek trisch betätigt wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem das Ab sperrorgan der Kraftnrittelzuleitung elek trisch gesteuert wird. 9.
    Verfahren nach Unteranspruch 4 und 8; dadurch gekennzeichnet, dass bei unzu- lässiger Drehzahlerhöhung die Schliessung des Absperrorgans für den Iiraftmittel- zufluss unmittelbar durch einen Fliehkraft schalter ausgelöst wird.
CH120082D 1925-08-19 1926-05-04 Verfahren zum Betrieb von bedienungslosen elektrischen Nebenkraftwerken, insbesondere mit Wasserturbinenantrieb. CH120082A (de)

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