CH120350A - Bewehrung für Einleiterwechselstromkabel aus ferromagnetischem Material. - Google Patents
Bewehrung für Einleiterwechselstromkabel aus ferromagnetischem Material.Info
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Description
Bewehrung für Einleiter wechselstromkabel aus ferromagnetischem Material. Bei Einleiterkabeln pflegt man auf Be wehrung mit Eisen- oder Stahlmaterial zu verzichten, um die durch magnetische Hy ste- resis in solchen Stoffen auftretenden Verluste zu vermeiden.
Ein Mittel, die Hystereseverluste zu vermindern, besteht bekanntlich darin, dass man eine Drahtbewehrung auf die Einleiter kabel aufbringt, bei welcher die einzelnen Drähte durch Lücken voneinander getrennt sind (offene Drahtbewehrung), zu dem Zwecke, dein magnetischen Induktionsfluss einen grösse ren Widerstand entgegenzusetzen. Die Lücken zwischen den Drähten können mit irgend einem nichtmagnetisierbaren Material ausgefüllt sein, z. B. mit einem Isolationsmaterial oder mit Zink, mit dem Bewehrungsdrähte zum Rost schutze häufig überzogen werden. Man kann in der gleichen Absicht die Drallängen auf Kosten der Festigkeit der Bewehrung ver grössern.
Mit diesen Massnahmen allein ist es aber bisher nicht gelungen, die Verluste bei Verwendung von ferromagrietischen Drähten auf einen erträglichen Bruchteil der ohnrschen Kupferverluste, zu ermässigen. Andere Be- wehrungsmaterialien, die nicht magnetisierbar sind; sind wegen ihres hohen Preises wenig empfehlenswert.
Die Erfindung bietet nun ein Mittel, das im Verein mit andern oben aufgeführten Vorsichtsmassnahmen (grosse Drallänge, offene Bewehrung) die Verluste auch bei ferro- magnetischen Stoffen genügend klein hält. Die Erfindung gibt ein Auswablprirrzip, nach dein die für die Bewehrung eines Einleiter kabels geeigneten ferromagnetischen Stoffe bestimmt werden können.
Die durch die Bewehrung bedingten Ver luste sind hauptsächlich Hystereseverluste. Wenn man nun durch die geschilderten Vor sichtsmassnahmen dafür sorgt, dass die in den Bewehrungsdrähten herrschende magnetische Induktion relativ klein bleibt, so wird man bei allen in Betracht kommenden ferro- magnetischen Substanzen niemals bis in den Bereich der Sättigung kommen. Bei geringen Induktionen zeigen aber die einzelnen Stoffe der Hystereseverluste als im Bereiche der Sättigung.
So haben wir gefunden, dass bei einer offenen Bewehrung .Materialien, die wegen ihrer geringen Hystereseverluste im Maschinen- und Transformatoreubau bevorzugt werden (zum Beispiel mit Silizium legierte Eisensorten), verhältnismässig hohe Verluste geben. Diese liegen in derselben Grössen ordnung wie die von gewöhnlichem nicht silizierten Eisen.
Diese Materialien. haben alle eine verhältnismässig geringe Koerzitivkraft. Umgekehrt hat sich gezeigt, dass ferrornagne- tische Materialien umso geringere Verluste bei kleinen Feldern zeigen, je grössere Koerzitiv- kraft sie besitzen. Unter Koerzitivkraft ist hier, wie üblich, die magnetische Feldstärke verstanden, die wirken muss, um nach einer bis zur Sättigung erfolgten Magnetisierung die Induktion zum Verschwinden zu bringen.
Die für den praktischen Gebrauch im Einzelfall wichtigste .Messung ist die Fest stellung der Zusatzverluste der Bewehrung, am besten im Verhältnis zu den sogenannten Kupferverlusten ausgedrückt. Wir fanden in Einleiterkabeln mit einer bestimmten Draht bewehrung verschiedenen Materials und 95 mm= Querschnitt des Kupferleiters:
EMI0002.0019
Zusatzverlaste
<tb> Betvehrungsmaterial <SEP> in <SEP> der <SEP> Bewehrung
<tb> in <SEP> Hundertsteln
<tb> der <SEP> Kupferverluste
<tb> Nicht <SEP> härtbares.Material
<tb> Eisen <SEP> mit <SEP> weniger <SEP> als
<tb> 0,2 <SEP> % <SEP> C <SEP> auch <SEP> legiert <SEP> mit
<tb> Si <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 60 <SEP> bis <SEP> 120 <SEP> %
<tb> Mittelgekohlte <SEP> Stähle
<tb> (Thomas-, <SEP> Siemens-,
<tb> Martin-, <SEP> Elektrostahl)
<tb> bis <SEP> etwa <SEP> 0,7 <SEP> 0% <SEP> C <SEP> 15 <SEP> bis <SEP> 30 <SEP> 0,!,
<tb> Hochgekohlte <SEP> Stähle
<tb> (über <SEP> <B>0,7"1!0</B> <SEP> C). <SEP> . <SEP> .
<SEP> unter <SEP> 15 <SEP> 0/0 Die Aufstellung zeigt die Abhängigkeit der Verluste voll dem C-Gehalt des Beweh- rungsmaterials. Man weiss, dass die Koerzitiv- kraft der Stähle mit wachsendem C-(.Ielialt ansteigt und ihr Maximum etwa bei 1,5 "j'() C erreicht.
Jedoch sind Stähle mit über 0,9",o C zur Drahtverarbeitung bereits ungeeignet, so dass mit Stalildi-aht von 0,9 % C die beste Wirkung zu erzielen ist.
Die angeführten Messungen sind mit 50- periodigem Wechselstrom von<B>100</B> bis 250 Ampere ausgeführt worden.
Gemäss der Erfindung wird daher vorge schlagen, zur Bewehrung für Einleiterwecllsel- stromkabel ein ferromagnetisches Material zu verwenden, das eine hohe Koerzitivkraft, jeden falls eine Koerzitivkraft grösser als 10 besitzt.
Man weiss; dass) die Koerzitivkraft nicht nur voll den chemischen Beimengungen des Eisens, sondern auch von der Art der Bear beitung (Glühen, Abschrecken, Ziehen usw.) in hohem Masse abhängig ist; die oben all geführten günstigen Verlustzahlen beziehen sieh auf Stähle, bei denen in bekannter Weise ein hoher Härtegrad erreicht ist. Werden diese gekohlten Stähle zum Beispiel von über 900 0 C an langsam abgekühlt, so liegen ihre Koerzitiv- kräfte, bei einem C-Gehalt von 0,2 bis 1,5 0;'0, zwischen \3 und 12 Gauss, und die Verluste sind hoch.
'erden die Stähle mit dem gleichen C-Gehalt hingegen bei etwa<B>8,50'</B> C abge schreckt, so liegen die Koerzitivkräfte zwischen 15 und 65 Gauss. Bei solchen Materialien mit einem C-Gehalt voll 0,7 bis 0,9% haben wir bei Einleiterkabeln finit 95 mm= Querschnitt des Kupferleiters Bewehrungsverluste festge stellt,
die weniger als 2 0,ö der Kupferverluste betrugen. Die Koerzitivkraft der Silizium legierung liegt vergleichsweise um 1 Gauss herum und bei noch viel kleineren Werten.
Für den vorliegenden Zweck besonders geeignete Materialien hoher Koerzitivkraft sind demnach Kohlenstofl'stähle mit 0,6 bis 0,9 % C-Gehalt, besonders wenn diese nach einem der bekannten Verfahren gehärtet sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Bewehrung für Einleiterwechselstroinkabel aus ferrolnagnetischem Material, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Erzielung geringer Bewehrungsverluste ein Material mit einer Koerzitivkraft grösser als 10 zur Bewehrung verwendet wird. EMI0003.0001
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE120350X | 1925-10-10 |
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| CH120350A true CH120350A (de) | 1927-05-02 |
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| CH120350D CH120350A (de) | 1925-10-10 | 1926-05-22 | Bewehrung für Einleiterwechselstromkabel aus ferromagnetischem Material. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH120350A (de) |
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1926
- 1926-05-22 CH CH120350D patent/CH120350A/de unknown
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