CH120349A - Leitungsanlage für Hochstrom. - Google Patents
Leitungsanlage für Hochstrom.Info
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Description
Zeitungsanlage für Hochstrom. Bei Leitungen für sehr starke Ströme, wie sie vor allem zum Betrieb elektrischer Ofen benutzt werden,, ist es aus mehreren Gründen unzweckmässig, sehr dicke Leitun gen etwa mit einem rechteckigen Querschnitt nach Fig. 1 zu verwenden. Einerseits ist die Abkühlfläche des Leiters im Verhältnis zum Inhalt relativ klein, so dass man eine starke Erwärmung des Leiters erhält.
Fer ner tritt eine starke Stromverdrängung nach dem Aussenrand des Leiters zu auf, die be wirkt; dass der Strom nur im äussern Teil des Querschnittes des Leiters fliesst, ein Be reich, der in Fig. 1 schraffiert angedeutet ist, und schliesslich ist die Selbstinduktion eines solchen Leiters relativ gross, so dass man bei der Höhe der Ströme ausserordentlich grosse induktive Spannungsabfälle erhält.
Man unterteilt daher Hochstromleiter häufig nach dem Schema der Fig. 2 und er reicht dadurch eine wesentlich grössere luft umspülte Oberfläche, so dass die Erwärmung
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herabgeht. <SEP> Die <SEP> Stromverdrängung <SEP> wird <SEP> hier- fiert; die stromdurchflossenen Zonen in den Teilleitern sind in Fig. 2 schraffiert hervor gehoben. Die Selbstinduktion der Leitung wird kaum beeinflusst.
Um nun bei derartigen unterteilten Lei tungsanlagen die Stromverdrängung noch mehr herabzudrücken und damit zu einer wesentlich besseren Ausnützung des Lei tungsquerschnittes zu gelangen, sind gemäss der Erfindung die Teilleiter aus Einzel leitern zusammengesetzt, die zwecks Ver kleinerung von Wirbelstrombildung ihre Lage innerhalb des Gesamtquerschnittes des Teil leiters ändern. Die Teilleiter bestehen zum Beispiel aus verseilten Stäben oder auch aus normalen Gitterstäben. Derartige unterteilte Stäbe sind bereits für Turbogeneratoren als Nutenstäbe bekannt.
Fig. 3 und 4 der Zeichnung zeigen einen verseilten Stab im Querschnitt und in der Ansicht. Ein derartiger Stab tritt dann bei der Leitungsanlage zum Beispiel an Stelle
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der <SEP> vollen <SEP> Teilleiter <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 2 <SEP> der <SEP> Zeich- drillung des Stabes wird eine gleichmässige Stromverteilung und damit eine wesentliche Herabsetzung der Verluste in der Leitungs anlage erreicht.
Eine weitere Herabsetzung der Verluste durch Verminderung des Spannungsabfalles wird bei Mehrphasenleitungsanlagen für Hochstrom mit Unterteilung der Strom führungen durch eine geeignete Verschach- telung der einzelnen Teilleiter erreicht. Man kann bei einer dreiphasigen Leitungsanlage die Stromleiter pro Phase beispielsweise in vier Flachstäbe unterteilen und die einzel nen Flachstäbe gemäss dem Schema der Fig. 5 nebeneinander anordnen. Die einzel nen nebeneinander liegenden Stäbe führen dabei um 120' in der Phase verschobene Ströme, so dass sich ihre magnetischen Wir kungen zum grossen Teil aufheben.
Die Selbstinduktion der Leitungsanlage wird dadurch wesentlich reduziert.
Man kann nun die Selbstinduktion der Leitungsanlage noch wesentlich stärker ver mindern und damit den Spannungsabfall der Leitung verkleinern, wenn man bei der Verschachtelung der Teilleiter ein derartiges Mehrphasensystem anwendet, bei dem Ströme mit um 180 verschobener Phase vorkommen, und die einzelnen Teilleiter so anordnet,, dass Teilleiter mit entgegengesetzten Strömen unmittelbar benachbart sind. Die von den Teilleitern ausgehenden Magnetfelder wer den sich daher fast vollständig aufheben.
Als Nehrphasensysteme für eine derartige Verschachtelung der Teilleiter sind zum Bei spiel Sechsphasen- oder Vierphasensysteme geeignet.
Fig. 6 der Zeichnung zeigt eine Leitungs anlage zwischen der Sekundärwicklung des speisenden Transformators und einem elek trischen Ofen, die durch Auflösung der Sekundärwicklung sechs Phasen besitzt. .Je eine Hin- und Rückleitung ist nun ausserdem in zwei Teilleiter unterteilt, die Teilleiter sind als Flachstäbe nebeneinander angeord net und gemäss dem Schema der Fig. 7 in einander verschachtelt. Die Verschachtelung ist dabei innerhalb der Phasen durchgeführt, derart, dass neben einer Hinleitung eine Rück leitung derselben Phase liegt.
Am Ende der Foxtleitung, etwa. an der Eintrittsstelle in den Ofen, kann man die Sechsphasenströme wieder zu einem dreiphasigen Stromsystem vereinigen. Dies ist auch in der Zeichnung angedeutet. Die einzelnen Teilleiter nach Fig. 7 der Zeichnung sind dabei wieder ver- seilte Stäbe bezw. Gitterstäbe.
Die Unterteilung der einzelnen Flach stäbe in Form einer Verwindung oder einer Verschiebung der Einzelleiter kann bekannt lich in verschiedener 'ZTeise durchgeführt werden. Man kann, wie dies bei dem Flach tab in Fig. 3 der Fall ist, eine hochkantige Unterteilung vornehmen, bei der die einzel nen Leiter des Stabes mit ihren flachen Seiten übereinander liegen; man kann aber auch eine flachkantige Unterteilung ge mäss der Fig. 8 anwenden, bei der die Einzelleiter mit ihren Flachseiten neben ander liegen.
Die erste hochkantige Un ierteilung des Flacbstabes erweist sich insbesondere für Leitungsanlagen als geeig net, bei der die Teilleiter nicht geschachtelt sind. Die flachkantige Unterteilung gemäss Fig. 8 wird mit Vorteil für verschachtelte Leitungsanlagen, etwa nach Fig. 7 der Zeich nung benutzt, um die wirbelstrombildende Wirkung des Längsfeldes in den einzelnen Leitern zu vernichten,
Claims (1)
- PATENTANSPR l7CH Leitungsanlage für Hochstrom mit Un terteilung der Stromführungen, dadurch ge kennzeichnet, dass die Teilleiter aus Einzel leitern zusammengesetzt sind, die zwecks Verkleinerung von Wirbelstrombildung ihre Lage innerhalb des Cresamtquerschnittes des Teilleiters ändern. UNTERANSPRüCHE 1. Leitungsanlage nach Patentanspruch, wo bei die Teilleiter als Flachstäbe neben einander angeordnet sind, gekennzeichnet durch eine hochkantige Unterteilung der Flachstäbe, 2.Leitungsanlage für Hochstrom mit Unter teilung der Stromführungen, nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, mit meh reren Phasen, gekennzeichnet durch ein derartiges Mehrphasensystem und eine derartige Verschachtelung der Teilleiter, dass Teilleiter mit entgegengesetzten Strö- , en unmittelbar benachbart sind.. Luitungsanlage nach Patentanspruch und t iiteranspruch 2, wobei die Teilleiter als Flachstäbe nf,benf@inander angeordnet und verschachtelt gf@hennzeichnet durch die flachkantige Unterteilung der Teil leiter. SIEMEDIS-SCHUCKERTWERKE, GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG. Vertreter: L\IER 3c de WURSTEMBERGER ci-devant E. Imer-Schneider, Genf.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE120349X | 1925-05-15 |
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|---|---|---|---|
| CH120349D CH120349A (de) | 1925-05-15 | 1926-05-05 | Leitungsanlage für Hochstrom. |
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1926
- 1926-05-05 CH CH120349D patent/CH120349A/de unknown
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