Stromabnehmer für elektrische Fahrzeuge. Es ist bekannt, bei Stromabnehmern elektrischer Fahrzeuge, zum Schutze des Fahrzeuges sowohl, als der Oberleitung, die Anordnung zu treffen, dass in dem Falle, wo der Stromabnehmer in der Fahrtrichtung einem Hindernis begegnet, der wirksam wer dende Widerstand, sobald er ein bestimmtes Mass überschreitet, eine Sicherheitsvorrich tung auslöst, durch welche der Stromabneh mer gesenkt, zusammengelegt oder aber, selbst unter mindestens teilweiser Zerstörung desselben, wenigstens aus dem Bereich der Fahrdrahtleitung gebracht wird, um diese nicht weiter zu beschädigen.
Die Nachteile all dieser bekannten An ordnungen besteht vor allem darin, dass die Kräfte, welche die Auslösung der Sicher heitsvorrichtung einleiten, durch das immer hin erheblich massige bewegliche Strom abnehmergestell selbst übertragen und wirk sam werden, so dass ihr Wert ein verhältnis mässig grosser sein muss und die Auslösung langsam vor sich geht" so sehr, dass, ehe die Sicherheitsvorrichtung zur Geltung kommen kann, angesichts der üblichen hohen Fahrge- schwindigkeit und der grossen Massenwirkung meistens an der Fahrleitung schon recht erheb licher Schaden eingetreten ist.
Diesen Übelständen ist bei dem Strom abnehmer gemäss Erfindung dadurch abge holfen, dass ein von dem im gewöhnlichen Betrieb vorkommenden abweichender Druck auf die Kontaktwippe des Stromabnehmers Eine Bewegung wenigstens von Teilen der Wippe hervorruft,, welche Bewegung dann eine plötzliche Schnellsenkung des Wippen trägers herbeiführt.
Die Zeichnung zeigt einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes.
Die Fig. 1 zeigt einen Pantographenab- nehmer in Ruhestellung; Fig. 2 -zeigt denselben Stromabnehmer in der Fahrstellung bei Begegnung eines Hin dernisses im Momente der Auslösung eines pneumatischen Ventils, welches die Schnell senkung des Stromabnehmergestelles steuert; Fig. 3 zeigt die Wippe in dem Augen blick, wo infolge ihrer Entgleisung ein vom Fahrdraht seitlich auf sie wirksam werden- der Druck dir Schnellsenkung de, Stromab nehmers einleitet; Fig. 4 veranschaulicht einen gewöhn lichen Bügelstromabnehmer in Ruhestellung;
In den Figuren bezeichnet a die Fahr- dralltleitung, b die Wippe, c deren Kontakt stück, e, f, h die Organe für die Senkreckt haltung der Wippe, i den Wippenträger.
k das Bowdenkabel und m die Feder, wel- ehe die seitlichen Fühler n der Wippe b belastet.
In Fig. 1 ist ein Pantographenstrom abnehmer in der Stellung gezeichnet, in welcher dessen Schleifstück c am Fahrdraht anliegt, das Fahrzeug selbst aber noch nicht in Bewegung gesetzt ist.
Wenn, ohne dass das Schleifstück irgend einem Hindernis in seiner Bahn begegnet ist. der Stromabnehmer in bisher üblicher Weise gesenkt wird, gestaltet sich der Vor gang wie folgt: Die im Zylinder t befindliche Druck luft wird durch ein zeichnerisch nicht dar- gestelles Ventil über Leitlang q zum Ent- weiehen gebracht. Die vorher durch die auf den Kolben f' wirkende Druckluft ge spannte Feder s wird dadurch entspannt.
Die Kolbenstange t" weist einen Schlitz u auf, welcher ermöglicht, dass die Feder r, welche den Auftrieb des Wippenträgers i bewirkt. je nach den verschiedenen Höhen lagen des Fahrdrahtes spielen kann, da der Hebel v, der mit seinem einen Ende im Schlitz u geführt ist, nach links und rechts einen gewissen Weg zurücklegen kann, ohne rlass die gespannte Feder s, beziehungsweise die Lagedes Kolbens t' im Zylinder t irgend wie beeinflusst würde. Die Wippe kann demnach, entsprechend der jeweiligen Hö henlage des Fahrdrahtes, sieh in der Höhe zwischen zwei normal vorkommenden Grenz werten frei bewegen, ohne dass irgend ein Organ beeinflusst wird, das die Senkung oder gar die Schnellsenkung, wie beim Erfin dungsgegenstand vorgesehen, herbeiführen l:cinnte.
Die Kraft der Feder s ist grösser bemes- als diejenige von Feder r.
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<tb> li\eklinhe <SEP> d, <SEP> clllri@li <SEP> welche <SEP> der <SEP> der <SEP> Feder <SEP> 6 unterstellte Hebel 5 ausgelöst werden kann, In Fig. 1 ist Hebel 5 durch Klinke 4 , in seiner Sperrlage verriegelt, während er nach Fig. 2 freigegeben ist.
Mit 7 ist ein Luftauslassventil bezeichnet, dessen Luftkammer 7' mit dem Zylinder t kommuniziert. In der Stellung nach Fig. 1 wird durch eine Feder 8 der Ventilkegel auf seinen Sitz gedrückt, das Ventil befindet sich also in seiner Schliessstellung.
g ist ein lose auf der Achse f sitzendes Glied, in dessen Schlitz die aneinander- gelenkten Arme w geführt sind, welche mit ihrem andern Ende an dem Wippenträger i angreifen. Glied g, zusammen mit den Ar men w, dient zur Geradeführung des auf g befestigten Bowden-Kabels k, dessen Man tel sich auf g aufstützt, während das Ende des Kabeldrahtes selbst in dem massigen Körper k", zum Beispiel einer Kugel, ver ankert ist. Mit x sind die mit g fest verbundenen Führungen bezeichnet, welchen der Körper k" entlang gleiten kann.
Das Bowden-Kabel k' wird gleichfalls dem beweglichen Bügelsystem entlang bis zum festen Bügelträger nach unten geführt. Der Mantel von k' stützt bei 3' auf, wäh rend der Kabeldraht am Klinkenhebel 4 an greift.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung für die Schnellsenkung des Bügels gestaltet sich wie folgt: Wenn, wie in Fig. 2 angenommen, durch ein von oben in die Bahn der Wippe hinein reichendes Hindernis, zum Beispiel durch einen gebrochenen Aufhängedraht, das Schleifstück mehr als normal unter Über windung der Kraft von Federn e umgelenkt wird, so wird durch den Winkelhebel h der Endkörper k" des Kabeldrahtes der Füh rung x entlang bewegt, und das andere Ende des Kabeldrahtes, das an Klinke 4 festsitzt, bewirkt, dass diese ausser Eingriff mit dem Winkelhebel 5 kommt. Unter der Wirkung von Feder 6 drückt der eine Arm von Win kelhebel 5 auf die Ventilstange 7", so dass der Ventilkegel von seinem Sitz abgehoben wird und die Luft aus Zylinder t über Kam- mer 7' durch die Öffnungen 9 austreten lässt.
Dadurch, dass der Kolben im Zylinder t nunmehr zurückweichen kann, da leine Druckluft mehr auf ihn wirksam wird, wird,; wie im oben beschriebenen gewöhn lichen Falle der absichtlich bezw. normaler weise eingeleiteten Senkung des Bügels, das Niedergehen des ganzen beweglichen Sy stems bewirkt. Das letztere freilich mit dem Unterschiede, dass jetzt durch eine zweck mässige Dimensionierung des Ventils 7 und allenfalls auch durch dessen Anbringung in unmittelbarer Nähe des Druckluftzylin- ders t eine bedeutend raschere Senkung er reicht wird als in dem Falle, in welchem sie durch das Entweichen der Luft über Leitung q eingeleitet wird.
Gemäss Fig. 3 ist das Schleifstück c der Wippe b vom Fahrdraht a abgeglitten, beispielsweise in einer Weiche, Kreuzung <B>USW.,</B> und der auf den Fühler n der Wippe von der Fahrleitung a ausgeübte seitliche Druck bewegt die Fühler n entgegen der Wirkung der Feder m nach innen, wodurch über Arm ri der Kabeldraht von k bewegt wird, dessen anderes Ende durch den Hebel 2 (Feg. 2) über Achse 1 die Klinke 4 auslöst und dadurch, wie oben beschrieben, die Ent lastung des Kolbens im Ventil t und somit die Schnellsenkung des beweglichen Systems veranlasst.
In Fig. 4 ist ein Bügelstromabnehmer veranschaulicht, für dessen Heben und Sen- 1,-en wesentlich die gleichen Organe wirksam werden, wie sie mit Bezug auf das erste, in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Ausführungs beispiel beschrieben worden sind. Baulich weicht indessen diese zweite Ausführungsart von der ersten in den folgenden Einzel heiten ab: Die Federung der Wippe b wird durch Federn e bewirkt, welche an dem auf der Bügelachse y sitzenden Winkelhebel o an greifen.
Auf dem Kettenrad ö und dem auf Achse f sitzenden Kettenrad <I>f'</I> läuft clie Kette p.
Auch bei dieser Ausführung erlauben die Federn e die normalerweise auftretenden Neigungen der Wippe b, ohne dass dabei eine Senkung des beweglichen Systems er folgen könnte.
Wenn irgend ein Gegenstand in die Bahn des Schleifstückes c von oben hineinreicht und dadurch ein abnormales Umlegen der Wippe b bewirkt, so kommt, je nach der Rich tung, in welcher die Umlegung der Wippe b erfolgte, der eine oder andere Arm des Win- kelhebels o mit dem einen oder andern Arm des Drehgliedes z in Berührung und bewirkt im einen oder andern Falle eine Zugwirkung auf das Verbindungsglied z, so dass die Klinke d den Winkelhebel 5 entriegelt und dadurch die Schnellbremsung, in gleicher Weise wie beim ersten Ausführungsbeispiel, sofort einleitet.
Wenn ein seitlicher Druck auf einen der beidseitigen Fühler n wirksam werden sollte, wird die Schnellsenkung ebenfalls, wie im Zusammenhang mit dem ersten Aus führungsbeispiel beschrieben, unmittelbar veranlasst.
Für die Einleitung einer plötzlichen Schnellsenkung des Wippenträgers kann jede bekannte oder dem Fachmann zur Verfügung stehende Anordnung in Betracht kommen. Wesentlich für die Erfindung ist einzig, dass irgend ein aussergewöhnlicher Druck aussergewöhnlich entweder mit Bezug auf seine Stärke, oder aussergewöhnlich im Hin blick auf die Richtung, aus welcher er kommt - auf den den Kontakt mit der Fahrleitung bewirkenden, federnd angeord neten Stromabnehmerteil oder Wippe eine plötzliche Schnellsenkung des Wippenträ gers, gleich welcher Bauart, herbeiführt, lind zwar bevor jener aussergewöhnliche Druck sich auf den letzteren hat auswirken hönnen.
Als Teil der Wippe wird im Sinne der Erfindung jedes Organ bezeichnet, welches a m Wippenkörper befestigt ist.