CH120141A - Stellwerk für Weichen und Signale. - Google Patents

Stellwerk für Weichen und Signale.

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CH120141A
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CH
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monitoring
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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Description


      Stellwerk    für     weielien    und Signale.         Stellwerkanlagen,    die mit Gleichstrom  betrieben werden,     lassen    sich in bekannter  Weise so ausbilden, dass ihre Apparate nur  auf Gleichstrom ansprechen und durch  Wechselstrom nicht betätigt werden können.  Durch besondere     Erdungskonta.kte    können  dabei     Fremdsröme    am Eindringen in die  Apparate auf     konduktivem    Wege gehindert  werden.

   Besteht aber zwischen den     Erdungs-          punkten    ein höherer Potentialunterschied,  als zur Betätigung der Apparate erforderlich  ist, so kann ein hierdurch hervorgerufener  Fremdstrom zu     einer    unbeabsichtigten Be  tätigung der Apparate führen.  



       -Noch    mehr Einfluss haben Fremdströme  auf     Stellwerkanlagen,    die mit Wechselstrom  betrieben werden, da die in den     Über-          wachungs-    und     Stelleitungen        induzierten     Wechselströme die Apparate betätigen kön  nen und ausserdem die     Wechselstrommagnete     schon auf sehr niedrige Gleichspannung an  sprechen,. so dass auch hier     Erdpotential-          unterschiede    Gefahr bringen können.

   Die       Erfindung    betrifft nun eine derartige Aus-         bildung    solcher     Stellwerkanlagen,    dass die  erwähnten Nachteile nicht auftreten können,  sondern eine ausreichende Sicherheit gegen  Fremdströme geschaffen wird.  



  Besonders wichtig ist es dabei, den Über  wachungsmagneten vor Fremdströmen zu  schützen. Wird nämlich während des Um  stellens der Weiche der Antriebsmotor am  Auslaufen gehindert, zum Beispiel durch  einen zwischen Zunge und Backenschiene  liegenden Stein, so erscheint kein Über  wachungszeichen im Stellwerk, weil der  Überwachungskontakt am Motor unterbro  chen ist, und zeigt dem     Stellwerkswärter    die  Störung an. Gelangt aber ein Fremdstrom  in die zu dem     Überwachungsmagneten    füh  rende Leitung, so könnte der Überwachungs  magnet angezogen werden und fälschlich  die Endlage des Weichenantriebes melden.

    Der gleiche Übelstand kann eintreten, wenn  die Weiche aufgeschnitten und der     Über-          w        achungskontakt    unterbrochen wird. Auch  hierbei fällt der Überwachungsmagnet ab,  könnte aber durch einen Fremdstrom angezo-      gen werden und damit die erfolgte     Auf-          schneidung    der     Weiche    verschleiern.  



  Gemäss der Erfindung wird der Über  wachungsmagnet vor dem Eindringen von  Fremdströmen dadurch geschützt, dass für  die Überwachung jedes Weichenantriebes eine  besondere Stromquelle vorgesehen ist. Hat  man nämlich, wie bei den bekannten An  lagen, eine gemeinsame Stromquelle für  mehrere Antriebe, so kann während des       Umstellens    einer Weiche ein in eine der  Leitungen eindringender Fremdstrom über  gleichzeitig geerdete Leitungen anderer Wei  chenantriebe dauernd fliessen und daher fort  gesetzt das Überwachungszeichen     erscheinen     lassen. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn  für jeden Weichenantrieb eine besondere  Stromquelle verwendet wird.  



  Eine weitere Verbesserung kann man er  reichen, wenn man den Überwachungs  magneten im abgefallenen Zustande über  einen     Springschalterkontakt    oder einen     Kon-          tükt    am Anker des Überwachungsmagneten  oder zwei derartige Kontakte an Erde legt.  weil der Fremdstrom dann zwar zunächst  das Anziehen des Ankers am Überwachungs  magneten bewirkt, aber dann sofort wieder  eine Unterbrechung des     Erdkontaktes    her  beiführt, so dass der Anker wieder abfällt  und also ein dauerndes     Überwachungszeichen     nicht zustande kommen kann.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele der Erfindung dargestellt.     Abb.    1  zeigt in der üblichen Darstellungsweise die  bekannte Schaltung für Weichenantriebe,  wie sie für Gleich- und Wechselstrom ver  wendet werden kann.     Abb.    2 zeigt eine An  ordnung, bei welcher für jeden Weichen  antrieb eine besondere Stromquelle für den  Ü     bcrwaehungsstrom    vorhanden ist. Es ist  dabei angenommen,     da.ss    der Weichenantrieb  mit Wechselstrom betrieben und überwacht  werden soll.

   In der Zeichnung ist 1 die Se  kundärwicklung des den Überwachungsstrom  liefernden besonderen Transformators, 2 die  Sekundärwicklung des für eine grössere An  zahl von Weichen dienenden     Stellstrom-          transformators;    3 und 4 sind Schmelzsiche-         rungen;    5, 6 und 7 sind Kontakte zum  wechselweisen Anschalten der Antriebs  leitungen an das Stellwerk.  



  Der     Kontakt    8 wird vom     Springschalter     betätigt. Dieser     Springschalter    dient in be  kannter Weise dazu, um zwecks Umstellung  einer     Mreiche    die     L        berwaehungsstromquelle    1  abzuschalten und die Stromquelle mit den       Stelleitungen    zu verbinden.

   Er     iv        ird    zu  diesem Zweck von Hand betätigt und in  die Lage     gebricht.    in welcher er die Stell  stromquelle     p        iielilicsst.    In dieser Lage ist  er durch den abgefallenen Anker des     Über-          wachungsmagnetes    gesperrt.

   Sobald der An  triebsmotor ausgelaufen ist, wird der     Kon-          takt    in der     Stelleitung    am Antriebsmotor  unterbrochen und ein     Kontakt    in der Lei  tung zum     tfibcnvaclningsinagneten    geschlos  sen, so dass dieser Strom von der     Stellstrom-          quelle    erhält und seinen     Anker    anzieht.

    Hierdurch wird die Sperrung des Spring  schalters beseitigt, so dass dieser durch eine  an ihm     angeordnFte    Feder in die Ausgangs  lage     zuriicl@bewegt.        wird,    in welcher er die  Verbindung zur     Stellstroniquelle    unterbricht  und die     Überwachungsstromquelle    anschliesst.  Dieser Wechsel der Stromquelle wird durch  den     Kontakt    8 am     Springschalter    bewirkt.  9 ist ebenfalls ein vom     Springschalter    be  wegter     Erdungskontalkt,    mit welchem vor  übergehend der Überwachungsmagnet 14 ge  erdet wird.

   Ebenso ist 1 0 ein     Kontakt    am  Springschalter zum Erden der nicht ge  brauchten     Stelleitungen    und damit zum  Kurzschliessen des Motors nach vollendeter  Umstellung. 11 ist der Antriebsmotor mit  den Feldwicklungen 12 und 13; 14 ist der  Ü     berwachungsniagnet.    welcher den Spring  schalter betätigt. 15, 16, 17, 18 sind die  Stell- und     Über-tvachungsleitungen,    welche  vom Stellwerk zum Antrieb führen.  



  In der     Ruhelage    fliesst zum Beispiel ein  Ü     berwachungsstrom    von 1 über 3, 8, 5, Stell  leitung     1.5,        Antriebskontakt    19, Über  wachungsleitung 17.     Kontakt    7,     Über-          @vachungsmagnet    14 zur Stromquelle 1 zu  rück. Wäre der Antriebsmotor nicht in der  Endlage, so würde der Kontakt 19 die Lei-           tung   <B>15</B> mit der Leitung 17 nicht verbinden,  der Überwachungsmagnet würde keinen  Strom bekommen und sein Anker nicht an  gezogen sein.  



  Während des     Umstellens    der Weiche,  wo der Antrieb in Bewegung ist, ist der       Überwachungsmagnet    abgefallen, da Kon  takt 19 in diesem Falle unterbrochen ist.  Würde nun der Antrieb die Endlage nicht  erreichen, so würde dies dem     Stellwerkwärter     dadurch kenntlich gemacht werden, dass der  Überwachungsmagnet 14 abgefallen bleibt.  Es könnte nun der Fall eintreten, dass in  diesem Zustande, wo der Antrieb nicht  völlig ausgelaufen ist, der     Überwachungs=          magnet    trotzdem Strom bekommt, wenn zum  Beispiel an Leitung 17 ein     Erdschluss    auf  tritt.

   Da nämlich der Springschalter in die  sem Falle, wie oben beschrieben, sich auch  noch nicht in der Ruhelage befindet, ist  auch Kontakt 9 noch mit Erde verbunden,  und der Überwachungsmagnet erhält Strom  auf dem Wege: Erde, Kontakt 9,. Über  wachungsmagnet 14, Kontakt 7, Leitung 17,  Erde. Der Anker des Überwachungsmagne  tes würde angezogen werden und der Stell  werkwärter daraus entnehmen, dass der An  trieb sich in der Endlage befindet. Dies  wird jedoch dadurch verhindert,     da.ss    der  Überwachungsmagnet 14 beim Anziehen den  Springschalter auslöst, das heisst in die  Ruhelage bringt, wodurch wiederum der  Kontakt 9 am Springschalter unterbrochen  wird, so dass' also der Überwachungsmagnet  14 wieder abfallen muss. Es kann also durch  Eindringen von Fremdströmen kein dauern  des Überwachungszeichen zustande kommen.  



  Ein Hauptvorteil ist nun,,     da.ss    die Si  cherung gegen Fremdströme durch Unter  brechen eines     Kontaktes    erfolgt. Durch     Pa-          rallelschalten    eines     Erdschlussanzeigers    zum  Kontakt 9 kann weiterhin in der Ruhelage  eine     Überprüfung    der jeweils benutzten  Stell- und Überwachungsleitung auf ihren  Isolationszustand vorgenommen, werden. Da  ein     Erdschluss    in diesen Leitungen aber bei  obiger Schaltung keine Gefahr bietet, so       kann.    diese \Überwachung in einer vereinfach-         ten;    Weise dadurch herbeigeführt werden.

    dass. der Überwachungsmagnet selbst die Tä  tigkeit des     Erdschlussprüfers    übernimmt,  sobald gefährliche Erdpotentiale auftreten,  das heisst solche, deren Potentialunterschied  für die Betätigung des     Stellwerkseinrich-          tungen    ausreicht. Es wird dies dadurch er  reicht, dass am Anker des Überwachungs  magnetes ein Kontakt 21 angeordnet wird,  welcher im abgefallenen Zustande den Über  wachungsmagneten mit Erde verbindet.

    Tritt nun ein genügend starker Fremdstrom       zon    einer der Überwachungsleitungen in den  Überwachungsmagneten ein, so wird dessen  Anker angehoben; hierbei unterbricht der  Anker die Erdung des Magnetes und fällt  daher wieder ab, wobei der     Erdkontakt    wie  der geschlossen wird. Dieser Vorgang wie  derholt sich fortgesetzt. Der Überwachungs  magnet wirkt dadurch als     Rasselwecker    und  lässt erkennen, bei welcher Weise ein     Erd-          schluss    in der Überwachungsleitung vorhan  den ist.  



  Durch den Kontakt 21 wird weiterhin  erreicht, dass beim Aufschneiden einer  Weiche ein dauerndes Zeichen hinterlassen  wird, indem nach Abfallen des Ankers am       Überwachungsmagneten    und der durch den  Kontakt 21 herbeigeführten Erdung des  Überwachungstransformators 1 ein verstärk  ter Strom von diesem über 3, 8, 5, 19 zum  Motor 11 fliesst, so-dass die Sicherung 3 zer  stört wird.  



       Abb.    3 zeigt eine Anordnung, bei wel  cher auch der Antriebsmotor gegen Fremd  ströme gesichert ist. Bei dieser Anordnung  kann zur Überprüfung aller Leitungen ein  gemeinschaftlicher     Erdungsprüfer    22 ange  ordnet werden; zu diesem Zweck sind die       Motorrückleitung    25, die     Schalterrückleitung     26 und die Leitung 24 vom Springschalter  kontakt 23 an einen gemeinsamen Punkt  geführt, wobei zum leichteren Auffinden der  gestörten Weiche die     Stellstromsicherung    27  in der Rückleitung zur     Stellstromquelle    an  geordnet wird.  



  Nach Auslösen des Überwachungs  magnetes 28 und erfolgter Umstellung der      Weiche wird dieser durch einen; Spring  sehalterkontakt ?9 vorübergehend mit dein  einen Pol der     Stellstromquelle    30 verbunden.  Am Anker des Überwachungsmagnetes wird  ein Kontakt 31 angeordnet und hierdurch  die     Überwachungsstromquelle    32 so mit dem  einen Pol des Motors verbunden, dass bei  etwa erfolgendem Aufschneiden der Wei  chen die     Überwächungssicherung        33    zerstört  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrisches Stellwerk für Weichen und Signale, dadurch gekennzeichnet, dass für die Überwachung jedes Weichenantriebes Eine besondere Stromquelle vorgesehen ist. UNTERANSPRüCIIE l . Elektrisches Stellwerk nach" Patent anspruch,. dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsmagnet durch einen Springschalterkontakt vorübergehend an Erde gelegt wird. 2. Elektrisches Stellwerk nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Anker des Über wachungsmagnetes ein Erdungskontakt angebracht ist, der bei abgefallenem An ker geschlossen, bei angezogenem Anker unterbrochen wird.
    3. Elektrisches Schaltwerk nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch den -am Anker des Überwachungsmagnetes angeordneten Kontakt der Sondertransformator so ge erdet wird, dass beim Aufschneiden einer Weiche die Überwachungsstromsicherung zum Abschmelzen gebracht wird.
    -1. Elektrisches Stellwerk nach Patent- anstüuch, dadurch gehcnnzeichnet, dass für - die Überwachung aller Weichen leitungen ein gemeinschaftlicher Erdungs- prüfer angeordnet ist. 5.
    Elektrisches Stellwerk nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erleichl(#rung des Auffindens von Isolationsfehlern bei den einzelnen, Wei- - chen der Anzzcbluss der zu prüfenden Lei tungen über (Iie- in der 3Iotorrückleitung jedes )Veiclienantriebes liegende Sicherung erfolgt.
    G. Elektrisches Stellwerk nach Patent- ansprueh und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungs magnet durch einen Springschalterkontakt vorübergehend mit dem einen Pol der Stellstromquelle verbunden wird, so dass er nach vollendeter Umstellung von der Stellstromquelle in Tätigkeit gesetzt wer den kann.
    7. Einrichtum,- nach Patentanspruch und Unteransprüchen 5 und G, dadurch ge kennzeichnet., dass ain Anker des Über wachungsmagnetes ein Kontakt angeord net wird, der bei abgefallenem Über- wachungsinagneten die Überwachungs- stromquelle mit deni einen Pol des I%otors so verbindet,
    dass heim Aufschneiden der Weiche die I'liei -@icliungssiclierung zer stört wird.
CH120141D 1925-05-20 1926-04-23 Stellwerk für Weichen und Signale. CH120141A (de)

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